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Marokko 2017
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Portugal estamos chegando

Zwischen Nebel und Sonne

Im Hinterland von Porto

In der Nacht haben sich ein paar Wildschweine vor unsrem Womo gestritten, das hat getönt, gequitscht und gegrunzt, wir waren hellwach. Bei dieser Gelegenheit mussten wir auch die Heizung etwas hinauf schrauben, es war bloss 1 Grad draussen.

So fuhren wir dann im Nebel nach dem virtuellen Sonnenaufgang um halb neun los den schmalen Bergweg hinunter. Wobei wir bemerkten, dass wir nun auch eine etwas breitere Strasse nehmen können. Es gibt also Alternativen zu gestern.

Mal im Nebel, mal darüber

So fahren wir Richtung Portugal, manchmal im Nebel, manchmal über dem Nebel in der Sonne. Das Spiel mit dem Licht ist fantastisch und wir geniessen auch diese Fahrt. Und da es Nebel hat, entschliessen wir den Weg über die Berge zu nehmen. Das Navi meinte am Morgen noch, unsere Strecke sei 600km, gemäss Karte und unserem Weg sind es aber nach meinen Berechnungen nur 300. Immer noch genug, darum sind wir auch so früh unterwegs.

Die Strecke durch die Berge ist aber super ausgebaut und wir kommen viel schneller voran, wie wir gedacht haben. Da liegt der eine oder andere Fotostopp schon noch drin.

Vor der Portugiesischen Grenze tanken wir noch günstigen Diesel in Spanien und fahren dann auf der A24 über die Grenze. Nicht mal ein Zollhaus oder ähnliches hat es, nur die EU-Tafel. Auch eine Kontrolle des Covid-Zertifikates ist weit und breit nicht in Sicht.

Und dann sind Anita und ich zum ersten Mal in unserem Leben in Portugal. Fühlt sich gut an.

Ca. 2km hinter der Grenze kommt dann die erste vollautomatisch Zahlstelle. Ausser man ist ein ausländisches Fahrzeug wie wir. Wir müssen vor der Zahlstelle rechts an die Registrierstelle, stoppen, Kreditkarte reinstecken, Quittung herausnehmen und fertig.

Registrieren für die Autobahn

Nun ist unsere Kreditkarte unserem Fahrzeug zugeordnet und bei allen elektronischen Zahlstellen blochen wir ab jetzt einfach durch, die Gebühren werden automatisch der Kreditkarte belastet. Das geht ja wirklich super einfach und schnell, warum ist das nicht bei allen Ländern so möglich? Wir sind jetzt für 30 Tage registriert und haben freie Fahrt. Das ist aber noch nicht bei allen Autobahnen so möglich, aber auf unserer A24 von heute schon. Alle paar Kilometer kommt so eine elektronische Zahlstelle und es wird wenig Geld abgezogen. Wieviel es am Schluss sein werden, haben wir noch keine Ahnung.

automatische Zahlstelle

Dann müssen wir irgendwann die A24 verlassen und fahren wieder rein in die Berge. Von der super ausgebauten Autobahn mit sehr wenig Verkehr auf die super schlechte Bergstrasse N225 mit gar keinem Verkehr. Es holpert und rumpelt, ein Schlagloch am andern und der Asphalt ist aus der Zeit von Christoph Kolumbus. Jetzt wird auch deutlich, dass die Portugiesen Seefahrer waren und keine Strassenbauer. Es ist echt schlimm, mit höchstens 40km/h fahren wir diese Rumpelstrasse, das Navi zeigt mögliche 90km/h an und die Schilder am Strassenrand machen uns darauf aufmerksam, dass hier Überholverbot ist. Völlig unnötig, man kann sowieso nicht überholen.

bald am heutigen Ziel

Es nervt mit der Zeit wirklich und als nach 25km endlich eine leicht reichere Provinz beginnt, ist die Strasse auch leicht besser, aber nur leicht. Nach 35km Kurvenfahrt fahren wir endlich auf den Parkplatz des Passadiços do Paiva, einem Wanderweg durch die Schlucht mit der längsten Hängebrücke. Für heute reicht es aber nicht mehr, also kaufen wir online Tickets für morgen und geniessen heute die Sonnenstrahlen vor dem Womo.

Morgen gehen wir also wandern und ab dann sind wir reif, am Meer mal einen Ruhetag zu machen. Gibt es Stellplätze direkt am Meer zwischen Porto und Lissabon, wo man auch draussen sitzen und das warme Wetter geniessen kann?

Übernachtung

Areinho - Parque de Estacionamento**
Stellplatz

etwas schräg, kostenlos

Koordinaten: 40.95586,-8.178489
N 40° 57' 21.1"  E -8° 10' 42.6"
letzter Besuch: 11.2021

16.11.2021 - Warum wollt ihr Porto auslassen? Es lohnt sich -> Link

Werner


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