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Donegal Irland 2019
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Järmann-Trophy

und Wohnmobil-Gewicht

Wir mussten die EuroCC im Wallis leider verlassen, andere Termine rufen. Also um 7 Uhr aufstehen, um 7:30 Uhr den Motor starten und ab quer durch die Schweiz. Über Lausanne und Bern, durch Zürich nach Oberbüren. Dort Richtung Strassenverkehrsamt und Polizeistation.

Die Kantonspolizei St. Gallen führt einen CamperDay durch. Man kann dort sein Fahrzeug genau wägen lassen und sich auch in verschiedenen Dingen wie Verkehrssicherheit oder Stellplätzen (natürlich von Wohnmobilland Schweiz) beraten lassen.

Etwas mulmig ist es schon, wenn man vor der Polizei auf die Waage geht. Wir haben das Womo vollgeladen, statt der E-Bikes haben wir zwei 15-kg-Gewichtssteine in der Garage, Gas voll, Wasser im Tank. Aber wir haben geschaut, dass der Dieseltank eher im leeren Bereich steht. Es wäre saublöd, wenn wir dort auftauchen und zu schwer sind. Nach unserer Kopfrechnung und Selbsteinschätzung rechnen wir mit 3460 kg. Wieviel sind wir wohl daneben?

Dann der Moment der Wahrheit: zuerst Vorderachse, Gesamtgewicht und Hinterachse. Auf dem Waagschein steht:

Vorderachse: 1560 kg / Gesamtgewicht: 3480 kg / Hinterachse: 1920 kg

Also überall knapp im grünen Bereich. Aber viel Reserve haben wir nicht mehr. Wenn ich bedenke, ein voller Dieseltank wäre nicht mehr dringelegen (na ja, vom Portemonnaie her auch nicht), wir hätten schätzungsweise noch für 80 Liter Diesel Platz, bei einem 120-Liter-Dieseltank. Dann wären wir also bei 3560 kg ...

Was mich etwas erstaunt: Auf dem Waagschein steht eine Wiegetoleranz von 3 %. Das reduziert mein Gesamtgewicht (das des Fahrzeuges) auf 3375 kg. Für den Kanton St. Gallen sind wir also safe.

Nach etwas Fachsimpeln und Diskutieren mit den Polizisten geht es für uns weiter in ein familieneigenes Waldstück im Thurgau. Wir haben dort unser Cousinen-Treffen inklusive Järmann-Trophy.

Final

Die Järmann-Trophy ist ein Wettkampf mit einem riesigen Pokal als Siegestrophäe. Jeder möchte den Wettkampf gewinnen und seinen Namen auf dem Pokal eingraviert haben. Aber den Pokal will niemand. Wo soll man ihn denn hinstellen? Im Wettkampfreglement steht aber geschrieben, dass der Pokal in der Wohnung an einem prominenten Ort aufgestellt werden muss und bei jedem Besuch von Gästen damit geblufft werden muss. Also ein zweischneidiges Schwert ...

Es werden Teams gebildet, die sich im Schwedenschach bekämpfen. Das Team, das gewinnt, muss sich am Schluss noch im Holznageln gegeneinander beweisen, und so gewinnt Onkel Hansueli die diesjährige Austragung und den Pokal. Irgendwie läuft alles gegen mich, denn dieses Mal werde ich Letzter (letztes Jahr verpasste ich den Pokal um Haaresbreite beim Minigolf), sogar Tante Vreni ist besser als ich. Anita ist übrigens im Teamrang 3.

Podium mit Andrea, Hansueli, Thomas

Da der Sieger die Wettkampfdisziplin und deren Reglement alleine festlegen darf und dies erst am Tag der nächsten Trophy verkündet wird, vermute ich stark, dass es mit Boccia-Spielen weitergehen könnte. Onkel Hansueli ist ein guter Boccia-Spieler, also werde ich mir demnächst Boccia-Kugeln kaufen und ein Jahr lang trainieren, damit ich endlich meine Gravur kriege.

Der Nachmittag ist lustig und viel zu schnell vorbei. Bei dieser Austragung haben wir übrigens zum ersten Mal unsere Womo-Kaffeemaschine im Wald, betrieben von der Ecoflow. Etwas Luxus muss auch mitten im Wald sein. Das nächste Mal müssten wir noch ein Radio mitnehmen, damit wir bei der Siegerehrung die Nationalhymne abspielen können.

Ach ja, und jetzt warten wir auf das obligate Foto, auf dem man in der ersten Nacht nach dem Sieg den Pokal mit ins Bett nimmt ...

Siegerfoto a la Schweizer Illustrierte

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