Auf dem Festland Dänemarks

Die Westküste an der Nordsee hat uns persönlich besser gefallen. Die weiten Sandstrände mit den vorgelagerten Dünen sind für uns echt faszinierend. Wir hatten keinen Tag, wo wir uns überlegten mussten, was wir machen sollen. Immer waren wir fasziniert und haben sehr lange Spaziergänge gemacht. Die Ostküste mit der Ostsee ist friedlicher, praktisch keine Gezeiten und irgendwie der Schweiz ähnlicher, so dass die Faszination etwas kleiner war. Wir würden nochmals mehr Zeit für die Nordsee einplanen.
Überall an den Stränden hat es Bunkeranlagen, die zum Teil von den Dünen auf den Strand gestürzt sind. Ein bizarrer Anblick und damit hatten wir überhaupt nicht gerechnet.
Dazu gibt es sehr schöne Leuchttürme, die aber allesamt nicht so hoch und gewaltig sind, wie in anderen Regionen.
Klippen sucht man an den Meeren hier vergebens

Das Essen war überall gut, aber kulinarische Köstlichkeiten ist nicht so Jütlands Ding. Fisch und Frikadellen sind überall gut, aber sonst hatten wir das Gefühl, dass die Dänen Fast Food bevorzugen. Und Süssigkeiten, die findet man überall und Eis auch, egal wie warm oder kalt es ist. Smörebröd (belegte Brote) fanden wir auf jeder Speisekarte, einen Coup Dänemark aber nie…
Die Strassen sind gut und Mautfrei. Überhaupt, der Verkehr läuft sehr entspannt, die Höchstgeschwindigkeit wird strikt eingehalten und nie überschritten, auch wenn die Strasse Kilometerlange nur geradeaus führt. Drängler und Raser haben wir nie gesehen oder bemerkt, der Abstand zum Vordermann wird eher grosszügig ausgelegt. Kurvige Strecken gibt es nicht viele und es geht vor allem geradeaus und flach.

Wind ist allgegenwärtig, aber irgendwie stört es ja auch nicht, da man es vorher schon weiss. Die Wetterstimmung wechselt sehr häufig und an einem Tag kann man alle vier Jahreszeiten durchleben. Der nationale Wetterdienst hat unser Wetter immer ziemlich gut getroffen. https://www.dmi.dk/
Mit dem Womo auf den Sandstrand und dann dort kilometerweit fahren ist nur in Dänemark möglich, darum unbedingt ausprobieren. Manchmal schon ein eigenartiges Gefühl und etwas Respekt sollte immer mit an Bord sein. Denn auch auf hartem Sand kann man sich festfahren. Der riesige Autostrand zwischen Torup und Løkken ist 19km lang und wohl einzigartig.
Dazu hat uns Grenen mit dem Zusammefluss von Nord- und Ostsee sehr beeindruckt. An beiden Abenden konnten wir auf dieser Landzunge Robben von ganz nahe beobachten.
Ebenfalls hat uns die Zufahrt zur kleinen Insel Mandö beeindruckt, die nur bei Ebbe möglich ist.

Es gibt viele Campingplätze, die zum Teil fast wie frei stehen sind. Versteckt in den Dünen war das für uns immer ein super Gefühl. Es gibt auch viele Stellplätze bei Jachthäfen. Frei stehen hingegen ist verboten und wird auch kontrolliert und gebüsst.
Wir fanden die Preisunterschiede zwischen Stell- und Campingplätzen nicht gross, da auch die Stellplätze so um die 20€ pro Nacht kosten. Mit unseren besuchten Plätzen waren wir ausnahmslos zufrieden und bei keinem einzigen hatten wir etwas zu meckern. Preis/Leistung hat bei uns überall gestimmt.

Geld braucht man in Dänemark keines. Wir wissen nicht mal, wie Kronen aussehen. Eine Kreditkarte reicht völlig… Jeden Kaugummi kann man mit Kreditkarte bezahlen. Wir haben immer gehört, Dänemark sei teuer. Das Essen in den Restaurants ist definitiv nicht günstig. Aber vom Gefühl her, haben wir auf der gesamten Reise nicht wirklich viel Ausgegeben, genaueres können wir später publizieren, wenn wir die Abrechnung gemacht haben.