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Nordkapp 2014
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Reisebericht

Warntafel und Fahrradträger 2.5.2019

Warntafel ist in Italien auch bei leerem Fahrradträger Pflicht.

zählt so übrigens nicht, die Tafel wird zum Teil verdeckt

Morgen geht es ab nach Irland, juhuii! Höchste Zeit also, dass ich mich um die Verkehrsvorschriften in den von uns durchfahrenden Ländern informiere. Wir werden Österreich, Deutschland, Luxemburg, Belgien, Holland, England und Irland durchfahren.

Da wir die Fahrräder mitnehmen, informiere ich mich zuerst, ob ich eine Warntafel montieren muss. Das lasse ich wenn möglich weg, ist einfach mühsam diese jedes Mal wieder montieren zu müssen.

Hier stosse ich auf die erste Überraschung: Dass diese Tafeln in Italien und Spanien Pflicht sind, ist mir klar. In Spanien ist übrigens eine Tafel mit schwarzer Umrandung richtig, in Italien braucht man diese schwarze Umrandung nicht, dafür 5 rote und vier weisse Streifen... Aber, in Italien muss alles mit dieser Tafel gekennzeichnet sein, das über die im Fahrzeugausweis angegebene Länge hinausragt. Das heisst übrigens, auch der leere Fahrradträger muss mit der Tafel gekennzeichnet sein! Wenn man das Gesetzt richtig interpretiert, müsste das in Spanien auch so sein. Also wer nach Italien ohne Fahrräder vereisen will, montiert den Ständer vorher besser ab (kleine Anleitung). In Frankreich ist die Warntafel erst ab einem Meter Überhang notwendig.

Bei allen von uns geplanten Ländern ist diese Warntafel nicht obligatorisch. Allerdings müssen wir für Frankreich ein Satz Ersatzbirnen für den Fiat Ducato mitnehmen, dazu in den meistens Ländern obligatorisch: Pannendreieck, zwei Warnwesten und eine nicht abgelaufene Notfallapotheke mit Verbandsmaterial.

In England gibt es keinen Rechtsvortritt, pardon, Linksvortritt. Wenn nicht signalisiert ist, müssen sich die Autofahrer irgendwie verständigen. Auch ist das Blinker setzen in einem Kreisel etwas anders. Wer die nächstliegende Ausfahrt benutzt, blinkt durchgängig ab der Einfahrt links, wer den Kreisel bei der zweiten Abfahrt verlässt, blinkt erst bei der Abfahrt links. Wer die dritte Ausfahrt wählt, blinkt während des Kreiselns auf der Innenspur durchgängig rechts und setzt beim Verlassen den linken Blinker.

In allen Ländern halte ich mich an die vorgeschriebenen Höchstgeschwindigkeiten, vor allem in der Schweiz und Frankreich, denn dort wird es teuer, nicht ganz so streng muss ich in Deutschland aufpassen, dort sind diese Übertretungen ein wahres Schnäppchen.

Innerorts, 60 statt 50km/h

  • 15 € Deutschland
  • 120 CHF Schweiz
  • 30 € Österreich
  • 50 € Belgien
  • 90 € Frankreich

In Irland wird seit 2005 übrigens metrisch gemessen, in Nordirland und England ist das Masssystem noch immer angloamerikanisch.

Interessant ist übrigens in Irland das Schild Sackgasse



Ja, wir sind gestartet 3.5.2019

Endlich geht es los, wir konnten es kaum erwarten.

Endlich wieder unterwegs, einfach herrlich!

Um 14:30 Uhr sind wir abfahrbereit, alle Kleider drin, Esswaren nur das nötigste und ein paar Getränke. Das meiste werden wir dann erst in Nordirland einkaufen, schliessen haben wir da zwei Fähren ohne Gas und Kühlschrankbetrieb. Bis dahin kommen wir mit wenig aus.

Heute morgen hatte ich aber grad noch etwas Stress. Ich testete noch mein Satteliten-Internet, aber die Schüssel fand meinen richtigen Himmelskörper nicht. Astra1, Astra2, Hotbird und wie sie alle heissen konnte ich problemlos ansteuern, aber den Astra3 wollte er partout nicht finden. Ist der abgestürzt? Na egal, wieder zurück im Büro letzte Emails checken finde ich ein Email von Crystop. Astra3 hat plötzlich eine neue Erkennung, die man im Empfangsgerät neu programmieren müsse, sonst wird der Satellit nicht mehr gefunden. Was für ein Timing! Anleitung runtergeladen, zurück ins Womo und Schritt für Schritt der Anweisung folgen und keine 10 Minuten später wieder alles paletti.

Und dann anfangs Nachmittag fahren wir los. Im Navi haben wir Luxembourg eingegeben, damit die Richtung stimmt. Wie weit wir kommen, wissen wir noch nicht, wir fahren einfach mal los. Es läuft problemlos, die erste Grenze nach Österreich überschreiten wir ohne zu stoppen, kurze Zeit später sind wir auf der österreichischen Autobahn mit unserem elektronischen Pickerl. Endlich können wir es mal benützen… Danach Grenzübertritt nach Deutschland wieder ohne Halt und dann ohne Stau um Ulm und wenig später um Stuttgart. Erst in Pforzheim klemmt es ein wenig, aber nicht schlimm. Dann weiter an Karlsruhe vorbei, auch am Hockenheimring, wo anscheinend ein Rennen stattfindet, hat es doch sehr viele Camper in der Nähe des Stadions.

Das ist das Stichwort für Anita, das Tablet zu nehmen und einen Übernachtungsplatz zu finden. Keine 1okm später tippt sie eine Adresse ins Navi ein und wir werden die nächsten acht Kilometer zur Sportschule Schifferstadt geleitet.

Ein toller Platz mit Wiesenuntergrund, völlig kostenlos aber auch keine Infrastruktur und total ruhig. Für unsere Bedürfnisse heute einfach perfekt. Es stehen noch andere fünf Womos hier, muss also bekannt sein. Aber es ist schon toll, wenn eine Gemeinde für uns Wohnmobilisten eine solche Stelle zur Verfügung stellt. 

Zu essen gibt es heute nichts, wir schalten einen Fastentag ein, da wir gestern etwas über die Schnüre gehauen und den Geburtstag von Marco gefeiert haben.

Wenn alles klappt, kommen wir mit einem fast leeren Dieseltank morgen in Luxembourg vorbei, wo wir ihn wieder sehr günstig füllen können.

Unsere Tagesetappe

  • 399 km
  • 10.0 l Durchschnittsverbrauch (wir konnten vielfach nur zwischen 90 und 105km fahren, hatte doch viel Verkehr)
  • 85km/h Durchschnitt
  • 4:39 Std.
  • 12 – 14 Grad, Wetter durchzogen, wenig Regen, aber auch Sonnenschein

Übernachtung

Schifferstadt - Sportschule***
Stellplatz

ohne Infrastruktur, Wiesenboden, ruhig, kostenlos

Koordinaten: 49.370422,8.374112
letzter Besuch: 5.2019

Der Weg durchs Wasser 4.5.2019

In Belgien müssen wir den Radweg durchs Wasser ausprobieren und sind begeistert.

ein Erlebnis

Nach einer regnerischen Nacht stehen wir ausgeschlafen auf und fahren um halb neun weiter Richtung Norden. Es ist kalt und nass, zwischendurch schneit es sogar ein wenig. Irgendwo auf einem Rastplatz leeren wir noch unseren Urintank. Dank der Trenntoilette können wir das in jedem normalen WC ohne Sauerei problemlos machen. Es ist aber so garstiges Wetter, dass Anita unser Womo nicht verlässt und ich die ganze Arbeit alleine machen muss...

alles muss ich alleine machen

Nach 200 km Fahrt überqueren wir die Landesgrenze zu Luxembourg und das Wetter wird etwas freundlicher. Genau beim Grenzübertritt fängt unsere Tankleuchte zu brennen an. Also fahren wir noch in ungefähr so weit, wie wir meinen, dass es noch keine Gefahr gibt, stehen zu bleiben und steuern die kommende Tankstelle an. Wir tanken 103l Diesel für je 1.143€ (wir hatten also noch ganze 17l im Tank und wären nochmals 100km gekommen), also ein ziemliches Schnäppchen. Wieder haben wir Luxemburg nur durchquert und dieses Land taucht noch immer nicht in unserer Übernachtungsstatistik auf. Auf dem Heimweg zielen wir dann so, dass wir hier auch mal noch schlafen werden.

In Belgien fahren wir durch die Ardennen, es schneit wieder zwischendurch und regnet ziemlich stark. Wir fahren an Bastogne, Spa-Francorchamps und Lüttich vorbei. Alles Ortschaften, die ich von meiner früheren Velo-Karriere ziemlich gut kenne. Ich habe da jeweils Wochen in Belgien verbracht und bin von einem Rennen zum nächsten gereist. Alte Erinnerungen kommen auf und auch das Gefühl, dass wir die Ardennen unbedingt mal separat bereisen müssen. Den Vorsatz hatten wir vor einer Stunde schon für Luxemburg genommen und zwei Stunden vorher mal für den Rhein, da müssten wir mal von der Quelle bis nach Rotterdam eine eigene Reise machen. Ein Tag Autofahrt und schon wieder drei Ideen für kommende Reisen…

Der Weg durchs Wasser

In Hasselt kommen wir dann gut an und das Navi führt uns direkt zur Domain Kiewit. Das ist ein Naherholungsgebiet, dass von der Gemeinde bewirtschaftet wird. Auf meine Anfrage letzte Woche hat die Gemeinde spontan grünes Licht gegeben, dass wir hier auf dem Parkplatz übernachten dürfen. Vielen Dank.

Wir sind schon um drei Uhr eingerichtet, darum packen wir unsere Velos und fahren die 2km auf dem Fahrradweg zum Weg durch das Wasser. Genau als wir dort ankommen klart es auf und die Sonne begrüsst uns. Der Weg ist einfach Spitze! Und eine coole Idee! Der Fahrradweg teilt den See in zwei Teile, ist ungefähr 1.50m tief und man kann die Wasseroberfläche auf Nasenspitzehöhe erleben, ohne Nass zu werden. Es ist beeindruckend, wenn sich Schwan und Mensch auf Augenhöhe begegnen, man hat dann plötzlich viel grösseren Respekt davor und traut sich gar nicht mehr so nahe ans Tier.

Wasserlinie auf Nasenhöhe

Wir machen Fotos und ein paar Filmchen (werden dann diese später veröffentlicht, auch mehr Infos zum Weg durchs Wasser) bis wir uns satt gesehen haben. Dann radeln wir wieder zurück und kaum sind wir beim Knutschi, beginnt es wieder zu regnen. Richtiges Glück gehabt.

zum Jubeln schön

Anita kocht uns leckere Poulet Brüstchen mit Ciabatta-Brot und Salat. Wir könnten es nicht besser haben. Falls das Wetter nochmals etwas aufklart, will ich diesen Weg auch noch bei Nacht fotografieren.

Morgen geht es weiter nach Holland auf die Fähre.

Tagesetappe

  • 438km
  • Verbrauch durchschnittlich 11,6l
  • 81 km/h
  • 5:21 Std (was so lange?)
  • 3 - 9 Grad, Aprilwetter

Externe Links

Übernachtung

Hasselt - Domain Kiewit***
Parkplatz

auf Parkplatz, sehr ruhig, Naherholungsgebiet, bei der Gemeinde vorher via Email angefragt

Koordinaten: 50.959791,5.372513
letzter Besuch: 5.2019

Morgens fast verhaftet worden 5.5.2019

Wir hatten plötzlich Angst, ging aber alles gut und wir sind schon auf der Fähre Richtung England.

ein Foto noch am Abend

Um 6 Uhr in der Früh klingelt der Wecker. Ich will auf zum Radweg durch den See und ein paar Luftaufnahmen machen und eventuell ein Filmchen drehen. Und so früh am Morgen werden wir dort sicher noch alleine sein. Auch Anita zieht sich schnell an und will mitkommen. Also radeln wir bei 5 Grad die 2km zu unserem Zielpunkt, fahren durch den See und machen auf der andern Seite die Drohne startklar. Und dann tritt ein, was ich insgeheim befürchtet habe, sie startet nicht mit dem Hinweis, dass hier Flugverbotszone ist. Ob es nun wegen dem Flughafen Hasselt ist, der hier irgendwo in der Gegend sein soll oder ob es doch ein Naturschutzgebiet ist, finde ich nicht heraus. Ich überlege mir, ob ich dort starten soll, verwerfe den Gedanken aber wieder und Beginne die Propeller wieder ab zu schrauben. In diesem Moment tritt 30m von uns ein Mann mit Feldstecher aus dem Wald heraus und schreitet auf uns zu. Mir fällt das Herz in die Hose mit der noch nicht abgebauten Drohne in der Hand. Ich sehe mich schon, wie der Wildhüter mir die Drohne wegnimmt, und wir hinter Gitter landen.

morgendliche Luftaufnahme

Der Mann beginnt mit uns flämisch zu reden und ich gebe dann zu erkennen, dass wir «Switzers» sind und hier ein paar gute Fotos schiessen wollen. «Falls wir hier schnell ein paar Luftfotos machen wollen, dürfen wir das kurz in diesem Korridor tun» erlaubt er mir, ohne dass ich irgend etwas fragen muss. Uns fällt ein Stein vom Herzen und schnell ist mein fliegender Fotoapparat in der Luft, Anita drei Mal auf dem Radweg hin und her gefahren und der Wildhüter steht dabei und schaut interessiert zu.

Während dem Zusammenpacken erkläre ich ihm, dass ich früher Mal Berufsradrennfahrer war und darum Belgien eigentlich nur von den Strassen und dem Wetter her kenne und nicht wegen der schönen Natur. Da das die Nationalsportart der Belgier ist, ist er sofort begeistert und wir reden noch eine ganze Weile über sein schönes Land. Bei der Verabschiedung erklärt er mir dann noch, dass er nicht Wildhüter, sondern nur Anwohner sei und jeden Tag drei Stunden Vögel und die Natur beobachte. Mischt, hatte ich die Erlaubnis nun, um eine Drohne fliegen zu lassen oder sind die Aufnahmen nun immer noch illegal? Kurz darüber nachdenken und zum Womo radeln, Hauptsache wir haben die Fotos im Kasten…

Dort schneide ich den kurzen Film zusammen und danach machen wir unser Knutschi fahrbereit. Schliesslich wollen wir heute die Fährabfahrt in Holland nicht verpassen. Vor der Abfahrt noch kurz ein Mail an die Domain Kiewit schicken und mich bedanken, dass wir hier übernachten durften. Und gleichzeitig frage ich noch an, ob das nicht eine tolle Idee wäre, auf dem Parkplatz noch fünf Womoplätze zu machen oder offiziell das Übernachten zu erlauben. Schliesslich sei das so schön, dass sicher gerne viele Wohnmobilisten hierher kommen und das Geld hier ausgeben würden.

Durch Belgien läuft es gut, erst in Holland stehen wir plötzlich in einem mega Stau. Wir haben Zeit, über die Philosophie eines Reissverschlusssystem zu diskutieren. Es funktioniert ja in der Schweiz schon nicht, aber hier in Holland ist es noch eine grössere Katastrophe. An so einem Reissverschluss sieht man ziemlich schnell, dass die Dummen und Arroganten klar in der Mehrheit sind. Aber aufregen tun wir uns nicht, wir amüsieren uns, auch wenn es schwer fällt, da wir immer auf der langsamsten Spur sind.

Egal, nach einer Stunde sind wir durch und treffen schon um 14:10 Uhr am Hafen ein. Reservierung im «Mauthäuschen» abgeben, zwei Minuten später stehen wir schon am Zoll und weitere 40 Sekunden nachher stehen wir schon in einer Warteschlange. Ich will gerade meinen Rucksack mit den Utensilien für die Fähre vorbereiten und ein Foto schiessen, als sich die Kolonne vor mir in Bewegung setzt. Ich stürme ans Steuer, fahre los, als Anita in der Hast noch die Kaffeemaschine auf den Knien und man glaubt es kaum, um 14:25 Uhr sind wir schon im Bauch der Fähre parkiert und in unserer Kabine.

im Bauch der Fähre

unsere Kabine

Welch ein Glück, dass wir eine Commodore Kabine bestellt haben (das sind die vornehmen mit Doppelbett, Minibar, Tv und ziemlich viel Platz).

Wir sind auf dem Schiff bereit, obwohl es erst um 17:30 Uhr nach Newcastle abfährt. Also noch viel Zeit, einen Blogeintrag zu schreiben…


Wir kommen in Nordirland ein 6.5.2019

Nach zwei Fähren und der Durchquerung von England sind wir auf der Insel.

Rast irgendwo in England

Die Nacht auf der Fähre war ziemlich schauklig. Anita wurde nicht Seekrank und wir erwachen ziemlich ausgeschlafen. Kaum wach, klopft es an der Kabeinentüre und uns wird das reichhaltige Frühstück serviert. Sieht richtig lecker aus. Wir lassen es uns gut gehen, auch wenn wir einiges stehen lassen müssen. Als wir dann satt sind, heisst es zusammenpacken, denn wir laufen sehr pünktlich in den Hafen von Newcastle ein. Die Fähre ist schnell entladen und wir sind mit unserem Knutschi im Linksverkehr auf englischen Boden. Für die Fährstrecke Ijmuiden – Newcastle habe ich meinen Bericht von letztem Mal noch überarbeitet.

So ist das Erwachen schön

In England müssen wir nun die gesamte Insel durchqueren, fast alles auf gutausgebauten Autostrassen. Es läuft sehr zügig voran, auch der Linksverkehr macht keine Probleme, die Kreisel haben wir auch im Griff. Das Wetter ist durchzogen von Starkregen bis blauen Himmel, jede Viertelstunde ein anderes Wetter. Heute ist aber alles egal, denn wir müssen nur fahren. Allerdings machen uns die Wegweiser mit «Scotland» darauf etwas Mühe. Wir könnten nun immer noch abzweigen und wären in wenigen Kilometern schon in den Highlands. Aber jetzt sind wir ja für Irland hier und wir wollen weiter. Die Sehnsucht nach Neuem überwiegt und wir ignorieren diese blauen Wegweiser mit weissem diagonalem Kreuz.

Unterwegs auf der Fähre

Als wir dann dieses Königreich am Tag eines weiteren geborenen Urenkels von Königin Elisabeth durchquert haben sind wir zwei Stunden zu früh am Fährhafen von Cairnryan. Auf dem grossen Parkplatz machen wir Rast (dort könnte man übrigens auch die Nacht verbringen) und checken dann gegen 15:30 Uhr auf der nächsten Fähre ein.

Auch diese Fähre legt pünktlich an und ab und sind so zwei Stunden später das erste Mal auf der Grünen Insel, die momentan ziemlich dunkel ist und uns regnend empfängt.

Anita auf der Fähre

Dieses Schiff verlassen wir wiederum problemlos und haben es nur gerade zwei Kilometer, bis wir auf unserem anvisierten kleinen Campingplatz in Larne sind. Der Platzchef empfängt uns freundlich, erklärt uns alles, aber die Bezahlung in Euro geht keinesfalls. Entweder Pfund oder mit Karte, sicher nicht mit Euro… Kann ich ja irgendwie begreifen, wir sind ja hier in Nordirland und auf englischem Gebiet.

Nordirland empfängt uns

Alles in allem ein reibungsloser Tag mit vielen Kilometern und Fähren. Aber jetzt sind wir hier und können unser Reisetempo stark verlangsamen. Wir freuen uns riesig auf morgen, wo es endlich auf dieser Insel losgeht.

PS: die Berichte kommen ab jetzt leider etwas später, da wir hier eine Stunde Zeitverschiebung haben und dadurch etwas später dran sind.

Tagesetappe

  • Fahrzeit: 3:55 Std
  • 290km
  • Durchschnittsverbrauch 10,6l
  • Durchschnittsgeschwindigkeit 74km
  • Wetter: 9 – 14 Grad, Aprilwetter


Übernachtung

Larne - Curran Caravan Park****
Camping

klein, nett und sehr nahe bei der Fähre

Koordinaten: 54.850795,-5.805042
letzter Besuch: 5.2019

Fähre Cairnryan – Larne mit PO Ferries 6.5.2019

Unsere Erfahrung mit dieser Fährüberfahrt von England nach Nordirland.

Der ziemlich kleine Abfahrtsterminal in Cairnryan muss man nicht wirklich suchen, man kann ihn nicht verfehlen. Es gibt die Möglichkeit, direkt in den Checkin zu fahren oder auf den Parkplatz. Der hintere Parkplatz ist der langzeitparkplatz zwischen Meeresufer und Strasse mit Blick auf das Terminal und die Ankunft der Fähre. Man kann hier problemlos mit einem Wohnmobil übernachten.

Beladen und Check-In

Das eigentliche Checkin ist schnell und einfach zu bewerkstelligen. Es geht keine 5 Minuten und man ist durch und auf dem Warteparplatz der Fähre. Wohnmobile müssen meist auf Lane 8 einspuren und dort warten, bis es zum Beladen geht.

Ist die Fähre bereit, fährt man ca. 500m einen ziemlichen Bogen und muss dann eine Rampe hinauf in den zweiten Stock und fährt erst dort in die Fähre. Für lange Überhänge absolut kein Problem. Es wird auch nicht wirklich eng beladen, also ziemlich easy.

Langzeitparkplatz

Ankunft

Fähre

Die Fähren von P&O auf dieser Strecke bieten für die kurze zweistündige Überfahrt ziemlich viel. Restaurant und Coffeeshop, ein Souvenirladen und eine Spielhölle und Kinderecke. Will man draussen die Abfahrt verfolgen oder die gesamte Reise, hat man leider nicht ganz so viele Möglichkeiten. Man kann nur rechts oder links auf der Seite ins Freie. Das Oberdeck mit der Besten Aussicht ist nur für Staffmitglieder. Dafür kann man im Coffeshop / Aufenthaltsraum im Warmen nach vorne durch die Scheiben hinaussschauen.

Auf der Fähre kann man übrigens hinten hinein fahren und vorne dann wieder raus, auch in der zweiten Etage. Man muss also weder wenden noch irgendwo rückwärts fahren.

Ankunft

Auch die Ankunft geht natürlich problemlos und man ist recht schnell vom Gelände. Zur Übernachtung biete sich der 1km entfernte Campingplatz Curran Caravan Park in Larne, klein, fein und ziemlich schön.

Preis

Der Preis für die doch ziemlich kurze Strecke empfinden wir als ziemlich hoch, unsere Überfahrt mit einem 7.5m Wohnmobil hat 220 € gekostet. Aber viele Alternativen gibt es ja nicht, ausser Cairnryan – Belfast, die auch nicht wirklich günstiger ist.


Externe Links

Der Causeway Coastal Route entlang 7.5.2019

Die Insel hat uns trotz des durchzogenen Wetters total in den Bann gezogen.

Gobbins Cliff Path

Ich sitze im Wohnmobil, gehe im Kopf den heutigen Tag durch und schaue unsere Fotos an. Den ganzen Tag stark bewölkt und viel Regen zwischendurch. Man könnte meinen, unser erster ganzer Tag in Nordirland sei ins Wasser gefallen. Aber weit gefehlt, eine kurze Zusammenfassung: Wow!!!

Aber von Anfang an. Morgens auf dem kleinen Campingplatz in Larne entsorgen wir und füllen frisches Wasser. Danach fahren wir 15km nach Ballystrudder Richtung Süden zum Besucherzentrum von Gobbins Cliff Path. Wir sind um 8:45 Uhr die ersten auf dem Parkplatz, haben darum auch noch viel Platz, um unser Knutschi zu parken. Wir ziehen unsere Wanderschuhe an, packen die Fotoausrüstung inkl. Stativ mit und melden uns mit der Reservierung für die erste geführte Tour um 9:30 Uhr am Welcomedesk. Mischt, keine Rücksäcke erlaubt, kein Stativ, nicht mal ein Selfistab oder gar ein Tablet darf man mitnehmen. Aus Sicherheitsgründen, man könnte ja ins Meer fallen. Also legen wir alles ins Womo zurück und starten den zweiten Versuch. Sam, unser Guide drückt uns zwei Berghelme in die Hand, obligatorisch wegen der Sicherheit. Wir hören in den nächsten halben Stunde Sicherheitshinweise noch und nöcher, man könnte meinen, wir bereiten uns auf einen Weltraumflug vor. Aber schlussendlich sitzen wir zu zwölft in einem kleinen Bus, der uns etwa 3km bis zum Start der Wanderung bringt.

Gobbins Cliff Path

Inzwischen hat es aufgehört zu regnen und wir marschieren einen Weg steil zur Küste hinab. Dort unten gibt es einen verschlossenen Eingang, wo der Gobbins Cliff Path beginnt.

Wir marschieren über Fussgängerbrücken, in den Fels gehauenen Weg und durch Felsspalten und Tunnels immer schön unterhalb der Klippen und oberhalb des rauschenden Meeres. Aber extrem abgesichert durch dicke Stahlgeländer. Zwischendurch stoppt Sam, unser Guide immer wieder und erklärt über Natur, Bau, der Vorbeifahrt der Titanic und was weiss ich noch alles. Alles auf englisch, und dadurch verstehen wir wenn wir noch etwas aufrunden etwa 10% von allem. Aber nicht schlimm, wir sind wegen den Fotos und dem Erlebnis hier. Um 12 Uhr sind wir wieder zurück im Wohnmobil. Ich habe über den Gobbins Cliff Path noch einen eigenen, detaillierten Bericht geschrieben.

Wir überlegen uns, ob wir die Küstenstrasse Richtung Norden fahren sollen oder doch den etwas schnelleren Weg im Landesinneren. Da es wieder regnet erwarten wir von der Küstenstrasse leider nicht allzu gute Fotos, aber nach einigem Hin und her entscheiden wir uns doch, der Causaway Coastl Route zu folgen. Und wir bereuen keine Sekunde. Die Strasse führt meistens direkt am Meeresufer entlang, durch altertümliche Dörfer und zwischendurch auch wiedermal etwas in die Hügel. Auch ist sie keinesfalls so schmal, wie ursprünglich befürchtet, es geht tiptop. Es gibt sehr viele Haltemöglichkeiten entlang dieser Route, die allerschönsten sind aber mit Höhenbeschränkungen gegen Wohnmobile gesichert, aber trotzdem gibt es mehr als genug Fotomöglichkeiten. Auch machen wir mindestens fünf gut geeignete Übernachtungsmöglichkeiten aus, wo wir uns problmelos hinstellen könnten. Es ist also nicht ganz so schlimm, wie wir befürchtet und auch schon gehört haben. Wir geniessen die Fahrt trotz Regen und stellen uns diesen Küstenabschnitt vor, wenn die Sonne scheint. Es muss traumhaft sein.

Causeway Coastal Route

Zwischendurch gehen wir noch kurz einkaufen und sehen dort im kleinen Einkaufszenter grad auch noch einen Geldautomat. Endlich können wir 100 Pfund in Bar in die Hände nehmen, Allerdings schauen wir beide ganz verdutzt: das soll Geld sein? 10x 10£-Scheine, die aussehen wie Spielgeld? Oder ähnlich sind wie Reka-Checks? Der Automat war von der Ulister Bank und auf dem Geldschein steht auch gross Ulister Bank. Werden die grad im Automat frisch gedruckt oder sind das wirklich eine Art Check? Beim Einkauf versuchen wir dann ganz scheu, ob die an der Kasse diese Spielscheine auch nehmen. Ja es geht, es ist anscheinend doch echtes Geld!

Nach etwa 80 km kommen wir dann auf dem Parkplatz von Carrick-a-Rede an, einer kleinen Hängebrücke auf eine kleine Insel hinüber. Wir dürfen tatsächlich auf den unteren gekiesten Parkplatz, der in einer grossen steinbruchartigen Felskreis mit Meersicht liegt. Ich bin nur schon von diesem Parkplatz beeindruckt und begreife, dass dort wo jetzt unser Knutschi steht, eine imposantes Kriegerdorf für Games of Thrones aufgebaut und die gesamte Szene gefilmt wurde. Für mich wirklich ein Wahnsinns Platz.

Carrick-a-Rede

Wir packen wieder unsere Fotoausrüstung und gehen zu Fuss zum Kassenhäuschen, um die 9£ Eintritt pro Person zu bezahlen und den einen Kilometer bis zur Hängebrücke zu spazieren. Es stehen ziemlich viele Leute an und warten, bis sie über die Brücke zur kleinen Felseninsel dürfen. Wir laufen etwas weiter zu einem kleinen Aussichtspunkt und machen Fotos in die andere Richtung, wo es keine Menschen mehr hat. Ein halbe Stunde später ist die Warteschlange fast verschwunden und wir wagen nun auch den Gang über die schaukelnde Seilbrücke. Mann, ist die hoch und schaukelt nicht nur ein kleines bisschen.

Carrick-a-Rede

Auf der kleinen Insel machen wir natürlich wieder Fotos. Inzwischen wurde es 17 Uhr und wir sind nun fast alleine dort. Wir können sogar ein kleines Video drehen, wie Anita über die wackelnde Brücke läuft. Auch von Carrick-a-Rede werde ich später noch einen eigenen Beitrag schreiben

Wir beschliessen danach, auf diesem fantastischen Platz hoch über dem Meer zu übernachten. Wir erlebten einen absolut fantastischen Tag und diese Insel hat uns schon in ihren Bann genommen.

Es regnet übrigens seit wir zurück vom Spaziergang sind…

Tagesetappe

  • 107km
  • Durchschnittsverbrauch 9,8 l
  • 45 km/h Durchschnittsgeschwindigkeit
  • 2:21 Std. Fahrzeit
  • Wetter: 8 - 12 Grad, regnerisch

Externe Links

Übernachtung

Ballintoy - Larrybane Quarry****
frei

auf dem Parkplatz in imposanter Kulisse, kein Handyempfang

Koordinaten: 55.241356,-6.351472
letzter Besuch: 5.2019

Gobbins Cliff Path 7.5.2019

Die kurze Wanderung auf dem Klippenweg mit einer Beschreibung, wie alles abläuft.

Gobbins Cliff Path

Beim Besucherzentrum gibt es einige Parkplätze, auch drei für Busse. Perfekt ist, wenn man morgens bis etwa 9 Uhr dort eintrifft, um für grössere Wohnmobile noch Platz zu finden. Für Kastenwagen ist es auch später kein Problem mehr. Übernachten auf dem Platz ist übrigens verboten.

durch die Felsspalte

Die Touren kann man im Voraus über die Webseite reservieren und bezahlen. Macht man dies nicht, kann man hoffen, dass es bei Ankunft noch freie Plätze gibt. Bei einer Reservierung sollte man sich mindestens eine Viertelstunde vor dem Start der Tour bei der Reception melden.

Ausrüstung

Auf die Tour darf man aus Sicherheitsgründen weder Rucksack, Tablet oder gar Selfistick  mitnehmen. Mein Fotostativ musste gezwungenermassen im Wohnmobil bleiben. Dafür bekommt man einen Berghelm, den man auf der Wanderung tragen muss.

gute Erklärungen des Guides

Danach wird man in Gruppen bis 12 Personen in einem Kleinbuss die 3 Km bis zum Start der Tour gefahren. Ab dort muss man ca. 500m steil abwärts bis ans Meer laufen, bevor  durch das abgeschlossene Tor der Gobbins Cliff Path beginnt. 

Wanderung

Der Weg schätze ich einen Kilometer lang, nicht länger. Es folgen Brücken und auch ein Tunnel, am Ende muss man wieder umdrehen und den gleichen Weg zurück. Insgesamt brauchten wir vom Visitorcenter bis wieder zurück ungefähr 2¼ Stunden. Für Fotos ist der Schluss (Rückwärtsfotos) oder vorne hinter dem Guide für Vorwärtsfotos. Wenn man auf dem Hinweg vorne läuft, sollte man auch auf dem Rückweg diese Position halten, damit man eine andere Perspektive hat.

der Weg

Der Weg ist gut gemacht, die Brücken sind sehr cool und der Tunnel auch. Aber so ganz vom Hocker hat uns diese Wanderung nicht gehauen. Ob das wohl darum ist, dass wir fleissige Berggänger sind und auch schon ein paar 4000er bestiegen haben?

Fazit

Die Sicherheitshinweise waren etwas zu viel des Guten und die Geländer sind so gesichert, dass man keine Chance hat, irgendwo den Weg auch nur für eine Sekunde zu verlassen. Nichtsdestotrotz sollte man diesen Weg absolvieren, wenn man in der Gegend ist.

Alleine ist dies aber keinesfalls möglich, man muss immer vom Visitorcenter aus starten und findet in der Nähe des eigentlichen Startpunktes keine Parkmöglichkeiten, schon gar nicht für ein Wohnmobil.

Externe Links

The Dark Hedges 8.5.2019

Wir besuchen mit dem Wohnmobil einen der Drehorte von Games of Thrones in Nordirland

der Beweis, dass wir da sind

Der Wecker klingelt um 6 Uhr in der früh, denn wir wollen zu der Dunklen Hecke. Diese kam in der Serie «Games of Thrones» vor und seitdem mausert sich diese Strasse zu einer der grössten Sehenswürdigkeiten Nordirlands. Da sie nur gerade 10km von unserem Schlafplatz weg ist, wollten wir mit dem Fahrrad hin, aber irgendwie trauen wir dem Wetter nicht und draussen ist es so früh am Morgen saukalt. Also Womo zusammenpacken und hinfahren.

The Dark Hedges Blick Richtung Nordwest

Nach kurzer Fahrzeit kommen wir am nord-westlichen Ende der Strasse beim Golfclub an, allerdings sehen wir grad keine Parkmöglichkeit mit unserem Womo. The Dark Hedge ist für den Autotouristenverkehr gesperrt, also fahren wir einen kleinen Umweg von 3km und sind dann am süd-östlichen Ende der etwa 800m lange Strasse. Dort gibt es genug Parkmöglichkeiten für unser Womo. 

Sofort Fotoausrüstung zusammenraufen und losmarschieren. Es sind schon ein paar wenige andere Fotografen hier, die Fotos machen, aber zum Glück kommen sie nicht vor unsere Linsen. Wir durchschreiten die gesamte Strasse in beide Richtungen. Der perfekte Fotopunkt liegt etwas 300m vom «Westend» und man fotografiert Richtung Osten, also leicht den Berg hoch.

The Dark Hedges Blick Richtung Südost

Die Bilder werden besser wie angenommen und wir sind echt erfreut. Eine halbe Stunde später sind wir zufrieden und schon wieder im Womo. Nun ab nach Bushmills, wo wir auf dem grossen Parkplatz frühstücken. Nachmittags kommt Giant’s Causaway an die Reihe.

Parkgelegenheit für unser Womo am östlichen Ende

Externe Links

Bushmills und Giants Causeway 8.5.2019

Wir marschieren zu Giant's Causeway den alten Geleisen nach.

wir sind nicht ganz alleine

Nach den Dark Hedges sind wir schnell in Bushmills und folgen den Schildern von Park & Ride. Den grossen Parkplatz nahe dem Zentrum finden wir so recht einfach und sehen auch schon drei Wohnmobile, die anscheinend da übernachtet haben. Wir parken unser Knutschi und schon klopft es an unsere Türe. Es ist die nette Engländerin vom Womo nebenan. Sie beginnt gleich zu reden und erklärt uns, wir sollen unbedingt der alten Bahnlinie zu Fuss bis zum Giant’s Causaway laufen, es sei viel schöner und man könne so den Eintritt von 12.50£ sparen, das sei sowiso viel zu teuer. Sie schnenkt uns dann sogar noch eine Strassenkarte des Wild Atlantic Ways und sagt, den müssen wir unbedingt folgen, das sei viel schöner wie bei ihr zu Hause in Schottland. Und schon brausen sie im Womo davon und rufen uns hinterher, vielleicht treffen wir uns ja später wieder etwas weiter im Süden.

Unser Spazierweg hin und zurück

In so kurzer Zeit haben wir wieder so viele Infos. So beschliessen wir dann wirklich, den alten Gleisen zu Fuss zu folgen und auf den Shuttle-Buss zu verzichten. Leider fährt die hergerichtete historische Schmalspurbahn jetzt im Mai nur an den Wochenenden, so müssen wir die drei Kilometer entlang der Geleise halt laufen. Es hat jedoch einen wirklich schönen Spazierweg, der immer den Gleisen folgt, über Brücken und zwischendurch sogar an die Dünen am Meeresufer. Nach einer Stunde Fussmarsch kommen wir an unserem heutigen Ziel an und wir halten uns links zu den Klippen und lassen das Besucherzentrum rechts liegen. Von dort sehen wir den Weg, der zu zum Damm der Riesen führt, steigen die Treppe hinunter und marschieren mit ziemlich vielen Leuten zum Meer hinab. Nach etwa nochmals 20 Minuten Fussmarsch kommen wir bei den 6-eckig geformten abertausenden Steinsäulen an. Vor 60 Millionen Jahren kühlte diese Lava unter hohem Druck extrem langsam ab und so ergaben sich diese natürlichen Kunstwerke.

Es hat ziemlich viele Leute, der Himmel ist Weiss in Weiss und es windet ziemlich stark. Keine guten Voraussetzungen, für mein gewünschtes Foto von hier, also improvisieren wir und knipsen wie ganz normale Touristen drauf los. Es ist irgendwie schon imposant, was die Natur alles herzaubern kann.

Als wir es gesehen haben, wandern wir wieder zurück und wundern uns, dass wir nirgends Eintritt zahlen mussten. Wir merken erst etwas später, dass mit bezahltem Eintritt das Besucherzentrum besichtigen dürften und auch dann der Shuttle-Bus zurück zu unserem Parkplatz gratis ist. Was machen wir? Bezahlen wir jetzt noch Eintritt, obwohl wir es schon gesehen haben? Wir klären diese Frage aber während einem Aufenthalt im Pub vor dem Besucherzentrum bei Fish and Chips (wenn ich gewusst hätte, dass das so gut ist, hätte ich es schon viel früher probiert. Na gut, ich wusste auch nicht, dass Chips in England Frits sind.). Wir kommen zum Schluss, dass wir den Eintritt nicht mehr nachträglich bezahlen und mit dem öffentlichen Bus zurückfahren. Unglücklicherweise fährt dieser aber erst in 40 Minuten, also beschliessen wir, auch den Weg zurück den Gleisen nach zu laufen.

Es ist wirklich schön und wir haben Wetterglück, wir bekommen keinen Tropfen Regen ab, kommen dann aber mit ziemlichen Plattfüssen bei unserem Womo an. Im Nachhinein hätten mich die 25£ für zwei Personen, Busfahrt hin und zurück und den Eintritt ins Besucherzentrum nicht gereut. Jetzt haben wir wohl gespart, sind aber ziemlich auf dem Hund. So beschliessen wir, gleich hier zu übernachten und erst morgen weiter zu fahren. Eventuell geht es dann heute Abend nochmals in ein Pub.

Die älteste Whiskybrennerei der Welt mit offizieller Brenngenehmigung schauen wir uns heute in Bushmills nicht mehr an, wir sind einfach nur platt.

Tagesetappe


  • Fahrzeit 58 Min.
  • 44km
  • 44 km/h Durchschnittsgeschwindigkeit
  • 10.1l Durchschnittsverbrauch
  • Wetter stark Bewölkt, 8 - 10 Grad
  • zu Fuss ca. 15km (gefühlt 25km)

Externe Links

Übernachtung

Bushmills - Park and ride***
Parkplatz

fast im Zentrum, eine Nacht schlafen geht, Shuttle zum Giant Causaway

Koordinaten: 55.207486,-6.522914
letzter Besuch: 5.2019

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