Headbild
Patras Griechenland 2017
Sie befinden sich: Blog \ Reisebericht

Auf deutschen Autobahnen

Wir sind selten in Deutschland so entspannt wie heute gereist.

Während Anita vormittags noch bei der Arbeit ist, packe ich unser sieben Sachen ins Womo und hoffe irgendwie, dass ich nichts vergesse, schliesslich wollen wir ja zum Caravan Salon in Düsseldorf. Komisch, dass ich nicht mal eine Stunde brauche für alles und dann schon reisebereit bin. Was habe ich wohl vergessen?

Plan ist, dass wir etwa um 12:30 Uhr wegfahren können, was wir dann auch fast schaffen. Ein paar Minuten später wird’s aber schon. Wir wollen am Sonntagabend in Düsseldorf ankommen und für heute habe ich den Stellplatz in Andernach direkt am Rhein herausgeschrieben (das ist etwa zwei Fahrstunden vor Düsseldorf). Nicht wegen dem Stellplatz, aber hier in Andernach soll es den weltweit höchsten Kaltwassergeysir geben. Den Tipp habe ich übrigens von einer Blogleserin bekommen (ihr seid einfach toll!). Aber vom Geysir kommt dann morgen mehr, heute fahren wir ja nur.

Die Reise geht beim Start schon dem Rhein entlang bis Diepoldsau, dort im Verkehrschaos zwischen all den Schweizer Einkaufstouristen nach Österreich und dann schnell an «meine» Tankstelle den Dieseltank füllen, bevor es auf die Autobahn geht. Aber einfach so schnell geht es heute nicht. Die Tankstelle liegt direkt an einem Kreisel und kann von zwei Seiten angefahren werden. Dadurch gibt es im Verkehr in riesen Chaos, wir fahren natürlich immer rechts in die Tankstelle, dann müssen wir nämlich die Strasse nicht überqueren und haben so keine Mühe, uns in den Verkehr einzufädeln. Die meisten merken dies aber nicht und fahren zuerst bei der Einfahrt über die Strasse und dann bei der Ausfahrt auch nochmals. Und in diesem heutigen Samstagstau ein ziemlich hoffnungsloses unterfange, wenn man das Chaos an der Tankstelle endlich überwunden hat. Von vorn und hinten stehen die Fahrtzeuge gegeneinander an den Säulen und als dann noch ein grosser Reisebus und unser Knutschi vom günstigen Diesel profitieren wollen, ist das Chaos perfekt. Aber bis ich getankt und bezahlt habe, können wenigstens wir problemlos rausfahren. Für 43 Rappen Einsparung pro Liter bei 80 Liter (34.40 CHF Einsparung gegenüber der Schweiz) nehmen wir den Umweg von 400m gerne in Kauf…

Durch das Verkehrschaos eher belustigt, fahren wir danach durch Österreich nach Deutschland und dort alles Autobahn über Stuttgart nach Koblenz bis nach Andernach. Ausser zweimal etwas Stau geht alles tiptopp, Schlager und Oldi laufen auf den deutschen Radiosendern, nur gestört durch die neuen Zwischenresultate der Bundesliga, der 2. und 3. Liga und dann auch noch Frauenfussball. Haben die hier keinen anderen Sport?

Egal, wir kommen bei schönstem Wetter gegen 20 Uhr auf dem grossen Stellplatzdirekt am Rhein an und es gibt gerade noch drei freie Plätze, Wir schnappen uns einen ohne Strom, wahrscheinlich sind dann nachfolgende froh, wenn sie eine Säule in der Nähe haben. Die Chefin kommt sofort auf uns zu und fragt, ob sie die 8 € gleich einkassieren darf. Klar doch und dann gibt sie uns noch viele Tipps für das Städtchen hier, einfach sehr gastfreundlich.

Bei bester Laune machen wir noch einen kurzen Spaziergang und freuen uns morgen auf die Besichtigung des Städtchen und des Geysirs.

Bis jetzt läuft alles am Schnürchen, wir fuhren 600km und trotz den Befürchtungen, haben wir noch nichts Wichtiges zu Hause liegen lassen.

Ach ja, wir stehen jetzt beim Rheinkilometer 614, die Zählung beginnt aber in Kónstanz, daher kommen noch 45km für den Rhein von unserem Haus bis zum Bodensee und 41km für den See dazu, also sind wir heute auf den Punkt genau 700km Rhein abgefahren...

Übernachtung

Andernach - Am Rheinufer****
Stellplatz Koordinaten: 50.441640,7.409247
letzter Besuch: 8.2019

Artikel Stichwörter