Wir liegen faul herum, essen und machen eigentlich gar nix

Der heutige Tag war ruhig wie das Meer. Viel machen auf der Fähre kann man ja nicht, dafür haben wir die Geselligkeit der Marokkaner mitgenommen. Nach dem Ausschlafen schlendern wir um 9:30 Uhr an die Bar, bestellen zwei Cappuccini und vier Croissant und setzen uns zu einem älteren, einsamen Marokkaner.
Der beginnt sofort zu erzählen von Frankreich, wo er jetzt lebt, von Marokko, das er immer noch im Herzen liebt, von seiner Familie und er strahlt über das gesamte Gesicht, dass er nicht mehr alleine am Tisch sitzen muss. Nach einer Stunde brechen Anita und ich dann auf das Aussendeck auf, geniessen die Sonne und als das kleine Shopping-Geschäft im Innern der Fähre aufmacht, sind wir natürlich bereit. Schliesslich kauft Anita noch eine schöne Regenjacke, unsere Kreditkarte funktioniert ja immer und es hat schliesslich noch Geld darauf. Viel davon haben wir übrigens in diesen vier Wochen nicht gebraucht, der Kassensturz machen wir aber erst zu Hause.
Anita, Ideengeberin und Fotografin
Während dem Sonnenuntergang machen wir noch Fotos und beginnen auszurechnen, wann wir denn ungefähr in Sète ankommen. Nach unseren Berechnungen müsste es morgen etwa 15 Uhr sein, wenn wir in den Hafen einfahren. Ab da sind es noch 800km bis nach Hause.
Morgen haben wir dann noch Zeit, um ein Fazit unserer zweiten Marokkoreise zu ziehen. Dass es positiv ausfällt, daran ist schon mal kein Zweifel. Und echt, es schreit nach einer dritten Reise. OB das allerdings schon nächstes Jahr sein wird, glaube ich eher nicht. Denn wir wollen ja noch so viele andere Länder sehen. Nächsten Frühling ist wahrscheinlich Irland dran, aber das kann sich ja noch 10x ändern.
Rolf, Schreiber, Planer und Fotograf
Ach ja, das Meer ist auch ruhig und sehr weit von dem hohen Wellengang der Hinfahrt entfernt. Wir konnten also heute Abend wieder mal so ein richtiges Filetstück Fleisch geniessen…