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Norwegen 2018
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Fazit Luftfederung

Wir waren nun vier Wochen auf zum Teil miesen Strassen unterwegs

Nach unserer Skandinavien Reise mit den holprigen Fahrten auf Schnee liessen wir bei unserem Fiat Ducato eine Luftfederung bei der Hinterachse einbauen. Jetzt nach der Marokko-Reise ist es Zeit, ein erstes Fazit zu ziehen.

Es ist aber gar nicht so einfach, nun einfach zu schreiben:  alles ist jetzt super, keine Probleme. Was ganz klar ist, das Fahrgefühl auf der normalen Autobahn bei höheren Geschwindigkeiten ist viel, viel besser. Das Auto hält sich besser in der Spur, kein Gegensteuern oder „rumpeln“ wenn wir grosse Lastwagen überholen oder von einem Raser mit 200 km/h überholt werden. Die „Luftwand“ spüren wir praktisch nicht mehr. Das Fahren auf der Autobahn ist wesentlich entspannter geworden, auch wenn es schon vorher eigentlich kein grosses Problem war.

Leider kann ich da aber keine Fakten liefern nur unser Fahrgefühl. Ich wüsste nicht, wie ich das messen könnte.

Bei schlechten Strassen weiss ich echt nicht, ob die Luftfederung viel bringt. Das Problem dabei: der subjektive Vergleich mit vorher ist praktisch nicht möglich. Ob es jetzt fest schüttelt oder sehr fest, ich kann den Unterschied zur letzten Marokko-Reise z.B. überhaupt nicht einschätzen. Klar habe ich jetzt das Gefühl, dass es ruhiger und besser ist, aber eher nur mit dem Wissen im Hinterkopf, dass wir ja eine Luftfederung haben. Echt, so Leid es mir tut, ich kann einfach nicht objektiv sagen, ob es nun besser ist oder nicht. Was ganz sicher besser ist, das Womo schaukelt nicht nach: nach einem Treffer eines Loches ist das Womo daher sofort wieder gerade und schaukelt nicht mehr, anders wie vorher.

Was aber auch positiv ist, bei einer Fährauffahrt kann man mal schnell das Hinterteil etwas anheben und hat so weniger Angst, irgendwo aufzuschlagen.

Die Möglichkeit, die Luftfederung zum Geradestellen des Womos zu benützen haben wir einige Male probiert, aber ganz ehrlich: ob du hinten 4cm Höher oder tiefer bist, hat auf das Gefühl im Womo keinen Einfluss, wenigstens bei uns. Von daher ist das „Habenwollen“ der Luftfederung zum Ausnivellieren eher ein Alibi-Argument.

Was aber für mich einen Einfluss hat: auch bei voll geladenem Womo sieht jetzt das Womo von aussen eher wie ein Leichtgewicht aus, da es hinten eben nicht in die Knie geht. Bei Gewichtskontrollen der Polizei sicher ein Argument, dass man uns vorbeiwinkt und nur die andern gewogen werden. Ist aber noch nicht vorgekommen, von daher vielleicht mein Alibi-Argument, um die Luftfederung zu rechtfertigen.

  • Fahrgefühl Autobahn: viel besser
  • Fahrgefühl schlechte Strassen: schwierig zu messen
  • Zusatznutzen: eher Alibi

Wer viel Autobahn fährt, dem würde ich diese Zusatzluftfedern empfehlen, ob sie auch viel bringt bei schlechten Strassen kann ich aber echt nicht sagen.

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Datum
5.12.2018
direkter Link
https://www.womoblog.ch//blog/&blogID=1110

6.12.2018 - hallo rolf, den artikel von dir können wir 1:1 mit unterzeichnen. nach deinem damaligen artikel haben wir uns damit auseinandergesetzt und uns diese einbauen lassen mit auflastung auf 4 t. gleiche erfahrung wie ihr und den ein oder anderen schotterweg in frankreich können wir auch nicht explizit bewerten. bezüglich ausnivellieren regulieren wir über unsere normalen stützen und keile. auf den autobahnen und landstrassen absolut stabileres und angenehmeres fahrgefühl. nochmal danke für den tipp.

trudchen


6.12.2018 - Danke für das Fazit. Ist halt nicht wie in der Informatik, nur 0 und 1 :-) Werde auf jeden Fall noch weiter lesen, ob eine Zusatzluftfeder für mein WoMo mit 2 Meter Überhang und max. Traglast der Garage von 350 Kg eine sinnvolle Investition ist. Ich glaube schon.

Roli


6.12.2018 - Auch wir haben uns eine Luftfederung eingebaut und dazu noch 18Zoll Räder von ORC, welche nur noch mit 3 Bar gepumpt werden müssen. Der Fahrkomfort zu früher ist nicht zu vergleichen! Die gleichen Erfahrungen gemacht wie ihr. Wir haben nun All Saisons Pneu montiert. Hier ist bei Regen der Geräuschpegel etwas höher. Gruss Silvio

- Silvio Müller


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