Løkken und Rubjerg Knude
Heute Sonntag haben wir es im Regen nicht eilig. Wir schlafen aus und frühstücken dann gemütlich im Trockenen. Danach machen wir uns auf den Weg weiter Richtung Norden. Heute stehen 200km auf dem Plan, also ein ganz schönes Stück. Um einige Kilometer zu sparen, nehmen wir Thyborøn die Fähre. Allerdings sind wir beide nicht glücklich darüber. Ich muss 150m zu Fuss zum Kassaautomaten laufen, damit ich die Fährtickets holen kann, Anita passt auf unser Knutschi auf. Gerade als ich mit Eintippen beginnen könnte, setzt sich die gesamte Autowarteschlange (ca. 10 Autos und unser Knutschi zuhinterst) in Bewegung und fährt auf die Fähre. Nur unser Knutschi bleibt einfach mucksmäuschenstill stehen. Ich beginne zu winken, der Belader der Fähre auch, aber nichts passiert. Also renne ich nun ohne Tickets die 150m zurück zu unserem Knutschi. Erst als ich die Tür öffne, blickt meine Holde Kunigunde vom Beifahrersitz auf und denkt wohl «Huch, wo sind die denn alle hin?» Ich besteige säuerlich den Fahrersitz und rase auf die Fähre. Anita schrieb in ihrem neuen Tagebuch (ein App Namens Journy oder so) das momentan wichtiger als alles andere ist. Sie wäre doch glatt einfach hier geblieben und hätte nicht mal gemerkt, wenn die Fähre fort wäre… Immerhin kann ich dann auch auf dem Schiff die Tickets lösen und zur Strafe schaukelt es auf der kurzen Überfahrt so stark, dass Anita ziemlich die Augen verdreht. Tja, Gott straft sofort.
Auf der anderen Seite angekommen, geht es uns beiden aber wieder gut, und wir fahren auf leeren gut ausgebauten Strassen weiter.
In Grønhøj fahren wir auf den Strand. In dieser Region kann man mit dem Auto von Rødhus bis Løkken auf dem Strand fahren, ganze 19km! Ist ja klar, dass wir das auch tun wollen, wenigstens einen Abschnitt davon.
nicht ganz geheuer, wo sind die andern?
Es ist Sonntag, also am meisten los in der Woche auf diesem Strandabschnitt, könnte man meinen. Das Wetter ist nämlich inzwischen ganz gut. Aber nach 300m sind wir alleine mit unserem Womo auf dem flachen Sandstrand. Irgendwie ist mir dies gar nicht geheuer. Wir fahren dann noch einen Kilometer und stoppen. Der Sand ist hart und sieht gut aus, aber warum hat es keine anderen Fahrzeuge hier? Irgendwie kann das nicht normal sein, sagt mein Bauchgefühl. Hat es wirklich einfach so wenige Leute oder gibt es dafür einen Grund und starten wir ein Selbstmordkommando? Weil wir darauf keine Antwort und ich Schiss in den Hosen habe, drehen wir um und nehmen den sicheren Weg weg vom Strand. Ich will ja nicht unser Knutschi versenken…
Irgendwie ist es mir dann wohler auf dem Asphalt und wenige Kilometer später kommen wir am Strandcamping Løkken an. Direkt oben an den Dünen mit fantastischer Aussicht! Uns gefällt es auf Anhieb.
Also packen wir die Fotoapparate und steigen die 76 Treppenstufen zum Strand hinab. Wir marschieren auf dem flachen Sand Richtung Bunker, den wir von weitem sehen. Hinter dem Bunker dann nochmals einer, und ganz viele andere. Ein grosser Bunkerfriedhof direkt am Sandstrand. Diese Bunker wurden von der 3. Wehrmacht auf den Sanddünen gebaut und da sich das Meer immer mehr Land wegfrisst, stürzten diese Bunker einer nach dem andern auf den Strand. Die Dänen lassen die einfach liegen und warten, bis das Meer diese zerkleinert. Könnte allerdings noch ein ganzes Weilchen dauern. Aber faszinierend ist es schon, diese bizarre Situation anzuschauen. Einige sind ganz schräg, bei anderen nagt das Meer schon am Beton und andere sehen fast aus wie neu. So etwas haben wir echt noch nie gesehen…
Später wieder im Knutschi, wollen wir mit den Fahrrädern noch zum Rubjerg Knude, einem Leuchtturm, der auch vom Meer gerettet werden musste. Der Turm ist bei einer grossen Sanddüne, die vom Wind ins Landesinnere wandert. Das Meer nimmt von der Küste durchschnittlich 3m Land weg und irgendwann war der Leuchtturm absturzgefährdet. In einer aufwendigen Aktion wurde der Turm letztes Jahr 70m ins Landesinnere verschoben, das sollte wieder für die nächsten 25 Jahre reichen.
Wir kommen erst gegen 18 Uhr beim Knude an, der starke Wind fegt über die Sanddüne uns frontal entgegen, Sandpeeling an den Zähnen inklusive. Es windet so stark, dass wir überall, wirklich überall Sand haben und fast keine Fotos machen können. Wir wollen keine sandgestrahlten Linsen… Aber besteigen müssen wir den Turm dann schon noch (kostenlos) und kämpfen uns danach mit den Fahrrädern im frontalen Gegenwind zurück. Der eine oder andere Fluch kam dann schon von unseren Lippen und ziemlich kaputt kommen wir nach 30km endlich wieder an unserem Übernachtungsplatz an.
Wieder ein toller Tag, auch wenn wir zuerst duschen müssen und den Sand aus den Zähnen, Ohren und sonst noch überall abwaschen müssen.
Wieder ein ereignisvoller Tag
Nachts liess der Wind immer mehr nach, nichts rüttelte mehr am Womo und wir schliefen wie die Herrgöttchen. Morgens dann praktisch windstill und eitler Sonnenschein, ein Grund also, den Tag ganz behutsam anzugehen und mit einer tollen Aussicht und Kaffee zu beginnen. Die Sicht auf den tieferliegenden Strand, die hohen Dünen und ganz hinten der weisse Leuchtturm Rubjerg Knud. Was will man mehr?
Irgendwann Mitte Vormittag radeln wir die 5km nach Løkken, flanieren durch die kleine Fussgängerzone, sehen uns den Strand an und erholen uns in einem Gartenrestaurant bei Cola und Bier. Und weil es so schön warm und windstill ist, bestellen wir uns gleich noch das Mittagessen. Satt vom üppigen Mittagsmal fahren wir danach wieder auf den Campingplatz, ziehen uns nochmals die Aussicht rein, Entsorgen und füllen unsere Tanks wieder und fahren um 14 Uhr das letzte Mal weiter Richtung Norden. Unser heutiges Tagesziel ist Grenen, dort wo die Ost- und Nordsee zusammen kommen und der nördlichste Punkt Dänemarks (ohne Färöer, Grönland und was alles noch zu diesem Königreich gehört).
Als wir den Wegweiser Hirtshals sehen, fahren wir dieser Richtung nach, obwohl unser Navi etwas anderes will. Aber von Hirtshals legen die Fähren Richtung Island ab, das Reiseziel, das wir eigentlich für dieses Jahr geplant hatten. Aber eben, es ist nicht unbedingt das richtige Jahr für Fernreisen. Aber ein wenig Luft in Hirtshals wollen wir schon noch schnuppern.
Kurz vor der Ortschaft erspähen wir einen grossen, weissen Leuchtturm, also wieder Blinker stellen und parkieren. Hirtshals Fyr gefällt uns sehr, er sieht sehr malerisch aus und kann für 3 €uro bestiegen werden. Danach sehen wir noch einen Wegweiser zu einem Bunkerrundgang rund um den Leuchtturm. Diese Bunker sind noch an Ort und Stelle, und nicht schon ins Meer gestürzt, wie die von Løkken. Es ist eindrücklich und wir schiessen mit unseren Fotoapparaten aufs offene Meer.
Nach mehr wie einer Stunde fahren wir dann endlich weiter und werden kurze Zeit später bei Isager Strickwaren enttäuscht. Das berühmteste Wollgeschäft Dänemarks hat geschlossen. Dabei wollte sich Anita hier mit neuer Wolle eindecken. Das ist der Nachteil, wenn man ausserhalb der Saison in Dänemark unterwegs ist. Überall dauert die Saison bis 31. August, danach wird es anscheinend viel ruhiger, viele Geschäfte haben beschränkte Öffnungszeiten, Campingplätze bieten dann den Nebensaisontarif an, aber dafür hat man viel weniger Touristen, wie im Sommer.
Wir fahren weiter und 15 km vor unserem Ziel parken wir dann noch bei der Råbjerg Mile, der grössten Wanderdüne Dänemarks. Die Düne hat die Grösse von ca. 1km länge und 40m Höhe, jedes Jahr wanderts sie von den Westwinden getrieben 15m näher an die Ostsee und wird ca. im Jahr 2130 die gesamte Landzunge durchwandert haben und 30 Jahre später in der Ostsee versunken sein. Es ist wirklich ein Naturschauspiel und die Szenerie könnte in der Sahara oder auf dem Mond spielen. Der Wald östlich wird irgendwann dem Tod geweiht sein und vom Sand aufgefressen zu werden.
Die letzten 15km schaffen wir danach auch noch und kommen am Nordkap Dänemarks an. Wenigsten dort, bis wohin man mit dem Womo fahren kann. Auf dem Parkplatz haben sich schon ein paar andere Womos eingerichtet, denn hier darf man übernachten. Und da es nach dem 31. August ist, sind auch die Parkautomaten dick eingepackt und das Parken ist nun kostenlos.
Jetzt überlegen wir, ob wir den letzten Kilometer gegen Norden noch heute zu Fuss machen, oder ob wir ihn auf morgen verschieben…
Wo sich Nord- und Ostsee treffen
Grenen ist die sandige Landzunge ganz oben in Dänemark, dort wo sich der Skagerrak und Kattegat treffen. Die Wellen der Ostsee von rechts, die der Nordsee von links trafen aufeinander und türmen sich in der Mitte auf. Es brodelt und kocht rundherum, ein richtig fantastischer Ausblick.
Gestern Abend wollte ich vom Zusammentreffen der zwei Meere eine Langzeitaufnahme machen, aber die Sandbank war durch eine Gruppe Seehunde belegt, so dass ich nach einem Kilometer Fussmarsch am Strand entlang nicht genau den Standort annehmen konnte, den ich wollte.
Also marschierten wir heute Morgen nochmals los und konnten dann endlich unsere Fotos machen. Beim Rückweg wanderten wir am Strand zuerst etwas westwärts, bis wir dann nach zwei Kilometern am wirklich nördlichsten Punkt von Dänemark ankamen. Klar, mussten wir auch hier ein Selfie schiessen.
Am späten Nachmittag marschierten wir bei starkem Wind nochmals zum Zusammentreffen der Meere, denn Anita wollte unbedingt auch noch freilebende Robben sehen. Sie kam gestern Abend eben nicht mehr mit. Und wieder hatten wir Glück: auf der Sandbank vergnügte sich ein Junges und wartete auf das Futter seiner Mutter. Die Mutter und ein paar andere Tiere schwammen in der Nähe herum auf jagd nach Fischen. Hin und wieder kontrollierte die Mutter, ob ihr Junges noch da lag und die wenigen Zuschauer nicht zu Nahe kamen. Überall auf dem Strand standen Hinweisschilder, dass man nicht näher als 50m an die Robben hin sollte. Und wirklich, alle Leute hielten sich strikte daran. Es war ein wirklich cooles Schauspiel, dem wir sicher eine Stunde zuschauten, bevor wir dann endgültig wieder zum Womo gingen.
Zwischen diesen Ausflügen fuhren wir mit dem Womo noch die 6km zur versandeten Kirche. Diese Kirche wurde der Kampf gegen den Flugsand 1795 aufgegeben und die Kirche verlassen. Der damalige Friedhof liegt nun unter Meterdickem Sand und auch die Kirche selber ist nicht mehr ganz so hoch, wie ursprünglich.
Sie liegt in einem grossen Naturpark, der herrlich zu begehen ist, die Kirche selber ist aber nicht ganz so spektakulär, wie erhofft. Endlich mal etwas, was in Dänemark zu toppen ist. Es ist klar auch eine Empfehlung, aber z.B. der Rubjerge Knud ist schon noch eindrücklicher…
Wieder gegen Norden auf der andern Seite des Städtchen Skagen steht Vippefyret, ein Nachbau der Vorfahren der heutigen Leuchttürme. Diese Art Leuchtturm wurde ab 1560 in Dänemark gebaut: auf einer grossen Holzwippe wurde ein Feuerkorb so weit wie möglich in die Höhe gehievt. Das darin lodernde Feuer wurde an der Küste gesehen und um einfach Holz nachzulegen, musste dieser Feuerkorb auf den Boden gesenkt werden können und danach wieder in die Höhe, ohne dass allzuviel Zeit verloren ging.
Dieser Nachbau steht nun seit 1958 am Strand von Skagen und kann kostenlos besichtigt werden. Etwas im Landesinneren steht auch noch der alte weisse Leuchtturm mit Ziegeln erbaut. Diesen kann man auf dem Weg zum Parkplatz gleich mit besichtigen.
Einen Kilometer weiter steht der graue Leuchtturm, der 1858 den halb so grossen weissen alten Leuchtturm ablöste. Diese neure Leuchtturm ist übrigens mit 46m Höhe der zweit höchste Dänemarks.
Auf jeder Treppenstufe im Innern ist noch die Anzahl angegeben, wie viele Stufen es noch bis ganz oben sind. Das Leuchtfeuer dieses Turms begleitet uns auf dem Parkplatz in Grenen durch die Nacht, da er nur wenige hundert Meter weg steht und problemlos zu Fuss besichtigt werden kann. Oben auf dem Turm hat man eine super Aussicht zur nördlichen Landzunge, wo man die unterschiedliche Färbung des Wassers der Nord- und Ostsee sieht und so die ganz genaue Linie der Grenze zwischen den Meeren erkennen kann.
In den Gebäuden der ehemaligen Turmwärter ist nun eine Vogelbeobachtungsstation mit kleinem Museum eingerichtet.
So, das waren unsere Besichtigungen heute, ausser dass wir noch Einkaufen waren, einem Wohnmobilisten mit leerer Batterie das Auto überbrückt hatten, ein dänisches Eis gegessen und auch den Nordstrand noch besichtigt haben. Ach ja, und Bunker hat es auch hier, die zum Teil schon wieder im Meer stehen.
Dieser Ort hier hat es absolut verdient, auf der Liste der 100 schönsten Orte für Reisemobilisten in Europa zu sein!
100 schönste Orte mit dem Wohnmobil
Stadtbummel und Wolle
Wir fielen gestern tot müde ins Bett. Nicht nur, weil wir so viel unternommen hatten und einige Kilometer auf dem Sand spaziert sind, sondern einfach, weil wir so viele Eindrücke verschaffen müssen. Es war gestern wirklich ein toller Tag und die Beobachtung der Robben von so nahem war einfach genial.
Aber wir büssen es heute. Als heute Morgen zwischendurch Regen auf unser Womodach klopft, bleiben wir einfach liegen. Irgendwann stehen wir dann doch auf und machen gemütlich noch den Abwasch von gestern Abend und räumen unser Womo etwas auf. Aber nur ganz langsam. Irgendwann vor Mittag starten wir den Motor und fahren das erste Mal wieder Richtung Süden. Wir haben kein Ziel und lassen alles auf uns zukommen.
Nach einer Stunde fahrt fahren wir durch Frederikshavn und sehen kurz nach dem Ortsausgangsschild ein Plakat von einem Wohnmobilstellplatz. Blinker raus und schon sind wir auf dem Gelände eines Jachthafens mit einem Stellplatz direkt am Meer. Genau richtig für uns, schliesslich sind wir ja immerhin fast eine Stunde gefahren.
Wir finden den Platz hier ganz toll, bezahlen am Automaten die Gebühr, sehen uns die Ver-/ Entsorgungsstation an und schauen aufs Meer hinaus, wie die Fähren von Schweden und Norwegen hier in Dänemark ankommen oder ablegen.
Anita macht uns nach 12 Uhr noch das Frühstück mit Spiegeleiern. Oder ist es schon das Mittagessen? Wir tanken auf alle Fälle wieder Kraft und fahren mit dem Rad durch den Hafen und dann in die Fussgängerzone der Stadt. Die Fussgängerzone soll die längste Dänemarks sein und ganze 2km umfassen. Allerdings haben wir eher das Gefühl, dass sie viel kürzer ist. Es hat viele Restaurants, Kaffees und kleinere Geschäfte. Aber irgendwie ist noch nicht wirklich viel los, oder eben die Touristensaison ist schon vorbei.
Plötzlich beginnt Anita zu strahlen und wir stoppen vor einem dänischen Wollengeschäft. So etwas hatten wir doch schon mal im Sinn? Also betreten wir den Laden, lassen uns auf halb dänisch/englisch/deutsch beraten und kaufen dann Merino-Wolle für zwei Pullover. Dunkel- und Hellgrau für mich, Dunkelgrau und Lachs für Anita. Auch dänische Stricknadeln werden gekauft, alles in unsere Satteltaschen verpackt und wieder zurück zum Womo gefahren.
Anita hat nun plötzlich keine Lust mehr, andere Geschäfte anzuschauen, sie will mit dem Stricken beginnen.
Nun sitzen wir an der Sonne vor dem Womo, schauen auf die Ostsee und erholen uns weiter. Ich plane nun den morgigen Tag, die Energie ist wieder da, um weitere Sehenswürdigkeiten in Dänemark zu verarbeiten.
Wir besichtigen das älteste Freiluftstadtmuseum
Heute stehen wir früh auf und erleben unseren ersten Sonnenaufgang in Dänemark wach mit. Direkt vor unsere Frontscheibe steigt die rote Sonne aus dem Meer und wir sind schon wach. Besser noch, ich habe schon geduscht und wir fahren dann schon halb acht Uhr los, ver- und entsorgt, versteht sich.
Die Fahrt geht zuerst über eine Schnellstrasse und danach Autobahn, die erste in Dänemark auf dieser Reise. Wir wollen bis nach Aarhus in die alte Stadt «Den Gamle By», ein Museumsstadtteil, wo von ganz Dänemark alte Häuser hierher transportiert und wieder aufgebaut wurden.
Da ich etwas Angst habe, mit unserem grossen Womo keinen Parkplatz zu finden, sind wir so früh dran, dass wir hoffentlich vor der Öffnung um 10 Uhr schon parkiert haben. Und wir haben Glück, die Hälfte der Parkplätze beim Eingang sind einer Baustelle zum Opfer gefallen und bei unserem anvisierten runden Parkplatz beim botanischen Garten sind Gärtner am Bäume schneiden und auch die Hälfte dadurch gesperrt. Aber eben, wir sind so früh dran, dass wir problemlos mit unserem Knutschi noch Platz haben. Nachmittags sah es dann prekär bis ganz schitter aus…
Der 5-minütige Spaziergang vom Parkplatz durch den botanischen Garten zum Eingang ist dann gut beschildert und auch schon eine Augenweide. Danach betreten wir den Stadtteil und sind sofort beeindruckt. Die Häuser sind wirklich toll und praktisch alle kann man auch Innen besichtigen. Alles ist jeweils auch auf deutsch angeschrieben und ziemlich interessant. Personal in den Kleidern von damals grüssen uns mit Zylinder und die Kutsche fährt ebenfalls durch die Strassen aus Pflastersteinen.
Es gibt drei Stadtteile, einer von 1864, einer von 1927 und der neuste von 1974. Echt krass, beim neusten waren wir ja schon auf der Welt, aber wie da die Tanksäulen ausgesehen haben oder welche TV und Radios im Fachgeschäft in den Schaufenster standen…
Wir geniessen es dort, kaufen im Bäckerladen von 1927 ein, besichtigen das Zollhaus, die Mühle, Apotheke und natürlich die Auto- und Fahrradwerkstadt. Danach sind wir ziemlich müde und essen im Restaurant typische dänische Gerichte (Fischteller und Frikadellen).
Während dem Essen diskutieren Anita und ich über das gesehene, ob wir die andern Häuser auch noch besichtigen wollen oder nicht. Wir sind uns schnell einig, dass wir eigentlich schon genug gesehen haben und die restlichen Schilder und Gebäude von Innen nicht mehr anschauen. Wir sind einfach eher die Natur- wie die Stadtmenschen. Der Abstecher hierher ist aber sicher eine Reise wert.
Wir laufen zurück zu unserem Knutschi, fahren durch Aarhus (die Fussgängerzone ist bedeutend belebter wie die gestern) und fahren danach noch 20km weiter bis zu einem weiteren Hafenstellplatz in Norsminde.
Leider haben wir hier nicht ganz so tolle Meersicht wie heute Morgen, aber es ist doch ganz schön. Wir machen noch einen ausgedehnten Spaziergang der Ostsee entlang und den Rest des angebrochenen Nachmittags geniessen wir in unserem Knutschi.
Spaziergang entlang der Ostsee
Jetzt will ich noch für morgen Planen. Wir könnten morgen nochmals etwas besichtigen oder einen schönen Stellplatz am Meer geniessen, bevor wir samstags dann Richtung Deutschland und Schweiz losfahren werden.
Wer hat noch einen guten Tipp etwas nördlich von Flensburg an der Ostseeseite?
unseres Reisestrecke