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Narbonne Plage Frankreich 2015
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Richtig einweisen

Wie man es machen sollte

Wenn die Ehefrau den Ehemann mit dem Womo in eine Lücke einweist, ist man ja schon zufrieden, wenn es nicht in einem Ehekrach ausartet. Was haben wir da schon alles gesehen und miterlebt. Ich könnte stundenlang erzählen, wie der Einweisende mit Armen rumfuchtelt und Mücken verscheucht, während der Fahrende zum falschen Fenster hinausschaut und die Zeichen nicht versteht. Und wenn dann der eine Stop, Halt oder sonst was schreit, der vordere nichts versteht und das Gegenteil macht.

Aber wie macht man es richtig? Ich will mich jetzt nicht als Lehrer aufspielen, aber schliesslich habe ich schon den LKW-Fahrausweis gemacht und auch einen Wohnmobil-Sicherheitstraining hinter mir. Bei beiden wurde das richtige Einweisen geübt. Aber Anita und ich sind irgendwie auch schon Naturtalente, hatten wir vorher desshalb noch nie ein Ehekrach oder eine Delle eingefahren, obwohl wir es auch nicht ganz richtig gemacht hatten.

Sitzt man zu Zweit im Wohnmobil, steigt der Beifahrer immer aus, wenn man rückwärts fährt. Rückwärtsfahren ist in der Schweiz übrigens verboten (ausser zum Einparken und wenn es vorwärts nicht mehr weiter geht) zum Blogeintrag. Es passieren nach Statistik weitaus die häufigsten Unfälle beim Rückwärtsfahren.

Also, Beifahrer steigt zuerst aus und stellt sich schräg hinter das Fahrzeug. Der Fahrer kurbelt das Seitenfenster runter. Nie rückwärtsfahren mit geschlossenen Seitenfenstern, denn nur so hört man die Kommandos des Einweisers. Der Einweiser stellt sich immer so hin, dass er die Augen des Fahrers im Rückspiegel sieht. Der Fahrer fährt erst dann langsam los, wenn er den Einweiser im Rückspiegel sieht. Sobald er ihn nicht mehr sieht, wird sofort gestoppt. (Die Situation wurde übrigens an meiner LKW-Fahrprüfung getestet und ist ein Grund, dass man durch die Prüfung rasselt.)

Der Einweiser gibt als Zeichen übrigens in erster Linie nur Abstandszeichen oder seltener die Richtung. Die Richtung sollte der Fahrer selber merken, der Einweiser kann aber die Richtung mit einem waagrecht ausgetreckten Arm links oder rechts anzeigen. Sobald die Richtung stimmt, wird nur noch der Abstand angezeigt.

Der Abstand wird richtigerweise mit einem Arm oben und unten und abgewinkelten Händen angezeigt. Wird der Abstand kleiner, fahren auch die Hände immer mehr zusammen. Der Abstand wird also senkrecht angezeigt, und nicht waagrecht! Dazu auch seitwärts hinstehen (siehe Foto oben). Der Grund ist der, dass der Fahrer den Abstand senkrecht angezeigt im Rückspiegel besser sieht wie waagrecht.

Rückfahrkamera und Walki-Talki sind alles nur Hilfsmittel, auf die man sich nicht verlassen soll. Bei Gerichtsurteilen bei LKW’s, wo der Beifahrer nicht aussteigt und auf die Kameras verlassen wird, wird das Vorgehen als fahrlässig eingestuft.

Richtig Einweisen lernten Anita und ich übrigens am Fahrsicherheitstraining für Wohnmobile der ASSR. Dieses Fahrtraining ist absolut zu empfehlen und sollte eigentlich für jeden Womo-Fahrer Pflicht sein. Für Mitglieder von Wohnmobilland Schweiz oder des SCCV erhalten die Trainings übrigens für 60.- günstiger.


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