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Hoehlen von Postojna Slowenien 2015
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N-260

Quer durch die Pyrenäen

Bei Sonnenaufgang ist alles mit Raureif überzogen, es sieht aus, als seien wir im Hochwinter unterwegs. Rundherum die hohen verschneiten Berge die sich vom blauen Himmel abzeichnen.

die ersten Sonnenstrahlen

Wir fahren weg, kurz nachdem die ersten Sonnenstrahlen unser Knutschi erreicht haben. Zuerst 14km zurück und dann schauen wir, ob wir diese Abkürzung der Umleitung nehmen können, oder ob wir die gesamten 30 Kilometer zurück müssen.

Beim Abzweiger steht wieder eine grosse Baustellentafel auf spanisch, so dass wir nicht wirklich verstehen, was damit gemeint ist. Aber wir sehen, dass die Abkürzung ganz frisch asphaltiert ist, inklusive Mitteltreifen. Diese Strasse ist anscheinend wegen der Umleitung verbreitert und neu gemacht worden. Kein Problem also, sie ist sogar bis 20t erlaubt, wir haben uns also zu viel Sorgen gemacht.

Es ist wieder eine wunderschöne Fahrt, steil berghoch, dann wieder steil runter. Tipp topp und so sind wir dann nach 30km wieder auf der N-260 Richtung Westen. Zuerst ist sie schön breit, leicht bergauf, leicht bergab. Wir kommen super vorwärts. Irgendwann wird es dann plötzlich wieder eng und unübersichtlich. So sind wir es uns gewohnt… Nach Broto geht es dann wieder auf 1400m.ü.M. hoch durch die Berge bis wir in Sabiñánigo ankommen, wo die N-230 bei KM 520 aufhört. Wir sind insgesamt also 290 Km dieser Bergstrasse entlang der Pyrenäen gefolgt, absolut zu empfehlen.

In Sabiñánigo fahren wir auf den Stellplatz, den wir zur Übernachtung herausgeschrieben haben. Allerdings ist er nicht gerade idyllisch und es ist erst 13 Uhr. Wir schauen uns an und beraten uns. Kurz darauf entschliessen wir, bis nach Arguedas weiterzufahren, eines unserer nächsten Ziele. 170km auf geraden Strassen liegt doch noch locker drin.

Blick zurück

Es läuft gut, mit 100km/h fahren wir Richtung unserem neuen Etappenziel, egal ob Autobahn oder normalen Strassen. Wir sind praktisch alleine auf den Strassen unterwegs, schauen nochmals zu den Pyrenäen zurück, geniessen die Gegend, die von Gerbirgslandschaft zur Wüsteähnlich ändern und freuen uns auf das, was uns morgen erwartet.

fast alleine unterwegs

Stellplatzpsychologie

Wenn ein Stellplatz 16 aufgereihte Plätze hat, fährt das erste Wohnmobil an den Rand. Dort kann ihm niemand die Sicht wegnehmen. Das Zweite fährt entweder in die Mitte oder an den anderen Rand. Jedes Nachfolgende fährt in die grösste Lücke zwischen den schon geparkten Womos. Am Schluss sind sechs Womos parkiert und zwischen jedem Womo sind zwei Plätze frei.

Kommt das siebte Womo (Knutschi) sind 10 Plätze frei, aber wir müssen als erste direkt neben einem andern Womo hinfahren.

Hätte jedes Womo nur einen Platz ausgelassen, stünden 8 Womos auf dem Stellplatz und keines direkt neben dem anderen…

Übernachtung

Arguedas - Area Autocaravanas***
Stellplatz

direkt vor den Lehmhöhlen

Koordinaten: 42.173957,-1.59193
letzter Besuch: 11.2021

5.11.2021 - Ein toller Ort zum Übernachten. Bei uns platzte der P aus allen Nähten - war glaub Vatertag oder so. Dann kommen morgen Fotos von den nachts beleuchteten Höhlen und vom Castil de Tierra - ist aber eine staubige Strasse dort hin ;-)

Dominik


6.11.2021 - Die Stellplatzpsychologie ist lustig beschrieben :-) Wir finden das noch fast optimal, obwohl die Lösung mit einem Platz Abstand natürlich besser ist. Oft erleben wir jedoch, dass wir allein auf einem völlig leeren Platz stehen und sich das zweite Wohnmobil gefühlt Wand an Wand neben uns stellt ;-) Gute Fahrt Euch beiden!

- Uwe & Bianka


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