Headbild
Falun Schweden 2018
Sie befinden sich: Blog \ Reisebericht

Atlantikstrasse

Vor dem Wegfahren besuchen wir noch die kleine Reception bei unserem Stellplatz. Dort kann man nämlich frisch gefangen Fisch kaufen der Fischer, die hier stationiert sind.

Atlanterhavsvegen

Leider sind die Fischer von heute noch nicht zurück und wir kaufen tiefgefrorenen Hyse (Schellfisch) von gestern, filetiert, 750gr für 35 Kronen (4.20 €). Wer sagt, Norwegen ist teuer?

Atlanterhavsvegen

Das Abendessen haben wir also eingekauft und ab geht’s zur Atlantikstrasse. Wir sind schnell dort, sie ist sehr eindrücklich aber auch sehr kurz. Ich habe mir da mehr versprochen. Sieht gut aus, muss man aber nicht unbedingt gesehen haben. Ich bin leicht enttäuscht, aber dennoch froh, hier gewesen zu sein, denn sonst hätte ich immer das Gefühl, etwas verpasst zu haben.

Eine Ortschaft nach Molde fahren wir zu einem Caravan-Händler. Wir brauchen noch WC-Chemie. Anfangs Reise hatten wir zwei verschiedene Packungen für das WC dabei, eine blaue mit Chemie, und eine grüne ökologisch. Aber da müssen wir beide sagen, die ökologische taugt aus unserer Sicht nichts. Es riecht im WC strenger, wie wenn man nichts hinzugibt. Bei der blauen hingegen, absolut kein Geruch. Wir brauchten also nur noch die blauen, mit dem Ergebnis, dass jetzt alles aufgebraucht ist. Beim Händler funktioniert keine unsere Kreditkarten und an Norwegischen Kronen haben wir nur noch Kleingeld, das nicht reicht. Also ab zum nächsten Bancomaten. Denkste – 100km weiter finden wir endlich einen, aber da drehen wir nicht mehr um. In unserem Navi sind die POI anscheinend total veraltet, lotste er uns doch an Bancomaten, wo das Gebäude schon zerfallen und sicher kein Geldautomat mehr da war.

Auf der Fahrt kommen wir noch in ein norwegisches Radrennen – Zeitfahren - und wir fahren eine zeitlang hinter diesen jungen Rennfahrern nach. Der eine oder andere hätte schon noch einen Tipp vertragen können, ihre Technik war noch nicht ganz ausgefeilt. Klar machten wir noch einen kleinen Abstecher zum Ziel, um noch ein wenig Radlerluft zu schnuppern (und Geld aus dem Bancomaten zu lassen). Dabei fällt mir auf, wir haben nun den 22. Tag, also genau jeweils die Schlussetappe der Tour de France. Bin ich darum etwas ausgelaugt und sehne mich nach einem Ruhetag? Haben sich bei mir die acht TdF-Teilnahmen eingebrannt?

Ein paar Kilometer später stehen wir bei Regen auf dem Mjelva-Campingplatz in Andalsnes und beraten uns, ob wir morgen hier einen Ruhetag machen sollen. Die Wäsche wird aber heute noch gewaschen…

Anita hat Halsweh, ist erkältet mit Gliederschmerzen, bei mir ist es wieder am Abklingen und auch meinem etwas geschwollenen Auge geht’s wieder besser. Vielleicht ist es ja doch klüger, bei Regen einen Faulenzertag zu machen. Sonst meinen wir ja nur, dass wir noch alles schnell besichtigen müssen.

Als nächstes würde ja der Trollstigen und eine Fährenfahrt durch den Gairangerfjord anstehen, macht bei schönem Wetter aber bestimmt mehr Spass.

Daten:
240km
4:10 Std
regnerisch, 7 - 11 Grad
Sonnenaufgang: 3:10 Uhr
Sonnenuntergang: 23:30 Uhr

Externe Links

Übernachtung

Andalsnes - Mjerva***
Camping

Campingplatz unter Bäumen, Platz auf Wiese

Koordinaten: 62.544805,7.720364
letzter Besuch: 6.2014

Blog-Suche

Artikel Stichwörter