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Norden Ostfriesland 2012
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Inselhüpfen mit Fähren

In der zweiten Nachthälte wurde es kalt und düster, darum beschlossen wir, unseren schönen Platz relativ früh zu verlassen, in Brensholmen einzukaufen und die 12 Uhr Fähre nach Botnhamn zu nehmen.

auf die Fähre

Allerdings besteht Botnhamn nur aus ganz wenigen Häusern und der Anlegemole der Fähre, weit und breit keine Einkaufsmöglichkeit, dafür sehen wir die verspätete 10:15 Uhr Fähre ankommen. Schnell noch die Räder ins Womi verfrachtet und gleich auf die Fähre auffahren. Wie wir Schweizer natürlich sind, beim Kassier ehrlich unsere Länge des Wohnmobils mit „seven e half meters“ angegeben. Der Kontrolleur schaut nur schräg und verrechnet uns bis 7 Meter. Sieht unser Knutschi so klein aus?? Fast bin ich etwas beleidigt, aber ziemlich viel Kronen gespart und darum bin ich dann auch nicht verärgert…

Insel Senja

45 Minuten später können wir die Fähre schon wieder verlassen und wir sind auf der Insel Senja. Einer der wilderen und von Touristen unberührteren Inseln von Norwegen. Sofort finden wir im kleinen Dorfzentrum eine Einkaufsmöglichkeit und in einem kleinen Laden shoppen wir unsere Küche wieder voll. Manche Dinge sind extrem teuer, andere wieder ganz normal. Und welches in dem ganzen Gestell ist wohl Rahm? Schlussendlich finden wir alles und wir machen uns weiter auf den Weg.

Wir fahren einfach Richtung Gryllefjord am anderen Ende der Insel. Die Wolken hängen tief, aber es passt zu dieser wilden Natur und wir finden es wiedermal grossartig. Stoppen überall, machen Fotos. Auf einem Rastplatz treffen wir Landsleute, sprechen ein wenig mit ihnen und beim Weiterfahren schütteln Anita und ich gleichzeitig den Kopf. Wie kann man so kleinkariert und geizig sein? Ist das typisch für die Schweizer?

Die Strassen auf Senja sind enger wie bisher, es hat aber fast keine anderen Autos und überall gibt es Ausweichbuchten. Die Geschwindigkeit ist also nicht sehr hoch aber dadurch werden die Fotos aus dem fahrenden Auto gut. Uns gefällt die Insel wirklich gut, aber dennoch kommen wir schon um 14 Uhr in Gryllefjord an. Und wieder haben wir Glück. Die Fähre nach Andenens legt gerade an und wir können schon wieder als letzte kommend noch aufspringen.

Andenes

„Seven e half meters“ gebe ich am Einkassierer wieder an und wieder bezahlen wir nur für 7 m. Unser Knutschi ist wieder beleidigt aber mich als Zahler freuts natürlich. Die Überfahrt dauert fast zwei Stunden, der Seegang ist für Schweizer schon windig, aber sogar Anita übersteht die Überfahrt ohne dass es ihr schlecht wird.

In Andenes fahren wir mit dem Ziel los, den ersten besten Platz zum Übernachten zu benützen. Morgen soll es vielleicht etwas besseres Wetter geben und so könnten wir die Vesteralen dann mehr geniessen. Kurz ausserhalb des Ortes erspähen wir Wohnmobile am Meer und wir merken, dass dort ein offizieller Stellplatz liegt. Er ist schön gelegen, mit Strom und wiedermal mit etwas schnellerem W-Lan. Uns kann heute nichts mehr passieren und wir lassen den Abend in unserem Knutschi ausklingen. Um Mitternacht erleben wir noch einen fantastischen Mitternachtsregenbogen in der Mitternachtssonne über dem Meer. Einfach nur herrlich!

Reisedaten

96km
2:20 Std Fahrzeit plus ca. 2 ¾ Std Fähre
6 - 9 Grad, stark bewölkt
und noch immer keine Mücken
auch keinen Sonnenuntergang, geschweige einen Aufgang

Übernachtung

Andenes - Camping****
Stellplatz

Platz direkt am Meer, zu empfehlen

Koordinaten: 69.305168,16.068101
letzter Besuch: 6.2014

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