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Reisebericht

Nord-Toskana am Meer 3.6.2023

Ich versöhne mich doch noch mit dieser Gegend

Um 10 Uhr machen wir uns auf den Weg nach Süden. Unser Ziel heute ist der nördliche Teil der Toskana und wenn möglich dort irgendwo am Meer. Wir haben nun zwei Wochen Zeit, um geplant die Toskana und Umbrien zu bereisen.

Wir fahren Richtung San Bernardino und kurz nach dem Start hören wir im Radio 6km Stau am Gotthard, etwas später 10km und zwei Stunden Wartezeit, Ausweichroute wird über den San Bernardino gemeldet. Mist, da werden wir extrem viel Verkehr haben. Aber nix dergleichen, es läuft rund und flüssig, keine Anzeichen von Kolonne. Dann wird es sicher ab Bellinzona schlimmer, denken wir beide das Gleiche. Aber auch nach Bellinzona nichts, am Ceneri nicht, beim Zollübergang nach Italien keine 5 Minuten, an der ersten Zahlstelle nichts, an der zweiten auch nicht. Wo sind denn all diese vielen Autofahrer hin? Es läuft rund, wenig Verkehr, gute Stimmung bei diesem schönen Wetter.

Vor Parma dann rechts Richtung Meer. Das letzte Mal, als wir hier durchfuhren war ganz zu Beginn des italienischen Corona-Lockdowns, da waren wir mit unserem Knutschi und zwei Krankenwagen alleine auf der Autobahn. Auch heute hat es echt nicht viel mehr Verkehr, zum Glück aber keine Blaulichtfahrzeuge.

Das Wetter wird vor uns dann dunkel und während wir die Appenninen hinauffahren, schifft es so richtig. Aber auf der Meeresseite Richtung Toskana wird es schnell trocken und der blaue Himmel kommt wieder zum Vorschein.

Ausstellung von Sonnenschirmen

So fahren wir mit sehr guter Laune in Carrara (dort wo der weisse Marmor herkommt) von der Autobahn Richtung Stellplatz, den ich in Marina di Carrara herausgeschrieben habe. Kaum sind wir am Lungomare, steht Auto an Auto, Fahrradfahrer und Vespafahrer kreuz und Quer auf der Strasse. Der Besitzer des Stellplatzes winkt schon von weitem, ausgebucht und klein Platz. Und wir dachten allen ernst, dass wir jetzt in der Vorsaison überall locker Platz finden. Aber man könnte meinen, die Italiener erleben seit Corona den ersten schönen Samstag und im Umkreis von 200km ist alles was Beine oder Räder hat ans Meer. Es ist grauslig, nicht mal mit einem PW findet man noch einen Parkplatz, geschweige denn mit unserem Wohnmobil. 

Etwas konsterniert fahren, oder besser, schleichen wir dem Meer entlang Richtung Süden. Alle 100m ein Rotlicht auf rot, Autos und Vespas vor, neben und hinter einem. Während ich etwas grummle, sucht Anita einen anderen Stellplatz ein paar Kilometer weiter, aber dort ist kein Stellplatz mehr, sondern eine Baustelle. Was machen? Im Durcheinander weiter Richtung Süden oder entnervt auf die Autobahn?

Anita findet nochmals einen Stellplatz 11km weiter, aber das ist mindestens nochmals eine halbe Stunde Fahrzeit. Ich werde im Schleichtempo leicht säuerlich, will mir aber nichts anmerken lassen. Die Chance auf einen ruhigen Übernachtungsplatz in der Nähe des Meeres sinkt von Sekunde zu Sekunden. Ich habe es ja gewusst, diese Region hier brachte mir schon als Velorennfahrer nie Glück!

Pontile di Tronfano

Dann plötzlich, erspähe ich links ein paar Womos, also Blinker raus, im Schritttempo ja ganz einfach und wie ein Italiener quer über die Strasse und Sicherheitslinie auf diesen Parkplatz. Wow, ein ziemlich schöner und grosser Parkplatz, sogar ganz ruhig und erst noch Sicht mitten ins Grün! Meine Laune ist schlagartig wieder gut und ich hätte echt nicht mehr gedacht, dass wir heute an so einem tollen Ort übernachten können. Wir sind sogar ganz in der Nähe von Camaiore, von dem Velorennen, wo ich in meiner ganzen Karriere am erfolglosesten war (bin nie ins Ziel gekommen). Versöhne ich mich heute mit der Gegend hier?

wir Touristen

Wir bezahlen 10 Euro und marschieren die 200m bis zum Strand. Wow, so etwas habe ich nun wirklich noch nie gesehen, tausende von Sonnenschirmen dem ganzen Strand entlang, und nicht nur die ersten 10m, nein die ganzen 100m Strandbreite nur Sonnenschirme… Aber irgendwie ist es doch ganz spannend und so spazieren wir durch die Leute (was man da für unmögliche Badehosen, rote Bäuche und stringfressende Hintern sieht, echt grauslig) dem Strand entlang bis zur Pontile di Tronfano. (Google Maps zeigt an, dass es hier mehr Besucher hat wie gewöhnlich, können wir nur bestätigen). Diese Fussgängerbrücke ragt sicher 200m wie ein Steg in einem Ostsee-Bad ins Meer hinaus.

Es ist ziemlich cool und uns gefällt es. Dann spazieren wir wieder zum Land zurück Richtung Wohnmobil. In der Parallelstrasse hinter dem Lungomare gibt es viele Restaurants, leider öffnen sie erst um 19 Uhr und wir wollen nicht noch eine Stunde warten. Also kaufen wir in einem kleinen Spezialitätengeschäft ein: Honigmelone, Mozzarella die Buffalo, luftgetrockneter Rinderschinken. Schnell ist klar, dass wir heute kalt essen und es ist wie immer so: die Melone schmeckt hier viel süsser, der Rinderschinken besser und der Mozzarella um Klassen feiner.

Uns geht es richtig gut.

Übernachtung

Pietrasanta - Piazza IV Novembre ****
Italien, Parkplatz
erstaunlich ruhig und schön, quasi ein Stellplatz
Koordinaten: 43.91930, 10.206651
N 43° 55' 9.5"  E 10° 12' 23.9"
letzter Besuch: 6.2023

Volterra 4.6.2023

diese Stadt lohnt sich

Wir bleiben heute liegen. Erstens haben wir uns das verdient, denn irgendwo in der Nähe war ein riesiges Strandfest und an ruhigen Schlaf war nicht zu denken, das heisst, immer irgendwo im Hintergrund Musik und als sich dann um 4:30 Uhr die Leute auf den Heimweg machten, wurde auf dem Parkplatz noch laut rumgequatscht. Jedes Wort haben wir im Womo gehört. Also haben wir uns im Morgengrauen den Schlaf wirklich verdient. Und zum anderen haben wir heute unseren Hochzeitstag. Also geniessen wir es in vollen Zügen und machen als erstes nach dem Aufstehen einen Strandspaziergang.

Gegen 11 Uhr ist dann der Haushalt gemacht, alles weggeräumt und wir sind bereit, uns vom Meer zu verabschieden und Richtung Süden zu fahren.

Wir haben 120km auf dem Plan, umfahren Pisa auf der Autobahn, leeren WC und Abwassertank unterwegs auf einer Raststätte und fahren danach 30km ins Landesinnere nach Volterra. Ich kenne diesen Berg von früher, bin viele Male mit dem Velo im Trainingslager hier hochgefahren und Anita kennt es aus den Vampir-Filmen und Büchern von Twilight, wo Bella in letzter Sekunde Edward rettet. Hoffentlich beissen uns die Velturi nicht in den Hals und verwandeln uns auch in Vampire. Aber ich kann euch beruhigen, wir haben heute schlussendlich keine Blutesser gesehen.

Auf der Anfahrt nach Volterra sind wir fast alleine unterwegs und oben in der Stadt fahren wir nach Navi auf den Stellplatz. War vielleicht nicht die beste Idee des Jahres, denn die Anfahrt ist schmal mit sehr engen Kurven. Wir hätten besser die Umfahrung genutzt, wenn wir es denn gewusst hätten (also den Stellplatz unbedingt von Osten her anfahren). Aber wir kommen dann doch gut auf dem Stellplatz an und gerade als wir in die nahe Altstadt ablaufen wollen, zieht ein Gewitter über uns hinweg. Also warten wir im Womo eine knappe Stunde, bis es wieder hell und ohne Regen ist.

Porta e Fonti di Docciola

Dann marschieren wir los, durch die Porta e Fonti di Docciola, die Treppen hoch und schon stehen wir mitten in der Altstadt. Volterra hatte schon 400 Jahre vor Christi Geburt in der Zeit der Etrusker eine 7km lange Stadtmauer. Im Palazzo dei Proiri ist seit dem Bau 1218 immer die Stadtverwaltung untergebracht, also seit über 800 Jahren… Das sind nur zwei Fakten von der sehr interessanten und wunderschönen Stadt.

Piazza dei Priori mit dem Palazzo dei Proiri

Wir schlendern durch die engen Gassen, schnuppern in den Verkaufsläden, geniessen die Aussicht in die Hügel der Toskana vor den Toren der Stadt oder vom Agnolo-Turm, dem ältesten noch erhaltenen Turm von Volterra. Selbstverständlich darf sich Anita auch ein neues Lederhandtäschchen kaufen, schliesslich habe wir ja Hochzeitstag.

In den frühen Abendstunden sitzen wir in ein Restaurant, bestellen Antipasti Toscana und zwei Pizzas und lassen es uns gut gehen. Unsere Womoküche bleibt also auch heute kalt.

Danach schlendern wir zufrieden und glücklich Richtung Knutschi, wo wir überrascht werden. Die aufgestellten Autoscooter und das Karussell sind zum Leben erwacht und laute Musik dröhnt in die Umgebung für die paar Jugendliche, die sich hierher verirrt haben. Am Anfang war dies ja noch ganz lustig, aber nach einer Stunde dröhnen und erzitterndes Wohnmobil, überlegen wir uns, ob wir umparken oder sogar den Stellplatz verlassen sollen. Nochmals so eine lärmige Nacht wie gestern wollen wir uns nicht mehr leisten, und heute ist es viel, viel lauter!

Das hätte nicht sein müssen

Aber wir haben Glück, nach 1 Stunde und 10 Minuten hat jeder Jugendliche genug Fahrten im Karussell hinter sich und auch genug Fahrten in den Autoscooters. Der Stecker wird gezogen, es kehrt Ruhe ein und nun hören wir sogar die Vögel pfeifen…

Sofort geht es auch uns wieder ganz gut und wir blicken auf einen wirklich schönen Tag zurück.

Übernachtung

Volterra - Docciola ***
Italien, Stellplatz
sehr gut gelegen, alle Infrastruktur, etwas schräg
Koordinaten: 43.40318, 10.864391
N 43° 24' 11.5"  E 10° 51' 51.8"
letzter Besuch: 6.2023

Zwischenhalt am Lago Trasimeno 5.6.2023

Wir kommen in Umbrien an

Wir stehen nach einer kurzen Nacht richtiggehend gerädert auf. Gestern Abend zwitscherten die Vögel nur gerade eine halbe Stunde und dann ging es wieder los. Diese Bumbum von den Autoscootern und dem Karussell, dem Treffpunkt der Halbwüchsigen von Volterra. Man mag ihnen ja auch etwas gönnen, und so hielten wir tapfer durch bis um 22 Uhr. Zwischendurch erzitterte unser Knutschi wieder vom Bass, wenn der Discjockey es wieder gar gut mit der Lautstärke meinte. Es war wirklich nicht angenehm. Und dann um 22:15 Uhr noch immer und um 22:30 dann die Ansage, das «l'ultima canzone». Es war aber höchsten das Vor-vor-vor-vor-letzte Musikstück. Denn die Musik verstummte dann erst um 23:30 Uhr. War das eine Wohltat und eine Ruhe nachher. Aber der Kopf dröhnte noch immer, bis wir dann einschliefen.

Zwischenhalt am See

Darum unser heutiges Ziel: ein gaaaanz ruhiger Stellplatz für die Nacht, egal wo, egal wie, egal welche Kosten. So fahren wir von Volterra ab Richtung Südosten ins Landesinnere. Die Fahrt ist wunderschön durch Toskanische Landschaften, nur das Wetter spielt nicht so ganz mit. Aber es wäre wunderschön, wenn die Sonne scheinen würde. Zwischendurch müssen wir noch Diesel tanken und der Tankwart kommt zu uns und zeigt mir auf den Premium Diesel. Ich soll diesen nehmen, er sei gleich teuer wie der billige. Na dann, tanke ich für 1.68 € den angeblich besseren Diesel zum gleichen Preis. Wahrscheinlich ist doch in beiden Zapfsäulen der gleiche drin, wer was anderes glaubt... Aber egal, wir haben den Tank wieder voll, passieren Siena ohne anzuhalten und nehmen Richtung zum Lago Trasimeno. In San Feliciano stellen wir unser Knutschi fast am Seeufer auf dem Stellplatz ab und lassen den Regenschauer kurz vorbei ziehen. In zwei Stunden schüttet es 5x und 4x scheint die Sonne dazwischen. Jedes Mal spurten wir zum Ufer, machen Fotos, studieren, ob wir das Schiff auf die Isola Polvese nehmen sollen bevor wir wieder zum Knutschi rennen und den nächsten Regenschauer abwarten. Immerhin nützen wir eine dieser Regenzonen, um uns einen feinen Zmittag zu kochen.

Lago Trasimeno

Aber richtig glücklich sind wir so nicht, auch sieht es nicht danach aus, als ob das Wetter besser werden würde. Nur Richtung Osten bleibt der Himmel immer viel heller.

Also packen wir irgendwann doch zusammen und fahren nochmals 40km bis nach Assisi. Auf dem dortigen Stellplatz unter der Basilika des heiligen Franz von Assisi fühlen wir uns sofort wohl. Auch das Wetter ist besser und es ist so ganz schön ruhig!

Es ist inzwischen 18 Uhr, also haben wir noch Zeit, einen ersten Rundgang durch das heilige Städtchen zu machen. Es ist nur gerade 800m vom Stellplatz entfernt, allerdings steigt der Fussweg 20% den Berg hoch.

Basilika

Aber es lohnt sich! Wir besichtigen die Basilika von aussen, schlendern durch das wunderschöne Städtchen und wir sind beeindruckt. Es ist wirklich sehr schön und um diese Zeit hat es auch nicht mehr viele Touristen. Wir marschieren bis zur Rocca Maggiore, der Festung auf dem höchsten Punkt, geniessen den tollen Ausblick über Umbrien und den Blick hinab zur Basilika. Wow, einfach genial!

Blick in die Landschaft von Umbrien

Auf dem Rückweg geniessen wir noch einen kleinen Apéro auf der Piazza del Comune, wo ich morgen gegenüber im Rathaus noch eine Sitzung habe (musste heute schauen, wo das genau ist) bevor wir dann wieder zum Knutschi hinab laufen.

Nun geniessen wir die herrliche Ruhe und wissen schon jetzt, heute werden wir durch nichts und wieder nichts am Schlafen gehindert.

Übernachtung

Assisi - Bus und Wohnmobilpark ****
Italien, Stellplatz
gross, perfekte Lage
Koordinaten: 43.07752, 12.600251
N 43° 4' 39.1"  E 12° 36' 0.9"
letzter Besuch: 6.2023

Italianita 6.6.2023

Und eine langweilige Sitzung

Die Nacht war ruhig, endlich, und wir haben sehr gut und lange geschlafen. Der Platz unterhalb der Basilika des heiligen Franz von Assisi ist zu empfehlen. Danach müssen wir uns ohne Stress auf einen grossen Parkplatz bei Santa Maria degli Angeli begeben, denn dort findet das Treffen der FICM, dem europäischen Verband der Wohnmobilisten statt und heute Nachmittag die Hauptversammlung der europäischen Wohnmobil-Clubs.

noch alleine, aber nicht einladend

Um 12 Uhr ist Besammlung, danach gemeinsames Mittagessen und um 13:30 Uhr Start der Sitzung im Rathaus von Assisi. Ich weiss jetzt nicht genau, an wem es lag, dem lokalen Organisator alla Italia oder dem Vorstand der FICM, auf alle Fälle begann die Sitzung dann irgendwann um 15:20 Uhr und war eine ziemlich, sagen wir mal, nicht nach meinem Geschmack-Sitzung. Die Griechen, Spanier, Deutschen und Italiener verstanden nämlich nicht viel, die Sitzung wurde auf Französisch abgehalten, bei den Traktanden auf der Liste wurden auch nicht alle abgearbeitet und sie dauerte dafür eine Stunde länger wie geplant. Es muss sich da auf nächstes Jahr schon noch etwas Entscheidendes ändern…

Danach schaute ich, dass ich so schnell wie möglich zu unserem Knutschi mit der wartenden Anita kam, packten sofort zusammen und statt nun auf diesem vollen Parkplatz bis morgen zu warten, fahren wir kurzerhand auf den Stellplatz nach Montefalco. Es sind nur etwas mehr wie 20km und dafür stehen wir nun im Grünen auf einem Stellplatz etwas unterhalb dieses unbekannten Städtchens.

Aussicht vom abendlichen Stellplatz

Schnell sind wir mit Fotoapparat ausgerüstet entlang der Stadtmauern unterwegs zum Zentrum. Auf der Piazza del Comune, dem Hauptplatz, ist es genau so, wie es in Italien sein muss: Kinder spielen auf dem Platz Fussball, die älteren Einheimischen sitzen draussen und erzählen sich die News vom Tag und die anderen sitzen in den Ristoranti rund um den Platz. Alle geniessen das warme Wetter (heute schien die Sonne und es regnete nur einmal ganz kurz) und wir ein feines, italienisches Abendessen. Genau so müssen Ferien in Italien sein.

Mmmmhhh

Zurück auf zum Wohnmobil gehen wir dann nicht den kürzesten Weg, sondern schlendern durch die engen, alten Gassen des Städtchens, bewundern überall die schönen Blumen und andere Dekorationen vor den alten Steinhäusern. Vorbei an der Chiesa di Sant'Agostino sind wir danach aber schnell wieder vor unserem schön durch die Sonne aufgeheizten Wohnmobil.

Montefalco

Anita hat heute an den Beinen einen Sonnenbrand eingefangen, selber schuld, wenn man die ganze Zeit vor dem Womo an der Sonne sitzt, während der arme Ehemann drinnen an einer Sitzung vor sich hin grummelt.

Übernachtung

Montefalco - Stellplatz ****
Italien, Stellplatz

Koordinaten: 42.89224, 12.647793
N 42° 53' 32.1"  E 12° 38' 52.1"
letzter Besuch: 6.2023

Start Euro CC 7.6.2023

Wir kommen zum Treffen

Wir haben Zeit, um den aktuellen Platz und das Wetter zu geniessen. Die sonne scheint schon früh vom blauen Himmel herab, in der Luft liegt ein italienischer Duft von Ferien.

Wir schlendern nochmals auf den Dorfplatz von Montefalco und trinken dort einen feinen Cappuccino, selbstverständlich machen wir auch noch ein paar Fotos. Auf dem Platz hat es eine grosse Parkverbotstafel 0 – 24 ore tutta la piazza. Also den ganzen Tag ein Parkverbot. Allerdings parken insgesamt 7 Autos dort, ein Durchkommen gibt es nicht mehr und am nächsten bei der Parkverbotstafel parkt ein Polizeiauto und die zwei Polizisten trinken in der Bar ebenfalls einen Kaffee. Alles halb so schlimm, wir sind in Italien.

Wir geniessen einfach und als wir dann wieder beim Womo sind, entsorgen wir noch Abfall und Grauwasser und füllen frisches Wasser ein. Allerdings stellt sich das füllen nicht so einfach dar, wie es sein könnte. Sobald man den Wasserhahn aufdreht, spritzt er in alle Richtungen, nur nicht hinab. In Sekundenschnelle bin ich platschnass. Alles halb so schlimm, wir sind in Italien.

Später fahren wir nach einem Einkaufsstopp gemütlich 20km zurück nach Santa Maria degli Angeli, wo heute das europäische Treffen der Wohnmobilclubs stattfindet. Es werden rund 300 Wohnmobile erwartet und ein paar Zugangsstrassen sind für den Verkehr gesperrt.

Stellplatz des Treffens, nicht alle stehen schön in Linie

Aber weil wir zum Treffen gehören, umkurven wir die Absperrungen und Verbotstafeln gekonnt (Alles halb so schlimm, wir sind in Italien.) bis wir zum Check Point kommen. Von dort werden wir auf den uns zugewiesenen Stellplatz zu den anderen Schweizern eingewiesen, parkieren unser Womo und sind sehr zufrieden. Irgendwie haben wir den schönsten Platz des gesamten Treffens. Kurze Wege zu Ent- und Versorgung, kurzer Weg zu den Festivitäten, freie und tolle Sicht nach Assisi, viel Platz, um vor dem Womo zu sitzen. Besser hätten wir es nicht treffen können.

Sicht direkt vom Womo

Danach ein Schwätzchen da, ein Schwätzchen dort, Kontakt mit dem Deutschen Klub knüpfen, den Suisse Romands und den Belgiern und schon geht es gegen die 19 Uhr zu. Also noch schnell etwas frisch und schön machen und dann ab zu Fuss ins Theater, wo die offizielle Eröffnungszeremonie stattfindet.

Musikalische Darbietung, Ansprachen, Film, Ansprachen, musikalische Darbietung, Zugabe. Na ja, alles etwas langatmig in engen Sitzen. Alles halb so schlimm, wir sind in Italien.

Eröffnungsfeier

Danach einen Apéro in einer schmucklosen Fabrikhalle und wieder zurück zum Wohnmobil. Ein Blick auf die beleuchtete Basilika vom heiligen Franz und dann so schnell wie möglich ins Bett. Inzwischen ist es schon spät und morgen startet um halb neun schon die erste Führung in einem Bus. Sind wir gespannt, wohin es für unsere Gruppe geht. Irgendwo steht es, man müsste nur wissen wo.

kurz vor dem ins Bett gehen

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