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Finnland 2018
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Abwasch in der Womoküche

Wie bei uns ein ganz normaler Küchenalltag im Womo aussieht

furchtbar

Gestern war bei uns ein normaler Irland-Reisetag mit vier Zwischenstopps und abends etwas relaxen. Erster Zwischenstopp: «Wart mal schnell, ich mach mir ein Kaffee». Zweiter Zwischenstopp: «Wart mal, ich muss mir noch einen Kaffee machen». Dritter Zwischenstopp: «sollen wir etwas kleines Essen?» Vierter Zwischenstopp: «ich mach mir schnell einen Kaffee».

Und als wir dann endlich auf dem Stellplatz ankommen und draussen sitzen: «ich mach uns mal schnell ein Plättchen…»

In der Zwischenzeit wurde alles angebrauchte Geschirr in der Spüle zwischengelagert, macht ja auch Sinn. Dann schreibe ich den gestrigen Blogeintrag und Anita kocht feine Spaghetti Bolognaise, mit viel Fleisch und Tomatensauce. Da wir Zeit haben, köchelt diese feine Sauce eine Stunde vor sich hin (die erste Viertelstunde ohne Deckel, so dass alles um die Pfannen schön verspritzt ist).

Das Essen ist aber fantastisch, da gibt es nichts auszusetzen.

Nach dem Essen türmt sich das Geschirr in der gesamten Küche, Ablage, Kochfeld, Spüle. Und mein Schatz: «Nicht so schlimm, ich mach das. - Ohh, wir haben gar kein heisses Wasser! Aber ich schalt den Boiler an und lege mich mal aufs Bett, bis das Wasser heiss ist».

Nach einer Stunde kocht das Wasser schon lange im Boiler, meine Holde liegt aber immer noch im Bett und das Geschirr türmt sich überall bergeweise.

Ok, verstanden, ich mache heute freundlicherweise den Abwasch. Also beginne ich ganz logisch: heisses Wasser einfüllen, Spülmittel dazu, und dann kommen zuerst das einigermassen sauberen Geschirr an die Reihe: Weingläser und Besteck. Als die Tropfablage voll ist, kommt meine Holde Kunigunde und sagt: «Ich helfe dir abtrocknen, mache mir aber vorher noch einen Tee» (bei Kaffee kann sie danach nicht mehr schlafen).

auch das noch

In der Zwischenzeit habe ich so viel abgetrocknet, dass ich weiter abwaschen kann. Nun kommt das dreckige Geschirr und die Pfannen mit der Sauce. Und während ich das abgewaschene Geschirr auf die Abtropfplattform lege, nimmt meine Holde das Abtrocktuch und das erste Geschirrstück in die Hand und legt es mir wieder ins Abwaschwasser «Hier ist noch Tomatensauce dran» und ich beginne von vorne. Und dann endlich, als ich nach gefühlten Stunden fertig bin tönt es wieder: «Halt, hier hat es noch einen Becher, und schaue mal in den Backofen, dort sollte noch das Blech von gestern drin sein!» Mann, endet das denn nie? Und als endlich, endlich alles fertig ist und glänzt, meint meine Holde: «Wow, das ging heute aber schnell und leicht. Wenn man zu zweit ist, geht es viel besser». Ich verdrehe die Augen sage nichts und denke: Morgen gehen wir wieder Fish and Chips essen, gibt viel weniger Arbeit…

geschafft

Anmerkung: eventuell sind bei einigen Passagen die Namen vertauscht, aber nur bei wenigen…

Während ihr das liesst, sind wir unterwegs zur Bootsfahrt zum Leuchtturm Fastnet Rock, dem imposanten Leuchtturm Irlands weit draussen im Meer. Mehr darüber aber erst am Abend.


26.5.2019 - halbe halbe wie gehabt, wir männer sind echt reif für den haushaltsoscar, ich würde dich sofort nominieren! ab in die küche lieber rolf :)

Richard


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