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Sahara 2019
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Reisebericht

Sairensester und Sauts Tscherni 7.9.2023

Cirencester and South Cerney

Nachdem Ella (Nichte von Anita) bei ihren Grosseltern untergebracht ist (wir besichtigen da mal ein richtiges Cottage von richtigen normalen Engländern bewohnt), fahren wir nach Gotsworld, das auch als „Herz Englands“ bezeichnet wird. Auf den knapp 40km lassen wir uns durch Marcel chauffieren, für einmal müssen wir nicht selber fahren. Die Wasserlandschaft Gotswold Water Park umfasst über 140 kleinere Seen, die durch Kies Abbau entstanden sind. Vielleicht ist es da mit all dem Wasser etwas kühler? Ist es nicht…

Gotswold Water Park

Auch im grossen Outdoor-Geschäft etwas später ist es warm. Die Engländer sind grosse Outdoorfans, gehen wandern, zelten, bergsteigen, biken, kanufahren und weiss was ich noch alles. Und der positive Nebeneffekt: es gibt grosse Geschäfte, die sich darauf spezialisiert haben und man findet dort tolle Wandersachen. Und weil die Geschäfte gross sind und die Konkurrenz riesig, sind die Preise viel günstiger wie in der Schweiz. Und ich brauche doch schon lange neue Wanderhosen...

Schlussendlich bin ich mit langen und kurzen Hosen neu eingedeckt, während Anita doch nichts zufriedenstellendes findet (ich muss ausdrücklich schreiben, dass meine Holde Kunigunde nichts gekauft hat).

Cirencester

Danach fahren wir weiter in das kleine Städtchen Cirencester und besichtigen dort die Kathedrale und den angrenzenden Park. Natürlich auch die Altstadt mit den ziemlich farbigen Häuschen. Auch lassen wir uns ein Fish and Chips im Riegelbau des «The Fleece» schmecken. Übrigens sehr, sehr zu empfehlen, so guten Fisch haben wir schon sehr lange nicht mehr gegessen.

Fish and Chips

Danach machen wir uns wieder auf den Heimweg zu Marcel und geniessen den freien Nachmittag. Endlich komme ich mal dazu, etwas die Pendenzen abzuarbeiten und Anita kann sich endlich in den Ferien erholen. Allerdings ist es immer noch sehr warm, so dass wir vor uns her schwitzen.

Übernachtung

Uley - Bei Marcel ***
England, Parkplatz
Privat
Koordinaten: 51.68442, -2.304296
N 51° 41' 3.9"  E -2° 18' 15.5"
letzter Besuch: 10.2023

Avebury Stone Henge 8.9.2023

Der weltweit grösste Steinkreis

Heute besuchen wir eine Sehenswürdigkeit, über die ich immer wieder stolpere, wenn ich Steinkreise oder Stone Henge in England google. Die Sandsteine stammen aus etwa zwei Kilometer Entfernung. Der Steinkreis von Avebury umfasst inklusive des umgebenden Walls eine Fläche von ca. 15 Hektar und besteht aus dem großen äußeren Kreis und zwei kleineren inneren Kreisen. Die Mittellinie ist auf den Mittsommer-Sonnenaufgang ausgerichtet.

Der Bau des Steinkreises ist vor ca. 4600 Jahren begonnen worden und hat einen Durchmesser von 430m. Von den ursprünglich 154 Megalithen (Steinen) sind heute noch 36 erhalten. Die restlichen wurden vergraben oder aufgespalten und für den Häuserbau gebraucht worden. Die Kirche hat im 14. Jahrhundert dazu aufgerufen, dieses heidnische Kunstwerk zu vernichten.

Wir lassen uns von Marcel dorthin chauffieren, denn Aveburry ist nur gerade 40 Meilen von seinem zu Hause entfernt. Und wie immer bei Sehenswürdigkeiten vom National Trust, können wir als Mitglieder auf dem Parkplatz gratis parken und hätten auch mit unserem Womo platz. Das ist irgendwie schon toll, bei jeder Sehenswürdigkeit fühlten wir uns sehr Willkommen, auch mit dem Womo. Danach geht es vom Parkplatz 300m ins Besucherzentrum und dann machen wir uns auf, den Steinkreis entlang zu laufen. Auf der Südseite befindet sich die West Kennet Avenue, eine steinzeitliche Autobahn, das heisst, ein 800m langes, ca. 10m breites Gelände, das wiederum mit Megalithen gesäumt ist.

West Kennet Avenue

Wenn man da weiterlaufen würde, käme man auf alte Hügel und den mysteriöse Silbury Hill. Dies ist der größte vorchristliche künstliche Hügel Europas und ist in Höhe und Volumen mit den etwa zeitgleichen ägyptischen Pyramiden vergleichbar. Er wurde vermutlich um 2400 v. Chr. fertiggestellt und enthält offenbar keine Bestattungen. Sein Zweck und seine Bedeutung sind momentan unbekannt.

In der ganzen Umgebung gibt es noch ganz viele weitere vorchristliche Bauten, das zieht sich weiter bis zum 27km entfernten Stone Henge.

Es ist eindrücklich, wenn man sich vor Augen hält, dass diese bis zu 40 Tonnen schweren Steine mit primitvsten Mitteln transportiert und aufgestellt wurden. Durch die Grösse der ganzen Anlage ist es irgendwie nicht wirklich fassbar und die Mystik geht etwas ab. Die kleineren Steinkreise empfinden wir etwas mythischer, weil sie einfach besser überlickbar sind.

Aber es ist schon ein toller Ort, wo man sich tagelang umschauen könnte, Wanderungen machen und immer wieder neues Entdecken. Wenn man für solche Orte interessiert, unbedingt besuchen.

St James's Church, gleich nebenan

Nun würde es noch bessere Fotos geben, wenn etwas Nebel oder Gewitterwolken in der Umgebung wären. Aber man kann es schon erahnen, wir haben schönes Wetter…

Nachdem wir alles ausgiebig besichtigt haben, geht es wieder zurück. Noch ein kurzer Einkauf und dann sind wir schon bald bereit, um morgen weiter zu Reisen Richtung Wales.

Ist Wales ein eigenständiges Land? Das Vereinigte Königreich setzt sich zusammen aus England, Schottland, Nordirland und auch Wales. England, Schottland und Wales bilden zusammen Großbritannien. Sowohl Irland als auch Nordirland gehören nicht zum Bündnis. Man könnte also sagen: Großbritannien plus Nordirland ist das Vereinigte Königreich. Obwohl Wales also zu beiden bekannten Ländergemeinschaften gehört, ist es, genau wie England, Nordirland, Irland und Schottland auch, ein eigenständiges Land.

Übernachtung

Uley - Bei Marcel ***
England, Parkplatz
Privat
Koordinaten: 51.68442, -2.304296
N 51° 41' 3.9"  E -2° 18' 15.5"
letzter Besuch: 10.2023

Happening auf Worm’s Head 9.9.2023

Wir sind in Wales

Wir verabschieden uns und bedanken uns für die Gastfreundschaft bei Ella und Marcel und fahren um 9 Uhr weg Richtung Autobahn. Es geht zügig vorwärts, mindestens zu Beginn, denn vor Bristol stockt der Verkehr, so lange, bis wir stehen. Es ist ein englischer Verkehrsknotenpunkt, die, die von Norden in den Süden fahren kommen hier durch und die, die von London nach Cornwall wollen ebenfalls. Dazu ein paar Wenige, die nach Wales abzweigen. Es scheint, dass ganz England unterwegs ins Weekend ist. Vielleicht ist der Samstag nicht der ideale Zeitpunkt für unsere Strecke.

Als wir den Abzweiger endlich hinter uns haben fahren wir auf die Prince of Wales Brücke, die über 5km lang ist und England und Wales verbindet. Allerdings sehen wir gar nix von dieser Brücke, wir fahren im dichten Nebel (darum auch kein Foto). Englisches Wetter, aber zum falschen Zeitpunkt! Etwas später in Newport ist die Autobahn wegen Bauarbeiten gesperrt. Nebst einem Umweg gibt es auch wieder einen langen Stau. Es läuft heute nicht so wirklich.

Aber etwas später kommen wir doch in Caerphilly an. Dort wollen wir die Burg besichtigen, die grösste in Wales und nach Windsor auch die grösste in ganz Britannien.

Das Caerphilly Castle ist wirklich toll anzuschauen und beeindruckt mitten in einem kleinen See und mitten in der Stadt. Wir schlendern rund um den See und betreten das erste Tor der Burg über eine Brücke. Dahinter gibt es ein zweites Tor mit einer zweiten Brücke über den zweiten Wassergraben. Imposant, stark, beeindruckend! Das war übrigens auch das Ziel des Erbauers, dem Prinzen von Wales. Er wollte gegenüber den Engländern ein Zeichen setzen und seine Macht zeigen.

Wir besichtigen die zwei Türme, der andere, der total schräg ist, wurde während dem Bürgerkrieg gesprengt, fiel aber nicht zusammen. Wir besichtigen die Burg auch innen, der Rittersaal ist eher karg, aber genauso imposant wie die Burg von aussen.

Wir sind froh hier gewesen zu sein, schlendern danach noch durch das Städtchen und fahren nach zwei Stunden weiter Richtung Westen.

Die Strässchen werden kleiner und enger, der Verkehr bleibt. So lange, bis wir bei Worm’s Head ankommen und etwas erstaunt feststellen: ganz Wales ist auf den Beinen! Der Parkplatz ist riesen gross, voll belegt und überall Menschen. Auf der Rhossili Bay tummeln sich hunderte, klar es soll der schönste Strand von Wales sein. Es hat so viele Leute, dass wir sofort kehrt um machen und zum drei Kilometer entfernten Campingplatz fahren.

Hier ist alles ruhig und wir fühlen uns sofort wie zu Hause. Etwas Erholung ist nicht schlecht und wir können abends dann immer noch mit dem Velo zu Worm’s Head radeln.

Wir starten um 18 Uhr mit unseren E-MTB, Leuchtwesten, angeschaltetem Licht und unseren Helmen. Wir wollen auf den engen Strassen nicht überfahren werden. Alles geht gut, bis wir auf dem Parkplatz sind: er ist immer noch voll, immer noch viele Leute. Damit hätten wir nun wieder nicht gerechnet.

Es ist dann während dem Sonnenuntergang ein richtiges Happening, überall sitzen Familien, Pärchen und Einzelpersonen, schauen der knallroten Sonne zu, wie sie sich dem Meer nähert und sind andächtig still. Es ist eine besondere Stimmung und ein besonderes Erlebnis.

Einige wandern nun bei Ebbe auf die Insel hinaus, andere Pflücken im Sonnenblumenfeld die Rhossili-Sonnenblumen, die andern picknicken mit Sicht auf das Meer; aber jeder macht mindestens ein Foto von der Sonne!

so sah es während dem Sonnenuntergang aus

Dann, als der letzte rote Sonnenstrahl im Meer verschwindet, setzt die Völkerwanderung zum Parkplatz ein. Mit Sack und Pack wird zurückgelaufen, alles wieder verstaut und die Kolonne mit Fahrzeugen setzt sich Richtung Osten ab. Wir mittendrin mit den Velos, aber wir können das Tempo der schleichenden Kolonne mühelos mithalten.

Wir kommen gut beim Knutschi an und vergessen dann unsere Abendessen, es ist eben doch schon spät.

Übernachtung

Pitton - Pitton Cross Caravan Park ***
Wales, Camping
nicht am Meer, aber sehr ruhig
Koordinaten: 51.56654, -4.259162
N 51° 33' 59.5"  E -4° 15' 33"
letzter Besuch: 9.2023

Delphin-Beobachtung 10.9.2023

Und kein Wechselgeld

Genau mit dem Aufstehen beginnt es zu regnen. Also müssen wir nicht hetzten, räumen zusammen, Ver-/Entsorgen in Ruhe und machen uns dann auf Richtung Norden. Die kleinen Strassen sind nun kein Problem mehr, aber irgendwann sagt Anita ganz lasch: du fährst auf der falschen Strassenseite. Ups, bei so wenig Verkehr Sonntagmorgens kann das doch mal passieren, oder?

Wir kommen gut und entspannt vorwärts, trotz des Regens. Nach zwei Stunden kommen wir dann New Quay an, es soll eines der schönsten Städtchen von Wales Nordküste sein. Und es sieht schon mal toll aus auf der Anfahrt, und auf dem Parkplatz dort dürfen die Wohnmobile sogar übernachten. Perfekt für uns. Das Problem nur, es kostet 8 £ und kann nur am Automat mit 1£ Münzstücke bezahlt werden. Das erste Mal hier auf der Insel, wo wir mit Kreditkarte nicht weiter kommen. 6 1£ Münzen haben wir, es fehlen zwei.

New Quay

(Jetzt schreibt Anita weiter:) Das ist ja kein Problem, man nimmt ein 5£ schein und geht ins Geschäft neben dem Parkplatz und fragt, ob man wechseln könnte. Ich habe aber den Fehler gemacht, dass ich Rolf alleine losgeschickt habe und ich noch etwas im Womo erledigen wollte. Ich konnte ja nicht wissen, dass er nun eine halbe Stunde nicht zurück kommt, obwohl ich es ja wissen müsste. Er hat so viel Stolz, dass er nie jemand fragt, sondern typisch Mann, alles selber erledigen will. Er läuft also mal ins Dorf und bucht sofort eine Delfin-Beobachtungstour. Natürlich zum Sonnenuntergang, da er schon eine romantische Seite hat. Aber weil man dort mit Kreditkarte bezahlt, hat er danach kein einziges 1£ Stück mehr und gefragt für Wechselgeld hat er nicht. Also läuft er an die Eisdiele gleich daneben und kauft sich ein Eis. Das Eis kostet 3£ und etwas, er hat also im Wechselgeld ein 1£ Stück, so fehlt aber immer noch eins. So kauft er sich auf dem Heimweg nochmals ein Eis bei der nächsten Eisbude und der Laggl nimmt dieses mal 2 Kugeln. Das Eis kostet dann 4.85£. Man rechne, wieviel 1£ Stücke erhält er zurück? Richtig, keines! So ist er gezwungen, bei der dritten Eisbude nochmals eines zu kaufen mit nur einer Kugel. Immerhin bringt er mir dann das Eis, weil er total satt ist. Immerhin kann er auch das Parkticket lösen. Aber warum muss man immer alles so kompliziert machen, wenn man einfach fragen könnte? (Anita Ende).

Hafen von New Quay

Nachmittags gehen dann alle 10 Minuten ein 5-minütiger Regenschauer nieder und wir machen es uns im Womo gemütlich. Ab 17 Uhr hat der Wetterbericht besseres Wetter und wir haben unsere Delfintour auf 18:30 Uhr gebucht. Eine Stunde vor der Abfahrt spazieren wir tatsächlich bei trockenem Wetter durchs Städtchen und geniessen den kleinen Hafen. Danach steigen wir in das kleine zweirümpfige Boot und fahren zuerst der Küste entlang und der sonne entgegen. Wir können es aber kurz machen, weit und breit kein Delfin, geschweige denn ein Pärchen, die vor der roten Sonne einen Sprung mit ihrem Jungen aus dem Wasser machen. Also keine Traumfoto. Ausser ein paar Seevögel und einer sich sonnenden Robbe auf einem Felsen sehen wir gar nix. Auch kein springender Wal oder wenigstens eine Haifischflosse. Nix.

sonnende Robbe

Wir geniessen die Fahrt trotzdem, Rolf trägt zum ersten Mal seine neuen Wanderhosen und Anita wird es nicht schlecht, weil das Meer so wirklich ruhig ist.

ist doch auch schön

Tagebuchapp

(wieder Anita) Ich haben diese Reise bisher mit einem neuen Reiseaufzeichnungsapp aufgezeichnet. Zuerst hatte ich JourneyBlog probiert. Ging ganz gut, aber die einzelnen Punkte waren nicht mit einer Linie verbunden. Nach einem Jahr habe ich dann auf Polarsteps gewechselt. Dies hatte eine paar coole Funktionen und auch die Reiseroute wurde toll dargestellt. Allerdings hatte ich immer wieder Probleme, die Fotos online zu stellen und es ging mir einfach nicht leicht von der Hand. Ich will ja nicht einen so grossen Aufwand wie Rolf mit seinem Blog machen, bei mir muss es schnell und einfach gehen und nicht viel Aufwand generieren. Nun teste ich seit zwei Wochen FindPenguin, und bin vorerst begeistert. Einfache Reiseroute, einfaches hochladen von Fotos, gutes Beschriften und alles Gute von den zwei vorherigen Apps vereint. Und das Beste: wer dort meine Reisen und Einträge lesen will, muss sich weder registrieren noch etwas runter laden. Sondern einfach einen Link aufrufen, also ganz einfach für meine wenigen Familien-Follower.

Wer mir dort aber trotzdem folgen und etwas mehr Fotos anschauen will, wie auf dem Blog, kann einfach diesen Link aufrufen: https://findpenguins.com/womoblogch

Übernachtung

New Quay - Central Car Park ***
Wales, Parkplatz
gute Lage, etwas schräg
Koordinaten: 52.21079, -4.360830
N 52° 12' 38.9"  E -4° 21' 39"
letzter Besuch: 9.2023

Der Coldstones Cut 11.9.2023

Wir kommen in Yorkshire an

Wir haben nun genug Hecken und grünen Wald gesehen, wir sehnen uns nach Weite, Aussicht und überblickbare Landschaft. Wales Ade. Allerdings müssen wir noch etwas recherchieren, wohin wir fahren sollen. Vorgesehen wären eine Auswahl von Burgen wie Harlech, Caernaforn, Conwy oder die tollen Brücken Britannia oder Menai Bridge. Klar, wir könnten auch in die Berge zum Snowdonai Nationalplark. Aber heute morgen regnet es, wandern in den Bergen ist nix, Burgen haben wir schon genug gesehen und Brücken im Regen sind auch nicht wahnsinnig toll. Also beschliessen wir, einen Fahrtag einzulegen und das Wetter auszunutzen, um näher an Schottland zu gelangen und dort mehr Zeit zu verbringen.

Wir düsen also los nach Navi und haben bis Abends 360km und 6 Std. Fahrzeit hinter uns. Zwischen Liverpool und Manchester haben wir Autobahnen, viel Verkehr, 4-spurig pro Richtung und wir müssen mindestens 10x die Autobahn wechseln, ein Autobahnkreuz am andern. Wahnsinn, so was sind wir gar nicht gewohnt. Zwischendurch müssen wir auch noch tanken und hier in England kommen jeweils maximal 100 Liter Diesel pro Zahlvorgang heraus. Wir kriegen unseren Tank so nicht mal voll, ich schätze, es hätten noch 10 Liter mehr Platz gehabt.

unterwegs

Aber dann geht es weiter, die 2.50m hohen Hecken ändern sich zu 1.20m hohen Steinmauern, wir können die Landschaft wieder überblicken und sehen in grüne Felder und grüne Hügel. Uns geht es richtig gut und wir geniessen die Aussicht jeden Kilometer. Am Schluss werden dann auch die Strassen etwas steiler, es geht mehr bergauf und die Landschaft wird bergiger.

Irgendwo gehen wir noch einkaufen, weil wir völlig unerwartet einen Aldi mit grossen Parkfeldern sehen. Aber es war eine falsche Entscheidung, nicht mal frisches Brot gibt es hier und nur abgepackte Ware. Wir hätten besser in einem Sainsbury's gestoppt und dort eingekauft und unser Self-Checkout-Wissen getestet.

Der Coldstones Cut von oben

Dann endlich, um 18 Uhr kommen wir an unserem Ziel an, ein kleiner Parkplatz beim The Coldstones Cut in Yorkshire an (kommt die Hunderasse Yorkshire Terrier von hier?). Wir suchen unsere Stellplätze übrigens mit https://www.searchforsites.co.uk/.

Der Coldstones Cut ist ein ziemlich grosses Kunstwerk, das vom Künstler Andrew Sabin als Gegensatz zum Coldstones-Steinbruch geschaffen wurde. Auf Bildern sah es ziemlich gut aus, darum haben wir diesen Platz gewählt.

uns gefällt es

Wir sind mit unserem Übernachtungsplatz sehr zufrieden und laufen sofort zu diesem Werk hoch. Es ist im Innern wie ein Irrgarten, man hat keine Ahnung, wie es richtigerweise aussieht. Aber der Gegensatz zum grossen Loch des Steinbruchs dahinter, sieht es in der Landschaft einfach toll aus. Neben dem Kunstwerk hat ein anderer Künstler (der Bauer?) aus Traktorreifen ein grosses Velo geschaffen, das interessiert uns natürlich auch noch.

Wir sind sofort verliebt in die Gegend und laufen die 400m zurück zum Womo, wir brauchen die Drohne. Danach wieder den Berg hoch und hoffen, dass die paar Regentropfen nicht zu einem wirklichen Regen anschwellen.

Wir geniessen die Zeit hier oben, die Landschaft, den Steinbruch, das Velo, das Kunstwerk.

Steinbruch

Das ist unsere Welt. Die Fahrt hierhin hat sich schon gelohnt, und wir bereuen es nicht, ein paar Burgen, Brücken und Hecken ausgelassen zu haben.


360km 5:57Std, 9.2 Liter Diesel, 60km/h

regnerisch, 15 - 25 Grad

Übernachtung

Harrogate - Coldstones Cut Car Park ****
England, frei
einsam und schön gelegen
Koordinaten: 54.07535, -1.804420
N 54° 4' 31.3"  E -1° 48' 15.9"
letzter Besuch: 9.2023

Reisestrecken

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