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Reisebericht

Wo ist die Sonnenbrille 16.9.2016

Regenbogen, Eilean Donan Castle, Skye-Bridge, Loch Scaven, ich weiss gar nicht, wo ich beginnen soll

Ich mache es einfach der Reihe nach. Morgens ist es tatsächlich trocken und einzelne blaue Himmelfetzen sehen wir schon. Also sofort zusammenpacken und als wir an der Entsorgung sind und auch noch Wasser füllen, sehe wir vor uns einen fantastischen, ach was, sensationellen Regenbogen. Schnell Fotoapparat holen und drauflos knispsen, mit jeder Sekunde wird der Regenbogen schöner. Fast überläuft unser Wassertank, da wir nur noch fotografieren und alles andere vergessen. So beginnt der Tag natürlich wunderschön.

Allerdings suche ich dann eine ganze Weile meine Sonnenbrille, wie gross so ein Womo sein kann? Schon ganz verstaubt finde ich sie dann in meinem Technikschrank und die heutige Reise kann endlich starten. Schottland kann bei schönem Wetter ziemlich mühsam sein, an jedem der vielen Rastplätze halten wir, staunen Bauklötze ab der schönen Landschaft und knipsen. An einem ganz besonders schönen Platz direkt am Meer frühstücken wir. Es ist zwar nicht gerade warm, aber das sieht man auf den Fotos ja nicht.

So geht es dann langsam weiter bis wir über die neue Brücke die Insel Skye verlassen. Natürlich halten wir auch dort und laufen zur Brücke zurück. Unter der Brücke steht der alte Leuchtturm und wann kann man schon mal einen Leuchtturm von oben fotografieren?

Eilean Donan Castle

Ein paar Kilometer später kommen wir beim Eilean Donan Castle an. Diese Burg ist wohl die bekannteste von Schottland und kommt in fast allen Filmen über die Highlands irgendwo vor, sogar bei James Bond hatte sie schon einen Auftritt. Für das, dass es die drittmeist besuchte Sehenswürdigkeit Schottlands ist, ist es ziemlich beschaulich und ruhig. Selbstverständlich buchen wir auch einen Eintritt und besichtigen das Castle von Innen. Uns gefällt es sehr gut, ist doch z.B. in der alten Küche mit lebensgrossen Figuren die Szenen nachgestellt, wie es damals war. Ist echt gut gemacht. Fotografieren ist in der Burg verboten, aber von aussen machen wir natürlich wieder unzählige Fotos. Die beste Zeit zum Fotografieren ist übrigens von morgens bis etwas nach Mittag, da steht die Sonne am besten. Nachmittags und abends hat man Gegenlicht und es ist schwierig, gute Fotos vom Castle zu machen.

Nach einem Imbiss, BackedPotatos mit Zutaten, machen wir uns ziellos Richtung Norden auf. Die Gegend ist fantastisch, die Strassen wechseln sich mit Single-Road-Track und ausgebauten Gegenspurstrassen, steil berghoch und dann wieder runter. Kein Problem mit dem Womo. Und dann sehen wir rechts den See Loch Scaven und eine schmale Strasse, die zu ihm führt. Ich halte unser Knutschi an und laufe etwa 100m das Strässchen hinunter, um es mir anzuschauen. Es ist verdammt schmal aber beim See hat es einen richtig schönen Platz. Keine Frage, das ist unser Übernachtungsplatz für heute.

Was für ein Traum! Und was für ein Traumtag! Und was für ein Traumland!

Übernachtung

Achnasheen - Loch Scaven ***
Schottland, frei
sehr enge Zufahrt, direkt am See
Koordinaten: 57.52842, -5.173208
N 57° 31' 42.3"  E -5° 10' 23.5"
letzter Besuch: 9.2016

On the Road again 17.9.2016

Welches sind nun die Highlands?

Gestern spät abends klopfte es plötzlich noch an der Tür und ein französisches Touristenpaar mit Zelt fragte uns, ob sie hier übernachten dürfen. Klar, gaben wir ihnen zu verstehen und sie fragten uns weiter, ob sie uns denn nicht stören würden oder ob wir lieber alleine sein wollen. Aber da wir mal keine so grosse Egoisten sind und so tun, wie Schottland uns ganz alleine gehört, gaben wir unsere Einwilligung.

Morgens war es dann ein idyllisches Erwachen. Gemütlich machten wir uns bereit und fuhren einfach los weiter Richtung Norden, ohne Navi, ohne Karte, einfach der Nase nach. Es rollt sehr gut, die Strasse ist super, auch genug breit und wir düsen durch die sensationelle Landschaft. Viele Male stoppen wir an den View Points und können uns einfach nicht satt sehen. Genau so stelle ich mir die Highlands vor, ein bisschen eine Mischung zwischen Wilder Westen und Nord-Norwegen. Allerdings weiss ich gar nicht, ob das, wo wir nun durchfahren, immer noch zu den Highlands zählt. Für uns auf jeden Fall schon. Das Glencoe-Tal, dass allgemein die Highlands verkörpert, ist wohl nur der kleine Bruder von dieser Gegend…

Plötzlich sind wir an der Ortstafel Ullapool. Mischt, ich wollte doch noch die Wasserfälle von Measach anschauen. Da sind wir in unserem Hochgefühl einfach daran vorbeigerauscht.

Wir machen einen kleinen Dorfrundgang und füllen unsere Lebensmittelvorräte in so etwas wie einem Einkaufszentrum. Das erste in Schottland, das wir überhaupt sehen seit wir hier sind und etwa so gross wie ein Aldi. Ach ja, man sollte nie mit Hunger einkaufen gehen, wir kaufen mit unseren Augen statt mit dem Verstand! Auch gehen wir noch in einen „Wollen Mill“, einem Geschäft mit typischen Schottischen Produkten (wahrscheinlich für Touristen) und das war ein Fehler. Anita kann sich natürlich nicht zurückhalten und ersteht einen super Pullover aus schottischer Wolle und ich kann natürlich nicht nichts kaufen, es muss auch einen sein, der gross mit Schottland beschriftet ist. Haben wir wiedermal gut eingekauft, bei uns wäre das sicher viiiieeel teurer!

Die Fahrt geht weiter durch die super Gegend, die Strecke wird bergiger und wir fahren an vielen Seen und Meeresküste, Bergen, Täler und Schafsweiden entlang. Nach insgesamt 150km beginne ich, nach einem Übernachtungsplatz umzuschauen und keine zwei Minuten später sehe ich einen offiziellen Stellplatz direkt am Meer mit super Aussicht. Also schlagen wir hier unser Nachtlager auf, obwohl wir eigentlich heute wieder frei Stehen wollten. Hier ist es aber genauso schön…

Diese Strecke zwischen Isle of Sky – Corstan Gave – Ullapool – Scourie, wo wir jetzt sind, ist unbedingt zu empfehlen. Und so wie es aussieht weiter bis Thurso wird es genauso schön bleiben. Es ist ähnlich wie Nordnorwegen, nur etwas grüner. Auch die Strassen waren überraschen gut, besser wie im Süden von Schottland!

Übernachtung

Scourie - Scourie Caravan Park ****
Schottland, Stellplatz
direkt am Meer mit toller Aussicht
Koordinaten: 58.35161, -5.15684
N 58° 21' 5.8"  E -5° 9' 24.7"
letzter Besuch: 9.2016

Trauerstimmung und andere Tolpatschigkeiten 18.9.2016

Von himmelhochjauchzend bis herzzerreissend traurig haben wir heute alles erlebt

Sonntagmorgen und Blick auf’s Meer direkt aus dem Schlafzimmer, zwei Gründe, heute nicht früh aufzustehen. Wir vertreiben uns die Zeit, bis wir ganz wach sind (Bilder, Text und Video nur gegen Passwort, das für 10 Pfund bezogen werden kann). Danach ein kurzer Schwatz und Stellplatzinfos austauschen mit Landsleuten, die neben uns übernachtet haben, und schon sind wir wieder bereit. Wir wollen heute einfach der Nordküste Schottlands folgen, soweit wie wir kommen.

Wir machen wieder viele Fotos, sehen sogar endlich ein paar Schottische Hochlandrinder, die noch seltenere sind wie die Elche in Norwegen und dann passiert’s! Das fast nigelnagelneue, durchgestylte Handy meiner holden Kunigunde, das so wirklich sensationelle Fotos macht (echt war, und das sage ich mit einer fast Profiausrüstung und ambitionierter Fotograf, Motorola X-Style Fotos im HDR Moduls einfach superdupa) fällt ihr doch tatsächlich aus den Händen und somit aus dem Auto. Glas total zerschmettert, Touchscreen reagiert nicht mehr, jetzt total unbrauchbar! Der traurige Blick meiner Allerliebsten hätte jeden zum Heulen gebracht! Was macht sie jetzt nur den ganzen Tag?

Die Gegend ist aber so schön, dass sie sich bald wieder gefangen hat und mit meiner Ausrüstung weiterknippst. Nur manchmal wirft sie einen traurigen Blick auf das Häufchen etwas auf unserem Tisch. Beim nächsten Halt steige ich noch alleine aus und will Fotos machen. Da ich zu Faul war, meine Gummistiefel anzuziehen, steige ich mit den Turnschuhen in das Weideland, was ich bitter bereue. Schon nach fünf Meter durchnässte Füsse. Gratistipp von mir: nach Schottland nur die Gummistiefel nicht vergessen oder wie wir, hier kaufen, hat jeweils in den Sportgeschäften eine grosse Auswahl.

Kurzum, die Gegend ist wieder fantastisch, zwischen One Track Roads mit vielen Haltebuchten wieder super ausgebaute Teilstücke. So dass wir um 16 Uhr in Thurso ankommen und zum Fährhafen fahren. Wir hatten die Idee, die Orkney Insel zu besuchen, da wir ja genügend Zeit haben. Am Fährhafen aber tote Hosen, kein Mensch weit und breit und parkieren kann man auch nirgends. Was ist denn da los? Also einen Kilometer zur Hauptstrasse zurück und dort vis-è-vis der Kreuzung parkieren, Sat-Schüssel rauffahren und im Netzt nachschauen, ob überhaupt Fähren losfahren heute.

Es gehen nur zwei Fähren heute, die zweite um 19 Uhr und das Terminal macht frühenstens 90 Minuten vorher auf. Also, immerhin ein paar News und weil ich grad vorig Zeit habe, buche ich unser Ticket grad über die Internetseite. Blöd nur, dass ich die Fährbestätigung nun nicht ausfrucken kann, einen A4-Drucker haben wir nämlich nicht hier. Und wir finden im ganzen Knutschi kein einziges Blatt Papier, ausser unser Fahrtenbuch und die Landkarte. Das haben wir wiedermal schlau gemacht. Nun notieren wir die Booking-Nr. und sonstigen auf eine unserer Visitenkarten, etwas besseres fällt uns nicht ein.

Später sind wir pünktlich am Fährterminal, einchecken ohne Probleme und die 90 Minütige Überfahrt entschädigt uns mit einem sensationellen Sonnenuntergang. Wie kann das doch schön sein. Als wir aber beim Old Man of Hoy vorbeifahren, einem riesigen Felszacken aus dem Meer, ist es schon zu dunkel, um gute Fotos zu machen. Der Wellengang hinterlässt bei meiner Holden auch die ersten Spuren, so dass wir froh sind, endlich in Stromness anzukommen.

Im Dunkeln haben wir das Navi nach dem Tipp bei den 100 schönsten Orten mit dem Reisemobil programmiert und 10km weiter nach einem Blindflug landen wir doch tatsächlich auf einem sehr ruhigen Parkplatz beim Ring of Brodgar. Sehen tun wir aber noch nichts…

Übernachtung

Stennes - Stones of Stennes **
Schottland, frei
direkt an der Strasse und direkt beim Steinkreis
Koordinaten: 58.99326, -3.208167
N 58° 59' 35.7"  E -3° 12' 29.4"
letzter Besuch: 9.2016

Inselrundfahrt auf den Orkny-Inseln 19.9.2016

Satt grüne Weiden, viele Kühe und Schafen und eine leichte Hügellandschaft

Früh bin ich heute aus den Federn, denn unser Parkplatz liegt gerade neben den Stones of Stennes. Und wenn man so einen alten Steinkreis für sich ganz alleine mit Sonnenaufgang hat, darf man das einfach nicht verpassen. Ich geniesse die Ruhe, mache Fotos und sauge mir die Energie dieses Platzes in mich hinein. Anita schläft heute aus, muss sie sich doch noch von der Fährüberfahrt und dem ziemlich grossen Geschaukel auf der Fähre erholen.

Vor dem Mittag machen wir uns dann noch zu Fuss Richtung Ring of Brodgar auf, nur etwas mehr wie einen Kilometer von hier entfernt. Auch dieser Steinkreis ist imposant, mehr als 100m Durchmesser und älter wie Stonehenge!

Als wir wieder beim Womo sind, fahren wir der Küste nach weiter, das Meer immer links von uns. Schon nach 10km kommen wir an der Siedlung Skara Brae an, eine alte, ausgegrabene Siedlung, die vor 5000 Jahre schon bewohnt war. Es ist eindrücklich, wie die Menschen dazumal gelebt haben, richtige Häuser und sogar Regale über den Betten aus Stein. Das alles kann man in einem nachgebauten Haus begutachten. Einen Besuch lohnt sich unbedingt, liegt es doch auch direkt am Meer.

Weiter geht es nur Insel Brougt of Birsay, im Norden. Diese grasbewachsene Insel ist bei Ebbe über einen Weg zu Fuss erreichbar. Man hat einen super Ausblick auf die Küste nur der kleine Leuchtturm ist gleicht einem Materiallager. Die Schotten haben wohl ein Gespühr für Ruinen, alte Burgen und Schlösser, aber für zeitgemässes könnten sie wirklich mehr rausholen. Dieser Leuchtturm wäre für Titelblätter, wenn das drumherum nicht wäre. Die Insel ist aber mindestens einen Spaziergang wert.

Wir fahren danach noch nach Kirkwall, der Hauptstadt der Orkney Inseln. Einen Handy-Shop finden wir für Anita aber nicht, dafür den Hafen, Einkaufszentren und eine liebliche Fussgängerzone.

Danach beschliessen wir, die 15 km zum Ring of Brodgar zu fahren und dort auf dem sehr ruhigen Besucherparkplatz zu nächtigen. Ich möchte diesen Steinring unbedingt bei Sonnenuntergang fotografieren. Aber ich warte mit Ausrüstung eine Stunde lang vergeblich auf eine rote Sonne, war heute wohl nichts. Den ganzen Tag Sonne und blauer Himmel und am Abend bewölkt. Aber was soll’s, es hätte nicht sein sollen.

Als Abendessen gibt es übrigens schottische Beefsteaks auf dem Grill, echt lecker in Schottland! An die Haggis haben wir uns noch immer nicht getraut und Whisky trinken wir beide nicht. Das einzige was wir täglich irgendwann essen, sind Cakes, aus Schokolad, oder Weinbeeren, oder Zitrone oder oder oder. Da gibt es jeweils in den Geschäften immer eine grosse Auswahl.

Der Verkehr auf der Insel ist irgendwie gesitteter, wir mussten noch nie Angst um unseren angeschlagenen Rückspiegel haben.

Übernachtung

Stennes - Ring of Brodgar ***
Schottland, Parkplatz
Besucherparkplatz, am See
Koordinaten: 59.00494, -3.231688
N 59° 0' 17.8"  E -3° 13' 54.1"
letzter Besuch: 9.2016

Im Süden und Osten der Orkney Inseln 20.9.2016

Blau, blau blau, ist der Himmel und das Meer

Den heutigen Sonnenaufgang beim Ring of Brodgar lasse ich sausen, ich habe nun schon genug Steinkreisfotos gemacht. Wir entscheiden, dass wir morgen früh die Katamaranfähre von St.Margareth‘s Hope zurück auf’s Festland nehmen. Zum Einen schaukelt diese Fähre hoffentlich weniger, zum anderen startet sie von dem Teil der Insel, den wir noch nicht kennen. So haben wir heute genüg Zeit, die kleinen Nebeninseln im Süden zu erkunden, die mit einer Strasse mit der Hauptinsel verbunden sind.

Das Wetter ist fantastisch, blauer Himmel, Sonne und noch ein blaueres Meer. Wir fahren über Houton und Orphier nach Kirkwall. Da wir in der Gegend keinen Campingplatz finden und unsere Toilette nun ziemlich voll ist, müssen wir an einem der vielen öffentlichen Parkplätzen mit WC stoppen und unsere Kassette dort entleeren. Während dreier Jahre Wohnmobil war das heute das erste Mal, dass wir in einem WC entleeren mussten. Aber wir haben es mindestens so sauber verlassen, wie wir es antrafen. Ach ja, ich wiederhole mich sicher, auch dieser Parkplatz war einmalig gelegen und hätte sich zum Übernachten geeignet. Diese Inseln sind der Traum für Freisteher!

Entlang der Küstenstrasse geniessen wir die kurzweilige Fahrt, bis wir einen Wegweiser zur Italien Chapelle sehen. Blinker raus, dem Wegweiser nach und die Kapelle besichtigen. Diese Kapelle wurde von italienischen Kriegsgefangen im damaligen Internierungslager in ihrer Freizeit gebaut. Sie ist wirklich schön anzuschauen und wir haben damit unsere neuzeitige Kulturbesichtigung auch erledigt.

Im Nordosten, in Skail machen wir an einem perfekten Platz den nächsten Halt. Die Infotafeln am Parkplatz zeigen eine schöne Wanderung über das Kap dem Meer entlang, so dass wir kurzerhand die Wanderschuhe schnüren und losmarschieren.

Es geht fantastisch der Küste entlang, zackige Felsen überwachsen mit Gras, fantastische Ausblicke, einfach herrlich. Allerdings merken wir nun, dass auf der Karte beim Parkplatz keine Zeitangabe und auch keine Distanz angegeben waren. Wie weit mag es wohl noch sein? Wir laufen über Heiden, das Meer immer im Blick bis wir fast rundherum sind. Aber irgendwo in dieser Richtung muss doch unser Wohnmobil irgendwo stehen? Kein Rucksack, nichts zu trinken, keine Karte, ich glaube, hier findet uns nie mehr jemand. Der einzige Orientierungspunkt ist der weisse Leuchtturm auf der Insel gegenüber, damit wir immer ungefähr mindestens die Richtung wissen. Dann endlich, nach fast drei Stunden taucht plötzlich unser Womo vor uns auf und damit auch wieder unsere Lebensgeister.

Es war ja extrem schön, extrem einsam, aber dieser Mull Head Footpath darf nicht unterschätzt werden und auch nicht mit den Turnschuhen gehen, ausser man will nasse Füsse. Ich weiss nicht, ob wir bei schlechten Wetter und dieser schlechten Vorbereitung je die Zivilisation wieder gefunden hätten.

Erschöpft essen und trinken wir nun etwas und machen uns auf den Weg nach Süden. Wieder an der italienischen Kapelle vorbei über viele Dämme, die diese Kriegsgefangen bauen mussten. In der grossen Bucht Scapa Flow war in den Kriegen jeweils die englische Marine stationiert und gegen die deutsche U-Boote wurden fast alle Zugänge mit solchen Dämmen abgeriegelt. Vorher wurden alte Kriegsschiffe versenkt, um diese Bucht zu schützen. Einige versenkte Wracks schauen noch heute aus dem Meer.

In St.Margareth’s Hope biegen wir in eine kleine Nebenstrasse ab, wo wiederum zwei Parkplätze signalisiert sind. Drei Kilometer später kommen wir zum ersten und hier müssen wir einfach stoppen! Direkt am Meer, Sandstrand, schöne Bucht und nur gerade vier Kilometer vom Fähranleger morgen früh entfernt. Was gibt es besseres?

Nach einer halben Stunden sattschauen am Meer, packt es mich doch, Badehosen anziehen und ab an den Strand. Es soll ja der Golfstrom hier vorbei strömen und darum ist das Klima auch jeweils sehr ausgeglichen. Ich muss aber sagen, vom warmen Golfstrom habe ich nichts gespürt, das Wasser war Knietief warm oder etwa 3cm kalt. Dabei blieb es dann auch und ich begnügte mich mit einer fantastischen Aussicht.

Morgen früh um 7:30 Uhr sind wir auf der Fähre um diese Insel zu verlassen und Schottland weiter zu bereisen. Nessie haben wir noch nicht gesehen, und da müssen wir mindestens noch hin.

Übernachtung

Hoxa - Hoxa Beach ****
Schottland, frei
Super Sicht aufs Meer, Badestrand, WC in der Nähe
Koordinaten: 58.82644, -3.001703
N 58° 49' 35.2"  E -3° 0' 6.1"
letzter Besuch: 9.2016

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