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Marokko 2017
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Tipps, mit dem Wohnmobil an die Alp d'Huez

ein unvergessliches Erlebnis

Die Tour de France einmal live zu erleben, ist ein unvergessliches Erlebnis. Noch schöner wird es, wenn man mehrere Tage mit dem Wohnmobil direkt an der Strecke verbringen kann. Nach unseren Erfahrungen, insbesondere an der legendären Alp d'Huez oder anderen Bergankünften, haben wir einige Tipps zusammengestellt, die euch die Reise erleichtern.

1. Früh anreisen ist ein muss

Bei der Alp d'Huez gilt: Wer einen guten Platz möchte, muss früh kommen. Allerspätestens eineinhalb Tage vor der Etappe wird die Auffahrt für Wohnmobile gesperrt. Danach kommt niemand mehr mit einem Auto den Berg hinauf. Plant eure Anreise deshalb frühzeitig.

Wenn die Fahrer am Freitag hochfahren, ist der späteste Termin der Mittwoch morgen früh. Für einen Platz im Ort muss man aber schon am Dienstag hoch…

ohne Velo ein besseres Durchkommen

2. Die Heimfahrt gut planen

Direkt nach dem Rennen ist der Berg gesperrt. Erst wenn das Ziel abgeräumt ist, kommt man den Berg runter. Unsere Empfehlung: Bleibt noch eine Nacht stehen und fahrt erst am frühen Morgen (6:00 Uhr) nach dem Rennen ins Tal, auch nicht bis um 10 Uhr warten, dann ist der Stau am längsten. Oder bis 15 Uhr warten.

3. Ihr könnt euch den Stellplatz nicht aussuchen

Oben auf der Alp d'Huez gibt es verschiedene Bereiche für Wohnmobile. Meistens könnt ihr nicht selbst entscheiden, wo ihr stehen möchtet. Die Gendarmerie weist euch einen Platz zu. Freundlichkeit hilft dabei oft weiter.

Die ersten werden im Dorf platziert, parallel zur Zielgerade oder oberhalb. Die anderen Plätze sind ausserhalb des Dorfes. Gutes Schuhwerk oder Velos sind dann zu empfehlen. Nehmt hohe Keile mit, nicht überall kann man gerade stehen.

4. Toilette und Grauwasser

Bei den Stellplätzen im Dorf gibt es Tanks zum Entleeren der Toilettenkassette. Auf den weiter aussen gelegenen Plätzen fehlen diese Möglichkeiten meist. Wichtig: Bitte kein Grauwasser in diese Toilettentanks leeren. Sie sind ausschliesslich für Toiletten vorgesehen und wären sonst sehr schnell überfüllt.

5. Frischwasser gibt es trotzdem

Frischwasser kann an verschiedenen öffentlichen Wasserhähnen im Dorf bezogen werden. Nehmt einen Kanister oder Giesskanne mit, je nachdem, wo ihr steht.

6. Öffentliche Toiletten nutzen

Im Dorf stehen öffentliche Toiletten zur Verfügung.

7. Abfall wird eingesammelt

Während der Tour werden in der Regel Abfallsäcke verteilt. Nutzt diese und hinterlasst euren Stellplatz sauber. Das hilft mit, dass Wohnmobile auch in Zukunft willkommen sind.

8. Sichert euch früh einen Zuschauerplatz

Habt ihr euren Stellplatz eingerichtet, solltet ihr euch am Renntag spätestens um 8 Uhr morgens euren Platz an der Strecke sichern oder bereits dort sein. Wer erst gegen Mittag kommt, muss meist nehmen, was noch übrig bleibt. Die besten Plätze sind dann längst besetzt.

Keine Sorge: Langweilig wird es garantiert nicht. Entlang der Strecke herrscht schon Stunden vor dem Rennen eine einmalige Stimmung. Packt deshalb unbedingt Sonnencreme, eine Picknickdecke oder Campingstühle, einen Sonnenschirm, genügend Getränke und etwas zum Essen ein. Die Wartezeit vergeht wie im Flug. Es gibt nicht viele Essens- und Getränkestände.

9. Das Fahrrad lieber stehen lassen

Am Renntag wirkt das Velo zwar wie das ideale Verkehrsmittel. In der Praxis ist es jedoch oft das Gegenteil. Tausende Radfahrer fahren den Berg hinunter oder wieder hinauf. Dadurch kommt man kaum vorwärts und muss häufig absteigen.

Zu Fuss seid ihr an diesem Tag meist schneller und wesentlich entspannter unterwegs.

10. Die Strassensperren ernst nehmen

Spätestens drei Stunden vor den Rennfahrern wird die Rennstrecke vollständig gesperrt. Danach gibt es keine Möglichkeit mehr, auf der Strasse zu Fuss oder mit dem Velo weiterzukommen. Sogar eine Strassenüberquerung ist nicht mehr möglich. Für Fahrzeuge beginnen die Sperrungen deutlich früher.

Wer noch einen bestimmten Zuschauerplatz erreichen möchte, sollte deshalb rechtzeitig loslaufen.

11. Es wird viel gelaufen

Egal wo ihr steht, stellt euch darauf ein, viele Kilometer zu Fuss zurückzulegen. Gute Schuhe gehören deshalb fast zur wichtigsten Ausrüstung.

12. Wohnmobil an der Strecke

Die Polizei kontrolliert sehr genau, dass kein Fahrzeug in die Fahrbahn hineinragt. Nicht einmal die Reifen dürfen den weissen Randstreifen berühren. Stellt euer Wohnmobil deshalb genügend weit hinter die Markierung. So erspart ihr euch unangenehme Diskussionen oder die Aufforderung, nochmals umzuparkieren. Allerdings müsst ihr in den Berganstiegen schon drei bis vier Tage vorher dort sein.

13. Werbegeschenke? Macht auf euch aufmerksam!

Die Werbekolonne verteilt unzählige Give-aways. Die besten Chancen habt ihr dort, wo nur wenige Zuschauer stehen. Seid kreativ: Tanzen, Musik machen oder mit Kuhglocken ordentlich Lärm machen – alles, was gute Stimmung verbreitet, fällt den Teams auf. Oft fliegen dann besonders viele Werbegeschenke in eure Richtung.

1 Stunde Werbekolonne

14. Fahnen, Fahnen und nochmals Fahnen

Die Fernsehbilder leben von den Farben entlang der Strecke. Hängt deshalb nicht nur eine Fahne auf, sondern möglichst mehrere. Das sorgt für Stimmung, sieht toll aus und erhöht die Chance, im Fernsehen zu erscheinen.

Unser Fazit

Eine Tour-de-France-Etappe mit dem Wohnmobil zu erleben, ist weit mehr als nur ein Radrennen. Es ist ein riesiges Volksfest mit einer einzigartigen Atmosphäre. Wer früh anreist, die Regeln respektiert und sich auf viele Kilometer zu Fuss einstellt, wird mit unvergesslichen Erlebnissen belohnt.

Und noch ein persönlicher Tipp: Geniesst nicht nur die wenigen Sekunden, in denen die Fahrer vorbeirasen. Die Tage davor, die Stimmung unter den Fans, die Werbekolonne und das gemeinsame Warten gehören mindestens genauso zur Tour de France wie das Rennen selbst. Das Ganze ist in einer Gruppe noch spezieller wie nur alleine.

Fest unter den Zuschauern

 

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