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Marokko 2018
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Reisebericht

Cap Tanaron 26.9.2017

Südlichster Zipfel des Balkans und ganz alleine

Der Leuchtturm Faros am südlichsten Ende

Wir kaufen auf unserem Campingplatz noch Olivenöl ein, es soll das Beste von ganz Griechenland sein! Danach füllen wir unser Wasser, entleeren die Toilette und den Grauwassertank und machen uns auf den kleinen Strassen Richtung Cap Tanaron. Es ist das zweitsüdlichste Kap vom Festland Europa, ganz knapp etwas weniger südlich wie Tarifa in Spanien.

Die Strasse führt sensationell schön der Küste entlang, es ist einfach herrlich. Sie ist auch erstaunlich breit und gut im Schuss, einfach in den Dörfern drinnen wird es jeweils etwas eng. Manchmal steil den Berg hoch, dann wieder runter ans Meer, an schönen Buchten vorbei und über kleine Pässchen. Um jede Kurve sind wir wieder gespannt, wie es danach aussieht. Die wenigen Fahrzeuge sind alles Touristen, die die Gegend genauso bewundern wie wir.

Cap Tanaron

Das Meer ist strahlend blau, glasklar und sieht überall sehr einladend aus. Auch der Abfall entlang der Strassen ist hier deutlich weniger wie auf dem Festland, aber anscheinend brannte hier vor nicht allzu langer Zeit die Vegetation, überall sehen wir schwarze, verkohlte Olivenbäume und andere Büsche.

Nach 64km Fahrt und zwei Stunden später stehen wir auf dem kleinen Parkplatz ganz im Süden des Festlandes von Griechenland. Er ist ziemlich uneben, mit grossen Steinen und aber doch recht vielen Autos (ca. 10). Das Meer schimmert im Hintergrund und die Sonne strahlt vom Himmel.

Gruppenfoto beim Leuchtturm

Wir ziehen die Wanderschuhe an, schnappen unsere Fotoausrüstung und laufen weiter Richtung süden. Zwei schöne, zum Baden einladende Buchten passieren wir und schon 40 Minuten später sind wir am Leuchtturm. Es ist echt herrlich hier, nur der Wind bläst etwas kräftig, so dass ich Angst habe, meine Fotodrohne fliegen zu lassen und darum bleibt sie schlussendlich im Rucksack. Es haben sich noch sechs andere Touristen hierher gewagt, und sonst ist einfach nichts und nur Ruhe. Auf dem Weg waren wir aber sehr froh um unsere Wanderschuhe, man läuft die ganze Zeit auf spitzigen Felsen und die dicken Sohlen schützen da schon echt gut.

auf der Wanderung

Nach dem Spaziergang sind wir dann um 15 Uhr wieder bei unserem Knutschi, ziehen die Badehosen an und steigen zur malerischen Bucht ab. Wir schwimmen in diesem glasklaren Wasser einige Runden, machen Fotos, beobachten einen Tintenfisch auf dem Grund des Meeres und sind wiedermal glücklich.

unsere Badebucht

Als dann die Sonne untergeht und die Bucht im Schatten verschwindet, gehen wir zu unserem Knutschi zurück, ziehen uns an und laufen 200m bis zum herzigen griechischen Restaurant mit offener Terrasse. Wir sind die einzigen Gäste, essen griechischen Salat, Satziki und Suflaki. Es schmeckt herrlich, wir werden so richtig verwöhnt und sehr freundlich bedient, wie bis jetzt überall.

Jetzt sitzen wir in unserem Womo, weit und breit keine Menschenseele mehr und schauen auf das nun sehr dunkle Meer hinaus. Der Mond scheint uns ans anzuzwinkern und wünscht uns eine gute Nacht.

Übernachtung

Akron Tenaro - Cap Tanaron****
frei

Parplatz, tagsüber ziemlich betrieb, gutes und schönes Restaurant in der Nähe

Koordinaten: 36.402478,22.486233
letzter Besuch: 9.2017

Gefährlicher Morgen-Spaziergang 27.9.2017

Etwas Nervenkitzel am Morgen aber dann einen sensationellen Stellplatz direkt am Meer

unterwegs in Süd-Mani

Ich erwache früh vor Sonnenaufgang, ziehe mich an und will zum Meer, tolle Fotos zu machen. Auf dem Weg zum 100m entfernten Wasser knallt es links und rechts neben mir, es sind Jäger in den nahen Hügeln unterwegs. Als mir dann auch noch einer begegnet mit einer angezogenen Leuchtweste wird mir noch mulmiger. Ich trage so ein dunkelgrünes T-Shirt und das ist in der Morgendämmerung mit jagenden Menschen irgendwie nicht ganz ideal und mir ist ziemlich mulmig. Also drehe ich wieder um bringe mich im Womo in Sicherheit. In den nahen Hügeln sind sicher etwa 10 Jäger mit Hunden und langen Flinten unterwegs und alle paar Minuten knallt ein Schuss durch die Gegend.

Schwimmen am Morgen

Endlich, als die Sonne am Himmel steht und sich die Jagdsleute verzogen haben, getraue ich mich nach draussen. Zur Vorsicht ziehe ich meine knallgelb leuchtenden Badehosen an und gehe diesmal mit Anita zum Strand. Es ist einfach herrlich in diesem kristallklaren, blauen Lagune zu schwimmen. Etwas später kommt ein Jäger, zieht seine Badehosen an und macht auch einen kurzen Schwumm. Danach geht er an Land, holt ein Shampoo aus seiner Tasche, seift sich überall ein und geht danach wieder ins Meer. Wieder draussen spühlt er sich mit einer Wasserflasche das Salz von der Haut und ruft uns danach zu sich.

Er zeigt auf die Einbuchtungen in den Felsen, die wie von Eis bedeckt sind. Er holt einen Löffel und beginnt das Salz (es ist doch kein Eis) in einen kleinen Plastiksack abzuschöpfen und erklärt uns auf griechisch, dass dies das beste Salz ist, das es gibt, für Eier, Tomaten, Salat und einfach überall. Danach gibt er uns den gefüllten Plastiksacht, macht e vorher noch ein Loch rein, damit das überschüssige Meerwasser herausfliessen kann und sagt uns, dass wir das nun noch einen Tag in der Sonne trocknen müssen und danach hätten wir gratis das beste Salz!

Er machte übrigens Jagd auf irgendeinen Zugvogel, die hier auf dem Weg in den Süden halt machen. Später lese ich aber, dass in ganz Griechenland die Jagd zum Schutze der Vögel verboten ist. Was stimmt jetzt? Sind wir nicht mehr in Griechenland?

Küste

Na egal, wir packen langsam zusammen und verlassen für uns diesen schönen Ort. Wir kommen echt keine 40km weit heute, überall legen wir Fotostopps ein, in den Bergen, am Meer, in Städtchen, einfach überall. Eigentlich wollten wir heute unterwegs die Höhlen von Diros besichtigen, aber von oben vom Berg sehen wir gleich hinter den Höhlen einen super schönen Strand mit parkierten Wohnmobilen. Also anvisieren wir diesen Strand, er ist wunderschön gelegen, alles runde, grosse, weisse Steine, so wie Dinosauriereier und wieder schönstes Meer. Allerdings prankt ein grosses Campingverbotsschild am Strand. Da getraue ich mich also nicht wirklich hin. Allerdings bekräftigen dann alle stehenden Camper hier, dass man neben der Saison für eine Nacht hier stehen darf. Das Schild sei nur, dass sich hier keine  Dauercamper mit Zelten etc. für mehrere Tage niederlassen. Ob das stimmt?

Dinoeierstrand

Aber da es so schön ist, lassen auch wir uns nieder und wir könnten ja weiterfahren, wenn jemand reklamiert.

Unser Salz trocknet nun schön an der Sonne und wir bräunen uns. Für die Besichtigung der Höhlen haben wir übrigens irgendwie keine Zeit, verschieben wir einfach auf morgen…

so stehen wir heute

Übernachtung

Dirou - Sauriereier Strand*****
frei

Während der Saison verboten, Nebensiason toleriert. Absolut traumhaft am Meer und superschön zu baden. 300m bis zur Besichtigung der Höhlen

Koordinaten: 36.641443,22.383324
letzter Besuch: 9.2017

Caves of Diros und ein Platzregen 28.9.2017

Wir besichtigen die Höhlen nun doch und sind absolut begeistert

Wir erwachen bei Meeresrauschen und machen mit Schwimmen unseren Frühsport. Das Meer ist einfach fantastisch und ganz ruhig. Am Nachmittag ist Regen angesagt, also nutzen wir die Sonne noch, solange wie es geht. Aber sie verschwindet einfach nicht und so machen wir uns bei Sonnenschein doch noch auf, die Höhlen von Diros zu besichtigen. Zuerst waren wir unschlüssig, denn wir haben schon einige Tropfsteinhöhlen besichtigt und schlussendlich ist es ja doch immer etwas das gleiche.

Aber es ist unsere erste Höhle, die wir mit kleinen Booten durchfahren können. Es ist absolut einmalig und wir sind echt froh, haben wir diese Tour gemacht. Es ist echt beeindruckend, wie sich die Höhle jeweils im glasklaren Wasser spiegelt und man jede Realität verliert, was jetzt über und was unter dem Wasserspiegel liegt. Wir sind so begeistert, dass wir diese Höhlen sogar in unsere Website die 100 schönsten Orte mit dem Wohnmobil aufnehmen werden.

Die Höhlenbootsfahrt startet

Eine halbe Stunde dauert die Besichtigung und es gibt atemberaubende Fotos. Nach fünf Minuten Spaziergang sind wir auch schon wieder an unserem Strand beim Womo. Wir haben eine total volle Toilette und müssen darum heute einen Campingplatz ansteuern. Es wäre dann schon mal noch eine Überlegung wert, unsere Toilette umzubauen, so dass wir länger autark stehen können wie jetzt. Nach drei Tagen ist jeweils Schluss wegen der Toilette und einfach irgendwo in die Pampa kippen, machen wir eben nicht. Unsere Freunde Selina und Marc haben in ihrem Van von kurzem ihre Toilette auf Komposttoilette umgebaut, eventuell etwas, das bei uns irgendwann auch ansteht.

unterwegs

Am jetzigen Küstenabschnitt gibt es gerade einen einzigen Campingplatz, also steuern wir den an und haben so heute auch nur 50km zu fahren. Wir kommen dort gut an, die Reception hat bis 18 Uhr geschlossen und so stellen wir uns selbständig auf einen Platz.

Gegen Abend laufen wir dann vom Campingplatz die 300m bis zum kleinen Sandstrand des Dorfes mit all den kleinen Tavernen. Anita darf noch shoppen gehen und welch eine Überraschung (!) sie findet doch tatsächlich ein hübsches Kleidchen, das ihr perfekt passt! Danach suchen wir uns eine gediegene Taverne und bestellen so nahe am Meer einen Fisch durch die Empfehlung des Hauses. Kaum ist der griechische Salat als Vorspeise serviert, fegt ein riesiges Gewitter über den Ort. Es schifft in Strömen und es beginnt zu winden. Mischt, wir haben noch die Markise draussen, also spurte ich die 300m (oder waren es doch 500m?) zum Campingplatz, drehe unsere Markise rein, hole meine Regenjacke und einen Schirm, ziehe meine Sandaletten aus und sprinte wieder zur Taverne zurück.

das griechische Gewitter

Ich bemerke erst jetzt, dass da die Strassen keine Schächte haben und ein riesiger Sturzbach der Strassen entlang fliesst und bei nächster Gelegenheit auf den schönen Sandstrand und ins Meer. Ich komme durchnässt an, aber genau rechtzeitig, um das Abendessen noch richtig geniessen zu können.

lecker

Vollgegessen und durchnässt machen wir uns dann auf den Heimweg und geniessen nun unser Knutschi auch mal von innen, während draussen noch immer der Regen auf das Dach plätschert. Macht ja auch nichts, dass der Campingplatz nun nicht ganz top ist…

Übernachtung

Stoupa - Camping Kalogria**
Camping

gut gelegen, nicht top von der Optik

Koordinaten: 36.849226,22.258826
letzter Besuch: 9.2017

Nix los in Hellas 29.9.2017

Das Wetter macht etwas zu und daher ist alles sehr ruhig

nix los

Morgens müssen wir zuerst mal alles etwas säubern. Vom Platzregen gestern Abend und dem sandig-erdigen Boden sind unsere Campingstühle und der Tisch ziemlich dreckig. Wir räumen also etwas auf, machen unser Knutschi fahrbereit und verlassen den Campingplatz. Der war jetzt auch nicht so top, als wir da längere Zeit verbringen wollen.

Das Wetter ist stark bewölkt, zwischendurch fallen sogar wieder einige Tropfen. Die Griechen sind natürlich sehr froh, denn seit dem 27. Juli hat es nicht mehr geregnet, sagen sie.

Küste ist wolkenverhangen

Wir visieren ein paar Kilometer nach Kalamatas einen Sackgasse an, die betonierte Flächen am Meer hat. Was es genau ist, wissen wir nicht, aber gemäss Satellitenbildern kann man dort mit dem Womo sicher unbehelligt stehen.

Durch Kalamata sind wir das erste Mal seit unserem Griechenlandtrip in einer grösseren Stadt, die sogar richtig Autoverkehr hat. Ist schon etwas ungewohnt wieder… Aber wir können es immer noch und kommen gut auf der anderen Seite an. Unser Navi kennt anscheinend eine Abkürzung, die wir gerne nehmen. Die Strasse wird verdächtig schmal, irgendwann hört dann auch der Asphalt auf und wir stehen irgendwo in einem Olivenhein. Nun kommen uns Fahrradfahrer entgegen, die ihr Rad schieben! Wie sollen wir da durchkommen, wenn die Velofahrer nicht mal fahren können? Also beschliessen wir, umzudrehen, aber das ist einfacher gesagt wie getan. Im sandigen Untergrund habe ich angst, dass wir uns zwischen den Olivenbäumen festfahren, aber irgendwie drehen wir mit einigen Streifer der Olivenäste unser Knutschi. Das wir wieder ein paar Schrammen geben, nach der Rückkehr ist dann mal eine Politur notwendig.

es wird schmaler

Fünf Kilometer später sind wir wieder auf einer Hauptstrasse und fahren dieses Mal nach Karte. Einige Minuten später finden wir unser Sackgasse am Meer und anscheinend ist dieser Platz unter Wohnmobilisten bekannt, es stehen acht Womos hier, aber da so viel Platz ist, ziemlich verstreut. Von den acht sind sieben Franzosen, also wird das wohl in einem französischen Womoführer stehen.

Egal, wir stellen uns ganz am Schluss hin, mit Blick aufs Meer und den Sandstrand. Der perfekte Ort, um mit der Sat-Schüssel guten Internetaschluss zu haben, da ich um 15 Uhr einen geschäftlichen Online-Termin habe.

nix los


Aber da es nicht mal 14 Uhr ist, überlegen wir uns schon, ob wir danach weiterfahren oder hier übernachten sollen. Der Platz ist nun nicht gerade atemberaubend, aber das hat sicher auch mit dem Wetter zu tun. Bei Sonnenschein wäre es natürlich top, direkt am Sandstrand stehen zu können.

Also bleiben wir hier, sitzen vor dem Womo, machen einen kleinen Strandspaziergang. Aber es ist wahrlich nix los hier!

Etwas später kommt ein dicker Grieche mit seinem Pickup, parkt hinter uns und beginnt mit uns zu schwatzen. Nach rund 30 Minuten Gespräch fragt er uns dann, ob wir etwas Gemüse oder Honig brauchen. Wir lassen uns sein Angebot auf der Ladefläche zeigen und kaufen dann allerhand von seinem direkten Anbau. Tomaten, Feigen, Weisswein, Olivenöl, Knoblauch und Honig. Alles zusammen für 15 € und ohne Quittung. Eins muss ich hier aber nochmals loswerden: die Griechen sind sehr freundlich und auch überhaupt nicht aufdringlich! Es sind immer echt nette Kontakte und immer mit einem Lachen im Gesicht. Klar, sie jammern über die kürzlich so heftig hinaufgesetzten Steuern, aber sie machen immer irgendwie das Beste daraus. Uns gefallen sie echt!

Einkauf

Später kocht dann Anita wieder mal selber, es gibt griechischen Salat und ein Risotto. Wir sitzen am Meer, geniessen das „“Nix los, hören das Meer rauschen und haben auch noch ein nettes Gespräch mit unserem deutschen Womo-Nachbar, der mindestens etwa 80m von uns entfernt steht. Also wenig Platz haben wir nicht.

Übernachtung

Velikas - Analipsi Beach***
frei

sehr ruhig, in einer Sackgasse direkt am Strand, kein Schatten, 

Koordinaten: 37.005975,21.973340
letzter Besuch: 9.2017

Ein echtes Wunder und eine Orangen-Pleite 30.9.2017

Lass meinen Körper zu einer Kirche, mein Blut zu einer Quelle und meine Haare zu Bäumen werden

Agia Theodora mit den 17 Bäumen auf dem Dach

Das Wetter verspricht für Heute auch noch nicht wirklich Sonne, also ändern wir unseren Plan und das Meer streichen wir vorerst. 50km im Landesinneren gibt es die Agia Theodora, eine kleine Kapelle auf deren Dach 17 Schwarzeichen wachsen. Von den Eichen sieht man weder aussen noch Innen Wurzeln auf den Boden wachsen, auch hält das kleine Dach keinesfalls die tonnenschwere Last der Bäume aus. Und das unter der Kapelle gleich die Quelle des Flusses Pamisos liegt, ist der Boden für richtig gute Legenden.

Ein Grund also für uns, dieses Wunder aufzuklären, woran die Wissenschafter und Botaniker bis heute gescheitert sind. Auf der leeren Autobahn geht es 30km ins Landesinnere, an den Mautstellen werden wir als Camion abgezockt und als wir wieder auf den normalen Strassen sind, zeigt Google in die entgegengesetzte Richtung wie das Navi. Wir müssen danach an der Kreuzung die Karten konsultieren, Google Maps aufrufen und abwägen, welchen Weg wir nun nehmen. Die griechischen Wegweiser können wir jetzt nach zwei Wochen immer noch nicht lesen und auch das griechische Alphabet beherrschen wir noch nicht. Es geht wieder über sehr enge Strässchen Berg hoch und runter, ausser uns ist glaub kein anderer Menschen unterwegs. Wir zweifeln mehrfach, ob wir noch richtig sind, lassen uns aber durch unsere Kartenlesekunst nicht beirren. Und dann plötzlich sehen wir einen Parkplatz mit zwei Reisecars (wo zum Teufel sind denn die durchgefahren?) und einige Autos. Auch wir parkieren und werden sofort von einem freundlichen Griechen in Empfang genommen, „Church right, Food left“. Natürlich gehen wir zuerst zur Kirche.

auch innen nicht die kleinste Wurzel

Wow, die hat ja einen ganzen Wald auf dem Dach und die Bäume sind nicht grad klein. Aussen sieht man echt keine einzige Wurzel den Mauern entlang zum Boden wachsen. Also sofort nach innen, und echt verblüffend, auch innen sieht man nicht das kleinste Würzelchen! Wie ist denn das möglich? Die Wissenschaft hat keine wirkliche Erklärung, denn das Dach trägt nach Statik mehr als fünfmal die Last, die es eigentlich tragen könnte. Die Mauern wurden schon geröntgt und man sah dort im Innern Hohlräume, in denen die Wurzeln nach unten wachsen, was aber nicht alles erklären kann. Stimmt die Legende dann tatsächlich? Man ist fast verdammt, daran zu glauben.

Ein Vater im 10. Jahrundert hatte drei Töchter. Zu dieser Zeit war jede Familie des byzantinischen Reiches aufgefordert, einen männlichen Nachkommen zum Militärdienst zu schicken oder sich mit einer stattlichen Summe von dieser Verpflichtung freizukaufen.

Ohne Sohn und ohne Geld gab es für den Vater aus Melpia nur einen einzigen Ausweg: Seine 17-jährige Tochter Theodora musste sich als Mann verkleiden und in die Armee eintreten. Dort zeigte sie sich als Soldat Theodoris so mutig und kämpferisch, dass sich prompt eine junge Frau in „ihn“ verliebte.

Gekränkt, weil Theodoris ihre Zuneigung nicht erwiderte, behauptete sie, von ihm vergewaltigt worden zu sein. Der Fall kam vor das Militärgericht. In den Verhandlungen beteuerte Theodora immer wieder ihre Unschuld. Ihre wahre Identität gab sie aber nicht preis. Zum Tode verurteilt, soll sie in der Nacht vor ihrer Hinrichtung folgenden Wunsch an Gott gerichtet haben: „Lass meinen Körper zu einer Kirche, mein Blut zu einer Quelle und meine Haare zu Bäumen werden.“

Ok, das Rätsel um die Kapelle konnten wir nicht lösen und von daher ist es mein erstes Wunder, das ich wirklich überprüfen kann. Darauf lassen wir uns nun im Restaurant mit dem Mittagessen verköstigen. Aber kurz gesagt, es lohnt sich nicht wirklich und haut uns gar nicht vom Hocker, auch wenn es dafür sehr günstig ist.

Wieder beim Auto fahren wir nun nach Gefühl und ohne Navi Richtung Ochsenbauchbucht, an den Kreuzungen nehmen wir einfach die breiteste Strasse die in ungefähr unsere Richtung führt. Unterwegs kaufen wir uns noch an einem Gemüsestand so richtig, feine frische Orangen, 6 Kilo für 4 €. Bei der Bucht kommen wir gut an und machen uns sofort auf eine Fototour. Es sieht schon atemberaubend aus und es hat erstaunlich wenig Leute hier.

Ochsenbauchbucht

Danach überlegen wir lange, wo wir übernachten wollen. Auf dem Parkplatz ist Camping verboten und auf einer anderen Tafel steht auf Englisch, dass parking overnight strictly verboten ist. Trotzdem sehen wir etwa drei Offroad-Pickups, (alle mit ausländischen Kennzeichen aus dem deutschen Sprachraum) die sich in den Dünen eingerichtet haben. Wir wollen es aber nicht darauf ankommen lassen, wir sind ja Gäste in diesem Land und halten uns an die Spielregeln, und fahren dann zum nächsten Campingplatz direkt am Meer.

Ochsenbauchbucht

Wir treffen es wieder echt gut, packen mit viel Freude unsere Orangen aus und sind nach ein paar Minuten so richtig enttäuscht! Furztrocken, kein Saft und kein Geschmack! Das kann ja nicht sein! Aber nach dem auch die 10 Orange genau gleich trocken ist, wandert alles auf den Kompost. Ich habe mich so auf so richtig frische Orangen gefreut! Jetzt müssen wir dann im Februar doch noch nach Sizilien, denn dort gibt es die allerbesten, die ich in meinem Leben schon gegessen habe… Die griechischen konnten nicht brillieren.

trockene Orangen

Übernachtung

Pilos - Navarino Beach***
Camping

direkt am Wasser, sauber und freundlich

Koordinaten: 36.947178,21.706822
letzter Besuch: 9.2017

Stomio Beach - und ganz alleine 1.10.2017

Eine Traumbucht, einen Traumtag und die Treppe ins Paradies

Die Himmelsleiter in unser Paradies

Der Wetterbericht hatte doch tatsächlich recht, blauer Himmel und sehr sonnig. Also nun ein Tag am Meer. Aber wohin, wir haben mehrere Möglichkeiten. Hier auf dem Campingplatz bleiben, zurück zur Ochsenbauchbucht oder 30km weiter zu einem Tipp von Womoreisenden, die wir unterwegs trafen.

Da wir nun das Wasser wieder voll haben, das WC dafür leer, sind wir gerüstet, um frei zu stehen, also entschliessen wir uns relativ schnell, dass wir den Tipp von Landsleuten (Danke Werner, danke Lisbeth) auskundschaften und wenn möglich dort übernachten wollen.

Die 35 km sind schnell zurückgelegt, auch weil es eine neue Strasse gab, an der unser Navi keine Freude hat, sie ist noch nicht verzeichnet und dadurch hatte es ziemlich Stress mit jeweiliger neuer Route suchen. Wir lassen uns aber nicht beirren, finden den Abzweiger und fahren wiedermal im Schritttempo durch kleine Olivenheine und werden wieder ein paar kleine Kratzer mehr haben. Nach zwei Kilometer kommen wir aber an einen grossen, leeren Parkplatz direkt am Meer und etwas oberhalb einer Bucht. Wow, es haut uns fast vom Hocker! Innerhalb einer Sekunde ist entschieden, dass wir hier den ganzen Tag bleiben und auch die Nacht verbringen werden.

Unser Platz aus der Luft während dem Sonnenuntergang

Wir stellen unser Knutschi so hin, dass wir direkten Blick auf den Sonnenuntergang haben werden, gleichzeitig die Bucht sehen und sich niemand vor uns Platzieren kann. Das wäre allerdings nicht nötig gewesen, es verirren sich den ganzen Tag nur etwa drei Einheimische Autos hierher, kein Wohnmobil, kein Ausländer…

traumhafte Bucht

Der Strand ist aus feinen Kieseln, so haben wir nicht das ganze Womo voll Sand und das Wasser kristallklar und sehr warm. Wir baden, schwimmen, sonnen, schwimmen, sonnen, baden, geniessen.
Irgendwann schmeisse ich den Grill an, grille griechische Würstchen, essen leckeren Salat etc etc.

beim Nachtessen

Wir fühlen uns im 7. Himmel und hatten selten so einen ruhigen, perfekten und schönen Platz. Nach dem die Sonne untergegangen war, der letzte Einheimische zu Hause ist, geniessen wir am Strand noch unser Liebesleben ;-)

Sonnenuntergang

Übernachtung

Trifillia - Stomio Beach Nord*****
frei

einfach perfekt, grosse Fläche oberhalb des Meeres, kleine Kieselsteinbucht

Koordinaten: 37.185312,21.575458
letzter Besuch: 10.2017

Kitsch und no Fish 2.10.2017

Märchenschloss und Eiffelturm in Griechenland, und Taucher, die mit der Harpune keine Fische erwischen

Der Entschluss heute Morgen ist schnell gefasst: wir bleiben heute stehen! Wasser haben wir noch, Trinkwasser auch, die WC-Kassette hat noch Kapazitäten und verhungern müssen wir auch noch nicht.

Märchenschloss Agrilos

Also nehme ich unsere Fahrräder vom Ständer und wir radeln 4km nach Agrilos zum Märchenschloss. Das hat ein Künstler gestaltet und erbaut, um die Menschen zu erfreuen. Wir erspähen es schon von weitem, weisse Türmchen mit roten Dächern, grosse Figuren im Garten. Die Zufahrtsstrasse zum Schloss ist schnurrgerade aber in bedenklichem Zustand und mit dem Womo nicht zu machen. Wir haben schon mit unseren Fahrrädern mühe. Parkplatz Fehlanzeige, schon gar nicht für ein Wohnmobil.

Märchenschloss Agrilos

Das Schloss sieht aber genau so aus, wie man als Kind eines gezeichnet hätte. Und hätte es man dann noch farbig ausgemalt, sieht es so aus, wie auf unseren Fotos. Echt kitschig! Nur das Meer im Hintergrund will nicht so recht passen. Aber jetzt mal ganz ehrlich, über Geschmack lässt sich streiten, aber uns gefällt es richtig toll und der Künstler hat bei uns den Sinn des Schlosses voll erfüllt. Leider kann man das Schloss nicht mehr von innen besichtigen, nach dem Tod des Künstlers wurde es verkauft und nun ist es in Privatbesitz und bewohnt. Trotzdem darf man rundherum laufen und Fotos machen.

Der Künstler hat übrigens der benachbarten Stadt noch einige Kunstwerke vermacht, ebenso kitschig wie bizarr. Zum Beispiel ein Abbild des Eiffelturms an einer Kreuzung, wo wir gestern vorbei gefahren sind.

Eiffelturm in Filiatra

Nach der Besichtigung des Schlosses fahren wir noch etwas weiter in die kleine Ortschaft. Viel ist aber nicht los, eigentlich gar nichts. Die zwei Restaurants haben geschlossen, die Dorfkirche sieht schön aus und am Hafen flicken zwei Fischer ihre Netze. Mehr sehen wir nicht, also wieder zurück zum Womo.

Badenixe

Nach einem Bad in der schönen Bucht (Anita hat inzwischen schon sicher Schwimmhäute bekommen) bäckt Anita noch ein frisches Brot. Butter, Honig und Konfitüre haben wir noch von unserem letzten Einkauf beim Bauern, das Fleisch ist alle, das haben wir gestern Abend noch gegrillt. Wenn wir Glück haben, fangen die beiden Griechen, die mit Harpunen vor zwei Stunden ins Meer sind, einige Fische. Dann könnten wir ihnen zwei für das Abendessen abkaufen. Aber sie sind noch nicht zurück, ist das nun ein gutes oder schlechtes Zeichen?

frisches Brot

Wir geniessen den Tag, erholen uns bei 28 Grad an der Sonne und schauen immer wieder auf die kleine Bucht. Es hat heute mehr Leute hier wie gestern Sonntag, nämlich in etwa neun ausser uns. Andere Wohnmobilisten haben wir hier immer noch nicht getroffen.

Ach ja, und Fische gab es auch keine…

Nochmals ach ja, die Südseite der Bucht ist genau so schön und mit dem Womo besser zu erreichen

Übernachtung

Trifillia - Stomio Beach Nord*****
frei

einfach perfekt, grosse Fläche oberhalb des Meeres, kleine Kieselsteinbucht

Koordinaten: 37.185312,21.575458
letzter Besuch: 10.2017

Am Ziel meiner Pilgerreise - Olympia 3.10.2017

21 Jahre nach meiner Teilnahme an den Olympischen Spielen erreiche ich endlich ihren Geburtsort

endlich am Ziel

Ich bin gewarnt worden, das antike Olympia ist nur noch ein Haufen Steine, wo höchstens noch die Umrisse der alten Tempel und Stadien zu erkennen sind.

einen Haufen alter Steine

Alles egal, ich will da hin! Darum packen wir heute Morgen an unserem schönen Plätzchen direkt am Meer zusammen und fahren die 73km Richtung Olympia. Wir haben gemerkt, dass wir ja gar nicht mehr so lange Zeit haben und nichts mehr davon vertrödeln können, sonst verpassen wir dann noch die Fähre unserer Heimfahrt.

Mit jedem Kilometer den wir näher kommen, gibt es mehr Wegweiser Richtung Olympia. Die Strasse ist aber alles andere wie boulevardmässig und ganz und gar nicht standesgerecht wie es für so einen historischen Ort sein sollte. Dann endlich die Ortstafel und an den vielen Bussen müssen wir da richtig sein. Schnell ist ein Parkplatz gefunden und wir machen uns aufgeregt (oder bin nur ich aufgeregt?) auf den Weg zur antiken Stätte. Der Eintritt von 12€ pro Person finden wir jetzt noch human und dann sehe ich sie, die antike Stätte, wo seit 776 v. Chr. 1169 Jahre lang alle vier Jahre die Olympischen Spiele ausgetragen wurden. Während den Olympischen Spielen, und einige Tage davor und danach, wurden bei allen laufenden Kriegen einen Waffenstillstand vereinbart der in allen 293 Austragungen nie gebrochen wurde. Wäre doch das nur heute auch möglich…

alte Tempel und Sportstadien

Hätte ich in jener Zeit gelebt und wäre ein freier Grieche gewesen, ich hätte garantiert daran teilgenommen. Allerdings weiss ich noch nicht, in welcher Disziplin: Faustkampf, Fohlenzweigespann, Ringen oder Fünfkampf. Am ehestens wohl am Dolichos (Mittel- oder Langstreckenlauf). Als Sieger hätte ich einen wilden Olivenkranz bekommen und in meiner Heimatstadt hätte ich in meiner Lebenszeit keine Steuern mehr bezahlen müssen, hätte eine Loge im Theater bekommen und wäre von all meinen Landsleuten wie ein Gott verehrt worden. Was für ein Leben! Dabei habe ich doch nur 150$ Sackgeld, einiges an Bekleidung und die Reise nach Atlanta bezahlt bekommen. Na gut, ich hab ja auch nicht gewonnen…

Die Steinruinen lassen mich träumen und ich stelle mir vor, wie in dem Tempel die Schiedsrichter vor über 2500 Jahren vereidigt wurden, wie die Siegerehrungen abliefen und wie die Zuschauer (ohne Frauen, deren war der Zutritt verboten) zujubeln. Mir gefällt es hier in Olympia, das Gelände ist ziemlich gross und was perfekt ist, alle Beschriftungstafeln zu den Tempeln, Stadien etc. sind auf griechisch, englisch und deutsch beschriftet! Mir gefällt es hier viel besser wie in Delphi.

Das archäologische Museum lassen wir aus, dafür besuchen wir das Museum der antiken Spiele, dort hat es noch genügend Archäologie drin und wieder die tollen Beschreibungen auf Deutsch.

Nach insgesamt zwei Stunden sind wir durch und statten zu Fuss dem (touristischen) Städtchen einen Besuch ab. Überall Flaggen mit den olympischen Ringen, aber hier haben sie das Recht dazu. Wenn an einem andern Ort solche Flaggen gehiessen werden, folgt subito eine Abmahnung und Busse durch das IOC. Und ganz ehrlich, ich kaufe mir noch ein T-Shirt mit dem Olivenkranz und dem Schriftzug Olympia. Wer, wenn nicht ich, hat denn schon das Recht, dieses T-Shirt zu tragen?

mein T-Shirt

Nach einer Satziki-Suflakki-Pizza machen wir uns auf die Weiterfahrt. 40km später kommen wir problemlos auf dem Palouki-Campingplatz direkt am Meer an und richten uns gemütlich ein.

Weitere Infos

Mit dem Camper gibt es bei Koordinate 37.644108, 21.627533 einen super Parkplatz, wo man alles fussläufig erreichen kann, ca. 600m bis zur Ausgrabungsstätte und dem Museum und der Rückweg durch das Städtchen. Übernachten ist nicht gestattet, aber es gäbe noch den Campingplatz Diana (37.644572, 21.622592), wo man auch zu Fuss alles besichtigen kann.

Es lohnt sich, die Stätte am Vormittag zu besuchen, ab 13 Uhr fahren dann die Busse der grösseren Städte und der Kreuzfahrtschiffe vor und die Anzahl der Besucher nimmt schlagartig zu.

Olympiade heisst übrigens der Zeitraum von vier Jahren zwischen den Olympischen Spielen, also keinesfalls werden die Wettkämpfe so genannt, aber das wissen bei uns nicht mal die Journalisten, die darüber schreiben.

Übernachtung

Palouki - Camping Palouki****
Camping

am Meer mit Sandstrand, viele Bäume und viel Schatten

Koordinaten: 37.753451,21.305171
letzter Besuch: 10.2017

Bestes Olivenöl Griechenlands 4.10.2017

Zum dritten Mal am dritten Ort kaufen wir das beste Olivenöl, dass es gibt.

einfach traumhaft

Wir bekommen wiedermal einen Tipp für einen sehr schönen Sandstrand, wo man mit den Womos direkt davor stehen darf. Das ist für uns natürlich eine Fahrt wert, vor allem auch, da es nur 30km vom jetzigen Aufenthaltsort ist.

2km vor den eingegebenen Koordinaten im Navi müssen wir noch in einem ganz kleinen Mini-Market unsere Vorräte auffüllen und als wir die Kassiererin in Kauderwelsch englisch-deutsch spanisch (keine Ahnung warum spanisch, aber ich rede mit den Griechen irgendwie immer etwas spanisch) fragen, gibt sie uns in breitem Schweizerdeutsch Antwort. Tja, anscheinend merkt man uns das Schweizerische von weitem an…

Zwei Kilometer später stehen wir an einem wunder- wunderschönen Sandstrand. Einmal mehr kristallklares Wasser, feinsten Sand und 100m weit im Meer kann man immer noch stehen. So was hätten wir jetzt echt nicht erwartet. Nur, ein Geheimtipp ist das anscheinend nicht mehr, wir haben grad riesen Glück und können den letzten Platz in der ersten Reihe kriegen. Es sind bestimmt etwa 15 Wohnmobile hier und für drei hat es nicht mehr für die erste Reihe gereicht…

kein Geheimtipp mehr

Schnell werden wir informiert, dass die Bar super lecker ist, wo man entsorgen kann, wo Wasser holen, wo duschen. Nein, es ist weder ein Camping- noch ein Stellplatz, sondern die andern Camper klären uns auf und eine Stunde später haben wir schon wieder so viele Tipps, dass wir nochmals eine Woche problemlos in der Gegend verbringen könnten. Nur, im Meer waren wir immer noch nicht, was wir dann auch subito nachholen.

einfach ein Traum, der Strand und meine Holde

Später am Nachmittag fährt dann wieder ein Bauer mit seinem Pick-Up vor und bietet Gemüse, Wassermelonen und das beste Olivenöl des ganzen Landes an. Aber das haben wir doch schon zweimal an andern Orten gekauft, ist es nun immer dasselbe oder einfach noch besser wie die anderen? Nach Auskunft des Bauern und der anderen Camper ist es einfach das allerbeste…

wiedermal bestes Olivenöl

Wir geniessen den Tag auch hier, planen unser Programm für die letzten drei Tage und sind richtig viel im warmen Wasser. Später essen wir dann auf Empfehlung der andern Wohnmobilisten Fisch in der Bar und haben auf einen Schlag schon wieder einen Haufen neue Freunde gefunden.

Planung der letzten Tage

Übernachtung

Kylini - Kantina*****
frei

direkt am Strand, sehr feiner Sand, super Meer, gutes Essen in der Strandbar

Koordinaten: 37.889528,21.111658
letzter Besuch: 10.2017

Kampf im Restaurant 5.10.2017

Schon zum zweiten Mal mussten wir zu Zweit ein drittes Menu bestellen, weil wir eines nicht essen konnten.

Sonnuntergang vor dem Womo

Der heutige Tag ist schnell erzählt: nix tun, am Strand liegen und schwimmen.

Das Highlight folgte dann wiedermal beim Essen in der Strandbar. Vielfach wird in Griechenland ja statt der Speisekarte die vorhandenen Menus von der Kellnerin oder vom Kellner aufgezählt. Aber wir verstehen kein griechisch, schlecht englisch und leiden an Alzheimer im Anfangsstadium. Sobald die Aufzählungen durch sind, wissen wir schon nicht mehr richtig, was es alles gibt. Und da wir experimentierfreudig sind, bestellen wir dann jeweils die Menus, die uns im Kopf hängengeblieben sind. Aber immer zwei verschiedene, damit wir mehr ausprobieren können.

Vor vier Tagen war es dann soweit, was wir schon länger befürchteten: wir sitzen vor einem Teller voller Muscheln, die ich keinesfalls runterbringe und Anita auch nur mit grosser Mühe, und wenn sie dann noch so riechen, ist ende Feuer. Mein Menu war nicht schlecht, also teilten wir das, aber was machen mit dem Teller voller Muscheln? Zum Glück waren wir die einzigen menschlichen Gäste, die restlichen Gäste waren streunende, völlig abgemagerte, hungrige junge Katzen. Da lag die Lösung dann schnell auf der Hand. Jedes Mal wenn der Kellner beschäftigt war und nicht hinsah, gab es für die Katzen etwas Leckeres. Die haben sich gefreut und stehen total auf Muscheln! Allerdings war danach das Knurren des Magen noch nicht vorbei. Und dann kam jeweils das Peinliche: beim Kellner nochmals ein Menu bestellen. „Nix gut? Nix genug?“ Aber wir mussten durch und Anita hat dann noch einen Teller Scampi bestellt…

Und heute passiert uns das schon wieder: Auf dem Teller liegen Tentakeln mit Saugnäpfen dran. Ok, wir haben (oder besser gesagt Anita) hat den halben Teller gegessen, aber mehr lag nun nicht drin und Katzen waren auch keine da. Zu unserer Entschuldigung, wir als Schweizer aus den Bergen kennen eben nur Fischstäbchen und nichts mit Fühler, Saugnäpfen, Scheren oder Stacheln. Und dann wieder das peinliche: wir bestellen nochmals eine Portion, aber etwas anderes… „Nix gut?“

Beim Bezahlen kam dann die Chefin persönlich und konnte sogar deutsch und fragte uns nach dem Grund. Wir waren ehrlich und sie lachte nur und fragte: Kommt ihr aus der Schweiz? Das sass dann so richtig…
Aber Lustig war es trotzdem und die Bar zum Essen am Strand ist wirklich zu empfehlen.

Wir freuen uns aber trotzdem auf morgen, denn da geht es wieder weiter und wir sehen neues. Wir sind einfach nicht die Typen, die lange am gleichen Ort stehen können.

Übernachtung

Kylini - Kantina*****
frei

direkt am Strand, sehr feiner Sand, super Meer, gutes Essen in der Strandbar

Koordinaten: 37.889528,21.111658
letzter Besuch: 10.2017

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