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Camargue Frankreich 2015
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Der Weg ist das Ziel

Wir folgen einfach dem Wild Atlantic Way und landen auf einem Campingplatz, fast besser wie freistehen.

auf dem Campingplatz

Die Nacht in der traumhaften Umgebung geht wiedermal sehr schnell vorbei. Wir haben das Gefühl, es wird hier gar nie dunkel, Sonnenuntergang um ca. 22 Uhr und Aufgang schon um 5 Uhr, aber diesen haben wir bisher nicht bewusst mitbekommen, es ist einfach immer hell.

Wir wollen heute einfach dem Wild Atlantic Way folgen, ohne bestimmtes Ziel. Wir haben keine Sehenswürdigkeiten oder sonstiges geplant, wir lassen uns sozusagen von den blauen Schildern mit der Wellenlinie treiben.

Wir folgen der 314 Richtung Westen und sehen irgendwann ein braunes Schild zu einem Aussichtspunkt. Blinker stellen und immer der Strasse nach, allerdings hört diese Strasse dann in Ross Port plötzlich am Meer auf. Komisch, aber halb so schlimm, rechtsumkehrt (oder sagt man hier linksumkehrt?) und die 12km wieder durch eine Torflandschaft zurück auf die 314.

fertig lustig

Wir fahren bis Bellmulet, drehen dort um 180Grad und fahren danach auf der 313. Wenn wir dann auf der 1 sind, haben wir die Inselumrundet??? Das wären noch 312 Strassen… Wobei so schlimm wird es nicht kommen, denn wenig später sind wir auf der 59 Richtung Süden. Zwischendurch stoppen wir und machen Fotos, längere Aufenthalte gibt es aber nicht. In Malleranny zeigt das Schild wieder nach Westen auf die 319, und wir braven folgen stur ohne auf die Karte oder das Navi zu schauen.

Schafe

Dann fahren wir über die unspektakuläre Brücke bei Achille Sound und sind danach auf der grössten Insel Irlands. Es sieht etwas aus wie ein bisschen die Lofoten und wir geniessen die Fahrt. In Richtung Keel sind dann zwei Campingplätze ausgeschildert und als wir von weitem den Camping Park Sandybanks sehen, ist der Entschluss gefasst, ohne dass Anita und ich uns anschauen müssen. Weites, offenes Gelände, im Hintergrund Dünen und das blaue Meer, das sieht so einladend aus, dass wir gleich auf den Platz fahren. An der Reception bezahle ich nur 17€ und kann danach unser Knutschi hinstellen, wo wir wollen. Ist ja klar, dass wir unser Wohnmobil auf die Wiese mit direkter Meer- und Dünensicht hinstellen. Wow, was für ein Platz, das Nächste Womo oder Zelt mindestens 50m entfernt! Nicht mal frei stehen am Meer ist besser wie hier! Wir haben wiedermal ins Schwarze getroffen.

Während Anita die Schweinerei im Kühlschrank saubermacht (zwei Eier haben die Fahrt nicht schadlos überstanden) mache ich mich natürlich grad auf zum Strand. Und während ich noch nicht mal 10 Fotos gemacht habe, steht Anita auch schon hinter mir und wir machen einen kurzen Spaziergang und beobachten die grossen Wellen.

unterwegs

Etwas später vor dem Womo schauen wir die Karte an, wo wir eigentlich genau sind und was man hier machen könnte. Auch dieser Entschluss ist schnell gefasst, wir wollen mit dem Rad an den 8km entfernten Keem Beach. Was wir allerdings nicht bedacht haben, wir müssen vor dem Strand einen Pass überqueren und als wir ziemlich kaputt oben sind und von oben den Strand weit unten sehen, reicht uns das völlig. Was soll dort unten besser sein, wie an unserem Strand grad vor dem Womo?

ziemlich kaputt oben

Also drehen wir um, rasen die holprige Strasse nach unten und gehen kurz vor dem Campingplatz noch einkaufen. Auch halten wir die Augen offen nach einem Pub, wo wir heute Abend Fish and Chips essen können, denn gekocht wird heute nicht.

Nun ist es nach 17 Uhr, wir haben das Gefühl, dass wir freistehen und hören das Meer in den Ohren rauschen. Wenn der gleiche Lärm von einer Strasse kommen würde, würde man diesen Campingplatz sicher schlecht bewerten, aber weil es das Meer ist, ist es eben idyllisch (aber wirklich laut).

Tagesetappe

  • 166km
  • 9,5l Durchschnittsverbrauch
  • 51km/h Durchschnittsgeschwindigkeit
  • 3:12 Fahrzeit
  • Wetter: leicht bewölkt, 18 – 23 Grad
  • Fernsehstunden auf dieser Reise gesamt: 0

Übernachtung

Keel - Sandybanks*****
Camping

direkter Blick auf Dünen und Meer

Koordinaten: 53.974122,-10.074544
letzter Besuch: 5.2019

14.5.2019 - Herrlichli Gegend. Sind au dört gsi. Witerhi guati Reise.

Mathias und Anna-Töna


15.5.2019 - Hello ihr Beiden sieht nach einer wunderbarer Reise aus. Musstet ihr eine Vollbremsung einleiten, dass die Eier dies nicht überlebt haben? Weiterhin viel Vergnügen!!! Grüsse von der kalten Sophie

Thoberman


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