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Royal Lochnagar Destillery Schottland 2016
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587 Kurven

Der Küste entlang über den Llogara-Pass

Wir werden die ganze Nacht von einem Hund unter unserem Wohnmobil bewacht. Es ist einer der zahlreichen Strassenhunde, die es hier in Albanien gibt. Uns hat bisher aber noch nie einer gestört, obwohl ich grössten Respekt vor Hunden habe. Ich glaube, jeder hat sein eigenes Revier, denn auf jedem Rastplatz schläft einer und sobald ein Auto wieder abfährt, inspiziert er, ob Essensreste liegen gelassen wurden.

Es gibt noch etwas, was uns aufgefallen ist: Es liegt viel Abfall herum, obwohl wir noch in keinem Land so viele Abfallcontainer gesehen haben. Fast alle 400 m stehen zwei dort, wo man seinen Abfall deponieren kann. Für uns sehr bequem, aber warum das nicht alle Einheimischen so benützen und den Abfall einfach zum Autofenster rauswerfen? Mehrfach heute beobachtet…

Wir konzentrieren uns aber auf das Schöne oder das Ungewöhnliche. Wir wissen am Morgen noch nicht, dass wir heute 155 km fahren werden mit 587 Kurven, davon 138 mehr als 90 Grad. (Ausgerechnet von KI, nicht gezählt). Das sind im Durchschnitt alle 250 m eine Kurve, und wir hatten auch mal 4 km mit nur einer Richtungsänderung…

dem Meer entlang

Die Strecke ist aber fantastisch, dem Meer entlang, manchmal 10 % hinauf, dann wieder 10 % hinunter. Aber eines bleibt: Kurve an Kurve. Dann fahren wir auch den Llogara-Pass, man hätte auch den Tunnel nehmen können, aber der geht zu geradeaus…

Fast oben am Pass, 100m über dem Meer, hat es einen schönen Rastplatz mit traumhafter Aussicht. Wir richten uns dort gemütlich ein, frühstücken einen Sonntagsbrunch im Womo inkl. 3-Minuten-Eier und Toast. Anita macht danach noch einen Brotteig für morgen, bevor wir uns endlich entschliessen, weiterzufahren.

Anita beim Teig machen

Nach der Passhöhe ändert sich die Landschaft, mehr Wald, mehr Grün, mehr Restaurants. Aber es geht wieder mit vielen Kurven steil bergab, bis wir bei der Tunnelausfahrt sind. Von dort geht es auf eine neue Autostrasse, inkl. Mautstation. Aber der einzige Einkassierer schreit uns über drei Spuren, wir sollen zufahren. Anscheinend gibt es doch noch keine Maut. Die nächsten 20 km gehen fast geradeaus und wir kommen viel schneller vorwärts als auf der bisherigen Strecke.

Rast

Die letzten 10 km sind dann wieder enger und holpriger, bis wir auf dem Parkplatz des Klosters i Shën Mërisë Zvërnec ankommen. Das Kloster ist sehr klein, sehenswert ist vor allem der Zugang über einen langen, geschwungenen Steg über die Lagune.

Es beginnt aber grad zu regnen, als wir ankommen, und wir warten darum eine Stunde, bis wir über den Steg laufen und das Kloster besichtigen. Die Besichtigung ist nur kurz, aber ein schönes Abendfoto vom tollen Steg wäre super. Aber das Licht macht nicht mit und der Regen eben auch nicht.

der Zugang zum Kloster

Was sollen wir nun machen? Die zwei Campingplätze kurz vor dem Kloster waren verlassen, sollen wir hier auf dem Parkplatz übernachten? Während der Saison sicher nicht möglich, aber jetzt um 18 Uhr stehen nur wir auf dem grossen Parkplatz. Platz hat es also genug, auch wenn jetzt noch 50 PWs kommen würden…

Wir bleiben und richten uns ein.

Anmerkung: Es ist schon komisch, wenn ich die albanische Flagge in der Schweiz sehe, kommen bei mir gemischte Gefühle auf. Wenn ich sie hier sehe, sieht sie echt toll aus. Ich glaube schon, um Vorurteile abzubauen, wäre es am besten, das Land mit den Bewohnern zu bereisen. Bei mir hat es schon nach zwei Tagen genützt.

 

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