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Du sollst nicht fliegen

Es ist fast egal, wie man lebt: Ob man Abfall trennt, Bäume streichelt, bio isst. Was zählt, ist vor allem der Verzicht auf ein Transportmittel: Das Flugzeug.

Nachstehend ein Auszug aus dem Tages Anzeiger 13.04.2016:

Wir können die Diskussion abschliessen. All das Gewäsch über Fussabdruck und Nachhaltigkeit können wir uns sparen. Wir brauchen keine Rechtfertigung mehr vor der Arglist des Konsums. Es ist nicht länger nötig, über das Abfalltrennen zu sinnieren. Weder der Zivilpanzer noch das Zweitauto sind ein Problem. Dass wir die Häuser so vorbildlich isolieren, spielt keine Rolle. Um die Zersiedelung und ihre Kosten müssen wir uns nicht kümmern. 2000 Watt? Brav, aber wirkungslos. Zusammenfassend: Alle unsere wohlmeinenden Anstrengungen, die Erde zu retten, sind lächerlich.

Warum? Weil wir fliegen. Alle. An einem Wochenende sind es in Zürich-Kloten, was nur ein Flughafen auf dieser Erde ist, 270'000 Passagiere. Es ist nicht nötig, hier einmal mehr darauf hinzuweisen, wie viel Energie und sonstige Ressourcen nötig sind, diese Volksmenge durch die Lüfte zu bewegen. Das Resultat ist beklemmend. Das Fliegen ist der Trieb- und der Treibstoff der Erdzerstörung, die Fliegerei ist die Leitindustrie des Klimawandels. Das schlechte Gewissen beruhigen wir mit Ablass­handel. Wir kaufen brav CO2-Zertifikate und hoffen, dass niemand unseren Lebensstil genauer überprüft.

Erdretter. Und Normale

Wer das Fliegen rechtfertigen will, unterscheidet zwischen Pflicht und Lust. Wer beruflich fliegt, erfüllt seine Arbeitspflicht, wer es zum Vergnügen tut, frönt der Reiselust. Wie sich das auf die 270'000 Passagiere von Zürich verteilt, ist unbekannt. Klimaschädlich und erdzerstörend sind sie beide. Wer also einen Beitrag zur Erdrettung leisten will, hats einfach: Du sollst nicht fliegen.

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19.4.2016 - Richtig Rolf, der Mensch hat Beine zum laufen, müsste er fliegen hätte er Flügel. Schöne Saison Grüsse vom Zürcher Oberland Werner

Werner


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