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Schweden 2018
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Reisebericht

Das Adiletten-Problem 18.11.2018

Zwischenbilanz aus der jetzigen Marokko-Reise

Man stellt sich im Vorfeld einer Reise ja auf irgend etwas ein: auf eine super schöne Gegend, auf Probleme mit aufsässigen Händlern, wenig Verkehr oder viele Schlaglöcher. Entweder treten diese Dinge ja dann auch ein, weil man sie herbeisehnt, oder es kommt ganz anders. Wir reisen jetzt zum zweiten Mal nach Marokko und bei Zweitreisen ist das immer so eine Sache, wird es gleich schön wie letztes Mal, sind wir danach enttäuscht? Denn schöner wie letztes Mal kann es ja nicht werden.

Aber jetzt stehen wir vor einem Problem und das hat mit meinen Adiletten zu tun. Nicht mit den Wanderadiletten (da wir schon Fotos von Bergspitzen in Adiletten gepostet haben, gaben unsere Leser diesen Namen vor), nein sondern mit den Klebeadiletten. Läuft man in einer Oase in dieser Jahreszeit umher, liegen überreife Datteln am Boden. Und ich sage euch, tritt man auf so eine Dattel, die klebt danach an der Sohle so fest, die kannst du nicht einfach abschütteln, nein, die muss man mit Messer abkratzen und mit Wasser waschen. Dass man dies nicht immer grad sofort macht, ist ja klar, aber dann klebt schon die zweite Dattel an…

die fiesen kleinen, stacheligen Dinger

Und das fiese kommt erst jetzt, nämlich das zweite Problem: es gibt so fiese kleine Unkräuter, die haben so kleine Kugeln mit extrem starken Stacheln dran. Die bohren sich wie Stahlspitzen in die Sohlen, gehen aber nicht weit rein, und betritt man dann mit so einem Schuh voll Spitzkugeln das Womo, fallen sie ab und verteilen sich im Womo. Zieht man dann die Schuhe aus und läuft barfuss, schreit man sofort auf, denn diese Dinger bohren sich dann in die Fusssohlen. In Kombination mit den festklebenden überreifen, flachgedrückten Datteln eine tödliche Kombination. Meint man nun, das sei alles, vergisst man die Blätter eines anderen Unkrautes, das flach auf dem Boden wächst. Auch dessen Namen weiss ich nicht, aber die eigenschafften der Blätter: diese haben so ganz kleine Borsten, die noch kleinere Widerhacken haben und sich überall festhalten. Tritt man nun in Socken und Adiletten auf so ein Pflänzchen, und kommt zum Womo zurück, sind die Socken grün, egal wie sie vorher ausgesehen haben. Überall festklebende Blätter! Und die sind so weich, dass man sie echt nicht mehr von den Socken losbringt, sie zerbrechen in 1000 Stücken, die man dann einzeln aus der Wolle ziehen muss. Und da die Widerhäckchen so klein sind, bringt man sie auch nicht mehr von den Händen weg. Ich sage euch, ein purer Alptraum, in einer Oase umher zu laufen.

Und das allerfiese, all diese Gegner scheinen es nur auf Männer abzusehen. Warum meine Anita davon nie betroffen ist, ist mir ein völliges Rätsel.

Ich sage euch, Marokko ist ein wahrer Alptraum, besser nicht hierher reisen…

Ach ja, Ouarzazate ist eine der Gegenden, die auf der Welt am meisten Sonnenstunden hat, darum wurde das riesige Kraftwerk von Gestern hierher gebaut. Aber wisst ihr was: heute regnet es auf unser Womodach! 


Unterwegs zu Freunden 18.11.2018

Wir nähern uns wieder dem Sand und er uns

Wir verabschieden uns von Said und Corinne auf dem Camping Tansifte und wollen wieder direkt in den Süden nach Mhamid zu unseren Freunden fahren. Wir haben dort noch etwas zu besprechen. Da es nicht wirklich viele Kilometer sind und wir die Strecke schon kennen, können wir auf den guten Strassen praktisch durchrasen. Unterwegs kaufen wir noch frische Datteln im Draa Tal, die Dattelernte ist in den allerletzten Zügen und die überall zu kaufenden Datteln also so richtig frisch.

Dattelverkäufer

Eingangs Zagora sehen wir dann an einem Kreisel ein Werbeplakat eines Radrennens, das interessiert mich natürlich sofort. Allerdings lesen und etwas verstehen kann ich absolut nichts, das einzige das wir verstehen, es findet irgendwann im Jahre 2018 statt…

Zagora mit Werbung für ein Radrennen

Aber auch in Zagora halten wir nicht, fahren einfach durch und erst auf dem letzten Hügelzug, dort wo der Berg wie eine Tajine steht, halten wir danach kurz bei den Hinweisetafeln zur Wüste. Nochmals ein Foto und dann weiter Richtung Sand. Oder der Sand Richtung zu uns. Es beginnt zu winden und kurze Zeit später sind wir wieder in einem Sandsturm, der auch nicht nachlässt, als wir auf dem Campingplatz La Boussole in Mhamid eintreffen.

Die Wüste beginnt

Sofort begrüssen uns Khalifa und Abdou ganz herzlich und laden uns zu einem Tee ein. Wir besprechen auch das weitere Vorgehen betreffend Brunnen und Solarpumpe. Die beiden haben eine riesige Freude, dass die Spendenaktion schon 2910 Fr. eingebracht hat nur noch 440 Fr. fehlen für ihre Solarpumpe. Sie können es fast nicht glauben, dass sie jetzt schon die Pumpe bestellen und den Auftrag vergeben dürfen. Sie machen uns aber auch klar, dass sie nicht einfach so diese Spende annehmen können. Bei den Berbern werde nicht geschenkt, sondern nur getauscht und sie wollen allen Leuten, die gespendet haben, dafür eine (oder zwei oder drei) Übernachtung auf dem Campingplatz eintauschen. Wir machen ihnen dann klar, dass es auch Leute gibt, die nur 20.- gespendet haben und es sich nicht lohnt, diesen die Übernachtung zu schenken. Keine Chance, sie bleiben dabei, jeder der gespendet hat, kann hier gratis übernachten und die, die etwas mehr gespendet haben, werden zu ihnen heim eingeladen und ihre Mutter bekocht dann diese Gäste.

Sandsturm

Und falls übrigens mehr Geld als benötigt zusammen kommt, werden sie auch zwei Duschen für die Gäste bauen können, denn Wasser und eine funktionierende Pumpe haben sie ja dann.

Ach ja, und wohin ich das Geld überweisen kann, ist immer noch nicht klar. Der Campingplatz hat zwar ein Bankkonto, aber die IBAN Nr. für eine internationale Überweisung haben wir immer noch nicht herausgefunden. Bei unserem letzten Besuch der Bank hat mir ja niemand Auskunft gegeben, jetzt ist auch der Grund klar: die Bank hatte Stromausfall und nichts ging mehr! Und heute war sie geschlossen, als wir nochmals stoppen wollten. (Abdou wird morgen extra wieder mit dem Taxi nach Zagora zur Bank fahren und nochmals nachfragen, ein Weg 95km und mit dem Sammeltaxi 45 Dhm (4.50€)….


Übernachtung

Mhamid - La Boussoule ***
Marokko, Stellplatz
letzter Platz vor der Sahara, rundum nur noch Wüste
Koordinaten: 29.82855, -5.732619
N 29° 49' 42.8"  E -5° 43' 57.4"
letzter Besuch: 11.2017

Einladungen 19.11.2018

Wir sind heute grad zweimal im Mhamid privat eingeladen

Eigentlich wollte ich heute über ein ganz anderes Thema schreiben, das heisst, ich habe es schon geschrieben, nur noch nicht veröffentlicht. Wie vielfach hier, kommt wieder etwas dazwischen.

Montagnachmittag ab 16 Uhr ist hier in Mhamid Markt, nicht der normale Gemüsemarkt, sondern Kleider, Küchenutensilien, kleine Küken etc, also vor allem der Markt der Frauen und Kinder.

Wir schauen die Waren an, werden von Kindern und Frauen angelächelt und dann auch von Larbi, einem jungen Marokkaner. Wir werden von ihm auf einen Tee eingeladen und er erklärt uns noch auf dem Markt, dass er ein Guesthouse hat und dies auf couchsurfin.com ausgeschrieben hat. Er zeigt uns auf seinem zersplitterten Tablet seine Kundenrezensionen. Zum einen haben wir Durst und zum andern nimmt es uns doch Wunder, wohin er uns führen wird.

Das Schlafzimmer von Larbi zur Vermietung

Wir spazieren mit ihm durch zwei Strassen, dann sperrt er eine alte, verrostete Türe auf uns führt uns in sein Wohnzimmer. Mit ganzem Stolz zeigt er uns auch sein Schlafzimmer, wo Gäste aus aller Welt bei ihm gratis übernachten können. Wenn er Gäste habe, schlafe er dann in der Küche. Allerdings hat er in seiner Wohnung keinen Strom und Licht macht er mit Kerzen.

Er himmelt Anita so lange an und fragt, wie viele Kamele ich für sie will, bis es mir langsam unheimlich wird. Klar, er macht nur Scherze, aber dennoch….

Anita mit ihrem neuen Verehrer

Danach bin ich wieder froh, als wir uns verabschieden und wir wieder Richtung Campingplatz marschieren. Kaum kommen wir da an, wartet Abdou in einem Taxi und entführt uns zu sich nach Hause. Wir seien heute Abend seine Gäste. Bei ihm zu Hause angekommen, etwa 400m vom Campingplatz entfernt, betreten wir sein Haus in einen grösseren Raum, müssen dann die Schuhe ausziehen und dürfen die Stube betreten, wo seine Mutter wartet. Der Raum ist sehr karg eingerichtet, eigentlich nur Teppiche am Boden, zwei niedrige Tischchen und ein paar Kissen.

Wir setzen uns auf die Kissen an einem der Tischchen und dann wird Tee serviert. Danach kommt noch eine junge Frau und auch der Taxifahrer als Gäste zu uns. Irgendwie sind da alle miteinander verwandt und auch eingeladen. Alle essen mit, nur die Frau von Abdou und seine Mutter nicht, die müssen kochen und servieren.

Zuerst gibt es Tee, danach Fleischspiesschen mit Brot und feinen Crèpe ähnlichen Teigfladen. Es wird arabisch gesprochen und mit Händen und Füssen. Danach wird ein Wasserkrug herumgereicht, wo alle ihre Hände waschen und dann wird eine grosse Schale Reis mit Fleisch und Gemüse serviert, worin fünf Löffel stecken. Daraus wird nun gemeinsam gegessen. Als ich Abdou frage, was für Fleisch das ist, antwortet er mit der Gegenfrage: Was wir denn gerne für Fleisch hätten? Ich lasse es also und wir wissen bis jetzt nicht, was es genau war, aber es war ganz gut.

unser Abendessen

Kurz darauf wird noch eine Schale mit Früchten serviert und wir essen marokkanische Banane, Mandarine und Äpfel. Kaum haben wir den letzten Bissen runtergeschluckt, sagt Abdou, wir sollen uns jetzt verabschieden, er bringe uns nach Hause.

Die Frauen verabschieden sich sehr herzlich von Anita, die Mutter schenkt ihr noch Schuhe (in der richtigen Grösse) und kleidet sie in eines der hier üblichen Tücher wie eine echte Marokkanerin ein. Die Frauen haben wirklich eine Freude an Anita und irgendwie merkt man, dass es hier eher üblich ist, unter dem gleichen Geschlecht zu kommunizieren, wie Frau und Männer miteinander.

Abdou mit seiner Tochter (seine Frau und seine Mutter wollten nicht auf das Bild)

Es war ein Erlebnis dieser Abend, auch wenn wir ihn noch nicht ganz so richtig einordnen können.

Jetzt sind wir wieder in unserem Womo und fühlen uns irgendwie wohler, auch gefällt mir Anita in westlichen Kleidern mit einem Hauch Marokko besser, wie 100% Marokko.

Und ich bin ich ganz zufrieden, dass sie immer noch meine Frau ist und nicht für Kamele verkauft wurde…

Übernachtung

Mhamid - La Boussoule ***
Marokko, Stellplatz
letzter Platz vor der Sahara, rundum nur noch Wüste
Koordinaten: 29.82855, -5.732619
N 29° 49' 42.8"  E -5° 43' 57.4"
letzter Besuch: 11.2017

Wüstenausflug 21.11.2018

Wir übernachten in der Erg Chegaga

Abdou und Khalifa haben extra ein Geländewagen für uns gemietet, damit Abdou uns in ein Wüsten-Biwak fahren und uns so nochmals die Wüste und diesen speziellen Lebensraum zeigen kann. Sie sagen, das sei der Dank, dass wir uns für ihren neuen Brunnen mit Solarpumpe einsetzen. Und so eine Einladung kann und darf man auf keinen Fall ablehnen.

Morgens um 10 geht es los Richtung Westen. Auf den ersten 10km gibt es kleine Sanddünen, halbverdorrte Bäume, Sträucher und ebenen Sandflächen, danach kommt etwa für 20 km eine Mondlandschaft übersäht mit dunklen Steinen und sanften Hügeln. Der Jeep kann nicht all zu schnell fahren, muss andern Spuren folgen und Abdou versucht, den ganz tiefen Rillen auszuweichen.

Danach wird es plötzlich wieder grün. Sie hätten diesen Herbst aussergewöhnlich viel Regen erwischt und das sei natürlich sehr gut. Überall ist die Wüste voll grüner Ruccola-Pflanzen und darin laben sich die Dromedare. Ab jetzt bis in einem Monat wird es hier täglich mehr Dromedare haben, die Nomaden kämen aus allen Gegenden mit ihren Herden, um sie hier zu füttern. Danach sei die grüne Pracht wieder vorbei und wenn sie Pech haben, für mehrere Jahre. Aber so weit denken sie jetzt noch nicht, momentan seien sie einfach glücklich, die Nomaden hätten jetzt sogar extra kleine Äcker bestellt, damit sie auch noch andere Gräser anpflanzen können.

Das Dromedar-Paradis

Bei der Oase Laalag machen wir einen Stopp, so wie andere Wüstentouristen auch. Die frei sprudelnde Wasserquelle sei hier langsam am versiegen, das sei eben der lauf der Zeit. Irgendwann werde sie ganz trocken sein und dann müsse man eben wieder eine neue Wasserstelle finden. Der hier gebaute alte Brunnen ist seit neustem auch mit einer Solarwasserpumpe ausgestattet, er habe aber momentan noch genügen Wasser. Anhand der Panele erklärt mir Abdou auch, wie denn in ungefähr der neue Brunnen beim Campingplatz aussehen wird.

Nach diesem Stopp geht es weiter Richtung den richtigen Sanddünen der Sahara. Wir kommen gut in dem schönen Wüstencamp an. Statt Nomadenzelte hat es hier kleine, gemauerten Räume im Nomadenstil, auch ein Sanitärgebäude mit Wasser haben sie hier, da auch hier ein dazugehöriger Brunnen gebaut wurde.

ohne Worte

Anita und ich können natürlich in diesem Wüstencamp nicht einfach so herumliegen, sondern wir müssen sofort barfuss und mit Fotoapparat bewaffnet, eine Sanddüne an der anderen besteigen, immer wird es noch schöner. Es ist einfach fantastisch, in einer Wüste zu sein, wie man sie sich vorstellt.

Wieder zurück im Camp halten wir es keine halbe Stunde aus und müssen schon wieder loswandern. Ich glaube, wir sind vom Nomadenvirus befallen. Jede Düne ist herrlicher wie die vorangegangene und die nächste sieht schon wieder viel schöner aus!

auf der Dünenwanderung

Wir sind bis nach Sonnenuntergang unterwegs, geniessen die Farben, die nun von gelb bis tiefrot das gesamte Spektrum umfassen. So etwas muss man einfach mal erlebt haben!

Nach Sonnenuntergang werden wir dann im Camp kulinarisch verwöhnt, wo inzwischen auch eine handvoll andere Touristen eingetroffen sind.

Nach dem Essen sitzen wir mitten im Camp am Lagerfeuer, die Einheimischen musizieren, wir hören zu und schwatzen.

Abends in der Wüste

Irgendwann tief in der Nacht ziehen wir uns in unseren Schlafraum zurück, wo wir nun den Vorzug eines gemauerten «Zeltes» spüren. Draussen ist es schon empfindlich kühl und hier geben die Mauern nun die Wärme des Tages ab. Letztes Jahr war es in einem richtigen Zelt empfindlich kälter als dieses Mal innerhalb Mauern.

Wir schlafen gut und lange und verpassen heute Morgen beinahe das Frühstück und die Abfahrt.

Wir fahren etwas einen anderen Weg zurück und geniessen das Wüstenfeeling auf der gesamten Fahrt.


Ein Scheiss Thema 22.11.2018

Wie wir dieses Mal das mit der Trenntoilette verkackt haben.

Die sanitären Einrichtungen in Marokko sind meistens nicht auf europäischem Standard. Aber das kann man ja auch niemanden verübeln und man muss sich einfach an so ein Land anpassen. Aber neben diesen kleinen Schwierigkeiten haben wir es dieses Mal auch mit unserer Trenntoilette verkackt.

In der Trenntoilette werden die flüssigen von den festen Stoffen getrennt aufbewahrt. Die flüssigen kann man in jedes WC schütten und die festen werden getrocknet und irgendwann nach vier Wochen WC-Gebrauch entsorgt (oder kompostiert). Bis anhin absolut kein Problem und absolut kein Gestank.

das ist unsere, wieder alles ok

Aber dieses Mal haben wir es selber verkackt. Bei der Auflösung der Kokosfaserziegel nahm ich vor unserer Abfahrt nach Marokko etwas zu viel Wasser und der «Humus» war etwas feucht. Nicht so schlimm dachte ich damals, das trocknet durch den Lüfter problemlos. Falsch gedacht, der Feststoffbehälter war bis heute einfach nie wirklich trocken. Es stank zwar nicht, aber durch den intensiven Gebrauch der letzten zwei Wochen wurde es feuchter und feuchter und die Pampe begann grau zu schimmeln. Nicht gerade appetitlich. Aber was machen? Einfach entsorgen und irgendwo vergraben können wir nicht, oder wollen wir nicht. Da bin ich ein absoluter Gegner, seinen «Scheiss» auf fremden Böden zu vergraben. Das würde ich auf meinem eigenen Grundstück unter keinen Umständen wollen, also machen wir das auch hier nicht.

Und echt, das grösste Problem in Marokko ist aus unserer Sicht der Abfall! Weit davon entfernt, eine normale Abfallentsorgung im ganzen Land aufzuziehen. Gibt man den Kindern Süssigkeiten, werden die Papierchen an Ort und Stelle einfach weggeworfen.

Warmwasseraufbereitung in Marokko noch mit Holz

Aber hier in der Wüste ist es irgendwie etwas anders. Auf dem Campingplatz Abfallkübel und die Kehrichtabfuhr kommt zweimal wöchentlich alles leeren.

Das ist genau unsere Gelegenheit mit unserem WC. Also haben wir heute den Inhalt des Feststoffbehälters in einen stabilen, festen Kehrichtsack von zu Hause entsorgt und direkt der Kehrichtabfuhr mitgegeben. Danach das ganze WC schön gereinigt und jetzt ist es wieder wie neu. Auch die Kokosfaserziegel nur mit dem Minimum an Wasser aufgelöst, damit dieses Mal alles schon trocken bleibt.

Das Trenn-WC ist für diese Reise einfach Gold wert. Die Entsorgung einer WC-Kassette alle zwei Tage kann hier nämlich schon zum Problem werden, wenn man auch mal Frei steht. Nicht alle Camping-/Stellplätze haben funktionierende WC und wir haben auch schon WC erlebt, wo einfach nur ein Abflussrohr 30cm in den Boden geht, dann einen 90 Grad Winkel macht und drei Meter neben dem WC-Häuschen ins Freie läuft. Man kann sich vorstellen, was da passiert, wenn man die WC-Kassette entleeren möchte.

Jetzt ist aber wieder alles gut, unsere Trenntoilette funktioniert wieder problemlos und trocknet auch alles so wie gewünscht.


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