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Avignon Frankreich 2015
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Reisebericht

Fazit Kurztrip Winter Spitzbergen 12.2.2025

wieder vereint

Es hat einfach alles wunderbar geklappt, auch heute. Nach dem ausgiebigen Frühstück spazierten wir nochmals zum Fjord, genossen die tolle Lichtstimmung und die Kälte. Aus der Siedlung konnten wir ja nicht mehr ohne Gewehr… Was uns auch noch imponiert hat: sobald man sich aus dem Siedlungsgebiet bewegt, gibt es an neuralgischen Punkte eine Leuchtinfo-Tafel, darauf die Wettervorhersagen, Lawinenbulletin. Aktuelle Temperatur und auch die Möglichkeit, sein Lawinengerät zu testen. Finden wir top, schauen es uns allerdings nur an.

kaltes Näschen bei gefühlten -22 Grad

Grosse Expeditionen liegen für uns nicht mehr drin. Um 11 Uhr heisst es Zimmer abgeben, um 13:45 Uhr kommt der Flughafenbus und um 16 Uhr fliegen wir zurück nach Tromsö. Der Flieger hat 30 Minuten Verspätung und dann sind wir um halb Sieben endlich wieder bei unserem Knutschi auf dem Parkplatz. Die Heizung lief durch bei eingestellten 8 Grad, Batterie noch zu 68% gefüllt (Die Dieselheizung verbrauchte also in 54 Stunden 32 Ah, also pro Stunde durchschnittlich nicht mal ein Ampère. Wenn das nicht top ist!).

Danach machen wir unser Wohnmobil startklar und fahren bei Schneetreiben noch 12km auf einen Parkplatz in den Bergen, vielelicht sehen wir ja noch Nordlichter…

- Sonnaufgang 
- Sonnenuntergang
- Tageslänge

schön, kalt -5  bis -17 Grad

12 km
0:17 Std.
40 km/h
14,7 Liter

Fazit Spitzbergen

Wir glauben, wem das Nordkap gefällt, gefallen auch die Spitzbergen und der sollte hin. Und wer nicht ans Nordkap fährt, weil ihm alles andere reicht, der muss auch nicht auf Spitzbergen sein. Denn es geht auch um das Gefühl, möglichst nördlich zu sein.

Wir würden diesen Ausflug sofort wieder machen. Es war top, auch wenn es schlussendlich mit Flug und gutem Hotel über 1000 CHF gekostet hat. Das war es uns aber absolut wert. So schnell kommt man nicht mehr nach Spitzbergen. Zwei Übernachtungen haben aber gereicht, mehr Zeit braucht man nicht, wenn man nicht vorher Tagesausflüge bucht. Hundeschlittenfahrten, Schneemobiltouren, Besichtigungstouren im Anhänger eines Schneetracks etc. Irgend etwas sollte man aber schon buchen, auch vor Ort, denn sonst kommt man nicht aus dem Dorf hinaus. Und wirklich viel los ist nicht.

Hinweistafel AusgangsDorf

Der Flug war bequem und mit 90 Minuten nicht zu lang, die Sicherheitskontrollen sind streng, aber alles läuft eher gemütlich ab. Transfer zum Hotel kein Problem, Parkieren in Tromsö auf dem Langzeitparkplatz des Flughafens hat uns CHF 51.50 gekostet.

Drohne muss man nicht nach Spitzbergen mitnehmen (haben wir auch nicht), die Siedlung ist innerhalb des 5km Radius des Flughafens und ausserhalb ist Naturschutz, also ebenfalls verboten. Fliegen Fehlanzeige.

am Flughafen

Das Hotel Radison Blue Polar ist super gelegen, zum Fjord ist man zu Fuss recht schnell und in der Einkaufsmeile ebenfalls. Es soll das beste Frühstücksbuffet der Insel sein, uns hat es echt gefallen.

Im Winter, ob dunkel oder nicht, würden wir den Ausflug sofort wieder machen und empfehlen ihn auch weiter. Während dem Sommer wahrscheinlich eher nicht. Denn dann müsste man schon mindestens eine wirkliche Tagestour irgendwohin buchen, denn um nur im Dorf herumzulaufen, wäre das ganze dann schon etwas teuer. Und wenn dann schlecht Wetter ist, wird die Tour verschoben…

Am Fjord

Fotografieren mit diesen Lichtstimmungen sind der Traum, allerdings wirklich gute Landschaftsbilder kann man in Longyearbyen nur am Fjord machen, alle anderen tollen Fotohotspots erreicht man nicht ohne Guide. Man merkt aber, dass es ursprünglich ein Bergbaudorf ist, überall in der Landschaft gibt es nicht allzuschöne Kohletransportiertürme oder alte Kohleminen. Und überall Freiluftstromleitungen, wo man extrem zielen muss, dass keine auf einem Foto genau vor einem Berg zu sehen ist.

Jetzt freuen wir uns aber, wieder mit dem Wohnmobil vereint zu sein und wieder auf eigene Faust zu planen und loszufahren.

Geschätzte Sonne 13.2.2025

und pittoresk Landschaften

Es ist schon ein wahnsinnig gutes Gefühl, morgens mit Sonnenstrahlen geweckt zu werden. So etwas schätzt man erst wieder richtig, wenn man kein direktes Sonnenlicht hatte. Wie halten die Spitzbergler das aus, 3 ½ Monate die Sonne nicht zu sehen?

Wir geniessen den heutigen Morgen, machen einen kurzen Schneespaziergang bei einer herrlichen Lichtstimmung und toller Aussicht. Wir überlegen kurz, ob wir noch eine Schneeschuhtour machen sollen, aber irgendwie sind wir nicht zu 100% fit und es ziehen Wolken auf, also lassen wir es bleiben.

Gemächlich fahren wir den Berg runter und dann an Tromsö vorbei, als wir den Blinker zur Hochebene Kattfjordeidet stellen, sehen wir, dass schon ganz unten ein Lastwagen mit Anhänger auf der schneebedeckten Strasse stecken geblieben ist. Also fahren wir einige Kilometer weiter, bis wir einen geeigneten Platz an der Strasse finden und montieren die Schneeketten. Sicher ist sicher, und wir wollen nicht in dieser Steigung steckenbleiben und die wenigen Autos aufhalten. Inzwischen sind die Schneeketten sehr schnell montiert, ist ja keine Hexerei.

Wir wenden und fahren nun die Steigung hoch, überholen den Camion, der auch am Schneeketten montieren ist und müssen so nicht vor den Steigungen zittern. Wir stoppen auf jedem Rastplatz, steigen aus, machen Fotos und geniessen das Licht und die einsame Landschaft. Allerdings, so einsam ist sie nicht, viele Touranbieter aus Tromsö parken ebenfalls mit Gästen, gehen auf Schneeschuhwanderungen, Hundeschlittentouren oder einfach spazieren. Immer dort, wo es dann einige Leute hat, stoppen wir ebenfalls, schliesslich muss es da sehr schön sein…

Mit Schneeketten kommen wir so unserem Etappenziel Sommarøy langsam aber sicher immer näher. Wir entschliessen uns, auf dem Campingplatz zu übernachten, allerdings wissen wir nicht so recht, ist er geöffnet oder geschlossen. Aber wir parken unser Knutschi auf einem Platz und finden etwas später sogar einen Bezahlautomaten. Mit Kreditkarte bezahlen (wir haben auf der gesamten Reise noch kein Bargeld benötigt) und dann bekommen wir einen Code für die Toiletten. Also Tipptop und genau beim gelben Sandstrand und wir sind die einzigen Gäste heute. Es sieht schon etwas pittoresk aus, ein gelber Sandstrand, türkisfarbenes Wasser und rundherum Schnee. (Pittoresk bedeutet malerisch oder bildschön. Es beschreibt oft Landschaften, Dörfer oder Szenerien, die besonders reizvoll, idyllisch oder wie aus einem Gemälde wirken.) Der ganze heutige Tag war pittoresk, oder besser gesagt, die gesamte Reise.

Immer wieder fährt ein Kleinbus mit Touristen vor, die dann für eine halbe Stunde fotografieren, spazieren und sich genau so freuen wie wir. Wir bekommen übrigens heute einige Komplimente für unser Design des Womos. Anscheinend treffen wir damit den Geschmack der Skandinavier.

Eigentlich wollten wir die Fjordlandschaft direkt am Meer verlassen, aber heute und morgen sind schöne Tage gemeldet und da geniessen wir diese einfach. Da viele Fähren im Winter nicht betrieben werden, gibt es nun grosse Umwege, aber wir haben Zeit und sobald das Wetter schlechter wird, werden wir in das Hochland oder nach Schweden ausweichen. Jetzt geniessen wir aber das Meer, die milde Temperaturen (-3 Grad, und trotzdem frieren wir den ganzen Tag.) und vor allem, es ist windstill, wir müssen nicht bei starken Böen zusammenzucken. Der Ausflug am Nordkapp hat schon etwas Spuren hinterlassen.

Und ja, es ist einfach wieder schön, mit dem Wohnmobil unterwegs zu sein, rumlaufen wie man will, den Kühlschrank öffnen, wenn man will, WC immer dabei und geschlafen haben wir in den eigenen Betten göttlich!

8:24 Uhr Sonnenaufgang
15:38 Uhr Sonnenuntergang
7:14 Std. Tageslänge 

bewölkt, -3 Grad

78 km
2:14 Std.
34 km/h
11,2 Liter

Übernachtung

Sommaroy - Camping & Marina ****
Norwegen, Camping
gute Lage, im Winter einsam und verlassen, aber Serviceangebot ist geöffnet
Koordinaten: 69.63655, 18.005790
N 69° 38' 11.6"  E 18° 0' 20.8"
letzter Besuch: 2.2025

Schneekettenfahrt 14.2.2025

alle Wetterlagen

Heute haben wir auf der Fahrt alle Wetterlagen des Winters durchfahren. Da wir nur relativ kleine Strassen gefahren sind, wo wir nicht wussten, ob es Steigungen beinhaltet, liessen wir die Schneeketten von gestern drauf. Und es hat sich gelohnt. Von Schneesturm bis blauer Himmel hatten wir alles, von steilen Aufstiegen und rutschigen Abfahrten auch. Wir fuhren so gemütlich mit ca. 50km/h, selten mal ein anderes Auto, meistens an einem Fjord entlang. Und die Aussichten phänomenal.

Schlussendlich landen wir auf einem Campingplatz, wissen aber nicht so recht, ob er geöffnet ist oder nicht. Gerade als wir uns eingerichtet haben, kam ein Lastwagen und sagt, dass sei sein Platz. Also packen wir zusammen und suchen im Dunkeln ein einen anderen Platz für unser Knutschi. Und jetzt wissen wir nicht genau, ob der Betreiber noch vorbeikommt und ob wir da eventuell auf einem Durchgangssträsschen stehen, statt auf einer Parzelle. Ist irgendwie kein so prickelndes Gefühl.

Der Blogeintrag heute fällt kurz aus, ich bin nicht wirklich zwäg und habe leichtes Fieber. Darum gehe ich früh ins Bett, Schlafen ist die beste Medizin.

  8:22 Uhr Sonnenaufgang
15:49 Uhr Sonnenuntergang
7:27 Std. Tageslänge

266 km
6:30 Std.
41 km/h
11,3 Liter


Übernachtung

Bardu - Fosseng ***
Norwegen, Camping

Koordinaten: 68.78235, 18.176657
N 68° 46' 56.5"  E 18° 10' 36"
letzter Besuch: 2.2025

zu Schnell 15.2.2025

Ansichtssache

Der Campingplatzbetreiber liess sich auch heute Morgen nicht blicken. Also wie zahlen? Bisher haben wir noch nirgends Bargeld gebraucht und so haben wir auch keines dabei (wir sind sooo arm). Also schreibe ich einen Zettel, er solle mir doch ein E-Mail mit der IBAN-Nr. schreiben, damit ich ihm das Geld überweisen kann und stecke diesen Zettel in die Bezahlbox. Diese sieht aber nicht aus, als ob sie täglich geleert wird, so bin ich dann mal gespannt, wann ich dieses E-Mail bekommen werde.

Gestern Abend/Nacht gab es bei klarstem Himmel noch die schönsten Nordlichter, allerdings bin ich nur kurz nach draussen, schnell 3 Fotos und wieder unter die warme Decke. Die Nachttemperaturen gingen nämlich bis gegen -15 Grad. Es ist schon krass, wie man verwöhnt wird, nicht mal für ein paar Nordlichter ist man mehr bereit, etwas zu frieren. Liegt auch vielleicht daran, dass wir schon sehr viele gesehen haben, nicht nur auf dieser Reise, vielleicht lag es aber auch am Fieber, das ich immer noch habe. Allerdings habe ich danach gut geschlafen und so erholt man sich am besten. Heute Morgen fühlte ich mich bereits etwas besser.

So fuhren wir relativ früh weiter, ca. 9 Uhr. Aber kaum auf der E6, sagt Anita: «nicht so schnell, es könnte eisig sein!» Ich bin ja schon der langsamste auf dieser Strasse, denke ich aber nur. Und so fahren ich ein paar Stundenkilometer langsamer. Auf den Geraden gebe ich wieder etwas Gas, nicht übertrieben, aber so, dass ich vor der nächsten Kurve wieder höre: «Achtung, es könnte eisig sein!» Ich versichere meinem Schatz 100x, dass ich unser Womo im Griff habe und dass wir sowiso die langsamsten sind auf dieser Strasse und alle anderen viel schneller fahren. Nützt alles nichts. Vor der nächsten Bergabpassage: «Achtung, nicht so schnell, es könnte eisig sein.» Ich weiss, ich weiss, ich fahren ja schon etwas langsamer. «Aber nur 1km und das bringt gar nichts.» So geht es den ganzen Tag und wer hat am Schluss recht gehabt? Sind wir in einem Strassengraben gelandet? Sind wir irgendwo geschleudert? Gab es kritische Situationen? Sind wir geblitzt worden? Eben!

unterwegs

Wir merken aber auch, dass wir diesen Teil der E6 noch gar nie gefahren sind, obwohl wir nun schon zum vierten Mal in Norwegen sind. Nach 40km verlassen wir diese gut ausgebaute Strasse (quasi die Autobahn hier im Norden) und biegen auf die E10 ab. Bei einer Baustelle auf einer Brücke müssen wir beim Rotlicht ziemlich lange stoppen und wundern uns über das komische Gefährt, das im Wasser unter der Brücke durchfährt. Wir können es nicht sofort identifizieren, aber als es näher kommt sehen wir tatsächlich ein U-Boot! So etwas habe ich nun wirklich noch nie gesehen. Wohin es echt will? Eventuell ein amerikanisches oder gar ein russisches? Norwegen selber hat 6 U-Boote, diese können aber via Schiffsradar nicht verfolgt werden, sind also inkognito unterwegs. Wir sind froh, auf der Strasse zu sein, so kann uns dieses Gefährt wenigstens nichts anhaben.

So kommen wir gut und sicher (aber etwas langsam) in Sigerfjord an, wo es am kleinen Häfelchen einen Stellplatz gibt. Auch hier, bezahlen via Couvert (200 Norwegische Kronen haben wir inzwischen auch als Bargeld) und wir sind wiedermal die einzigen. Sogar die Stromsäulen sind in Betrieb und auch eine Beschreibung, wo man sich hinstellen kann. Diese ist noch wichtig, denn nach dem heutigen Neuschnee von 10cm ist hier noch nichts geräumt und alles sieht gleich aus, ob befestigter Platz oder einfach nur Wiese.

wir stehen wiedermal am Strom

Wir geniessen die Umgebung und das Meer. Hier gäbe es tolle Nordlichtfotos vor einer gewaltig schönen Kulisse, es ist jedoch weiterhin Schnee angesagt. Aber vielleicht gibt es diese Nacht mal noch eine Wolkenlücke. Es scheint, als ob Petrus weiss, dass wir die Lofoten auch mal in Weiss sehen möchten und er es darum noch kräftig schneien lässt.

Wir möchten nämlich morgen auf die Insel Hadseløya, dort wo es viele Elche gibt und danach übermorgen weiter auf die Lofoten. Und die Lofoten in Weiss, das hat dann schon etwas!

  8:10 Uhr Sonnenaufgang
16:05 Uhr  Sonnenuntergang
7:55 Std. Tageslänge

201 km
3:34 Std.
56 km/h
9,3 Liter

Übernachtung

Sigerfjord - Småbåthavn ****
Norwegen, Stellplatz

Koordinaten: 68.65282, 15.487912
N 68° 39' 10.2"  E 15° 29' 16.5"
letzter Besuch: 2.2025

Erfolgreich ohne Elche 16.2.2025

Auf den Vesterålen

Wir erwachen einmal mehr in einem Winterwonderland. Über Nacht hat es nochmals 10cm geschneit, also wird zuallererst unser Knutschi vom Schnee befreit. Da wir heute nur 50km fahren wollen, haben wir Zeit und so endlich einmal mit der Leiter aufs Dach und dort alles von Eisplatten befreien. Das dauert länger wie geplant, sind wir doch fast eine Stunde dran, bis alles runter ist.

Danach wird zusammengepackt und unser Navi programmiert. Unser Ziel ist das Städtchen Melbu auf der Insel Hadseløya. Auf der Insel gibt es ziemlich viele Elche und auch im Sommer sahen wir von der Strasse aus 2x. Warum sollte das nun im Winter anders sein? Die Elche sind ja auf der Insel gefangen und können nicht runter. (Falsch, Elche können bis 10km weit an einem Stück schwimmen.)

So fahren wir gemächlich auf verschneiten Strassen zuerst über die Sortlandsbrua und danach über die Hadselbrua, beides imposante, lange und schöne Brücken. In Stokmarknes lassen wir das Hurtigrutenmuseum rechts liegen und fahren direkt nach Melbu. Dort am Hafen gibt es einen Top-Stellplatz mit überwältigender Aussicht auf die Lofoten. Dazu ist er sehr ruhig gelegen und hat eine top Infrastruktur, und das für nicht mal 25 CHF. Die gesamte Infrastruktur ist auch im Winter verfügbar.

Als wir ankommen, sind wir wieder mal die einzigen und können uns einen Platz aussuchen, natürlich der vorderste direkt am Meer mit Aussicht. Platz bezahlen und danach sich wieder fast nicht satt sehen an dieser Aussicht!

Unser Schlafensplatz mit Sicht auf die Lofoten

Wir richten unser Knutschi noch nicht für den Übernachtungsbetrieb ein, denn wir wollen in der Abenddämmerung noch die Insel umrunden um dann eben Elche zu sehen. Wir starten um 16 Uhr bei Sonnenuntergang zu unserer Elch-Safari auf die 40km grosse Runde. Aus der Elch-Safari wird aber eine ganz normale Safari, wir sehen kein einziges Viech!

Trifft uns aber nicht allzu schlimm, so ist es eben. Aber als wir dann vor 18 Uhr endlich wieder auf unserem Stellplatz angekommen sind und wir uns für die Nacht einrichten, sind wir irgendwie schon etwas kaputt. Ich habe zwar kein Fieber mehr, aber als Radrennfahrer hatten wir die Devise, so viele Tage wie man Fieber hat, so viele Tage muss man sich danach erholen, bis das Training wieder aufgenommen werden darf. Ansonsten ist jeder einzelne Tag zu früh und der Körper noch geschwächt.

Also lege ich mich noch etwas hin (Anita übrigens auch) und wir dösen eine halbe Stunde. Danach raffe ich mich auf und gehe auf unsere Toilette und wie üblich, noch schnell ein Blick nach draussen. Der gesamte Himmel leuchtet grün, alle Wolken haben sich verzogen und ich bin in Nullkommanix kerngesund. Warm anziehen, nach draussen, Fotostativ bereit machen, Drohne steigen lassen. Anita geht mir natürlich überall zur Hand und dann staunen wir einfach nur.

Normalerweise sind die Nordlichter auf den Fotos immer etwas schöner wie in Wirklichkeit, heute ist es umgekehrt. Wir knipsen, zwischendurch geniessen wir aber einfach nur. Und dann, die Lichtshow ist noch nicht zu ende, aber wir verkriechen uns wieder in unser Womo. Die Müdigkeit gewinnt schliesslich und es sind so viele Fotos gemacht…

Dann essen wir noch ein feines Raclette, auf unseren erfolgreichen Tag ohne Elche und auf die erfolgreiche Ski-WM.

  8:15 Uhr Sonnenaufgang
16:13 Uhr Sonnuntergang
7:58 Std. Tageslänge

96 km

Übernachtung

Melbu - Båthavn *****
Norwegen, Stellplatz
auch im Winter die gesamte Infrastruktur
Koordinaten: 68.49408, 14.813615
N 68° 29' 38.7"  E 14° 48' 49"
letzter Besuch: 2.2025

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