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Broughton Bay England 2016
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Immer afrikanischer

Auch die Musik wechselt von orientalisch zu afrikanisch

Wüste oder Steppe...

Beim gestrigen Abendessen im Hotel gab es eine marokkanische Tajine mit getrockneten Zwetschgen. War nicht schlecht, auch die Übernachtung war ok auf dem Hotelstellplatz. Aber super sieht anders aus.

Vor der Abfahrt machen wir aber noch einen Rundgang durch Tata, kaufen noch verschiedene Gewürze ein und auch Anita kommt endlich zu ihren grossen, farbigen Tüchern. Danach tanken wir unser Knutschi voll und machen uns weiter Richtung Landesinnere.

Afrika

Wir fahren von Tata die N12 bis nach Foum Zguid, 150km und wir durchqueren oder streifen insgesamt fünf Ortschaften, also alle 30km ein paar Häuser. Die Strecke verläuft meist ziemlich eben und geradeaus, selten kommt uns mal ein Laster entgegen oder uns überholt ein alter Pickup. Die Gegend wird immer sandiger, die Bäume sehen aus, wie die, die man auf Fotoprospekten von Safaris sieht.Meistens sind es aber nur Steine und Sand. Es ist nicht mehr so spektakulär wie die letzten zwei Tage, aber das macht nix, wir geniessen die Gegend und die Einsamkeit auch so.

auf dem Weg zum Fotopunkt

Sobald wir am Horizont ein paar Palmen sehen, wissen wir, dass wir bald auf eine Oase mit einer Ortschaft treffen. So ist es auch, als wir in Foum Zguid ankommen. Links zeigt uns eine Tafel den Weg zu einem Camping an. Die Zufahrtsstrasse ist wie immer etwas holprig, aber der Campingplatz eine schöne Oase.

Seit Tagen treffen wir da wieder auf ein anderes Wohnmobil, dieses Mal aus Holland. Wir machen noch einen Spaziergang durch das Dorf (oder ist das eine Stadt?) kaufen aber nix ein, es hat nicht wirklich viel hier. Auf dem Dorfplatz gibt es auf dem unebenen Gelände ein Fussballmatch, und es hat ziemlich viele Zuschauer, die im Staub sitzen und die gelben gegen die grünen anfeuern. Ist das der Vorgeschmack auf das heutige Länderspiel der Marokkaner gegen die Elfenbeinküste wo es um die Qualifikation der WM geht? (Marokko führt momentan 2:0).

Schleichweg im Dorf

Wieder beim Campingplatz bereiten wir uns wieder selber eine Tajine zu. Ich feuere das Stöfchen mit Holzkohle an, wässere den unteren Teil der Tajine und Anita schnetzelt Zwiebeln, Kartoffeln, Peperoni, getrocknete Aprikosen und Feigen, Tomaten und Knoblauch. Danach wird der Teller mit Olivenöl auf die glühenden Holzkohlen gelegt, viel Olivenöl hineingeschüttet, Zwiebeln angebraten und der ganze Resten hinzugeschüttet, gewürzt mit vielen Kräutern vom Markt und das Ganze mit dem Deckel zugedeckt.

beim Abend essen

Während wir warten, bis alles gar ist, tönt im Hintergrund Trommeln und afrikanische Musik aus dem Radio des Campingplatzes. Der Touch von Afrika kann hier keiner mehr wegreden, die Gegend sieht so aus, wie man sich Afrika vorstellt und jetzt auch noch die Musik. Sogar nicht alle heute durchfahrende Dörfer hatten ein Minarett und nicht mehr so viele Frauen sind ganzverschleiert. Wir nähern uns also immer mehr der Wüste und entfernen uns weiter von der technisierten Zivilisation. Obwohl, Handys hat glaub auch hier jeder….

Übernachtung

Foum Zguid - Khayma parc***
Camping

schön angelegt

Koordinaten: 30.079782, -6.871870
letzter Besuch: 11.2017

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