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Gedanken zu gefährlichem Marokko

Wegen dem Tod von zwei Backpackerinnen ist Marokko nun gross in den Schlagzeilen.

Überall werden wir auf dieses Verbrechen angesprochen und wie wir Glück hatten, dass uns da nichts im gefährlichen Marokko passiert ist. Und jedes Mal erkläre ich: Marokko ist nicht gefährlich! 

Marokko und sein König unternehmen alles, dass keine Extremisten ins Land einreisen und der fanatische Islam nicht Fuss fassen kann. Dazu sind die Grenzen bis auf ganz wenige Grenzübergänge geschlossen und im ganzen Land gibt es viele Polizeikontrollen.

Und trotzdem ist nun ein solcher Anschlag auf zwei ausländische Touristinnen erfolgt. Ein Horror-Szenario vor allem für die zwei Frauen und deren Angehörigen. Schrecklich und furchtbar. Und auch schrecklich für viele Marokkaner, die vom Tourismus leben. Es werden nun garantiert weniger Touristen das Land besuchen.

Aber gefährlich ist es dennoch nicht, in Marokko umher zu reisen. Die Anstrengungen für ein noch sichereres Marokko. Aber ist es denn bei uns sicherer? Anschlag in Strassbourg auf dem Weihnachtsmarkt, letztes Jahr in unserem Nachbardorf eine Beilattacke mit vielen Schwerverletzten von einem Jugendlichen. Restlose Sicherheit gibt es gar nirgends, nicht mal zu Hause.

Und die Tat in Marokko war ja mehr als nur feige. Ein Angriff auf zwei schlafende Frauen! Es ist schlimm, aber so eine Tat kann nie verhindert werden, auch nicht bei uns.

Was werden die Konsequenzen sein, wenn man in Marokko mit dem Wohnmobil umherreist? Die Polizeikontrollen werden noch häufiger werden. Die Polizei wird wieder vermehrt Touristen vom wilden Campen und Übernachten abhalten und ihnen sichere Plätze zuweisen. Ist das aber ein Grund, jetzt mit einem schlechten Gefühl nach Marokko zu reisen? Nein, ich glaube nicht.

Was mich aber extrem aufregt, sind zum Teil die Kommentare, die unter den Zeitungsberichten stehen und von Leuten geschrieben wurden, die weder einmal in diesem Land waren, sich noch je mit dem Land auseinandergesetzt haben. Hauptsache, man findet den Schuldigen in Form des Islams und der unterentwickelten Länder in Afrika, deren Bewohner nur das Ziel haben, nach Europa zu kommen...


21.12.2018 - Liebe Anita & Rolf Ihr sprecht mir aus de Seele.. Genau aus diesen Gründen mache ich mir auch Sorgen. Auch aus meinem Bekanntenkreis höre ich die gleichen Argumente, welche so einfach nicht stimmen. Und stinkig macht es mich, das von jenen Personen zu hören, welche keine Ahnung haben und noch nie dort waren!! Ich mache mir deshalb einige Gedanken, wie die Einheimischen damit zurecht kommen, wenn die Touristen ausbleiben; speziell jetzt die beiden Brüder in M‘hamid. Hoffe, dass sie trotzdem ihre „Sache“ durchziehen können und viele Kunden haben und sich ihre Anstrengungen für sie auch lohnt, damit sie weiterhin ihre Existenz aufzubauen können. En Gruess und schöne Weihnachten Pia & Reto

Reto Bernasconi


22.12.2018 - Danke für diesen sehr vernünftig formulierten Beitrag zu diesem in jeder Beziehung traurigen Thema.

Maria Dr.Hobl


30.12.2018 - Hallo Rolf & Anita, wir sind zur Zeit in Marokko unterwegs. Ja, die Polizeikontrollen haben zugenommen und wir sind schon öfters kontrolliert worden. Die Polizei ist immer sehr freundlich und verabschiedet uns mit einem "Willkommen in Marokko". Wir fühlten wir uns immer sicher und gut aufgehoben. Da 99.99% aller Marokkaner sehr freundlich und hilfsbereit sind, haben wir auch für die Weiterreise keine Bedenken für unsere Sicherheit. Zur Zeit sind nicht so viel Camper unterwegs, aber nach den Festtagen wird sich das sicher ändern und dann kann man sehen, ob diese schreckliche Tat Auswirkungen zeigt. Jetzt sind wir auf dem Freistehplatz in Tafraoute, auch hier kam schon die Polizei und das Militär zur Kontrolle vorbei und schickte alle weg. Ein lieber Gruss in die Schweiz Fritz & Monika

Meroz Fritz


14.1.2019 - T. collègues! Je suis la question de Surda qui sait comment obtenir des bouteilles de gaz / GPL / gaz au Maroc. Quel type de connecteur est requis et si vous chargez un adaptateur ou autre, il sera ajouté localement. Merci d'avance pour Surda. / Membre hongrois du camping-car /

- Fujtás László


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