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Reisebericht

Unterwegs Richtung Südfrankreich 17.11.2015

Um 18:30 Uhr haben wir alles gepackt und verladen und fahren ab Richtung Thurgau. Dort holen wir unseren Gast Marianne ab, sie wird uns diese Reise begleiten.

Schon heute Abend wollen wir bis nach Bern kommen, so dass wir morgigen Verkehr auf der A1 von Zürich nach Bern ausweichen können. Plötzlich kommt ein SMS von Michael, den ich vom womoblog per Mail kenne. Er empfiehlt uns den Autobahnrastplatz Gurbrü zum Schlafen. Schnell haben wir uns verabredet und Michael trifft uns pünktlich um halb elf auf dem Rastplatz.

Wir schwatzen, trinken, fachsimpeln, scherzen und geniessen. Unser Urlaub hat definitiv schon heute begonnen. Um halb eins versinken wir dann in unseren wohlverdienten Schlaf.

Um Fünf (5 Uhr) sind wir in unserem Wohnmobil hellwach, Alle Lastwagen rundherum starten ihre Motoren, lassen sie warm laufen und fahren 15 Minuten später weg. An weiterschlafen unmöglich, die Autobahn ist viel zu nahe und der Lärm viel zu gross. Warum haben wir diesen Lärm am Abend nicht gehört?

Egal, so starten wir früher und werden auch früher ankommen…

Übernachtung

Kerzers - Gurbü**
Parkplatz

Autobahnparkplatz mit Ver- / Entsorgung. Nur für schwerhörige geeignet...

Koordinaten: 46.960954,7.210957
letzter Besuch: 11.2015

Mont Ventoux, ich flippe aus 18.11.2015

Als ehemaliger Radprofi auf dem Mont Ventoux, dem mythischen Berg der Radsportler, Sonnenunter- und Sonnenaufgang erleben, was gibt es Grösseres?

Sonnenuntergang auf dem Mont Ventoux

Bis jetzt hatte ich nie Zeit, die Aussicht auf diesem Berg zu geniessen, ich musste jeweils möglichst schnell in die Abfahrt stechen, damit ich die Zeit wieder aufhole, die ich den Berg hoch verloren hatte. Ich bin diesen Berg jeweils nur an den Rennen gefahren, Tour de France, Tour de Vaucluse etc. und nie im Training. So habe ich jetzt auch endlich einmal Zeit, das Denkmal von Tom Simpson zu besuchen.

Ok, dies alles interessiert euch nicht, schliesslich bin ich jetzt Womofahrer, also zum Wichtigen.

Schweiz - Südfrankreich

Nach einer lauten Nacht auf dem Autobahnrastplatz nähe Kerzers sind wir morgens früh schnell weitergefahren, denn schlafen konnten wir bei diesem Lärm nicht richtig. Danach lief es aber sehr gut, die Grenzkontrollen nach Frankreich rein waren nicht wirklich streng, wir mussten nicht mal anhalten.

Je näher der Süden kam, desto wärmer wurde es und das Feeling von Südfrankreich hat uns schon richtig gepackt. Die Fahrt auf den Mont Ventoux war dann doch mein Highlight von Heute, ok, meine zwei Begleiterinnen fanden es auch super, aber ob sie mir einfach einen Gefallen machen wollen?

Die Aussicht hier oben ist sensationell, man sieht die Alpen und die Pyrenäen gleichzeitig, einmalig! Wir haben auch einen richtig grossen, einsamen Platz ca. 500m nebe dem Gipfel gefunden, Sicht in die Alpen und das Meer gleichzeitig, kein Mensch weit und breit ebensowenig wie Wolken am Himmel.

Jetzt warten wir auf den Sonnenuntergang und geniessen unser Leben.

PS: der Sonnenuntergang war Hammer !!!

 

Übernachtungstipp Anreise Südfrankreich - Zwischen Valence und Montelimar

Wir haben an einem super Rastplatz auf der Autoroute du Soleil besucht, kein Einkaufen, keine Tankstelle, ruhig, im hinteren Teil weg von der Autobahn eine Ver- und Enstsorgung, Parkplätze weit weg von den Lastwagen. Also hier würde ich auch übernachten, obwohl es ein Autobahnrastplatz in Südfrankreich ist. Ich führe ihn in meiner Stellplatzdatenbank auf, der Name: Aire de Repos de la Coucourde (nur Richtung Süden).

Übernachtung

Béduin - Mont Ventoux****
frei

Ausserhalb der Saison ein super Platz mit Aussicht. Bei Mistral etwas windig

Koordinaten: 44.172055,5.288677
letzter Besuch: 11.2015

In der Camargue am Meer 19.11.2015

Vom Mont Ventoux fahren wir über Fontaine de Vaucluse nach Saintes-Maries-de-la-Mer.

Marianne und Anita beim Mittagessen

Die Nacht auf dem Mont Ventoux ist windig, sehr windig, so sehr, dass ich um 4 Uhr morgens unser Knutschi etwas drehe und die Schnauze gegen den Wind drehe. So schaukelt es viel weniger und meine Frauen müssen keine Angst mehr haben, dass unser Wohnmobil auf die Seite kippt.

Um sieben stehen wir dann auf, fotografieren den Sonnenaufgang, frieren an die Finger und verkrümmeln uns wieder in unser Wohnmobil, draussen hat es nur gerade 4 Grad. Nach einem gemütlichen Frühstück, dem Haushalten fahren wir den Berg hinab in die Ebene Richtung Fontaine de Vaucluse.

Problemlos kommen wir dort an, aber an den angesagten Koordinaten eines Stellplatzes hat es eine Höhenbeschränkung und ich wollte dort unser WC leeren und Wasser füllen. War wohl nichts (auf der anderen Seite des Dorfes finden wir den Stellplatz bei der Weiterfahrt dann doch noch). Trotzdem finden wir einen grossen Parkplatz der jetzt ausserhalb der Saison gratis ist, parkieren dort unser Knutschi, nehmen Fotoapparat mit und erkunden das Dorf. Es ist wunderschön, auch die Quelle der Sorgue finden wir. Wir sind beeindruckt, aber mehr vom wolkenlosen Himmel und den 20 Grad im November.

In einem wirklich guten Café mit einem perfekten Gartenrestaurant essen wir zu Mittag. Nicht weil wir Hunger haben, einfach weil es so schön ist. Danach fahren wir weiter Richtung Süden, wir wollen in die Camargue nach Saintes-Maries-de-la-Mer. Dort soll es einen Stellplatz direkt am Meer haben und einen kilometerlangen Sandstrand.

Bei diesem herrlichen Wetter wird die Fahrt ein Genuss, wir kommen noch bei Sonnenschein an, haben aber sicher eine halbe Stunde, bis wir wissen, wo wir unser Knutschi hinstellen. Am Meer fahren wir zuerst en einem ziemlich grossen Wohnmobilparkplatz vorbei, direkt am Meer, aber wegen dem kleinen Damm keine Meersicht. Ich habe die Infos bekommen, man müsse viel weiter nach hinten fahren. Leider kommt dort nun auch eine Höhenbeschränkung und man kann auch ganz hinten nicht mehr am Meer stehen, aber es hat nochmals einen Stellplatz im Grünen, auch ohne Meersicht. Wir diskutieren und lassen unseren Gast entscheiden. Marianne entscheidet sich für den Platz vorne beim Teerplatz, wegen der Sonne. Eine gute Wahl, wir haben bis Sonnenuntergang unser Knutschi voll bescheint. Nach Sonnenuntergang und vielen Fotos beginne ich dann noch unser Nachtessen zu grillen. Richtig fein!
Wir glauben es noch immer nicht, es war heute 22 Grad, wir liefen kurzärmlig am Meer entlang und es ist Mitte November….

Übernachtung

Saintes-Maries-de-la-Mer - Saintes-Maries-de-la-Mer***
Stellplatz

direkt am Meer, aber keine Meerischt, aspahltiert

Koordinaten: 43.454248,4.438177
letzter Besuch: 11.2015

Nie mit zwei Frauen an einen Markt 20.11.2015

Als Gentleman schlug ich meinen zwei Frauen vor, doch den Markt in Saintes-Maries-de-la-Mer zu besuchen, nur gerade 700m vom Stellplatz entfernt (Dienstag und Freitags).

Vor dem Raffelkauf

Na ja, das war nicht die beste Idee meines Lebens. Der Markt ist jetzt ausserhalb der Saison ziemlich klein, aber schön. Schon am ersten Stand bleiben meine Frauen stehen, hören einem franz. Gemüseraffelverkäufer zu, kaufen natürlich je eine solche super kleine, scharfe, schöne, praktische Raffel, danach wird noch ein BH, Honig, Honigessig, Mandarinli, Wein, Trauben, Brot und viel Gemüse gekauft, und alles an einem anderen Stand. Die Marktfrauen hinter den Ständen grinsen mich an, wie ich als Lastesel mit vollgepackten Rucksack und Hände voller Plastiksäcke hinter meinen Frauen hertrotte. Ein alter Verkäufer ruft mir dann zu: „ Jamais aller à la marchée avec deux femmes!» Wie recht er doch hat!

Endlich wieder am Wohnmobil, entschliessen wir uns, weiter nach Süden zu fahren. Das Wetter ist etwas bewölkt und der Stellplatz nicht wirklich einer meiner Top-Plätze.
Also packen wir zusammen und fahren los. Wir nehmen die kleine Strasse und nicht die Hauptstrasse raus aus dem Dorf und das war die richtige Entscheidung. Wir sehen die Wasserlandschaft der Camargue, auch viele Flamingos und Pferde. Es ist wiedermal fantastisch. Nur kommen wir nicht richtig Vorwärts, hunderte von Kreisel, aber schöne Strecken und einfach südliches Flair. Etwas später merken wir, dass wir gestern im Navi „ohne Autobahnen“ eingegeben haben, das ist heute immer noch drin. Wir lassen es aber, denn die Landstrasse ist wirklich schön.

Um 16 Uhr kommen wir endlich in Narbonne-Plage auf dem Stellplatz an. Riesig, direkt am Strand und wir sind ganz alleine. So lässt es sich leben, schon was anderes wie heute Morgen. Da gefällt es uns!

Am Strandspaziergang werden Marianne und Anita übermütig, ich mache Fotos. Eine Stunde später haben wir viele Fotos, gute Laune und Hunger. Jetzt kann die gekaufte Gemüseraffel ausprobiert werden.

Übernachtung

Narbonne - Plage***
Stellplatz

Leider geschlossen (2017) direkt an einem grossen Sandstrand, ruhig, kein Strom

Koordinaten: 43.147935,3.155848
letzter Besuch: 11.2017

Narbonne-Plage, einer der schönsten Strände Südfrankreichs 21.11.2015

Menschenleer, fast unendlich weit, super breit, einfach faszinierend.

Sonnen, obwohl es nicht allzu warm ist

Und weil wir es hier so schön finden, bleiben wir den ganzen Tag hier. Es ist zwar sehr windig, aber die Sonne scheint und es ist im Gegensatz zum Resten Europas immer noch trocken. Wir machen lange Spaziergänge, gehen ins Dorf einkaufen, sammeln Muscheln, machen viele Fotos und geniessen einfach den Tag.

Wie viele Menschen hat es wohl im Sommer hier? Ist da alles voll? Ist ja kaum vorzustellen, jetzt sind wir die einzigen, die am Strand unterwegs sind, einfach herrlich.

Der Stellplatz ist gross, hat etwas wenig Schatten und im Sommer muss man hier eine Solaranlage auf dem Dach haben, denn Strom gibt es keinen. Aber der Platz ist perfekt gelegen, um das Strandleben zu geniessen, Sandburgen zu bauen oder zu sonnen. Wahrscheinlich wird es im Sommer aber so richtig heiss hier.

Aber hier im November, das ist ein Geheimtipp von mir!

Übernachtung

Narbonne - Plage***
Stellplatz

Leider geschlossen (2017) direkt an einem grossen Sandstrand, ruhig, kein Strom

Koordinaten: 43.147935,3.155848
letzter Besuch: 11.2017

Pont du Gard und Casscade de Sautadet 22.11.2015

Nach einem Ruhetag sind wir frisch gestärkt, um heute zwei Sehenswürdigkeiten Südfrankreichs zu besichtigen.

Pont du Gard

Pont du Gard

Zuerst fahren wir wieder Richtung Nordwesten und nähern uns Avignon. Wir wollen die Pont du Gard besichtigen, das imposante Aquädukt der Römer. Das Navi findet diesen Punkt schnell und führt uns direkt zum Parkplatz. 18 € für das Parkieren, dafür ist der Eintritt zum Aquädukt inklusive, egal wie viel Personen im Gefährt sitzen. Finde ich noch fair. Die Pont du Gard ist wirklich gross, viel grösser wie ich sie mir vorgestellt habe, und alles nur für eine Wasserleitung. Der Besuch lohnt sich aber für die Fotos unbedingt die Sonne im Rücken haben, die Farben werden viel besser. Die wenigen Besucher, meistens Chinesen, klicken einfach drauflos, die Sonne von vorne und die Brücke völlig im Schatten. Schade, dass die das nicht merken.

Wasserfälle von Sautadet

Nach vielen Fotos fahren wir dann zu unserem nächsten Ziel. Den Wasserfällen von Sautadet. Auch hier führt uns dass Navi bis zu einer Wohnmobilfahrverbotstafel, wir sind aber noch 3 Kilometer entfernt. Also nehmen wir die nächste Strasse links und das ist die Richtige. Kurz vor dem kleinen Dorf gibt es extra einen kleinen Wohnmobilparkplatz (44.195910, 4.522867) und von dort zu Fuss sind es dann nur noch wenige hundert Meter bis zu den weissen Felsen.

Eindrücklich, gigantisch, wunderschön, wir sind überwältigt. Ich hätte mir diese Wasserfälle nie so schön vorgestellt. Die Casscade de Sautadet sind wirklich ein Besuch wert, vor allem im Winter, wenn es keine anderen Besucher hat.

Wieder nach vielen Fotos fahren wir zurück nach Avignon, dort gibt es einen Campingplatz fast mitten in der Stadt, wo man zu Fuss die Pont d´Avignon und den Papstpalast besuchen kann. Auf dem Campingplatz sind wir schnell eingerichtet und dann kommt das grösste Problem: welches Foto nehme ich für heute? Wir haben über 250 davon gemacht!

Na ja, das werde ich auch noch schaffen, aber erst gehen wir noch ins Zentrum und suchen uns eine Pizzeria. Schliesslich ist Sonntag, da gehen wir auswärts essen.

Übernachtung

Avignon - Camping Bagatelle***
Camping

Unter Bäumen, keine SAT, zu Fuss in Altstadtnähe

Koordinaten: 43.953228,4.799051
letzter Besuch: 11.2015

Auf den Spuren von Sebastian Vettel in den Häuserschluchten von Monaco 23.11.2015

Wir lassen nichts aus, Strandpromenade von Nizza, Formel 1 Strecke in Monaco, und das alles mit dem Wohnmobil.

die legendäre Kurve Mirabeau des Formel 1 GP von Monte Carlo

Wir starten gemächlich von Avignon Richtung Heimat. Da wir nun zwei Tage Zeit haben, müssen wir uns nicht beeilen. Unser Gast Marianne war noch nie im Piemont, also entschliessen wir, über die Cote d’Azure und das Piemont in die Schweiz zurück zu fahren. Zuerst kaufen wir noch für ein feines Abendessen ein, danach fahren wir Richtung Cote d’Azure.

Quer durch Nizza

Wir werden überstellig und beschliessen, nicht alles auf der Autobahn durchzurasen. Was bietet sich da mehr an, als auf der Promenade des Anglais durch Nizza zu fahren? Am Flughafen vorbei, rechts das Meer, links Palmen und die Stadt mit den alten ehrwürdigen Hotels. Es ist fantastisch, nur der Himmel lässt uns im Stich. Das erste Mal keinen blauen Himmel, schade.

Weil alles so reibungslos klappt, entscheiden wir uns, auch noch durch Monaco zu fahren.

Auf der Formel 1 Strecke in Monte Carlo

Der Verkehr ist da wesentlich stärker, die Häuserschluchten tiefer, die Konzentration auch viel grösser. Einer von tausenden Rollerfahrern streift uns am Rückspiegel, etwas später klappt uns während der Fahrt ein parkierter Lastwagen diesen ein. Alles halb so schlimme. Und dann taucht sie plötzlich auf, die legendäre Bergabkurve Mirabeau (viel steiler wie vermutet) der Formel 1 Strecke vor der Tunneleinfahrt. Ich fühle mich wie Michael Schumacher und lege unser Knutschi fast mit Vollgas in die Kurve rein. Allerdings verpasse ich dann die Tunneleinfahrt. Halb so schlimm, meinen Spass als TV-Formel1-Sportler verdirbt es mir nicht. Und Anita hat die Kurve sogar fotografiert, mein Tag ist gerettet.

Als wir dann endlich nach einer Stunde rumkurven in Monaco die Autobahn wieder finden, halten wir an einem Parkplatz, fahren unsere SAT-Schüssel aus und suchen einen Stellplatz zum Übernachten im Internet. Nach ein paar Minuten sind wir fündig und steuern diesen an, in der Hoffnung, er ist noch nicht geschlossen.

Alles paletti, es könnte zum Übernachten nicht besser sein. Ich schreibe den Blog, die Frauen kochen. Man, hab ich ein schönes Leben!

Übernachtung

San Bartolomeo - ***
Stellplatz

ruhiger Platz an einem Fluss, nur ca. 2km von der Autobahn

Koordinaten: 43.924093,8.105128
letzter Besuch: 11.2015

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