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Dingle Irland 2019
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Basteibrücke im Elbsandsteingebirge

Weltrekord beim Ver- und Entsorgen

Nach einer regnerischen Nacht und einem letzten Blick auf das Schloss Moritzburg fahren wir 60km weiter zum Stellplatz Bastei. Unterwegs füllen wir noch unsere Getränkevorräte und Essenswaren und kommen gut eine Stunde später beim Stellplatz an. Dort werden wir auf eine Geduldsprobe gestellt und erleben einen Weltrekord mit: die Womobesatzung vor uns hat sagenhafte 18:25 Min um die Toilettenkassette zu leeren, Frischwasser zu füllen und das Grauwasser abzulassen. Und das geht so: 1:30 Min bis man rückwärts richtig steht, dann den Grauwasserhahn öffnen und warten. Irgendwann kommt dann die Idee, dass man gleichzeitig Frischwasser füllen könnte. Mit Handschuhen wird dann der Frischwasserschlauch ausgebreitet, eine Person steht am Wasserhahn, die andere hält den Schlauch in die Öffnung. Nach unendlich langer Zeit ist dann der Wassertank voll und mit den Handschuhen wird der Schlauch verräumt. Dann tritt man auf die andere Seite und schliesst den Grauwassertank, der inzwischen schon staubtrocken und leer ist. Nun greift man mit den selben Handschuhen die Toilettenkassette und spaziert zum 20m entfernten Entsorgungsstation, leert den Inhalt in den Ausguss, füllt die halbe Kassette mit Frischwasser und verschliesst sie. Dann wird sie eine Minute geschüttelt und wieder entleert. Nochmals gefüllt, verschlossen und geschüttelt, geleert und nochmals gefüllt, geschlossen und geschüttelt und geleert. Dann erst wird sie in das Kassettenfach eingeschoben und die Handschuhe fein säuberlich dazugelegt. Es entzieht sich meinen Kenntnissen, wie sauber die Handschuhe wohl sind, wenn das nächste Mal der Frischwasserschlauch mit den selbigen wieder hervorgeholt wird…

Bevor die nächste Aktion gestartet wird, man weiss ja nie, geht dann Anita fragen, ob sie weiter- oder nochmals auf den Platz fahren, und ob wir unser Wohnmobil wegstellen sollen, da wir auf die freie Entsorgungsstation warten. Sie fahren weg, aber es dauert 1:20 Min (!!) bis sie vorwärts die 90 Grad-Ausfahrt gemeistert haben und endlich zum nächsten Ziel unterwegs sind. Ich bin fast ein wenig angesäuert, da sie mir 20 Minuten meiner Ferienzeit gestohlen haben. Wir hatten übrigens für den gleichen Vorgang 4:12 Min.

faszinierend

Aber egal, uns geht es gut, der Stellplatz ist tipptopp zwischen knallgelben Rapsfeldern und kurze Zeit später sind wir mit unseren Velos auf dem Weg zur Bastei. Es sind zwar nur 3km und wir hätten kostenlos auch mit dem Bus fahren können (mit Gästekarte).

Es hat ziemlich Leute, ist ja auch Samstag und wirklich sehr bekannt. Ja, es hat Leute, ja es ist touristisch, aber es ist ebenso eindrücklich! Wir hätten nie erwartet, dass die Landschaft und die Felsen so hoch sind und die Elbe so weit unten! Eine absolute Empfehlung von uns.

endlich eine leere Brücke

Wir geniessen es, spazieren herum, machen Fotos und verhalten uns genau so wie alle anderen Touristen.

ein Raddampfer auf der Elbe

Zwei Stunden später machen wir uns dann wieder auf den Heimweg und beschliessen, abends nochmals hinzufahren, wenn es weniger Leute hat und gemäss Wetterbericht sogar noch schöneres Wetter herrscht. Und für morgen planen wir eine grössere Radtour, denn die Gegend hier hat es uns wirklich schon auf den ersten Anblick angetan.

die Basteibrücke

Einfach toll hier!

Übernachtung

Rathewalde - Reisemobilpark Bastei****
Stellplatz

inklusivem allem Service

Koordinaten: 50.98512,14.056934
N 50° 59' 6.5"  E 14° 3' 25"
letzter Besuch: 5.2023

26.5.2023 - Ver-/und Entsorgung sehr gut beschrieben :-)

Martin


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