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Reisebericht

In Ulm 23.5.2022

um Ulm und um Ulm herum

Vormittags laden wir unser Knutschi, machen noch dringende Büroarbeiten bis wir dann endlich losfahren könnten. Wir haben zwei Wochen Zeit, um bis nach Lüttich an eine Sitzung der FICM zu kommen und wieder nach Hause. Aber es gibt nochmals eine Verspätung, mein Tracker, der all meine Womofahrten aufzeichnet, hat nun anscheinend nach acht Jahren und 130’000km das zeitliche gesegnet und lässt sich nicht mehr starten. Zum Glück habe ich letzte Woche einen neuen bestellt, der neue ist ein SpotTrace, der alte ein SpotGen3 und irgendwie kann ich die Trackingpunkte nicht auf das neue Gerät hinüberschieben, oder besser gesagt, das neue Gerät als altes abspeichern, damit ich meine Strecken nicht verliere. Schöner Mist, und bis da der Support reagiert, sind wir schön längst über alle Berge. Also muss ich wohl meine Strecke dieses Mal manuell erfassen.

Aber macht nichts, um 13 Uhr starten wir den Motor und fahren nordwärts. Durch den Pfänder Tunnel ohne Pickerl, denn das ist hier nicht mehr nötig, und danach in Deutschland Richtung Norden. Viel haben wir heute nicht vor, denn wir wollen mal in Ulm stoppen. Wir haben schon einiges gehört von Ulm, um Ulm und Ulm herum gehört, waren aber noch nie da.

Ulmer Münster

Auf dem Stellplatz beim Donaubad ergattern wir den allerletzten Platz von 49. So was müssten mal in der Schweiz die Stadtplaner oder Stadt-Touristiker anschauen! Alles belegt, und es hätte noch mehr Womos, die hier übernachten wollten, an einem ganz normalen Montag. Diesen Platz wollen sie übrigens die Kapazitäten verdoppeln.

Na, wir haben einen Platz, holen unsere Räder runter und fahren der Donau entlang ins Stadtzentrum von Ulm (zu Fuss wäre es übrigens höchstens eine halbe Stunde). Wir durchqueren die Altstadt, bestaunen den weltweit höchsten Kirchturm (161,5m) des Ulmer Münsters und sind echt beeindruckt. Danach mache ich Anita eine Freude und wir kaufen im Wollenladen ganz in der Nähe ein, damit sie während der kommenden Reise eine Beschäftigung hat. Selbstverständlich kaufen wir auch noch ein paar Lebensmittel ein und fahren danach auf dem Donauer Fahrradweg wieder zum Stellplatz. Fazit: Ulm ist sehr sehenswert...

Wollenladen

Der Radweg ist fantastisch und wir müssen es uns wirklich überlegen, ob wir da nicht mal mit dem Fahrrad den ganzen Weg der Donau entlang fahren sollen. Aber nicht jetzt, jetzt sind wir mit dem Womo unterwegs.

Kaum beim Knutschi angekommen, beginnt es zu regnen, also verziehen wir uns ins innere und laben uns an den frisch eingekauften Lebensmitteln.

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Übernachtung

Neu-Ulm - Donaubad *****
Deutschland, Stellplatz
top Platz, schön gelegen
Koordinaten: 48.38339, 9.9855505
N 48° 23' 0.2"  E 9° 59' 8"
letzter Besuch: 5.2022

Rothenburg ob der Tauber 24.5.2022

im schönsten Städtchen Deutschlands

Nachts regnet es, morgens auch noch, also kein Grund, weiter in Ulm zu bleiben. So fahren wir weiter Richtung Norden, genau 130km. Da wir es nicht eilig haben, fahren wir mit ca. 100km/h und verbrauchen so 9.5l Diesel durchschnittlich. Bei diesen Dieselpreisen muss man schon etwas sparsamer fahren…

Wir kommen schon vor 11 Uhr auf dem P2 in Rothenburg ob der Tauber an, dieser ist für Wohnmobile und man darf da auch übernachten und einige Plätze haben auch Strom. Tagespauschale mit Übernachtung 12 €. Am Parkautomat versuche ich krampfhaft mit der Kreditkarte zu bezahlen, das heisst, ich probiere alle durch, die ich habe und alle werden abgelehnt. Kurz vor der Verzweiflung gebe ich auf, denn auch bei den andern Wohnmobilisten klappt es nicht. Wie ich später erfahre, ist dieser Parkautomat gar nie am Netz der Kreditkarten angeschlossen und man kann immer nur mit Münz bezahlen. Aber wir haben keine 12 € in Metallgeld. Schöne Scheisse. Also schreibe ich etwas angesäuert einen Zettel, lege ihn hinter die Windschutzscheibe und laufe mit Anita die wenigen Meter ins Städtchen.

unser Zettel

Wow, was wir hier sehen, hätten wir nicht erwartet. Es ist wirklich wunderschön, alle Häuser ohne Ausnahme im alten Stil von anno dazumal. Grosse Fachriegelbauten, eine durchgehende Stadtmauer mit vielen Türmen, Kathedrale, Gasthöfe, Gassen mit Kopfsteinpflaster. Jetzt begreifen wir auch, warum es hier so viele Touristen hat. Aber uns gefällt es echt gut, überall laufen wir hin, geniessen es und vergessen, dass wir eigentlich hier sind, um Geld zu wechseln.

Rathausplatz

Das schaffen wir dann auch nach einem Aperol Spritz und einer Heissen Schokolade mit Sahne. Also wieder zurück zum Stellplatz und die mühsam zusammengesparten Eurogeldstücke in die Parkuhr einwerfen. So klappt alles und wir haben endlich den begehrten Parkschein.

Am Nachmittag füllt sich dann der Stellplatz immer mehr und es ist belustigend, wie sich viele Wohnmobilsten um die wenigen Steckdosen balgen. Warum brauchen so viele Wohnmobilisten wegen einer Nacht eine Steckdose? Gewohnheit? Bequemlichkeit?

Uns kann es egal sein, wir stehen schön an der Sonne und bringen die Batterie nicht leer, da unsere Solapanels top-Leistung bringen. Und ja, unser Tracker funktioniert übrigens auch wieder, der Support konnte das Problem lösen und so kann unsere Reise wieder online und live verfolgt werden.

Nachmittags gehen wir mit den Fahrrädern dann nochmals eine Runde der Stadtmauer entlang ums Städtchen und besichtigen die Doppelbogenbrücke. Es ist echt schön hier!

Doppelbogenbrücke

Abends grillen wir dann in der Abendsonne und geniessen es einfach wieder. Wir sind in den Ferien angekommen und finden Womotouren einfach genial.

Übernachtung

Rothenburg ob der Tauber - P2 ***
Deutschland, Stellplatz
Kreditkartenzahlung funktioniert nicht
Koordinaten: 49.37081, 10.182829
N 49° 22' 14.9"  E 10° 10' 58.2"
letzter Besuch: 5.2022

Am Main 25.5.2022

Wipfeld

morgens schlafen wir aus und bei schönstem Sonnenschein planen wir den weiteren Verlauf unserer Reise. Wir sind hin und her gerissen, wo sollen wir hin? In erster Linie weiter nach Norden, vielelciht bis ans Meer, aber am 1. Juni muss ich im belgischen Lüttich sein, also wieder weg vom Meer. Wir sind hin und her gerissen, steigen ins Auto und fahren einfach mal los.

Durch irgendwelchen Zufall findet Anita einen Stellplatz direkt am Main in der Ortschaft Wipfel. Das wären insgesamt nur 75km Fahrt, aber wir können dies ja mal anschauen. Wir kommen von Schwanenfeld in Wipfel an, wo uns aber ein schmales und enges Tor den Weg versperrt, da passen wir nicht durch. Also drehen wir und fahren nach Gefühl irgendwie um diese Stelle herum, bis wir dann auf der Hauptstrasse entlang des Mains ankommen, genau 20m vor dem Stellplatz. Also Blinker raus und rein und wir sind auf den ersten Blick begeistert. Direkt am Ufer des Mains, perfekt. Wir stellen unser Womo in die erste Reihe und lesen die Hinweisschilder des Stellplatzes. Wir müssen 200m Flussabwärts (oder ist es aufwärts?) zur Fähre und dort die Stellplatzgebühr bezahlen. Zuerst müssen wir etwas warten, bis die Fähre auf unserer Seite ankommt, dann auf die Fähre den Stellplatz bezahlen (nur 8 €) sofort wieder runter von der Fähre, damit sie wieder loslegen kann und zurück zum Stellplatz.

wir warten auf die Fähre

Es ist wunderschön, alles dem Ufer entlang und direkt am Radweg des Mains zurück zu unserem Knutschi. Wir sind einfach begeistert, was für einen tollen Stellplatz Anita gefunden hat.

Lange halten wir es aber nicht aus, wir wollen mit unseren Velos die Gegend erkunden, schaffen es im ersten Anlauf aber nur 100m bis zur Bäckerei, kaufen dort viel zu viel ein und kehren schon wieder zum Womo zurück, um die Leckereien zu verstauen. Dann geht es aber endgültig wieder los direkt zur Fähre und lassen uns über den Main setzen. Dort fahren wir ins nächste Dorf Stammheim, auch dort finden wir einen Stellplatz und ein Militärmuseum, fahren aber weiter bis nach Obereisenheim, denn dort gibt es wieder eine Fähre. Selbstverständlich benützen wir auch die, denn das Übersetzen mit Fahrrad kostet nur gerade 1 €. Wieder auf «unserer» Seite sehen wir schon wieder einen wunderschönen Stellplatz, aber leider hat das Restaurant am Mittwoch geschlossen, als gibt es keinen Eisbecher für uns.

wie weise

So fahren wir auf unserer kleinen Velotour mit zwei Fähren wieder dem Main entlang zurück zu unserem Stellplatz. Dort genehmigen wir uns das feine Dessert, den wir in der Bäckerei gekauft haben und lassen es uns gut gehen. Anita liest in ihrem Buch, ich beobachte mit dem Feldstecher das Storchennest mit den zwei Jungen auf der anderen Seite. Hin und wieder fährt ein Frachtschiff vorbei.

Irgendwann klingelt die Melodie eines Eiswagens auf dem Stellplatz, selbstverständlich gehen wir schauen und kaufen, so kommen wir doch noch zu unserem Glacé. Was will man mehr?

Rükweg

Die Sonne scheint, uns geht es gut und wir schauen auf den Main, der vor unsere Nase schon tausende von Jahre vorbeifliesst.

Jetzt nachmittags ist der Stellplatz ziemlich voll, gut waren wir schon mittags hier.

Im Nachbardorf wäre heute Abend ein Hopfenfest, sollen wir das besuchen?

Übernachtung

Wipfeld - Follinaplatz *****
Deutschland, Stellplatz
direkt am Main
Koordinaten: 49.91904, 10.179127
N 49° 55' 8.6"  E 10° 10' 44.9"
letzter Besuch: 5.2022

Weinfest in der Mainschlaufe 26.5.2022

Wir sehen eine echte Prinzessin

Gestern Abend gab es vor unserem Womo noch einen Schiffsstau, drei Frachtschiffe und das 135m lange Flusskreuzfahrtschiff Amaprima balgten sich, wer zuerst auf die 500m entfernte Schleuse fahren darf. War noch interessant anzuschauen direkt vom Womo aus. Und weil es irgendwie doch spannend war, entschlossen wir uns, dass wir hier in Wipfeld noch einen Tag verlängern. Wo könnten wir es denn schöner haben?

Zudem beginnt heute im 12km entfernten Nordheim das dreitägige Weinfest, ein Grund, mit den Rädern hinzufahren. Wir fahren dem Main entlang abwärts, zu Beginn rechts, danach links. Wir geniessen die Fahrt bis wir in Volkach im Zentrum hängenbleiben und uns mal stärken. Schliesslich sind wir ohne Batterie unterwegs und müssen alles nur mit Muskelkraft abstrampeln, nicht so wie viele andere.

Nachdem wir dann wieder weiterfahren, fahren wir den Berg hoch in die Weinberge, um einen gesamthaften Blick über die Mainschlaufe bei Volkach zu haben. Nach dem Foto fahren wir rasant hinunter zu einer weiteren Fähre, die uns nach Nordheim hinüber bringt. Hier herrscht ein emsiges Treiben, Markstände, ein super grosse Festwirtschaft, Leute, Musik und alles was dazugehört. Wir suchen uns einen Platz, holen eine Currywurst und kommen grad richtig für die Ansprachen des Tourismusdirektors, der Frau Bürgermeisterin und der Weinprinzessin. Selbstverständlich alles musikalisch umrahmt von der ortsansässigen Blasmusik.

Die Weinprinzessin ist hier eine ziemliche Prominenz und allen bekannt. Sie nimmt nicht weit von uns Platz und so können wir sagen, dass wir mal in der Nähe einer richtigen Prinzessin sassen. Ob es auch eine Weinkönigin gibt, können wir momentan aber nicht herausfinden. Sonstige Könige hat es hier aber genug, den in Deutschland ist heute Vatertag und da sind einige Gruppen Männer ohne Frauen unterwegs, die es nachmittags schon arg lustig haben…

Unter den Bäumen gelegen halten wir es ziemlich gut aus, holen nochmals Getränke und machen uns dann gesättigt wieder auf die Fähre auf die andere Main-Seite. Danach geht es ziemlich steil den Berg hoch und hinten wieder runter, so können wir doch viele Kilometer sparen, da wir die Mainschlaufe nicht entlangfahren müssen. Mit Rückenwind geht es flach und rasant die letzten 6km zum Wohnmobil zurück.

Es ist eine wunderschöne Gegend, in jedem Dorf sehen wir einen top gelegenen Wohnmobilstellplatz, einfach ein Traum. Sogar das Wetter spielt mit und wird je länger unsere Fahrt dauert, je schöner.

In unserem Knutschi zurück gibt es dann ein feines Vesperplättchen und wir geniessen draussen die Sonne mit Sich auf den Main. Hin und wieder fährt ein grosser Frachter vor unsere Nase durch und muss wieder tüchtig auf die Bremse stehen, bis die Schleuse in seine Richtung frei wird.

Übernachtung

Wipfeld - Follinaplatz *****
Deutschland, Stellplatz
direkt am Main
Koordinaten: 49.91904, 10.179127
N 49° 55' 8.6"  E 10° 10' 44.9"
letzter Besuch: 5.2022

Burg Herzberg 27.5.2022

Und wir treffen einen echten Baron

Die Wolken werden dichter und dichter und auch immer dunkler heute Morgen. Ein untrügliches Zeichen, dass es uns weiterzieht. Beim Bäcker werden zuerst noch frische Croissants gekauft, die wir dann vor dem Main genüsslich verspeisen.

Ein Blick auf unsere Batterie und den Solarregler wirft die Frage auf: haben wir unsere Solaranlage überdimensioniert? Obwohl wir erst zwei Panels oben auf dem Dach haben und wir noch Platz mindestens für ein drittes haben, ladet die Anlage bei total bewölktem Himmel zwischen 3 – 5 Amper Leistung in die Batterie. Das heisst, bei 12 Stunden Bewölkung speisst es unsere Batterie mit 50 Ah pro Tag, und wir verbrauchen mit Laptop, Handys, Kaffeemaschine etc. ca. 30-40 Ampère. In diesen Ferien hatten wir praktisch immer über 95% Ladezustand. Wir können im Sommer also ewig stehen, auch wenn es bewölkt ist. Ich glaube, unser drittes Panel werden wir uns sparen… (wir haben momentan zwei Panels mit je 160Watt auf dem Dach).

Nach dem Frühstück entleeren wir, merken aber, dass wir kein Wasserhahn-Schlauchverbindungsstück mithaben und können darum kein Wasser füllen. Aber da wir noch genug für mindestens einen Tag haben, ist es nicht so schlimm und wir machen uns weiter auf den Weg Richtung Norden. 

Kurz nach der Abfahrt beginnt es leicht zu regnen, trotzdem sieht die Gegend wunderschön aus und fast an jedem Dorf entlang des Mains sehen wir einen Stellplatz. Wir müssen unbedingt hierher zurückkehren.

Nur nicht heute, denn heute fahren wir wieder auf die A7 Richtung Fulda. Es regnet immer mehr, Baustellen bremsen uns eine nach der anderen aus, so dass wir in langsamer Fahrt vor der Ausfahrt Fulda Mitte einen grossen Baumarkt sehen. Also nichts wie runter, Knutschi parkieren und im Baumarkt solche Verbindungsstücke suchen. Wir nehmen gleich drei, man weiss ja nie. Nimmt uns sowiso wunder, wo all diese Verbindungsstücke bleiben. Jeder hat doch mindestens so eines nach dem Befüllen an einem Wasserhahn schon vergessen. Theoretisch müsste jeder Wasserhahn an irgendeinem Stellplatz so ein Stück dranhaben, von einem Wohnmobilisten, der es vergessen hat. Oder gibt es gar welche, die diese Verbindungsstücke einpacken, obwohl es nicht ihres ist?

Aber egal, wir kommen danach im Regen gut vorwärts und fahren nach insgesamt etwas über 100km von der Autobahn ab dem Wegweiser Burg Herzberg nach. Zuerst durch ein schönes Tälchen, alles schön grün, der Regen hat aufgehört, die Bewölkung wird weniger. Dann biegen wir links weg in ein schmales Weglein, links und rechts gesäumt durch Bäume. Die Strecke wird holperiger, schmaler und steiler. Aber der Wegweiser zeigt nur noch 700m an.

Und dann stehen wir vor der imposanten Burg Herzberg, sehen einen Schild für Womos und können so direkt hinter die Burg auf eine Wiese unter den Burgmauern parken. Aussicht über eine grandiose Landschaft, wow, haben wir es wieder super getroffen!

Aber zuerst melden wir uns in der Burgschänke beim freundlichen Personal, bezahlen die 10 € für eine Nacht und bestellen dann ausserplanmässig noch zwei Kaiserschmarren… Eintritt für die Burg bezahlen wir grad auch noch und wollen danach alles miteinander machen. Vor dem Womo sitzen, die Burg bestaunen und die Landschaft, aber auch die Burg besichtigen. Und dies plötzlich wieder bei blauem Himmel und Sonnenschein.

Es ist einfach fantastisch, die Burg ist eindrücklich und es gibt einige Hinweistafeln zur Geschichte hier. Die Burg wurde einige Male belagert, aber nie eingenommen oder besiegt. Als Dank pflanzte der Burgherr nach dem 30jährigen Krieg 1648 eine Linde vor dem Tor. Diese Linde ist inzwischen über 370 Jahre alt und steht noch immer. Auf unserem Rundgang begegnen wir noch dem Baron Jürgen Freiherr von Dörnberg, quasi der Burgherr. Den Feiherren von Dörnberg gehört die Burg seit 1463 ununterbrochen und sie schauen auch heute noch mit ihrer Stiftung zu dieser Burg. Der Baron hat übrigens eine grosse Freude an Anita und macht grosszügig Komplimente (ich kriegte bald etwas Angst), oder vielleicht ist er sonst einfach ein sehr freundlicher und fröhlicher Mensch.

Wir geniessen den Nachmittag in vollen Zügen und freuen uns schon, wenn wir heute Abend in die Burgschenke essen gehen.

Der Platz hier ohne Strom und Entsorgung ist absolut genial mit fantastischer Aussicht. Frischwasser gibt es bei Bedarf kostenlos.


Freiherr: ist ein Adelstitel des Heiligen Römischen Reiches, der in Österreich und dem Deutschen Reich bis 1919 fortbestand. Der Freiherr gehört damit zum titulierten Adel wie auch Graf, Fürst und Herzog, im Gegensatz zum untitulierten Adel, der lediglich das Adelsprädikat „von“ im Namen trug. Man unterschied dabei zwischen dem niedrigeren Ritterstand und dem Herrenstand, der beim Freiherrn begann.

Übernachtung

Breitenbach - Burg Herzberg ****
Deutschland, Stellplatz
toller Ausblick direkt vor den Burgmauern
Koordinaten: 50.76967, 9.460358
N 50° 46' 10.8"  E 9° 27' 37.3"
letzter Besuch: 5.2022

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