Wir sind länger gefahren, als vorgesehen, aber unser Plätzchen ist wieder sehr schön.
Wir stehen jetzt nur gerade 60km vor Dubrovnik am Anfang der Halbinsel hinter Ston auf dem Campingplatz Prapratno. Vorher waren wir entweder noch nicht gewillt, zu stoppen, oder der Platz gefiel uns nicht so recht, oder das Meer war zu weit weg oder zu viele Leute oder sonst irgendwas. Wir fanden immer einen Grund, um noch etwas südlicher zu Fahren. Auch das kurze Stück von Bosnien Herzegowina konnte uns nicht stoppen. Erst die schöne Bucht, wo die Fähre nach Sobra ablegt, hielt uns zum verweilen an. Auf dem grossen Campingplatz haben wir schnell ein Plätzchen unter den Pinien- und Olivenbäumen ausgesucht, Badehosen geschnappt und ab ins Meer. Wir sind nun das erste Mal schwimmen, seit wir unterwegs waren. Es ist herrlich!
Das Wasser ist noch richtig warm und kristallklar, wie glaub überall an dieser Küste. Und verwunderlich, sogar einen Sandstrand hat es hier, das ist ziemlich aussergewöhnlich, normalerweise hat es immer Fels oder Kiesstrände.
Ach ja, die Fahrt hierher war wieder mit tollen Aussichten auf das Meer und Landschaft. Nur der Verkehr ist seit Split wieder dichter geworden, einmal hatten wir sogar etwas Stau wegen einer Baustelle.
Wie immer fahren wir direkt an die Sonne und merken erst später, dass es verdammt heiss ist.
Nach einem Morgenschwumm im Meer fahren wir die restlichen 70km bis nach Dubrovnik auf den Platz Kate in Mlini. Die Aussicht auf der Strecke ist wieder sensationell, und es wird immer wärmer. Die Sonne brennt herab und wir geniessen die gesamte Fahrt.
In Dubrovnik sehen wir die Kreuzfahrtschiffe im Hafen liegen, Aida, Costa Mediteranea und wie sie heissen, heisst also, dass es nun noch mindestens 4000 Touristen in der Altstadt hat. Aber für uns nicht tragisch, wir sind ja flexibel. Um 12 Uhr stehen wir schon hoch über dem Meer 8km hinter Dubrovnik auf dem Campingplatz. Viel kleiner wie gestern, herzlich, schönstes Wetter aber die Meersicht ist doch nicht so toll wie in den Prospekten. Macht aber nichts, wir haben schliesslich einen tollen Platz an der Sonne gefunden.
Aber bald merken wir, 36 Grad im Schatten und wir sind voll besonnt. Das erste Mal, seit wir unser Knutschi haben, kommt der leise Wunsch nach einer Klimaanlage für den Wohnbereich. Nach einigen tropfen Schweiss, packen wir unseren Rucksack mit Badetücher, ziehen die Badehosen an und steigen die 167 Treppenstufen ins Dörfchen hinab. Schnell finden wir auch einen Kiesstrand zum Baden und schwupps, sind wir schon im Meer am Abkühlen. Es ist einfach traumhaft, schön warm, klares Wasser. Ich möchte nicht wissen, wie heiss es da im Hochsommer ist!
Auf dem Heimweg kaufen wir noch schnell Früchte, Gemüse und Cevapcici für das Nachtessen.
Morgen um 9:30 Uhr geht es mit einem Boot dann nach Dubrovnik und dort werden wir die Stadt besichtigen. Muss ja ganz toll sein dort, wie immer alle schwärmen. Und am Vormittag ist es vielleicht noch nicht so heiss…
Ich war mir nie bewusst, dass Dubrovnik so schön sein kann. Die Altstadt mit der Mauer ist wirklich sehr imposant und schön gemacht.
Ich sitze in Badehosen unter der Markise vor dem Knutschi, sehe aufs Meer und schwitze vor mich hin. Neben mir eine Bikinischönheit am Sonnen. Allerdings fing der Tag selber weniger gut an: um 6:30 Uhr dreissig weckte mich ein Alarm vom Handy. Alle meine Website und die der Kunden sind down! Schock, was ist los? Internet aufgeschaltet, keine Möglichkeit, auf meine Server zu kommen. Mischt, ist der Server kaputt oder was ist los? Leute wecken vom Datencenter und in den Dataraum eilen, schnell ist dann klar, dass nicht der Server das Problem ist, sondern der Switch und der Firewall davor. Um 8 Uhr ist dann alles ausgetauscht und repariert und alle Website sind wieder zu erreichen.
Na also, geht doch auch, wenn ich in den Ferien bin. So gibt es kein Problem, dass wir das Boot in unserem Hafen um 9:30 Uhr erwischen und 30 Minuten nach Dubrovnik schippern.
Die Stadtmauer ist schon von weitem zu sehen und die Einfahrt in den Hafen ist schon imposant. Es ist schon ziemlich heiss, also sofort auf die Stadtmauer, bevor sie sich in der Hitze so richtig aufheizt. Dieser Rundgang ist sehr imposant und ein Muss hier, auch wenn die Kroaten ziemlich geschäftstüchtig sind. Danach schlendern wir durch die sehr schöne Altstadt, essen eine wirklich gute Pizza, meine Holde Kundigunde geht noch einkaufen und es wird mehr, wie ein Bikini…
Danach beginnt aber ein Problem, wir wollen noch Getränke für nach Hause nehmen aber nirgends, auch gar nirgends finden wir nur etwas ähnliches wie ein kleines Einkaufszenter. Plötzlich sehen wir ein alter Kroate mit einem Handwagen voller, Cola, Salat und Tomaten. Es sieht auch, wie wenn er einen kleinen Laden beliefern würde. Also nichts wie hinterher und richtig, nach 5 Minuten biegt er in einen kleinen Konzum ein, wir sind gerettet (liegt am Parallellgässchen des Hauptweges rechtes etwa in der Mitte).
Etwas später sind wir wieder auf dem Boot zurück nach Mlini. Nach einem Drink am Hafen schlendern wir wieder zu unserem Knutschi zurück, wo ich jetzt sitze und schreibe.
Heute müssen wir unsere Vorräte wieder auffüllen und verschieben uns etwas nach Norden.
Nach einer Nacht, in der wir uns wie bei einem Föhnsturm zu Hause fühlten, geht es wieder zurück Richtung Norden. Nachts hat es sehr stark gewindet, das Womo hat geschüttelt und doch war es um 4 Uhr früh noch 28.8 Grad. Ganz so frisch ausgeschlafen sind wir also heute nicht.
Wir wollen heute in die Gegend von Split fahren, damit wir in der kommenden Woche auch noch die Plitvicer Seen bewandern können.
Durch das kleine Stück Bosnien Herzegowina füllen wir unseren Dieseltank. Ich habe das Gefühl, dass der Diesel in Kroatien einiges mehr kostet wie in Österreich oder Slowenien, habe aber keine Ahnung, wie das in Bosnien ist, also Risiko und die Kreditkartenabrechnung zu Hause abwarten.
In Kroatien füllen wir auch unseren Kühlschrank in einem Konzum wieder auf, und das Gemüse kaufen wir an den zahlreichen Stände in der Ebene von Buk-Vlaka, die für das Gemüse bekannt ist.
Vollgepackt fahren wir nun die Küstenstrasse Richtung Split. Die Campingplätze erfreuen unsere Gemüter nicht, die Stellplätze sind voll. Hat den Kroatien noch Hochsaison für Wohnmobilfahrer? Schlussendlich landen wir auf einem grossen Campingplatz vor Split direkt am Meer. Meersicht haben wir zwar keine direkt vom Knutschi, aber eine grosse Parzelle, viel Platz und Zeit für einen Schwumm. Allerdings sind wir vom klaren Meerwasser so verwöhnt, dass wir das Gefühl haben, dass hier der trübeste Strand von ganz Kroatien ist, der Strand es aber mit Italien allemal aufnehmen kann.
Nach einem feinen Grillmenu mit dem heute gekauften frischen Gemüse lassen wir den Tag locker ausklingen.
Ach ja, schon zum zweiten Mal treffen wir Susi und Remo mit ihrem Phönix, die wir in einem Internetforum früher kennengelernt haben…
Kleiner Stellplatz direkt am blauen Meer, da bleiben wir mehr wie nur eine Nacht.
In der Nacht gab es ein Gewitter und morgens war der Himme wolkenverhangen. Der Campingplatz und das Meer davor haben uns nicht zum bleiben überreden können, und so sind wir ziemlich früh (9 Uhr) losgefahren Richtung Zadar. Irgendwann haben wir dann die Küstenstrasse ins Landesinnere verlassen. Wir wollen ja auch mal etwas anderes sehen. Die Dörfer erden kleiner, verlassener und weniger herausgeputzt, aber dennoch eine sehr faszinierende Gegend. Es geht berghoch und runter und dann stehen wir plötzlich weit über der Küstenlandschaft um Sibenik. Einfach fantastisch von hier oben! Der kleine Umweg hat sich nur wegen dieser Aussicht schon mehr als gelohnt.
Wir wollen etwa bis 30 km vor Zadar, das heisst, schon gegen Mittag können wir einen Platz für unser Knutschi suchen, der uns gefällt. Wir finden auch sehr schnell einen direkt am Meer. Hier in der Gegend hat es unzählige kleine Autocamps und grosse Campingplätze. Wir entschliessen uns diesmal für einen sehr kleinen.
Nun haben wir die Möglichkeit, 40m vom Meer entfernt und mit Elektrizität, oder direkt am Meer ohne Strom. Der Entscheid ist schnell gefallen, wir wollen direkt ans Meer.
10 Minuten später sind wir schon im glasklaren Meer am Schwimmen. Wenn das keine Ferien sind?
unseres Reisestrecke