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Helsinki – Tallinn mit dem Womo

Wir kaufen spontan Tickets und schiffen uns heute schon ein

unsere Fähre Finlandia

Irgendwie reisst uns Helsinki nicht vom Sockel, auch bekommen wir Tipps, dass wir die Zeit besser in Tallinn nutzen wie noch in Finnland. Also packen wir zusammen und suchen noch die Waschanlage von gestern. Wir können mit so einem schmutzigen Womo unmöglich auf die Fähre, das muss jetzt heute noch gewaschen werden.

In Finnland gibt es haufenweise Waschstrassen, aber dort passt unser Womo nicht durch und solche Self-Wasch-Boxen sind die Ausahmen, da sie ja nur das halbe Jahr benützt werden können, den die andere Hälfte friert das Waschwasser auf dem Auto ja ein.

Also fahren wir die drei Kilometer zurück und versuchen unser Glück nochmals. Und richtig, heute klappt es am anderen Automaten und wir können unser Knutschi waschen. Zuerst einseifen, dann abspritzen, mit der Waschbürste behandeln, nochmals abspritzen. Dann müssen wir unser Knutschi noch rückwärts einparkieren, da diese Box nur für PW gedacht ist. Nun reichen die Düsen dann auch noch für die Rückwand.

Wir haben danach das Gefühl, unser Wohnmobil war noch nie so sauber wie jetzt. Später merken wir aber, dass überall noch Dreck kleben blieb, aber nicht so schlimm, wenigsten bekommt man keine dreckigen Hände mehr, wenn man eine Tür öffnet.

Danach geht es weiter zu einem der drei Fährverladestationen. Im Internet fand ich gestern, dass die Eckerö-Line nur etwa halb so viel kostet wie die anderen Gesellschaften, also wollen wir es zuerst bei dieser versuchen. Ich finde zwar nicht heraus, wo genau diese Gesellschaft loslegt, aber normalerweise sind die günstigen Gesellschaften immer am Pier, das am weitesten weg liegt. Also versuchen wir es dort. Angeschrieben am Hafen ist es gross mit Port of Helsinki, Gebäude T2 auf der Google Karte bei Jätkäsaari Busholmen. Dadurch müssen wir quer durch die ganze Innenstadt, was aber kein Problem darstellt. Am Terminal auf einen Parkplatz fahren und dann ins Empfangsgebäude T2, dort sehen wir auch grad einen Schalter der Eckerö-Line. Hingehen, fragen, buchen, bezahlen. 130€ für zwei Personen und unser Knutschi ist jetzt wirklich ein moderater Preis, die Fähre legt um 15:15 ab, also perfekt für uns. Wir bekommen dann noch einen Plan mit, wo wir wann genau sein sollen für das Einchecken und auf die Fähre fahren. Natürlich sind wir viel zu früh dort und wie immer, wenn wir Fähre fahren, wir dürfen dieses Mal nicht mit den letzten, sondern als allerletztes drauf!

hinter Helmi als letzte auf das Schiff

Als zweitletztes Fahrzeug ein Uraltwomo (1974) aus Finnland mit sechs alten, knorzigen Finnen, die uns bei der Warterei total zuquatschen und uns ihre gesamte Story von ihrer Helmi erzählen. Sie fahren jetzt nach Minsk, denn die alten Russischen Länder seien noch ein Abenteuer, Mitteleuropa viel zu langweilig.

Als wir dann aus unserem Womo aussteigen, ist die Fähre schon unterwegs, die grossen Tore wurde verschlossen, als wir die Handbremse noch nicht angezogen haben.

Das Schiff, die Finlandia, ist bis jetzt wohl die beste Fähre, die wir je hatten. Ziemlich modern, gute Restaurants, viele Sitzgelegenheiten, und sogar an zwei Orten in den Bars Live-Musik. Und die erste Fähre mit gratis WLan, aber wir haben nur unsere Handys mit fast leeren Akkus dabei... Die Eckerö-Line setzt auf dieser Strecke nur dieses Schiff ein, aus diesem Grund gibt es auch nur drei tägliche Verbindungen: Morgens, Nachmittags und Abends.

Musik auf der Fähre

Nach zwei Stunden Fahrt treffen wir ohne Probleme pünktlich in Tallinn ein, fahren dort grad auf den Hafenparkplatz für 6€ 24/h und dieser Platz ist sogar Videoüberwacht. Perfekt für uns.

einbruchsicher mit den normalen Gurten

Wir machen unser Knutschi mit den Gurten Einbruchssicher (sorry, aber Hafenparkplatz und in einem neuen, fremden Land...) und ziehen zu Fuss sofort los in die nahe Altstadt. Um es ganz kurz zu machen: wir sind begeistert und freuen uns, morgen mehr Zeit zu haben, diese herrliche Altstadt zu erkunden und gute Fotos zu schiessen. Was wir heute Abend schon gesehen haben, war der Hammer und die Pizza, die wir auch noch verschlungen haben, war wirklich, wirklich lecker.

fein war es.....

Aber zu Tallinn dann morgen mehr, wer nicht warten kann, hat hier schon mal einen Link.

Übernachtung

Tallinn - Hafenparkplatz**
Parkplatz

nachts ziemlich ruhig, Videoüberwacht, günstig, gratis WLan

Koordinaten: 59.443182,24.757815
letzter Besuch: 4.2018

17.4.2018 - Also alle Achtung, ich zolle euch großen Respekt. was für ein geiles Abenteuer! Liebe grüße aus der sonnigen steiermark... bei beinahe sommerlichen Temperaturen..

- Richard


17.4.2018 - Hinter dem Bahnhof ist etwas versteckt ein "Flohmarkt". ( immer den Einheimischen hinterherlaufen )Nix kaufen.. nur schauen. Ich fand es faszinierend. Kostet ein bischen Mut reinzugehen. Aber es zu sehen ist toll wenn ihr an so was Freude habt.

Werner


17.4.2018 - Hallo Rolf und Anita Tallinn ist eine wunderschöne Stadt. Es lohnt sich wirklich 1, 2 Tage dort zu verbringen. Z.B. Alexander Newski Kathedrale, St. Olaf oder das Treiben in der (Hansa-)Altstadt. Die Poly-Clinic kann ich auch empfehlen, meine Frau musste dort ihre Blase zum Service bringen :-) Für die weitere Reise kann ins Besondere empfehlen: -Haapsalu mit seinem stillgelegten Bahnhof und vielen alten, rostigen Loks (Übernachtung Yachthafen) -Riga natürlich, phantastisch! (City-Camping) -Liepaja mit dem ehemaligen Sowiet Gefängnis. Ganz verrückte buchen dort sogar eine Übernachtung mit nachgestelltem Gefängnisleben -Kurische Nehrung. Fähre 43.- CHF + Einfahrt in den National Park 23.- CHF. Hat sich aber gelohnt. Ist eine wunderschöne, schmale Halbinsel mit Nida und den Wanderdünen. Halbinsel, weil am anderen Ende Kaliningrad (russische Entklave) liegt und wir Deppen dafür kein Visum hatten. So das war einige Tips für die Weiterreise. Gute Weiterfahrt.

Roli


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