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Camping la Boussole du Sahara
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Fastnet Rock Lighthouse

Hochs und Tiefs liegen 5m auseinander.

einfach nur fantastisch

Wenn man uns später fragt, wie der heutige Tag war, die verschiedenen Meinungen könnten unterschiedlicher nicht sein.

  • Ich: absolut genial, nicht wiederholbar.
  • Anita: absoluter Horror!

Schuld waren die 5m zwischen einem Wellental und einem Wellenberg. Und wenn man da mit einem Boot unterwegs ist, das genau zwei Stockwerke gross ist, sind 5m ungeheuer viel. Auf der unteren Etage beim Bug vorne hätte man nur mit der Badehose stehen können und auf der zweiten Etage habe ich dann meine Regenjacke montiert. Aber die Sonne schien und der Himmel war blau. Aber eben, die Wellen treffen beim Leuchtturm nach 3000km seit Neufundland das erste Mal auf Felsen. Auf jenes Stück Fels, das die irischen Auswanderer auf der Titanic als letztes von ihrer Heimat sahen.

der letzte Anblick der Passagiere der Titanic vom letzten Flecken Irland

Der Leuchtturm ist übrigens gigantisch, er steht auf der Seite des Felsen, der gegen den Atlantik schaut und dass dieses Bauwerk der Naturgewalten trotzen kann, wurde er aus massiven Marmorblöcken gebaut, wo jeder in den andern verkeilt wurde. Mit normalen Maurerarbeiten hätte dieser Wegweiser nicht lange überlebt.

Morgens waren wir pünktlich beim Pier und wir wussten irgendwie nicht, wie das Ganze ablaufen würde. Aber das wusste der Kapitän da auch noch nicht, denn es war nur klar, dass wir sicher bis zur Insel Cope Clear Island kommen würden, denn unser Boot war die fahrplanmässige Fähre für die Einheimischen. Danach müsse man schauen, wie es mit dem Wellengang aussehe, er wolle ja nicht, dass die Leute sein Schiff verkotzen und keiner den Leuchtturm geniessen kann.

auf der Insel

Nach einer Stunde Fahrt mit ziemlich Wellengang lud er die Passagiere auf der Insel aus, die Leuchtturmenthusiasten sollen Punkt 15 Uhr wieder hier am Hafen sein. Wir hatten also drei Stunden Zeit, die Insel zu erkunden. Da Anita und ich die Fahrräder auf das Boot nahmen, waren wir jetzt auf der Insel im Vorteil. Allerdings sind die Strassen dort so steil, dass man fast rauf und runter das Rad schieben müsste und bis zum kleinen Museum könnte man problemlos auch zu Fuss gehen. Am Hafen hat es übrigens ein kleines Beizchen und eine kleine Einkaufsmöglichkeit, sonst nichts. Das Museum des Leuchtturms ist klein, aber super gemacht. Uns hat es gefallen. Wir genossen am Hafen die Sonne und fütterten Joe an, um ein tolles Foto schiessen zu können.

Joe

Um 15 Uhr trafen sich dann ein paar Unerschrockene mit Fotoapparaten am Pier ein, darunter, man staune, auch Anita. Der Rest ist schnell erzählt: eine Stunde hinaus zum Leuchtturm, zwei Umrundungen, eine Stunde nach Hause.

  • Die Fotografen und ich: absolut begeistert, die beste Bootsfahrt ever, und ein Wahnsinns Eindruck vom Leuchtturm
  • Anita und ein paar Andere: der absolute Horror, und wo gibt es noch mehr Kotztüten? Leuchtturm, nie gesehen!

Jetzt sitzen wir im Womo, Anita ist nur noch bleich und nicht mehr blaugrün im Gesicht, so dass wir wahrscheinlich grad hier in Baltimore übernachten und nicht wie geplant, noch etwas weiter fahren.

später war Anita da nicht mehr alleine

Diese Fahrten zum Leuchtturm Fastnet Rock finden unregelmässig statt, jetzt im ganzen Mai gab es nur gerade zwei Fahrten. Normalerweise eine Fahrt sonntags, aber auch die werden häufig wegen dem Wetter und Wellengang abgesagt. Hat man also die Möglichkeit, diesen Leuchtturm von nahem zu bestaunen, unbedingt wahrnehmen. War einer der Höhepunkte, dieser Irlandreise!


Übernachtung

Baltimore - Parkplatz***
Parkplatz

einfacher Parkplatz

Koordinaten: 51.486491,-9.369079
letzter Besuch: 5.2019

26.5.2019 - OMG, gute besserung an anita. hoffentlich bekommst du sie noch auf die fähre nach frankreich. weiterhin gute reise. danke für die täglichen tollen berichte. lg

trudchen


27.5.2019 - Die einta heind Freud, die andere weniger.

Anna-Töna und Mathias


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