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<title>womoblog.ch</title>
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<language>de-de</language>
<description>Reiseberichte, Tipps und Ausbauten rund um das Wohnmobil</description>

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    <pubDate>Sun, 26 Jul 2026 0:00</pubDate>
    <title><![CDATA[Tipps, mit dem Wohnmobil an die Alp d'Huez]]></title>
    <description><![CDATA[ein unvergessliches Erlebnis]]></description>

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    <![CDATA[
        <p><img src="https://www.womoblog.ch/html/46_bilderupload/2026/1785097271foto-l.webp" alt="Tipps, mit dem Wohnmobil an die Alp d'Huez" /></p>
        <p>Die Tour de France einmal live zu erleben, ist ein unvergessliches Erlebnis. Noch schöner wird es, wenn man mehrere Tage mit dem Wohnmobil direkt an der Strecke verbringen kann. Nach unseren Erfahrungen, insbesondere an der legendären Alp d'Huez oder anderen Bergankünften, haben wir einige Tipps zusammengestellt, die euch die Reise erleichtern.</p><h3>1. Früh anreisen ist ein muss</h3><p>Bei der Alp d'Huez gilt: Wer einen guten Platz möchte, muss früh kommen. Allerspätestens eineinhalb Tage vor der Etappe wird die Auffahrt für Wohnmobile gesperrt. Danach kommt niemand mehr mit einem Auto den Berg hinauf. Plant eure Anreise deshalb frühzeitig.</p><p>Wenn die Fahrer am Freitag hochfahren, ist der späteste Termin der Mittwoch morgen früh. Für einen Platz im Ort muss man aber schon am Dienstag hoch…</p><p>{foto4}</p><h3>2. Die Heimfahrt gut planen</h3><p>Direkt nach dem Rennen ist der Berg gesperrt. Erst wenn das Ziel abgeräumt ist, kommt man den Berg runter. Unsere Empfehlung: Bleibt noch eine Nacht stehen und fahrt erst am frühen Morgen (6:00 Uhr) nach dem Rennen ins Tal, auch nicht bis um 10 Uhr warten, dann ist der Stau am längsten. Oder bis 15 Uhr warten.</p><h3>3. Ihr könnt euch den Stellplatz nicht aussuchen</h3><p>Oben auf der Alp d'Huez gibt es verschiedene Bereiche für Wohnmobile. Meistens könnt ihr nicht selbst entscheiden, wo ihr stehen möchtet. Die Gendarmerie weist euch einen Platz zu. Freundlichkeit hilft dabei oft weiter.</p><p>Die ersten werden im Dorf platziert, parallel zur Zielgerade oder oberhalb. Die anderen Plätze sind ausserhalb des Dorfes. Gutes Schuhwerk oder Velos sind dann zu empfehlen. Nehmt hohe Keile mit, nicht überall kann man gerade stehen.</p><h3>4. Toilette und Grauwasser</h3><p>Bei den Stellplätzen im Dorf gibt es Tanks zum Entleeren der Toilettenkassette. Auf den weiter aussen gelegenen Plätzen fehlen diese Möglichkeiten meist.&nbsp;<span style="font-size: 9pt;">Wichtig: Bitte kein Grauwasser in diese Toilettentanks leeren. Sie sind ausschliesslich für Toiletten vorgesehen und wären sonst sehr schnell überfüllt.</span></p><h3>5. Frischwasser gibt es trotzdem</h3><p>Frischwasser kann an verschiedenen öffentlichen Wasserhähnen im Dorf bezogen werden. Nehmt einen Kanister oder Giesskanne mit, je nachdem, wo ihr steht.</p><h3>6. Öffentliche Toiletten nutzen</h3><p>Im Dorf stehen öffentliche Toiletten zur Verfügung.</p><h3>7. Abfall wird eingesammelt</h3><p>Während der Tour werden in der Regel Abfallsäcke verteilt. Nutzt diese und hinterlasst euren Stellplatz sauber. Das hilft mit, dass Wohnmobile auch in Zukunft willkommen sind.</p><h3>8. Sichert euch früh einen Zuschauerplatz</h3><p>Habt ihr euren Stellplatz eingerichtet, solltet ihr euch am Renntag spätestens um 8 Uhr morgens euren Platz an der Strecke sichern oder bereits dort sein. Wer erst gegen Mittag kommt, muss meist nehmen, was noch übrig bleibt. Die besten Plätze sind dann längst besetzt.</p><p>Keine Sorge: Langweilig wird es garantiert nicht. Entlang der Strecke herrscht schon Stunden vor dem Rennen eine einmalige Stimmung. Packt deshalb unbedingt Sonnencreme, eine Picknickdecke oder Campingstühle, einen Sonnenschirm, genügend Getränke und etwas zum Essen ein. Die Wartezeit vergeht wie im Flug. Es gibt nicht viele Essens- und Getränkestände.</p><h3>9. Das Fahrrad lieber stehen lassen</h3><p>Am Renntag wirkt das Velo zwar wie das ideale Verkehrsmittel. In der Praxis ist es jedoch oft das Gegenteil. Tausende Radfahrer fahren den Berg hinunter oder wieder hinauf. Dadurch kommt man kaum vorwärts und muss häufig absteigen.</p><p>Zu Fuss seid ihr an diesem Tag meist schneller und wesentlich entspannter unterwegs.</p><h3>10. Die Strassensperren ernst nehmen</h3><p>Spätestens drei Stunden vor den Rennfahrern wird die Rennstrecke vollständig gesperrt. Danach gibt es keine Möglichkeit mehr, auf der Strasse zu Fuss oder mit dem Velo weiterzukommen. Sogar eine Strassenüberquerung ist nicht mehr möglich. Für Fahrzeuge beginnen die Sperrungen deutlich früher.</p><p>Wer noch einen bestimmten Zuschauerplatz erreichen möchte, sollte deshalb rechtzeitig loslaufen.</p><h3>11. Es wird viel gelaufen</h3><p>Egal wo ihr steht, stellt euch darauf ein, viele Kilometer zu Fuss zurückzulegen. Gute Schuhe gehören deshalb fast zur wichtigsten Ausrüstung.</p><p>{foto3}</p><h3>12. Wohnmobil an der Strecke</h3><p>Die Polizei kontrolliert sehr genau, dass kein Fahrzeug in die Fahrbahn hineinragt. Nicht einmal die Reifen dürfen den weissen Randstreifen berühren. Stellt euer Wohnmobil deshalb genügend weit hinter die Markierung. So erspart ihr euch unangenehme Diskussionen oder die Aufforderung, nochmals umzuparkieren. Allerdings müsst ihr in den Berganstiegen schon drei bis vier Tage vorher dort sein.</p><h3>13. Werbegeschenke? Macht auf euch aufmerksam!</h3><p>Die Werbekolonne verteilt unzählige Give-aways. Die besten Chancen habt ihr dort, wo nur wenige Zuschauer stehen. Seid kreativ: Tanzen, Musik machen oder mit Kuhglocken ordentlich Lärm machen – alles, was gute Stimmung verbreitet, fällt den Teams auf. Oft fliegen dann besonders viele Werbegeschenke in eure Richtung.</p><p>{foto5}</p><h3>14. Fahnen, Fahnen und nochmals Fahnen</h3><p>Die Fernsehbilder leben von den Farben entlang der Strecke. Hängt deshalb nicht nur eine Fahne auf, sondern möglichst mehrere. Das sorgt für Stimmung, sieht toll aus und erhöht die Chance, im Fernsehen zu erscheinen.</p><h2>Unser Fazit</h2><p>Eine Tour-de-France-Etappe mit dem Wohnmobil zu erleben, ist weit mehr als nur ein Radrennen. Es ist ein riesiges Volksfest mit einer einzigartigen Atmosphäre. Wer früh anreist, die Regeln respektiert und sich auf viele Kilometer zu Fuss einstellt, wird mit unvergesslichen Erlebnissen belohnt.</p><p>Und noch ein persönlicher Tipp: Geniesst nicht nur die wenigen Sekunden, in denen die Fahrer vorbeirasen. Die Tage davor, die Stimmung unter den Fans, die Werbekolonne und das gemeinsame Warten gehören mindestens genauso zur Tour de France wie das Rennen selbst. Das Ganze ist in einer Gruppe noch spezieller wie nur alleine.</p><p>{foto2}</p>    ]]>
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    <link>https://www.womoblog.ch/Blog/Reisebericht/Tipps,_mit_dem_Wohnmobil_an_die_Alp_d'Huez/2028</link>
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    <pubDate>Sat, 25 Jul 2026 0:00</pubDate>
    <title><![CDATA[Die grimmige Polizistin]]></title>
    <description><![CDATA[Auf dem Pass]]></description>

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    <![CDATA[
        <p><img src="https://www.womoblog.ch/html/46_bilderupload/2026/1785020666foto-l.webp" alt="Die grimmige Polizistin" /></p>
        <p>Wir sind heute Morgen etwas kaputt. Der gestrige Tag hat bei uns Spuren hinterlassen, also schlafen wir etwas länger als normal. Abgemacht war, dass wir heute um 9 Uhr Richtung Col de la Sarenne laufen bzw. fahren. Mit dem Velo die fünf Kilometer von unserem Womo bis dorthin und dann dort die Fahrer anfeuern. Die Kurve 1 an der Alp d’Huez haben wir gestern lange genug gesehen. Heute sollen andere Fans diesen genialen Platz erhalten.</p><p>Um 9 Uhr verzichten wir aber. Wir werden etwas später hinlaufen, denn mit den Velos wird es dann sowieso nicht mehr gehen. Erst um 11 Uhr können wir uns endlich entscheiden, etwas zu unternehmen. Wir packen unseren Rucksack und fahren mit der Bergbahn auf die erste Station Richtung Pic du Lac Blanc.</p><p>Bei der Station wären wir eigentlich gerade in Stimmung gewesen, auf der Restaurantterrasse etwas Feines zu essen. Leider gibt es dort nur eine Imbissbude, und darauf haben wir keine Lust. Also wandern wir los Richtung Südwesten. Wir müssen irgendwie links von der Landepiste hier oben hinunterkommen. Die Wanderwege führen nämlich alle direkt nach Alp d’Huez runter, und genau das wollen wir nicht.</p><p>{foto3}</p><p>Also geht es zuerst etwas querfeldein und irgendeine Skipiste hinunter, bis wir endlich wieder auf einem richtigen Wanderweg landen. Zum Glück habe ich so eine unkomplizierte Frau. Ich glaube, wenn ich sagen würde: «Wir gehen jetzt da den Hang runter, dort hinten sieht es irgendwie nach einem Weg aus», kommt höchstens ein: «Na gut.» Andere hätten an dieser Stelle wahrscheinlich schon Google Maps verklagt.</p><p>Entlang eines Bergbaches ist es wunderschön und wir geniessen es, einmal ganz alleine zu sein. Weit unten sehen wir die Strasse, wo die Zuschauer schon stehen, und viele Womos, die dort auf einem anderen Stellplatz stehen. Genau dort wollen wir hin.</p><p>Quer über die Wiese sind wir dann doch recht schnell am Streckenrand und am Treffpunkt mit den anderen. Wir haben abgemacht, hier die Rennfahrer zu schauen, und Riccardo, Sandra und Gianna haben uns direkt an der Strecke zum Grillieren eingeladen. Mit Sicht auf die Rennfahrer, besser geht es kaum.</p><p>Aber kaum läuft der Grill, kommt eine Polizistin heranmarschiert, schaut streng und wedelt mit dem Finger. Kein Feuer. Waldbrandgefahr. Auch mit dem Gasgrill. Mist, also keine feinen Würstchen heute.</p><p>Den Grill dürfen wir aber auch nicht zu ihrem Womo bringen, denn dafür müssten wir die Strasse überqueren. Und das liegt nicht drin. Obwohl die Fahrer erst in vier Stunden kommen.</p><p>Wir nerven uns ein bisschen. Jedes Mal, wenn wir uns dem Strassenrand nähern, schaut die Polizistin grimmig und macht ein paar Schritte auf uns zu. Es darf niemand auf die Strasse. Auch nicht für fünf Sekunden. Weit und breit aber kein Auto in Sicht und wir sehen fast zwei Kilometer weit die Strasse hinunter. Ein paar hundert Meter weiter unten sind die Absperrungen zu Ende und die Holländer feiern und singen mitten auf der Strasse. Und wir dürfen nicht einmal mit dem kleinen Zeh den Asphalt berühren.</p><p>Na gut, dann ist es eben so. Aber was die da unten können, können wir auch. Über den Lautsprecher laufen Mundartlieder, unsere Cheerleader tanzen und unterhalten die anwesenden Zuschauer. Die Stimmung ist gut, die Aussicht ebenfalls und überhaupt kein Gedränge wie in Kurve 1. Wir sitzen am Strassenrand, liegen in der Wiese, diskutieren, fachsimpeln oder schlafen. Also nicht alle gleichzeitig.</p><p>{foto2}</p><p>Es geht noch lange, bis die Fahrer kommen, aber nicht mehr lange bis zur Werbekolonne. Allerdings müssen wir dann mit Bestürzung feststellen, dass die Werbekolonne den Col de la Sarenne auslässt und gar nicht hier hochkommt. Keine Mützen, keine Schlüsselanhänger, keine Gummibärchen. Das Warten geht aber trotzdem bei guter Stimmung weiter.</p><p>Irgendwann kommen dann wieder die Übertragungshelikopter in Sicht, etwas später der Kamerahelikopter, dann viele Polizeitöffs, Materialwagen und bald sehen wir unten die Fahrer.</p><p>{foto5}</p><p>Fast einzeln fahren sie an uns vorbei. Hoch konzentriert, kämpfend, leidend und unglaublich schnell. Schliesslich sind es von hier nur noch acht Kilometer bis ins Ziel. Zuerst vier hinunter und dann die letzten vier wieder hinauf. Als ob der Tag noch nicht hart genug gewesen wäre.</p><p>Die Etappe war brutal. Das sieht man den Fahrern an. Nicht einmal im Grupetto, der letzten Gruppe, wird gemeinsam gefahren. Fahrer werden abgehängt, andere fahren vorne weg. Das ist ungewöhnlich und zeigt, wie hart diese Etappe wirklich war.</p><p>Dann ist der Besenwagen vorbei und wir sind bereit, die Grillutensilien zum Womo über die Strasse zu tragen.</p><p>Aber nix ist.</p><p>Die Polizistin schaut grimmig, winkt und signalisiert wieder: Kein Zeh auf den Asphalt!</p><p>Also warten wir nochmals fünf Minuten. Und nochmals fünf. Und nochmals fünf. Wir dürfen immer noch nicht auf die Strasse. Die Zuschauer mit den Velos müssen ihre Räder durchs Gras schieben, die Strasse ist aber komplett leer und seit zehn Minuten ist kein einziges Auto mehr vorbeigefahren. Wir begreifen die Welt nicht mehr.</p><p>{foto4}</p><p>Ich weiss, mit einer französischen Polizistin diskutiert man besser nicht. Aber irgendwann verjagt es mich und ich rufe ihr ein paar nicht ganz freundliche Wörter zu. Wir wollen ja nur über die Strasse. Auf einem Pass auf 2000 Metern Höhe. Die Strasse ist drei Meter breit und normalerweise kommt hier pro Stunde etwa ein Auto vorbei.</p><p>Die Polizistin bleibt unbeeindruckt. Die Strasse sei gesperrt. Das seien ihre Anweisungen.</p><p>Ich kann es nicht fassen.</p><p>Zehn Minuten später kommt ein anderer Polizist vorbei, der vorher etwa 50 Meter weiter oben gestanden hat. Er schaut uns an, schaut auf die völlig leere Strasse und scheint unsere Verzweiflung zu verstehen. Er redet kurz mit seiner Kollegin und überzeugt sie tatsächlich, dass wir jetzt über die Strasse dürfen.</p><p>Wir marschieren rüber, als hätten wir soeben die Landesgrenze überschritten.</p><p>Kaum sind wir drüben, wird hinter uns sofort wieder gesperrt.</p><p>Grund: unbekannt.</p><p>Immerhin sind wir jetzt beim Womo von Riccardo und dort wird der Grill endlich wieder aufgestellt. Die Würstchen brutzeln doch noch und wir geniessen den Abend. Es ist herrlich friedlich hier. Wir sind noch immer an der Strecke, haben aber eine völlig andere Stimmung erlebt als gestern. Gestern war Trubel, Menschenmassen, Lärm und Alp d’Huez. Heute war Passfeeling, Ruhe, Natur, Velorennen und eine Polizistin, die wahrscheinlich sogar einer Fliege ein Fahrverbot erteilen würde.</p><p>Als wir langsam zusammenräumen, schickt diese nochmals fünf Holländer mit ihrem Bollerwagen in die Wiese. Sie dürfen noch immer nicht, mehr als eine Stunde nach den Fahrern, die Strasse betreten.</p><p>Dreissig Sekunden später steigen sämtliche Polizisten in ihre Autos und fahren davon. Einfach so.</p><p>Wir schauen uns nur an und getrauen uns fast nicht, Richtung unserem Wohnmobil auf den Asphalt zu laufen. Aber da niemand mehr grimmig schaut und niemand mehr da ist, der uns zurechtweist, werden wir langsam mutiger. Am Schluss laufen wir sogar mitten auf der Strasse.</p><p>Wo in der letzten Stunde nicht einmal ein Auto gefahren ist.</p><p>Und ganz heimlich strecke ich dieser grimmig schauenden, oberkorrekten, sich strikt an jede Anweisung haltenden Polizistin die Zunge heraus. Aber nur innerlich. Sie konnte es nicht gesehen haben. Zum Glück.</p><p>Sonst müssten wir vermutlich heute noch im Gras warten.</p>    ]]>
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    <link>https://www.womoblog.ch/Blog/Reisebericht/Die_grimmige_Polizistin/2026</link>
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    <pubDate>Fri, 24 Jul 2026 0:00</pubDate>
    <title><![CDATA[9:35 Std warten]]></title>
    <description><![CDATA[bis die Fahrer kommen
]]></description>

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    <![CDATA[
        <p><img src="https://www.womoblog.ch/html/46_bilderupload/2026/1784929166foto-l.webp" alt="9:35 Std warten" /></p>
        <p>Noch 10:07 Std. bevor der 1. Fahrer durchfährt: wir ziehen als kleines Grüppchen los Richtung Ziel und Kurve Nr. 1. Es hat 8 Grad, Laune ist sehr gut.</p><p>{foto2}</p><p>Noch 9:45 Std.: wir sind nach einem schnellen Marsch bei Kurve 1 angekommen. Zwei andere Fangruppen mussten wir überholen, falls diese auch zur Kurve 1 wollen. Wir kommen aber gut an, die Kurve ist noch frei. Die Sonne erfrischt die Kurve, langer Pullover ausziehen, ins T-Shirt wechseln.</p><p>Noch 9:35 Std.: die wichtigen Schweizerfahnen hängen, die Kurve ist als Schweizer Kurve markiert. Blöd nur, mitten auf der Strasse ist eine Norwegenflagge hingemalt. Wenn wir nun dort das dunkelblau mit weiss übermalen, hätten wir fast eine Schweizer Flagge.</p><p>{foto3}</p><p>Noch 9:20 Std.: wir hängen auch noch Flaggen an die Bäume im Hang oben, die Norwegenflagge haben wir doch nicht mehr übermalt, das wäre nicht fair. Aber erste slowenische Pogi-Fans kommen und müssen sich nun am Hang oben positionieren mit ihren gelben Leibchen</p><p>Noch 9:10 Std: die Norweger kommen und es bleibt ihnen nichts anderes übrig, als die Innenseite der Kurve zu nehmen.</p><p>Noch 9:00 Std.: der Veloverkehr nimmt schlagartig zu, von oben und unten fahren tausende Velofahrer in beide Richtungen.</p><p>Noch 8:50 Std.: weitere Schweizer aus unsere Gruppe kommen und bringen weitere Schweizer Fahnen mit. Auch die werden aufgehängt. Inzwischen hängt auch eine Flumser-Flagge, was auch immer die hier zu suchen hat.</p><p>Noch 8:40 Std.: mit dem Velo hochfahrende Schweizer sehen die Flumserflagge und fragen, ob sie sich etwas später zu uns stellen dürfen. Ja, dürfen sie, wenn sie eine Kiste Bier mitbringen und ein Cola.</p><p>Noch 8:20 Std: Otmar hat endlich seinen Sonnenschirm mit Ästen fixiert, damit wir den Schatten am richtigen Ort haben.</p><p>Noch 8:00 Std.: Der Veloverkehr ist unfassbar, geschätzte 100'000 Tausende fahren den Berg hoch und runter. Stimmung sehr gut.</p><p>Noch 7:00 Std.: die Nachhut kommt mit einer Kanne heissem Kaffee und frischen Gipfeli, was für eine Wohltat.</p><p>Noch 6:30 Std.: wegen den vielen Leuten müssen wir uns absichern. Zwei Absperrgitter trennen wir, damit können Zuschauer in die hintere Wiese ausweichen und sich nicht zu uns drängen. Dazu rücken wir unsere Absperrgitter etwas zum Strassenrand, damit zwischen Mauer und Gitter nur noch 50cm sind, so kommt keiner auf die Idee, bei uns durchlaufen zu wollen.</p><p>Noch 6 Stunden.: Die anderen Schweizer kommen tatsächlich mit Bier und einem Cola den Berg runter. Also gesellt euch zu uns.</p><p>Noch 4 Stunden.: erste Polizisten tauchen auf</p><p>Noch 3:10 Std.: ein Merchendaising-Fahrzeug hält vor unserer Schnauze und verkauft überteuerte gelbe Regenschirme und TdF-Mützen. Dazu macht es dauernd Werbung durch ein penetrantes Megafon. Die Leute stehen vor unserer Schnauze Schlange und kaufen wie wild.</p><p>Noch 2:45 Std.: das penetrante Fahrzeug steht immer noch vor unserer Schnauze und die Leute stehen noch immer Schlange und das Megaphone ist noch immer in Betrieb.</p><p>Noch 2:30 Std.: die Strasse wird durch die Polizisten subito gesperrt. Kein Velofahrer darf sich mehr auf der Strasse bewegen. Alles ist nun frei, nur ein paar unverbesserliche werden deutlich und harsch von den Polizisten weggeputzt. Das penetrante Auto ist endlich weg.</p><p>Noch 2:21 Std.: die ersten Fahrzeuge der Werbekolonne passieren. Es ist die Kurve mit den meisten Zuschauer, und so werden fleissig Werbegeschenke rausgeworfen. Aber meistens auf die Innenseite der Kurve. Aber als die Leclerc-Wagen kommen, die, wo wir unbedingt ein weisses T-Shirt mit roten Punkten ergattern wollen, sieht alle unsere Schweizer Fahnen, fährt zu uns und verteilen unserer Gruppe doch wirklich fast jedem ein T-Shirt!</p><p>{foto5}</p><p>Noch 2:18 Std. Fast jeder von uns trägt nun eines der gepunkteten T-Shirts.</p><p>Noch 1:15 Std.: das letzte Fahrzeug der Werbekolonne passiert uns. Nun wird es ruhiger. Hin und wieder passiert ein Teamwagen oder ein Pressefahrzeug die Strasse. Kein Mensch, der nicht zum Tourtross oder zur Polizei gehört, darf die Strasse betreten oder befahren. Die Norwegischen Fans gegenüber, die mit der Flagge auf dem Boden, beginnen zu rudern…</p><p>Noch 30 Minuten: die vier Übertragungshelikopter kreisen über uns, der TV-Helikopter ist aber noch nicht in Sicht.</p><p>Noch 15 Minuten: Polizeitöffs passieren die Strecke, unsere Polizisten vor Ort setzen den grimmigen Blick auf. Strasse überqueren ist nicht mehr möglich. TV-Helikopter sehen wir am Himmel.</p><p>Noch 5 Minuten: das gelbe Motorrad passiert und gibt den Rennstand an. Pogacar nur noch 1:05 Min Rückstand auf die Spitze.</p><p>Noch 2 Minuten: Fotografen- und Polizeitöffs en Mass, auch der blaue neutrale Materialwagen fährt vorbei.</p><p>Noch 1 Minute: die Spannung steigt ins unermessliche, wir hören die Zuschauer weiter unten höllisch applaudieren und schreien.</p><p>0: P. Carapaz fliegt in einem unheimlichen Tempo an uns vorbei den Berg hoch, der Lärm von den Zuschauern ist ohrenbetäubend. Wir sind ca. 0.8 Sekunden in der Live-Übertragung des TV’s.</p><p>Nach 15 Sekunden: T. Pogacar fliegt noch schneller in Gelb an uns vorbei, der Lärm wird noch lauter, vor allem von den Pogi-Fans oben am Hang. Kurze Zeit später holt er Carapaz ein.</p><p>Danach alle 20 Sekunden leidet ein Fahrer den Berg hoch, die Meute applaudiert, egal was für ein Fahrer kommt. Einige sehen ziemlich kaputt aus, aber die hinteren geniessen den Jubel sichtlich oder feuern sogar die Zuschauer an. Ein Mannschaftswagen von Tudor (Schweizer Mannschaft) hält bei unserer Gruppe und den vielen Schweizer Fahnen und schenkt uns noch 30 kleine Schweizerfahnen für unsere Autos. Unsere Stimmung ist auf dem Siedepunkt!</p><p>{foto4}</p><p>Ein anderer Fahrer hält in unsere Kurve an, umarmt und küsst eine Frau und ein Kind, in der Zwischenzeit wird er von drei anderen Profis überholt. Ihm ist es egal, er küsst weiter und danach fährt er dann endlich weiter.</p><p>Einzelne fahren freihändig den Berg hoch und feuern die Zuschauer mit einer Welle an. Sie fahren übrigens freihändig schneller, wie alle, die wir vor dem Rennen gesehen haben.</p><p>Exakt 30 Minuten nach dem ersten Fahrer fährt der letzte vorbei. Dahinter der Besenwagen, der keinen Besen mehr sichtbar angebunden hat. Die Tour ist vorbei. Das Gewühle und Gedränge geht los.</p><p>11:02 Std nach dem Start sind wir endlich wieder beim Wohnmobil, braungebrannt, müde und mit einem Erlebnis zurück, das wir wahrscheinlich nie mehr erleben werden.</p>    ]]>
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    <link>https://www.womoblog.ch/Blog/Reisebericht/9:35_Std_warten/2027</link>
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    <pubDate>Thu, 23 Jul 2026 0:00</pubDate>
    <title><![CDATA[Alp d’Huez]]></title>
    <description><![CDATA[viel steiler wie früher
]]></description>

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    <![CDATA[
        <p><img src="https://www.womoblog.ch/html/46_bilderupload/2026/1784835903foto-l.webp" alt="Alp d’Huez" /></p>
        <p>Heute kommen keine neuen Womos mehr auf der Alp d’Huez an – alles voll, unten ist abgeriegelt. Es gibt kein Durchkommen mehr. Nur noch diejenigen Womos dürfen hoch, die zum offiziellen Tour-Tross gehören, also Womos von Arbeitern, Teams, Streckenausschilderung etc. etc.</p><p>Wir von unserer kleinen Reisegruppe haben verschiedene Ziele: Die einen biken zu den drei Seen hoch, die anderen fahren den ganzen Tag mit den Gondeln herum, vom Pic du Lac Blanc bis hinunter nach Auris-en-Oisans. Schliesslich kann man für 23 Euro den ganzen Tag alle Gondeln benützen. Und nur die ganz, ganz Harten fahren mit dem Velo die 14 Kilometer bis ins Tal hinunter, zwischen Tausenden von anderen Velofahrern bergauf oder bergab fahrend, nur um unten im Tal um den Kreisel zu fahren und sich anschliessend wieder den Berg hochzukämpfen. Schliesslich will man auch einmal die Strecke der Profirennfahrer hochfahren. So weiss man wenigstens, was die eigentlich leisten.</p><p>{foto4}</p><p>Anita und ich sind natürlich in der dritten Gruppe. Wir fahren ganze 45 Minuten runter, bis wir unten sind. Und dann kommen die ersten Gedanken: War das wohl richtig? Mögen wir da wirklich wieder hochfahren? Die Strecke war schon extrem lang und auch sehr steil. Viel steiler, als ich sie in Erinnerung hatte. Na gut, ich war vor 30 Jahren das letzte Mal hier. Es scheint, als wären die Berge in der Zwischenzeit einfach noch etwas gewachsen. Anders kann ich mir das nicht erklären.</p><p>Aber egal, wir fahren den Berg hoch. Jeder in seinem Rhythmus. Gianna und Riccardo schlagen mit ihren Velos ohne Motor ein ziemliches Tempo an. Ich selber gehe die Sache ganz gemütlich an. Schliesslich warten noch über 1100 Höhenmeter auf mich. Und nicht nur auf mich. Schliesslich ist auch Anita runtergefahren. Silvia, Fritz und viele andere ebenfalls. Hut ab vor allen, die mit uns da runtergerast sind – egal ob mit E-Bike oder normalem Velo. Einigen wurde ihr Mut, glaube ich, erst unten im Tal so richtig bewusst.</p><p>Die Steigung legt gleich richtig los. Auf den ersten 2,5 Kilometern beträgt die durchschnittliche Steigung über 10 Prozent. Das ist schon eine ziemlich unfreundliche Begrüssung. Ich trete meinen Tritt, langsam aber stetig. Unten geht es noch gut. Natürlich auch deshalb, weil Tausende andere dasselbe machen und man garantiert immer jemanden findet, der noch langsamer ist. Das baut auf.</p><p>{foto3}</p><p>Die bereits postierten Zuschauer für morgen feuern einen an. Es herrscht ein wildes Treiben. Rennvelofahrer fahren runter, Rennvelofahrer fahren hoch – einige laufen auch – und dazwischen zwängen sich immer wieder Lastwagen hindurch, die noch Absperrgitter aufstellen. Frankreich eben. Irgendwie funktioniert am Ende doch alles.</p><p>Nach einigen Kilometern treffen wir uns alle in einem kleinen Festzelt. Cola trinken, Kräfte tanken, jammern. Danach geht es weiter den Berg hoch. Und es zieht sich. Und wie. Bloss nicht nach oben schauen. Die nächsten Kehren liegen gefühlt irgendwo im Nachbarkanton.</p><p>Ich fahre meinen Rhythmus, Anita mit E-Unterstützung neben mir. Aber immer auf der kleinsten Stufe. Man weiss ja nie, ob die Batterie bis ganz nach oben reicht. Zwischendurch fliegt ein bergabfahrender Fahrer in ein Auto, das ihm den Weg abschneidet, und landet sozusagen direkt vor unseren Füssen. Zum Glück scheint ausser Blech und Stolz nicht allzu viel kaputt zu sein. Es wird wohl nicht der einzige Sturz des Tages bleiben.</p><p>{foto2}</p><p>Ich gebe es ehrlich zu: Zwischendurch musste ich im Schatten eine kleine Pause machen, bevor es weiterging. Man könnte natürlich auch sagen, ich habe die Aussicht genossen. Die obersten fünf Kilometer sind dann für Autos gesperrt. Abschrankungen links und rechts, und wir Velofahrer sind unter uns. Obwohl es nun etwas weniger steil ist, kann ich trotzdem nicht mehr schneller fahren. Aber wen interessiert's? Ich bin ja nicht auf der Flucht.</p><p>Dann endlich, nach rund zwei Stunden, sind wir oben und kommen auf der Restaurantterrasse bei den anderen an, um uns zu stärken. Ich bin unterwegs bestimmt tausendmal überholt worden. Aber ich denke immer: Ihr seid doch nicht wirklich gut, wenn ihr das Gefühl habt, in 70 Minuten hochfahren zu müssen. Macht das doch. Kämpft. Leidet. Ich bin hier früher schon unter 45 Minuten hochgefahren – und damals nicht einmal am Limit. (ich dachte das jeweils nur, um mich selber zu motivieren! Es war heute jeder stark, der die Steigung bezwang!!!)</p><p>Allerdings nützt mir das heute herzlich wenig und ich komme fix und fertig oben an. Aber irgendwie bin ich doch stolz, dass ich mit meinen rund 200 Trainingskilometern die Alp d’Huez nochmals geschafft habe.</p><p>{foto5}</p><p>Und ganz ehrlich: Es war heute genauso beeindruckend wie damals, als ich während des Rennens hochgefahren bin. Eigentlich war die Leistung heute sogar grösser. Damals konnte ich die Etappe sowieso nicht gewinnen. Also bin ich locker vor der Besenwagenkolonne hochgefahren und musste mich deutlich weniger anstrengen als heute. Und auch nicht so lange.</p><p>Heute hingegen habe ich zwar auch nicht gewonnen. Aber immerhin bin ich oben angekommen. Und manchmal fühlt sich genau das wie ein Etappensieg an.</p>    ]]>
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    <link>https://www.womoblog.ch/Blog/Reisebericht/Alp_d’Huez/2025</link>
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<item>
    <pubDate>Wed, 22 Jul 2026 0:00</pubDate>
    <title><![CDATA[Organisation français]]></title>
    <description><![CDATA[Chaos, Polizei und andere Unannehmlichkeiten]]></description>

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        <p><img src="https://www.womoblog.ch/html/46_bilderupload/2026/1784751370foto-l.webp" alt="Organisation français" /></p>
        <p>Am Ende wird alles gut. Und wenn es nicht gut ist, ist es nicht das Ende. So könnte man den heutigen Tag mit der Anfahrt auf die Alp d’Huez betiteln.</p><p>Aber von Anfang an. Unser Wecker klingelte um 3:25 Uhr, um 3:30 Uhr wurden die Motoren gestartet und unser Abenteuer Alp d’Huez beginnt. Mit uns fahren noch zwei andere Womos. Hanspeter fährt später, da er noch eine Sicherung für sein Elektrik-Problem suchen muss, Markus ist seit drei Tagen oben und sechs Womos sind seit gestern Abend auf der Alp.</p><p>Was wir von ihnen hören: Wahrscheinlich hat es noch Platz. Nicht ganz so vertrauenswürdig diese Infos. Oder anders gesagt: ungefähr gleich präzise wie ein Wetterbericht für nächsten Monat.</p><p>Also fahren wir Richtung Grenoble, entsorgen auf einer Autobahnraststätte und weiter nach Le Bourg-d'Oisans. Jeden Kilometer, den wir näher kommen, steigt die Spannung: Ist die Bergfahrt für Womos noch geöffnet? Dann der letzte Kreisel und siehe da, wir fahren tatsächlich in die Steigung rein. Ein wichtiger Teil ist geschafft.</p><p>Nun geht es steil hinauf, 21 Kehren, jede einzeln beschriftet und nummeriert. Jeder nur erdenkliche Ausweichplatz ist von Wohnmobilen, Dachzelten oder Wohnwagen besetzt. Offenbar hat ganz Europa dieselbe Idee gehabt. Da es erst 7 Uhr ist, hupen wir zur Begrüssung bei keinem Rennvelofahrer, den wir überholen. Man muss es ja nicht gleich am ersten Morgen mit allen verderben.</p><p>{foto5}</p><p>Dann kommt die Kehre Nr. 6, dort, wo die Polizei Markus vor drei Tagen weggeschickt hat: Es darf kein Womo an der Strecke stehen! Was machen denn alle anderen? Und in der Kehre 6 stehen nun zwei Dänen und ein Belgier, aber kein Markus. Er ärgert sich grün und blau, dass er auf Befehl weggefahren ist und nachher nicht mehr zurückkehrte. Offenbar gilt das Halteverbot nicht für alle gleich.</p><p>Nach der Kurve 1 sind wir bald im Dorf. Nichts angeschrieben, keine Ahnung, wo die Parkplätze für Wohnmobile sind. Wir fahren die Zielgerade hoch, die noch ganz leer ist, immer weiter hoch, bis wir irgendwo zwischen einer Baustelle auf eine Wiese fahren, wo schon andere Camper platziert sind. Frei nach dem Motto: Wenn schon alle hier stehen, kann es ja nicht ganz falsch sein.</p><p>{foto4}</p><p>Wir finden ein kleines Fleckchen, das noch frei ist. Allerdings müssen wir unsere Womos so hinquetschen, dass wir die Garage nicht mehr öffnen können, Jörg total schräg steht und Dominik nicht zur Ausbautüre raus kann. Einmal eingeparkt, gilt: Bitte bis Freitag nichts mehr brauchen. Aber wir haben einen Platz, das ist das Wichtigste. Da es erst halb acht ist, legen wir uns nochmals aufs Ohr.</p><p>{foto2}</p><p>Wir werden von Klopfen an der Türe geweckt und einer angeregten Diskussion draussen. Anscheinend stehen wir auf einem Durchfahrtsweg für Biker und der Chef des nebenanliegenden Bikeparks ist überhaupt nicht zufrieden und ruft die Polizei. Die macht uns schnell klar, dass wir hier weg müssen. Aber wohin denn? Sie machen uns den Vorschlag, gleich daneben ins knietiefe Gras zu fahren. Wenn sie das meinen? Also spielen wir nochmals Tetris mit unseren Womos und parken alle schön nebeneinander im Gras. Der neue zugewiesene Platz ist viel, viel besser als der alte und vor allem haben wir jetzt sogar Platz zum Atmen. Manchmal muss man eben zuerst vertrieben werden, um den besseren Stellplatz zu bekommen.</p><p>Wir haben sogar Platz, um Fritz anzurufen, ob er auch hier stehen will, und für Hanspeter haben wir ebenfalls noch Reserve. Wenn das nicht purer Luxus ist? Allerdings gibt es gleich das nächste Theater mit den Arbeitern der Baustelle daneben. Fritz darf den Zufahrtsweg nicht benützen und wir müssen ihn von der anderen Seite umleiten. Also Zaun öffnen, durchs Gras fahren und dann ist auch sein Womo platziert. Ganz offiziell... oder zumindest fast.</p><p>Fast gleichzeitig bekommen wir die Meldung, dass Hanspeter das Sicherungsproblem gelöst hat und in Grenoble im Stau steht. Es könnte also noch dauern.</p><p>Wir sitzen natürlich nicht untätig zusammen, sondern schnappen unsere Velos und fahren vier Kilometer runter zur Kurve 1. Nach intensiven Diskussionen befinden wir, dass dies der richtige Ort ist, um am Freitag die Rennfahrer anzufeuern. Wir müssen nur früh genug da sein, um diese Kurve zu besetzen.</p><p>{foto3}</p><p>Also wieder vier Kilometer hoch zum Womo – ohne E-Motor, wohlgemerkt – und endlich etwas ausruhen.</p><p>Aber nichts da. Hanspeter telefoniert. Er steht unten an der Alp d’Huez und die Strasse ist gesperrt. Sie lassen keine Wohnmobile mehr hoch! Der Streckenposten redet nur Französisch, Hampi alles, nur das nicht.</p><p>Also rede ich via Telefon mit dem Streckenposten und erkläre ihm, dass wir Hampi dringend brauchen, er einen reservierten Platz hat und wir eine Reservation im Restaurant etc. etc. etc. Schliesslich maile ich Hampi unsere Reservation, die er dann gemeinsam mit dem Streckenposten durchackert. 45 Minuten läuft das Theater und dann darf Hampi tatsächlich mit dem Womo noch hochfahren. Alle jubilieren. Fast ein bisschen wie ein Etappensieg.</p><p>Keine fünf Minuten später wieder ein Telefon. Schon wieder ein Streckenposten, der ihn nicht hochfahren lässt. Das Theater beginnt von vorne, geht aber etwas schneller, bis das Womo sich wieder bergwärts in Bewegung setzen darf. Wie viele solcher Streckenposten kommen denn bitte noch? Wahrscheinlich einer pro Kehre.</p><p>Aber schlussendlich quetscht sich auch Hampi zu unseren Womos. Gerade rechtzeitig, um wieder ins Dorf unterwegs zu unserem reservierten Restaurant zu sein für einen kleinen Vortrag über Radsport, Tour de France und Doping. Und das für alle unsere Mitreisenden in der Gruppe.</p><p>Als wir beim Restaurant ankommen: niemand hier. Restaurant geschlossen. Merde, was ist heute nur los? Das Hotel nebenan telefoniert dem Besitzer und der hat unseren gemieteten Raum total vergessen. Auch das noch. Wenigstens ist ihm unsere Reservation fürs Nachtessen noch im Gedächtnis geblieben. Immerhin etwas.</p><p>20 Minuten verspätet beginne ich dann zu erzählen. Auch das Nachtessen danach war echt fein und der Abend nach etlichen Schwierigkeiten doch noch gerettet.</p><p>Rückblickend war es eigentlich ein ganz normaler Tag an der Tour de France. Nur mit etwas mehr Französisch, etwas mehr Polizei und deutlich mehr Tetris als erwartet.</p>    ]]>
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    <link>https://www.womoblog.ch/Blog/Reisebericht/Organisation_français/2024</link>
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    <pubDate>Tue, 21 Jul 2026 0:00</pubDate>
    <title><![CDATA[Irrlaufen]]></title>
    <description><![CDATA[Strenger wie die Radprofis

]]></description>

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    <![CDATA[
        <p><img src="https://www.womoblog.ch/html/46_bilderupload/2026/1784668728foto-l.webp" alt="Irrlaufen" /></p>
        <p>Wir schlafen aus, geniessen das schöne Wetter auf dem Platz, z’mörgelen vor dem Womo. Wir haben es nicht eilig, denn die Werbekolonne kommt hier im Ziel erst um 12 Uhr an und der erste Rennfahrer ca. um 14 Uhr. Ab dann wird jede (oder am Schluss alle zwei) Minuten ein Fahrer im Ziel sein. Der letzte also erst kurz vor 18 Uhr. So lassen wir bewusst die Werbekolonne aus und wollen danach die 700 m bis zum Ziel laufen.</p><p>Kurz vor Mittag erreicht uns dann die Meldung, dass die Zufahrt zur Alp d’Huez immer ab 22 Uhr bis 6 Uhr morgens gesperrt ist. Mist, wir wollten nach dem Zeitfahren dorthin fahren und wären erst um Mitternacht da oben angekommen. Was machen wir nun? Es gäbe die Möglichkeit, um 16 Uhr hier wegzufahren, damit wir früh genug vor der Schliessung oben sind. Aber dann sehen wir nur die Hälfte der Rennfahrer.</p><p>{foto2}</p><p>Anita und ich entscheiden, dass wir heute das ganze Rennen geniessen und also hier schlafen, dafür um 4 Uhr wegfahren, so dass wir etwa um 7 Uhr unten an der Alp d’Huez sind und dann schon hochfahren können, um so noch einen Platz ergattern zu können. Die Meinung in unserer Gruppe ist geteilt, und so fährt etwa die Hälfte heute Nachmittag los und die andere Hälfte morgen früh noch fast mitten in der Nacht.</p><p>Also marschieren wir zuerst mal ins Ziel, bestaunen die Bauten, die extra aufgestellt wurden, und beklatschen die ersten kaputten Fahrer, die ins Ziel kommen. Danach laufen wir zwischen vielen Leuten der Strecke entlang zum Genfersee. Immer wieder quietschen Reifen von Mannschaftswagen, die hinter ihren Fahrern nachhetzen, um bereit zu sein, wenn ein Defekt eintritt. Wir geniessen den Rummel, die immer zahlreicheren Leute, die Verkaufsstände, die Lautsprecherdurchsagen.</p><p>{foto3}</p><p>Nach zwei Kilometern sind wir am Fusse der Funiculaire, einer kleinen Standseilbahn, die uns weg vom Genfersee hoch in die Altstadt von Thonon-les-Bains bringt. Die Schlange davor ist lang, in dieser Hitze will niemand hochlaufen, aber es geht sehr gesittet zu und wir sitzen nach kurzer Wartezeit in der Bahn und steigen oben aus. Dort ist der Rummel sogar noch etwas grösser, wieder fahren die Fahrer vor der Nase durch, Zuschauer applaudieren, Leute (und Järmanns) kaufen in den Souvenirshops unnötige Dinge der Tour de France.</p><p>Weiter schlendern wir der Strecke entlang und bei der Kilometermarke 4 bis zum Ziel hören dann die Absperrgitter auf und wir können die Strasse überqueren. So entscheiden wir, nun der gesamten Strecke bis zum Ziel zurückzulaufen und so 4 km lang die Fahrer anzufeuern.</p><p>2 km vor dem Ziel gibt es in einer Abfahrt eine spektakuläre Spitzkurve, es hat besonders viele Zuschauer, das Durchkommen ist gar nicht so einfach. Dann wird es immer enger und wir kämpfen uns durch die Massen der Zuschauer. Dann, 1,5 km vor dem Ziel, gibt es plötzlich kein Durchkommen mehr. Die Fahrer brauchen unsere gesamte Strassenseite, der Weg ist versperrt. Wenn wir auf der anderen Seite der Strasse wären, ginge es weiter, aber es gibt kein Überqueren der Rennstrecke, unmöglich (es hat viele Polizisten, die das kontrollieren). Absolut nichts zu machen. Mist, also wieder zurück durch alle Leute, bis es dann irgendwann, nach unendlich langer Zeit, eine Passage unter der Strasse durch ein Parkhaus gibt, wo wir endlich wieder auf der anderen Seite sind.</p><p>{foto4}</p><p>Nun also schnellstens zum Ziel zurück und so sind wir gerade rechtzeitig dort, um die letzten zehn Fahrer zu sehen. Evenepoel, der zweitletzte Fahrer, gewinnt das Zeitfahren, Pogacar, der letzte, wird Zweiter. Genau mein Tipp der Rangliste heute. Gut, so schwer war das jetzt nicht. Wir machen ein Foto von Pogi und Remco, schauen von Weitem die Siegerehrung und danach sind wir nach kurzer Zeit zurück beim Womo.</p><p>{foto5}</p><p>Fix und fertig, nach 11 km Laufen durch Menschenmassen in der Sommerhitze der Tour de France.</p><p>Ich glaube, viele Fahrer hatten heute einen leichteren Tag und weniger Schmerzen in den Beinen wie wir. Es war aber absolut ein toller Tag und unbedingt auch eine Empfehlung wert.</p><p>Nun heisst es aber, früh ins Bett zu gehen, denn der Abreisezeitpunkt wurde auf 3:30 Uhr vorverlegt. Auf der Alp d’Huez soll alles schon ziemlich voll sein… Wenn alles klappt, stossen wir dort wieder zum anderen Teil unserer Reisegruppe.</p>    ]]>
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    <link>https://www.womoblog.ch/Blog/Reisebericht/Irrlaufen/2023</link>
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    <pubDate>Mon, 20 Jul 2026 0:00</pubDate>
    <title><![CDATA[Noch klappt alles]]></title>
    <description><![CDATA[Nicht selbstverständlich
]]></description>

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    <![CDATA[
        <p><img src="https://www.womoblog.ch/html/46_bilderupload/2026/1784586383foto-l.webp" alt="Noch klappt alles" /></p>
        <p>Wir sind als Gruppe mit 16 Womos an der Tour de France unterwegs. Da ist es nicht selbstverständlich, dass wir a) Platz haben, wo wir hinkommen, und b) auch noch in der Nähe der Strecke stehen können.</p><p>Heute ist die Weiterfahrt ans Zeitfahren mit Ziel in Thonon-les-Bains hinter dem Genfersee angesagt. Eine kleine Vorhut ist schon früher losgefahren, um die Lage zu checken und Standplätze zu suchen. Vor der Abfahrt hören wir von ihnen, dass es heute wohl keine Probleme geben wird. Das ist schön zu hören. Also fahren wir individuell zu unserem Zielpunkt. Von Reisezeiten zwischen zwei und drei Stunden ist alles dabei, und so treffen wir gestaffelt am Ziel des Zeitfahrens ein.</p><p>Und es ist wirklich problemlos, ausser dass bei der zweiten Kreuzung ein Wegweiser fehlt und alle gleich falsch fahren. Aber schlussendlich kommen alle beim sehr grossen temporären Stellplatz der Tour de France an. Und ein riesiges Kompliment an das lokale Organisationskomitee! Es gibt einen wirklich grossen Stellplatz für mehr als hundert Fahrzeuge auf einer grossen Wiese, total eben, schön und ruhig gelegen, mit Toiletten und temporärer Entsorgung, nicht einmal 700 m vom Zielstrich entfernt – und dies alles kostenlos. Was will man noch mehr? Ja, etwas gäbe es: wenn wir alle nebeneinander stehen könnten.</p><p>{foto2}</p><p>Aber unsere Vorhut mit Conny und Dominik lässt sich nicht lumpen: Auf dem grossen Gelände ist ein Bereich genau für unsere Schweizerecke abgesperrt und reserviert. Deutlich markiert mit einer grossen Schweizer Fahne. Was will man da mehr? Besser geht einfach nicht.</p><p>{foto3}</p><p>Und so werden wir von den lokalen Parkplatzeinweisern freundlich empfangen und zu unserer Schweizerecke hingeführt. Dass so etwas nicht selbstverständlich ist, ist allen bewusst, und unsere Vorhut hat wohl ihren ganzen Charme spielen lassen, damit so etwas möglich ist. Und natürlich haben sie nebenbei auch erwähnt, dass ich an der TdF schon eine Etappe gewonnen habe, und das öffnet im Radsport immer noch die eine oder andere Türe. Als Dank veranstalten wir für Manu und Robert, die lokalen Organisatoren, wobei wir noch immer nicht genau wissen, wofür sie eigentlich zuständig sind, einen kleinen Apéro. Den haben sie sich aber auch verdient, schliesslich hätten wir ohne sie keinen so schönen Stellplatz.</p><p>{foto5}</p><p>Etwas später fahren die einen die Zeitfahrstrecke mit ihren Velos ab, andere schauen interessiert dem Aufbau des Zielbereichs zu oder geniessen ein feines Essen im Städtchen.</p><p>Ich teste natürlich das Zielpodium: Weiss ich noch, wie es sich damals angefühlt hat? Na ja, die Gefühle kommen nicht mehr hoch, schliesslich ist es auch schon sehr lange her. Und mit kurzen Jeans auf dem Podium??</p><p>{foto4}</p><p>Anita und ich essen am Seeufer einen feinen Znacht, schauen bei der Werbebeschriftung der Strasse etwas zu und sitzen abends dann noch ziemlich lange mit den anderen Mitreisenden vor den Womos zusammen.</p><p>Morgen schauen wir das Zeitfahren, und danach geht es an die grosse Unbekannte. Wie und wann kommen wir noch auf die Alp d'Huez?</p>    ]]>
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    <link>https://www.womoblog.ch/Blog/Reisebericht/Noch_klappt_alles/2022</link>
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    <pubDate>Sun, 19 Jul 2026 0:00</pubDate>
    <title><![CDATA[Werbekolonne]]></title>
    <description><![CDATA[und Rennfahrer


]]></description>

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    <![CDATA[
        <p><img src="https://www.womoblog.ch/html/46_bilderupload/2026/1784501987foto-l.webp" alt="Werbekolonne" /></p>
        <p>Nach einer ruhigen, aber schlecht geschlafenen Nacht müssen wir erst etwas in die Gänge kommen. Aber zuerst müssen wir die Marschtabelle dieser Etappe studieren: Ab 12 Uhr kommt die Werbekolonne, die Fahrer um 14:12 Uhr. Also noch Zeit, mit dem Velo ins nächste Dorf zu fahren und dort den Bergpreis zu inspizieren.</p><p>Kaum sind wir 3 km auf der für Autos schon gesperrten Strasse gefahren, werden wir von einem Flic angewiesen, bitte die Velos zu schieben und nicht mehr auf der Strasse zu fahren. Hä, es ist noch nicht 11 Uhr und schon dürfen wir mit den Velos nicht mehr auf die Strasse? Die Fahrer kommen erst in mehr als drei Stunden? Und da wir keinen Bock haben, die gesamten drei Kilometer oder mehr zum Womo zurückzulaufen, machen wir sofort kehrt. Wir laufen so lange, bis uns der Polizist nicht mehr sieht, schwingen uns auf die Velos und fahren zum Womo zurück. Wir müssen aber noch an zwei anderen Flics vorbei. Der erste schaut gerade in die andere Richtung, den zweiten tricksen wir mit einem «Sorry, wir verstehen nicht» aus.</p><p>{foto2}</p><p>Wieder beim Womo ziehen wir uns um, versorgen die Velos, ziehen die Schweizer Leibchen an, packen die Fahne ein, dazu Campingstuhl und Sonnenschirm sowie weisse Farbe und Pinsel. Dann laufen wir etwa 200 m weiter, bis wir einen tollen Ort an der Strasse finden, wo wir die Fahnen befestigen können und die Fahrer schon von Weitem sehen.</p><p>Kaum sind wir einigermassen bereit, rauschen schon die ersten Fahrzeuge der Werbekolonne vorbei. Wir winken wie wild, und schon fliegen uns die ersten Werbegeschenke zu. Und zwischendurch, wenn kein Fahrzeug kommt, pinseln wir schnell einen Buchstaben auf die Strasse, bis wir endlich das «Hopp Schwiz» fertig haben. In der Eile wird das Z noch falsch herum geschrieben, aber das merkt niemand.</p><p>{foto3}</p><p>Wir sind in Stimmung, erhalten einen französischen Güggel als Kostüm, M&amp;M's, Teigwaren, Flaschenöffner, Gummibärchen, Vergünstigungen für einen Zooeintritt, Sonnenhüte, Halstücher und, und, und. Eine richtig erfolgreiche Stunde.</p><p>Danach läuft aber eine Stunde fast nichts mehr, bis dann immer mehr Polizeimotorräder, Mannschaftswagen und noch mehr Polizei kommen und wir am Himmel zuerst einen, dann einen zweiten, dritten, vierten und fünften Helikopter sehen. Die Fahrer können nicht mehr weit sein.</p><p>Und dann rauschen sie vorbei: zwei an der Spitze, etwas dahinter ein kleines Feld, mit etwas Abstand ein weiteres und dann ein dritter Teil. Anscheinend sind sie sehr, sehr schnell gestartet, wenn nach erst 40 km schon alles so aufgesplittert ist.</p><p>{foto4}</p><p>Und dann, nach endlosen vier Minuten, fährt noch Tom Van Asbroeck an uns vorbei, kurz vor dem Besenwagen. Er wird wie wild von den vielen Zuschauern angefeuert, aber ich kenne diese Situation nur zu gut: Lange wird er alleine nicht mehr weit fahren und irgendwann aufgeben. Das ist dann auch so. Aber auch der Zweite des Gesamtklassements muss wegen eines Sturzes die Segel streichen. Für uns wichtiger: Die Schweizer zeigen ein beherztes Rennen und wir haben riesige Freude, auch wenn sie es am Schluss knapp nicht in die ersten 10 schaffen.</p><p>Der erste Tag an der Tour war toll. Weniger toll war dann das Finalspiel im Fussball, das wir gemeinsam in unserem improvisierten Kino schauen: Mittels eines Beamers projizieren wir die TV-Bilder auf ein weisses Womo.</p><p>{foto5}</p><p>Was wir morgen genau machen, wohin wir fahren, ans Ziel des Zeitfahrens oder direkt auf die Alp d'Huez, wissen wir momentan noch nicht. Das wird sich morgen zeigen…</p>    ]]>
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    <link>https://www.womoblog.ch/Blog/Reisebericht/Werbekolonne/2021</link>
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    <pubDate>Sat, 18 Jul 2026 0:00</pubDate>
    <title><![CDATA[Im Tour Fieber]]></title>
    <description><![CDATA[Es hat mich tatsächlich gepackt]]></description>

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    <![CDATA[
        <p><img src="https://www.womoblog.ch/html/46_bilderupload/2026/1784408607foto-l.webp" alt="Im Tour Fieber" /></p>
        <p>Wir fahren heute nach Frankreich und müssen das Dörfchen Les Rousses durchqueren. Und dort ist schon alles nach der Tour de France geschmückt, Fahnen hängen, gelbe Velos überall, Festwirtschafte vorbereitet und die kleinen gelben Pfeile, die signalisieren, wo die Fahrer morgen durchfahren müssen. Es sind immer noch die gleichen gelbe Pfeile wie vor über 30 Jahren, also ich die Tour de France Etappen noch mit allen anderen Rennfahrern absolvieren musste. Mein Fieber ist sogleich da, alles ist wieder präsent, die Tour wieder in meinem Kopf. Es ist unglaublich, was alles wieder hervorkommt.</p><p>Es war eine schöne Zeit, auch wenn es jetzt nicht minder schön ist. Vor allem sind die Beinschmerzen und die Leiderei viel kleiner, aber auch die Emotionen und Jubelschrei sind halt schon auch nicht mehr vergleichbar mit der Intensität des erlebten.</p><p>Es freut mich richtig, als wir bei der Skistation unser Womo parken und mit Schweizer Fahnen schmücken. Die Tour ist eben Le Tour.</p><p>Andere Womos aus unserer Fangruppe sind auch schon hier, mit manchen ist es ein Wiedersehen, andere lerne ich erst kennen. Es sind alles Radenthusiasten, oder einfach Fans, oder einfach Leute, die die Tour de France mal live erleben wollen.</p><p>Wir sitzen zusammen, ich erzähle aus alten Tagen, und während dem Erzählen fällt mir immer noch mehr ein. Immer mehr Erinnerungen kommen zum Vorschein.</p><p>Irgendwann bekomme ich ein Whatsapp mit einem Zeitungsbericht. Ich habe anscheinend wirklich fast genau diese Etappe, die die morgen Rennfahrer absolvieren und ich sie am Strassenrand anfeuere, tatsächlich gewonnen. Irgendwie ein schöner Zufall, und irgendwie bin ich darauf auch noch immer stolz. Hier an der Tour de France noch etwas stolzer, wie zu Hause.&nbsp;</p>    ]]>
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    <link>https://www.womoblog.ch/Blog/Reisebericht/Im_Tour_Fieber/2020</link>
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    <pubDate>Tue, 14 Jul 2026 0:00</pubDate>
    <title><![CDATA[Ab an die Tour de France]]></title>
    <description><![CDATA[TdF (Tour de France)

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    <![CDATA[
        <p><img src="https://www.womoblog.ch/html/46_bilderupload/2026/1784014925foto-l.webp" alt="Ab an die Tour de France" /></p>
        <p>Nächsten Samstag geht es los! Wir werden zum ersten Mal die Tour de France mit dem Wohnmobil besuchen. Und das nicht an irgend einem Ort, sondern direkt auf der Alp d’Huez. Dem legendären Aufstieg mit den 100’000enden Zuschauer.</p><p>Diese Steigung habe ich schon einige Mal mit dem Velo gemacht, aber immer rennmässig und nie im Training. Ich kenne diesen Berg also nur mit Zuschauern. Gewonnen habe ich nie, aber letzter war ich auch nie. Und jedes Mal bin ich diesen Berg alleine hochgefahren. Entweder vor einer Gruppe oder hinter einer Gruppe. Nin in der letzten und nie in der ersten. Beim alleine hochfahren konnte ich aber die Zuschauer geniessen, wurde mit Namen angefeuert, bekam Getränke und Orangenschnitze. Einfach ein Genuss, auch wenn die Steigung nicht das absolut härteste an der Tour de France ist, mythisch ist sie allemal.</p><p>{foto2}</p><p>Überall hat es Zuschauer, überall stehen Wohnmobile und Zelte, aber nie gerade. Es gibt genau eine gerade Stelle an der gesamten Steigung, und das ist ungefähr in der Mitte ein Friedhof. Und auch dort werden Zelte aufgestellt.</p><p>Wo wir übernachten? Das wissen wir noch nicht. Nicht direkt an der Strecke, aber ich hoffe, irgendwo hinter dem Ziel eine Möglichkeit für unser Womo zu finden. Wenn wir an der Strecke stehen wollen, müssten wir 5 Tage vorher dort sein, das ist mir dann schon ein bisschen zu früh. Drei Tage vorher müssen reichen.&nbsp;</p><p>Zuerst schauen wir eine normale Etappe im Jura, dann fahren wir zum Zeitfahren am Genfersee und dann direkt zur Alp d’Huez.</p><p>Und da habe ich natürlich noch unser Womo auf Rennfahrer umfoliert. Etwas verrückt muss man ja sein.</p><p>Ach ja, wer kennt einen guten Übernachtungsort auf der Alp während der Tour de France? Wer war schon mal dort und kann Tipps geben?</p>    ]]>
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    <link>https://www.womoblog.ch/Blog/Reisebericht/Ab_an_die_Tour_de_France/2019</link>
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