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Marokko 2017
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Ankunft in der Toscana

Wir haben es wunderschön, aber gecampt haben wir noch nicht...

Gestern Abend haben wir neben den Kühllastwagen doch noch den Platz gewechselt. Im Pijama sind wir noch zwei Kilometer weiter zu einem Kirchplatz gefahren, schön ruhig auf der Karte von Google Map. Kaum haben wir dort parkiert und wieder ins Bett gekrochen, war 50m neben unserem Parkplatz in einem Restaurant eine italienische Hochzeit am festen. Vom Regen in die Traufe, die gerechte Strafe, wenn man es immer noch besser haben will, wie es schon ist.

Die Weiterfahrt über Bologna und Firenze ging dann heute Morgen reibungslos. Wir wollten noch den Bruder von Anita in der Toscana überraschen. Allerdings sei es für Wohnmobile unpassierbar, um ins Haus hochzufahren. Da hat er aber nicht mit uns gerechnet!

Na gut, zuerst liessen wir unser Knutschi unten auf der asphaltierten Strasse stehen, und inspizierten den 400m langen Aufstieg zu Fuss. Es ist schon verdammt steil und auch sehr holperig. Zwischen den Olivenbäumen ist nur gerade eine Stelle ziemlich schmal, aber das sollte irgendwie gehen. Dennoch sind Anita und ich nach der Inspektion nicht sicher, ob wir es wagen sollen oder nicht. Beim runterlaufen sehen wir in der Mitte des Aufstieges eine kleine Wieseneinfahrt und ein ebenes Plätzchen. Wir könnten allenfalls also hier einen Nothalt machen und wenden, wenn wir es nicht schaffen. Die Gewichtsverteilung von unserem Knutschi ist schon nicht ganz optimal, um 25% sehr unebene Naturstrasse zwischen engen Olivenbäumen hochzufahren. Im Vorfeld wurde uns das Hochfahren abgeraten.

Als wir zu Fuss wieder bei unserem Knutschi sind, schauen wir uns fragend an und beide haben den gleichen Gedanken: Wir probieren es! Schlimmstenfalls müssen wir rückwärts wieder runter.

Unser Knutschi kämpft und im ersten Gang kämpfen wir uns hoch, immer kurz vor durchdrehenden Rädern. Zum Glück müssen wir nirgends halten und schaffen dann auch die letzten beiden scharfen Kurven. Geschafft, allerdings haben wir noch einen ziemlich grossen Ast eines Olivenbaums mitgenommen, der sich an der Markise eingehängt hat.

Aber was wir dann sehen, raubt uns den Atem: eine altes, grosses, verwinkeltes Haus in Toscanischem Stil, ein wunderschön angelegter Garten und ein tiefblauer Swimmingpool! Genau richtig bei der Hitze.

Aus dem Besuch wird es jetzt eine Übernachtung, es ist so schön hier, da müssen wir erst morgen wieder weiter. Schlafen tun wir in unserem Knutschi, aber den Pool, den Garten und den Grill benützen wir heute für ein grosses Familiengrillen. Aprospos Familiengrillen: Schwiegereltern, Schwiegerschwiegereltern und Bruder mit Frau sind hier und machen Urlaub…

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