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Camargue Frankreich 2015
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Nur fahren

Im Land der Lastwagenfahrer und Alleen besuchen wir heute keine Attraktionen und erholen uns einfach nur

eine von vielen Alleen

Irgendwie sind wir nun etwas müde. Reisen ist anstrengend, auch wenn es wahnsinnig schön ist. Oder gerade deshalb? Wir haben nun jeden Tag mindestens irgendeine Attraktion, einen Foto-Hotspot oder sonst etwas Aufregendes besucht. Immer weiter, immer schöner, immer das gefühl, wir verpassen etwas. Damit ist heute nun Schluss.

Wir wollen einfach nur ein paar Kilometer machen, auf einem Campingplatz eine ruhige Kugel schieben und nicht überlegen, was wir alles verpassen könnten. Zudem machen wir nun den Schritt nach Polen, unserem Land Nummer 28, was wir mit dem Wohnmobil besuchen (nicht übernachtet aber besucht haben wir Liechtenstein, Belgien, Luxemburg, Monaco, San Marino und Bosnien Herzegowina). 

Schon vor der Grenze zum Land der Lastwagen stehen wir in einem Lastwagenkonvoi. Vor uns hat es einen Unfall gegeben, die Strasse ist gesperrt. Wir warten ungefähr eine Stunde, bevor es dann wieder weitergeht. Mit dem Womo ist man da ja sehr gut bedient, wir haben einen Kühlschrank voll mit Getränken und Esswaren, dazu eine Toilette. Also nicht aufregen und seelenruhig warten, bis alles wieder frei ist. Und wir können ja Gott danken, dass wir bisher nie in einen Unfall verwickelt waren.

ein paar von vielen Lastwagen

In Polen überschreiten wir dann wieder eine Zeitzone und haben nun auch endlich wieder die gleiche Zeit wie zu Hause. Die einte Stunde hat mir aber jeweils einen Vorsprung gebracht, beim veröffentlichen des Bloggs. Jetzt wird es dann wieder etwas später ;-)

Die Strassen werden nun etwas kurvenreicher, gesäumt von vielen alten Baumalleen und immer noch viele Storchennester entlang der Strassen. Störche sind anscheinend ziemlich gwunderige Tiere, denn wir sehen die Nester nur entlang der Strassen und dort, wo es Häuser hat. Nie irgendwo einsam auf einem Acker oder sonst in der Weite der Natur. Und in fast allen Nestern sehen wir auch die Jungtiere, die entweder gefüttert werden oder heisshungrig auf die Ankunft der Eltern warten. Immer ein schöner Anblick, der uns erfreut.

eines von vielen Storchennestern

einer von vielen Störchen

Wir fahren einen Teil durch die Masuren, einfach wieder herrlich, wie viele Seen und Flüsse es hier hat. Schlussendlich kommen wir auf dem sehr grossen Campingplatz „Camp Park Sonata“ direkt an einem See an. Es stehen insgesamt zwei Wohnwagen und ein anderes Wohnmobil da. Und das erste Mal seit unserem Reisestart werden wir nun auf Deutsch begrüsst. Bis anhin mussten wir uns jeweils mit Englisch durchschlagen. Der Campingplatz eröffnete die Saison erst vor einer Woche und nun sei noch nicht alles bereit, meint der Chef. Wir sollen aber einfach an den See fahren und uns ein schönes Plätzchen aussuchen. Alles inklusive kostet der Platz gerade mal 14€ pro Nacht.

Wir richten es uns schön ein, Sicht auf den See und ins Grüne, machen natürlich ein paar Fotos und essen nun endlich die gestrigen gekauften schon gebackenen Pouletschenkel… Einfach mal nicht viel tun…

ein schöner von vielen Sonnenuntergängen

Für morgen hätte ich eben schon wieder eine Idee, die speziellen Schleusen des Oberlandkanal zu besichtigen. Es sind schiefe Ebenen, wo die Schiffe hinaufgezogen oder hinuntergelassen werden. Wäre doch mal was. Allerdings entfernen wir uns dann wieder etwas mehr von unserem Heim, das wir am 30. Erreichen sollten, momentan sind wir davon noch 1536km entfernt. Da liegt doch ein kleiner Umweg schon noch drin, oder?

Übernachtung

Harsz - Camp Park Sonata****
Camping

direkt am See, ziemlich naturbelassen und weitläuffig

Koordinaten: 54.145348,21.748188
letzter Besuch: 4.2018

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