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Marokko 2017
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Endgültig in Lappland angekommen

Es ist kalt, bitter kalt. Und es hat Schnee, viel Schnee.

Morgens als wir erwachen zeigt das Thermometer -18 Grad an. Aussen natürlich, innen im Schlafbereich 16 Grad, im Wohnbereich 9 Grad. Also perfekt, und die Heizung läuft auf Stufe eins, die Trenntüre ist so im Winter Gold wert. Aber jetzt weiss ich, was ich in unserem Knutschi noch einbauen kann: Sitzheizung, Aussenspiegelheizung, Rückfahrkameraheizung, Lenkradheizung, Abwassertankheizung, Winterkühlschranklüftungsabdeckung…

Aber durch die Kälte sind der Schnee und das Eis ziemlich stumpf, also viel griffiger wie wenn es knapp unter Null ist. Wir kommen also gut weg und bevor wir auf der Schnellstrasse sind, stoppen wir noch schnell bei einem Wohnmobilhändler. Wir zeigen ihm unseren Kühlschrank, der einfach auf Gas nicht wirklich kühlt. Er schaut alles in Ruhe an und sagt uns dann, dass alles stimmt, es sei einfach zu kalt. Wir sollen die Winterabdeckungen an den Aussenlüftungen montieren. Wir haben keine, er hat keine, aber dafür hat er tolles Geschirr, dass wir noch nirgends gesehen haben. Und damit wir nicht umsonst bei ihm hielten, kauft Anita eben das Geschirr und strahlt über das gesamte Gesicht.

Das Wetter ist herrlich, blauer Himmel und sogar für skandinavische Verhältnisse liegt sehr viel Schnee. Die Temperaturen pendeln sich bei -15 bis -8 Grad ein. Wir kommen gut vorwärts, so gut eben, wie es die Strassenverhältnisse es zulassen. Zum Teil sind die Strassen geräumt und schwarz, zum Teil dann kilometerlange Eisflächen, meistens aber irgendein Mittelding. Eigentlich kein Problem, auch wenn wir nicht so rasen wie die Einheimischen, aber es hat so wenig Verkehr, dass uns vielleicht alle Viertelstunde mal ein Auto überholt und eins entgegenkommt.

vereisste Strassen sind normal

Die Fahrt ist einfach herrlich, genau so stellte ich mir Lappland immer vor und dass wir das jetzt schon so erleben dürfen ist ein riesen Glück. 

In Storuman fahren wir dann in das Dörfchen und montieren die Schneeketten. Wir wollen zum Aussichtspunkt hochfahren, und da hat uns Walter gestern gesagt, es sei besser mit Schneeketten. Was er nicht gesagt hat, es ist sehr steil und wir kommen trotz Schneeketten nur knapp, aber doch problemlos hoch. Viele Wohnmobile waren im Winter sicher nicht da oben… Das war ein guter Test, auch für die Montage der Ketten haben wir jetzt wieder etwas Übung.

gute Übung

Wir klettern da auf den Turm hoch, sehen uns um und spüren die Kälte sofort wieder. Also wieder zurück ins Womo und die letzten 30km schaffen wir nun auch noch.

auf dem Aussichtspunkt

Unser Tagesziel ist der Campingplatz Sandsjogarden, der von Schweizern geführt wird und direkt an einem jetzt zugefrorenen See liegt. Wir wollen endlich mal in Skandinavien in die Sauna. Problemlos erreichen wir den Platz gegen 16 Uhr, richten uns ein, Essen etwas und bestellen die Saune am See auf 20 Uhr. Mann, wie wir uns auf dieses Erlebnis freuen, nur an das Bad danach im Eisloch kann ich mich noch nicht anfreunden….

unserer heutiger Aufenthaltsplatz

Wir berichten!

Übernachtung

Sandsele - Sandsjogarden ****
Schweden, Camping
kleiner Campingplatz mit Hütten direkt am See, von Schweizern geführt
Koordinaten: 65.24334, 17.675349
N 65° 14' 36.1"  E 17° 40' 31.3"
letzter Besuch: 3.2018


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