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Narbonne Plage Frakreich 2015
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Quartzsite, der grösste Stellplatz der Welt

Als Wohnmobilist müsste man diese Stadt in Arizona kennen. Im Winter campen eine halbe Million Wohnmobile...

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Ich gebe es zu, ich habe von dieser Stadt bis gestern noch nie etwas gehört, aber ein TV-Bericht liess mich aufschrecken und weckte meine Neugierde. Jedes Jahr sollen dort eine halbbe Million Wohnmobilisten mit ihren Gefährten überwintern.

Die Stadt ist einer der sonnigsten Flecken auf dieser Erde, 340 Tage pro Jahr wolkenloser Himmel. Im Sommer knapp 4000 Bewohner, im Winter über eine Million. Alles Rentner aus fast ganz Amerika, die dort mit ihren Wohnmobilen überwintern. Das muss ja ein Schauspiel sein. Man stelle sich die riesigen Womos vor, die da antuckern und die Grösse der Stellplätze!

Nach einigen Recherchen und lesen von Blogeinträgen im Internet ist es dort aber nicht ruhig und romantisch, sondern es tuckern tausende von Generatoren, abends riesige Partys und durch den Tag Besichtigungstouren zu den schönsten und grössten Wohnmobiltrucks.

Die Bewohner des Städtchen haben sich spezialisiert, Reparatur von Generatoren, Ersatz von Fäkalpumpen, Verkauf von Campingmöbeln. Natürlich findet die Weltgrösste Campingaustellung auch an diesem Ort im Winter statt.

Jeden Tag fahren hunderte von Frischwassertanklastwagen durch die Wüste, um die Camper damit zu versorgen. Und man munkelt, dass dieselben Lastwagen Abends dann die Fäkalientanks leeren…

Ungefähr 30$ kostet ein Platz zwei Wochen, 140$ die gesamte Saison. Die ersten 14 Tage ist ein Platz kostenlos, erst danach wird einkassiert. Warum wechseln wohl alle Camper alle zwei Wochen den Stellplatz?

Externe Links

29.11.2015 - Hallo Rolf, wir waren im Winter 2012/2013 für gute 2 Monate mit unserem eigenen Womo dort. Es war grandios. Übrigens 2 Wochen sind kostenlos, lediglich anmelden muss man sich. Dann geht man auf einen anderen Platz rund um Quartzsite oder Yuma für 2 Wochen, um wieder nach Quatzsite zurückzukommen. Freies WiFi gibts an der Library, so dass man auch mit zu Hause kostenlos skypen kann. Jeden Tag Sonne und das nächste Womo mindestens 100m entfernt. So was gibt es in Europa leider nicht. Durch die niedrige Luftfeuchtigkeit gibt es auch morgens keine beschlagenen Scheiben obwohl es nachts schon auch bis fast 0° abkühlen kann. Da in Quartzsite so viele Snowbirds sind gibt es auch viel Unterhaltung. Die Leute müssen unterhalten werden. Es gibt Oldtimerausstellungen, Womo-Messe, Touristik-Messe und einen riesigen Flohmarkt. Leider konnten wir nur wenig mit aufs Schiff nach Europa nehmen. Ich kann gern auch ein paar Fotos beisteuern, wenn es gewünscht ist. Gruß Reinhard

Reinhard


4.2.2021 - Mich würde Interessieren wie das klappt mit dem eigenen Wohnmobil in USA herumreisen? Das Verschiffen und muss man in den USA eine Ami Versicherung abschliessen? Wie lange darf man bleiben und was ein Visum braucht man? Fragen über Fragen. Aber das ist sehr Interessant. Mit freundlichen Grüssen Olaf

Olaf Dickmann


8.3.2021 - Mit dem eigenen WOMO nach Nordamerika zu fahren ist eigentlich ganz leicht...und trotzdem darf gerade der administrative Teil nicht unterschätzt werden. Die Verschiffung ist der einfachste Teil. Und klar es braucht es eine Versicherung. Dabei darf die Versicherung in Europa nicht eingestellt werden. Ebenfalls braucht es für die USA ein Visum wenn man mehr als 90 Tage bleiben will. Für Canada braucht es erst ab 180 Tagen ein Visum. Für Mexico haben wir direkt bei der Einreise ein Visum für 180 Tage erhalten. Dies kann aber immer wieder mal ändern. Die Botschaften unterhalten Internetseiten mit den gültigen Regeln, die man auf jeden Fall immer zuerst konsultieren sollte. Auch für den Camper sollte man ein paar Sachen beachten: Wie komme ich zu Gas, Flaschen/ Adapter/ Tank? Die wichtigsten Service- und Ersatzteile mitführen usw. Eigentlich darf ein europäisches Fahrzeug nur ein Jahr im NAFTA Raum Canada/USA/Mexico bleiben. Ich bin aber der Meinung, dass dies nur die US-Amerikaner wirklich interessiert. Für Mexico erhielten wir sogar ein 10 Jahre gültiges Permit. Aufpassen würde ich aber auf jeden Fall, und bei Verletzung der Regel mindestens auf keinen Fall aus den USA nach Europa zurück verschiffen. Das Fz kann eingezogen und auf Kosten des Halters verschrottet werden.... Wir waren von April 2019 bis April 2020 auf Reise bis dann eben Corona kam. Auf jeden Fall würden wir das wieder machen. Gerade Canada und die USA sind sehr Camperfreundliche Länder mit zum Teil phantastischer Natur. Im Winter waren wir auch längere Zeit im Süden von Arizona und am Golf von Mexico unterwegs. Einfach nur schön... Auch Mexico haben wir auch dank den sehr freundlichen Menschen und den historischen Sehenswürdigkeiten absolut positiv in Erinnerung.

Tom 6332


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