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Highlands Schottland 2023
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Auf nach Griechenland

Am Streik vorbei

Heute Morgen sehen wir erst, wo wir gelandet sind. Es ist ein ziemlich grosser Stellplatz und viele einzelne Plätze befinden sich unter einer auf Stelzen gebauten Solaranlage. Wie gut ist das denn? Im Sommer steht man schön im Schatten und im Regen im Trockenen. Aber da jetzt weder Sommer ist noch regnet, stellten wir uns lieber ins Freie.

Die Nacht war ziemlich ruhig und so sind wir um 8 Uhr schon wieder auf den Beinen. Es steht nochmals eine Überführungsetappe an. 360 km nach Ancona, dort auf die Fähre und dann am Samstagmorgen in Igoumenitsa ankommen.

Die Autostrada Adriatica ist anfangs ziemlich stark befahren. Und weil ich nichts Besseres zu tun habe, rege ich mich über die Überholmanöver einiger Lastwagenfahrer auf. 3 Minuten brauchen die, um einen anderen, kaum langsameren Lastwagen zu überholen. 3 Minuten für 100 m Vorsprung, das macht in einer Stunde 2 km und am Ende des Tages 10 Minuten Zeitgewinn. Ok, 10 Minuten sind 10 Minuten, aber der Dieselverbrauch ist ungefähr für den ganzen Tag 30–50 Liter höher oder bei den Preisen zwischen 70 und 100 CHF (italienische Preise) verpufft. Was hätte ich wohl als Unternehmer lieber?

Aber da ich es sowieso nicht ändern kann, geniessen wir den abnehmenden Verkehr nach Bologna und kommen ohne Halt früh an der Fähre in Ancona an. Also noch mit unserer Reservationsbestätigung an den Check-in-Schalter und die Boardingkarte holen. Danach weiter auf Spur 15 und dort warten.

unsere Fähre

Also wird der Computer ausgepackt, gearbeitet und telefoniert, bis wir zwei Stunden später an der Reihe sind, in den grossen Bauch der Fähre zu fahren. Wir sind ziemlich die Letzten, denn wir müssen beim ersten Halt in Griechenland an Land. Wie es aussieht, fahren die meisten Richtung Patras weiter.

Das Schiff wird sehr, sehr eng beladen. Ich muss seitwärts so nahe an den Lastwagen fahren, dass wir dort nicht mehr aussteigen können. Also gepackten Rucksack packen und raus aus dem Knutschi, denn schon kommt der nächste Camion und wir bringen keine einzige Türe mehr auf.

Auf Deck 10

Unsere Fähre muss voll beladen werden, denn die vorherigen Fähren sind einem Streik zum Opfer gefallen. Heute Freitag findet in Griechenland ein 24-stündiger Fährstreik statt. (Zum Glück sind wir in Italien und kommen erst am 31. in Griechenland an.) Die Gewerkschaften fordern 12 % mehr Lohn, einen Arbeitstag von sieben Stunden, mehr Personal auf den Schiffen und obligatorische medizinische Betreuung an Bord.

Ich bin gespannt, ob wir bei der Ankunft noch Auswirkungen spüren. Hier merken wir absolut nichts, auch auf der Fähre. Nur die Durchsage zu Beginn, ob sich ein Arzt an Bord befindet, ist etwas irritierend. Nicht, weil etwas passiert ist, aber falls etwas passieren sollte, weiss man, dass ein Arzt hier ist. Muss nun jeder Passagier, der Arzt ist, in seinen Ferien Pikettdienst auf der Fähre schieben? Schon etwas komisch.

eine andere Fähre

Wir erkunden unser Schiff und gehen dann fein Nachtessen. Das haben wir uns verdient. Morgen kommen wir in Griechenland an, holen zuerst aus einem Bancomaten Euros (wir haben unsere zu Hause vergessen) und fahren dann direkt über die Grenze nach Albanien.

ziemlich kleine Kabine, aber das Beste, das wir ergattern könnten

Das Abenteuer kann kommen.

Ach ja, ein ganz klein wenig Kühlflüssigkeit im Motor. Noch nicht tragisch.

 

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