Wir brechen gegen Abends mit Marco auf, wissen aber noch nicht, wohin wir sollen. Eine Woche Zeit hätten wir, aber dazwischen haben wir noch Sitzungen an verschiedensten Orten. Die nächste ist aber erst am Montag morgen.
Wir fahren Richtung Chur, wollen über den San Bernardino. Kurz vor der Autobahnabzweigung entscheiden wir uns um und fahren nach Flims, Illanz und Oberalp. Intzwischen ist es schon am eindunkeln, und wir finden so auf die schnelle keinen geeigneten Übernachtungsplatz. So fahren wir immer weiter und nach Sumvitg fahren wir den Wegsweisern eines Campingplatzes nach. Allerdings verfehlen wir den wegen der Dunkelheit und landen so an einem schönen Wiesenparkplatz. Wie es sich herausstellt, ein wahrer Glücksfall!
Schweizer Familie Feuerstelle, Kinderspielplatz, Weiher, WC, alles was das Herz begehrt. Und total abgelegen und ruhig. Wenn nur alle Übernachtungsplätze so sein könnten...
Sobald wir uns einigermassen eingerichtet haben, gehen wir auch schon ins Bett.
Nach einem gmütlichen Vormittag, einer Reise über Oberalppass und Abstieg durch die Schöllenenschlucht landen wir in Morschach.
Den Vormittag ruhten wir uns aus, genossen ein feines Frühstück, für das Rolf extra mit dem Velo nach Sumvitch fuhr... Mittags fuhren wir dann den Oberalppass hinauf, oben noch haufenweise Schnee. Die Schöllenenschlucht runter war wegen den Kurven ziemlich eindrucksvoll, aber einfach zu meistern.
Gelandet sind wir dann oberhalb Morschach beim Ferienhof Rüti, ein super Stellplatz bei einem ehemaligen Bauernhof. Wir genossen einen fantastischen Platz mit Blick auf Vierwaldstättersee, Mythen, Bürgenstock und wie alle anderen Berge auch heissen. Nachdem wir feine Pouletschenkel grillten, Rösti verdrückten wurden wir mit einem Alphornständchen von Richi und Sonnenschein noch so richtig verwöhnt.
Der Ferienhof Rüti ist für Wohnmobilisten uneingeschränkt zu empfehlen. Sehr schön gelegen, freundlicher Empfang, gute Infrastruktur, was will man mehr? Es sind auch viele freilaufende Tiere, Enten, Hühner, Katzen, Hasen, Esel, Tauben etc. Aber alles sehr sauber - einfach herrlich. Auch Kindern gefällt es hier, hat es doch auch ein Baumhaus, Trampolin etc, was wir zum teil auch ausprobiert haben ;-)
Endlich, das erste mal, seit wir mit Womos unterwegs sind, haben wir strahlend blauen Himmel und relativ warm. Marco wünscht, an einem See zu übernachten.
Natürlich erfüllen wir den Wunsch von Marco und fahren auf den Campingplatz Buchhorn in Arbon. Da weiss ich, dass man mit den Wohnmobilen direkt am See stehen kann. Es ist auch nicht allzuweit weg von St. Gallen, wo Marco morgen Vormittag eine Weiterbildung besuchen muss.
Den Morgen geniessen wir schon bei blauem Himmel zwischen den Bergen bei einem grosszügigen Frühstück. Gegen Mittag fahren wir über Morschach - Sattel - Ricken - nach Arbon. Um 14 Uhr stehen wir direkt am See. Einfach herrlich! Das Wasser des Bodensees ist aber mit 15 Grad für uns zu kalt.
Schöne Aussicht, blauer Himmel, Pool und Sauna, was will man mehr?
Wir verlassen den Bodensee, schauen noch schnell bei unserem Wohnmobil-Händler vorbei, um noch ein paar Kleinigkeiten zu kaufen und weiter geht es Richtung Appenzell. Im Stellplatzführer habe ich ein interessanten Ort gefunden, den wir uns anschauen wollen. Nach einem Einkauf in Appenzell geht es drei Kilometer steil den Berg hoch bis wir im Campingplatz und Gasthof Eischen ankommen. Wunderbare Aussicht, freundlicher Empfang und einen herrlichen Stellplatz.
Es weht aber ein ziemlich kühler Wind, trotzdem probieren wir natürlich den Pool mit Gegenstromanlage aus. Einfach perfekt, wir haben vom beheizten Innenschwimmbad einen herrlichen Ausblick auf die appenzeller Hügel, vom Aussenwhirlpool ebenfalls. Nur die Sauna hat keine Fenster... Nach dem Wellnessen grillen wir noch Bratwürste und Spiesschen zu den Teigwaren und dem Salat. Danach schauen wir das erste Mal seit wir gestartet sind, etwas TV und kuscheln an der Wärme.
Wir bleiben heute den ganzen Tag auf dem Stellplatz Eischen, da ich abends eine Sitzung in Appenzell habe. Wir fahren erst morgen weiter.
Rolf verbringt den Tag mehrheitlich mit Arbeiten, währenddem Anita und Marco Federball spielen, relaxen oder im Wellnessbereich im Whirlpool, in der Sauna oder am schwimmen anzutreffen sind. Bei diesem herrlichen Wetter ist dieser Platz ideal und wir fühlen uns schon wie halbe Appenzeller.
unseres Reisestrecke