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Downpatrick Head Irland 2019
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Saint Ursanne

Ein Besuch der drittältesten Jura-Stadt

Morgens fahren wir von Adliswil Richtung Basel. In Kaiseraugst müssen wir noch etwas abladen und fahren danach weiter Richtung Jura. Unser Ziel haben wir noch nicht wirklich definiert, beschliessen aber unterwegs, nach Saint Ursanne an die Doubs zu fahren. Dieses bekannte Städtchen liegt auf der Grand Tour of Switzerland und ist im Kanton Jura ein Tourismusmagnet. 612 lebte hier der Einsiedler Ursicinus, ein Gefährte des heiligen Kolumbans, daher trägt das Städtchen auch diesen Namen.

Vor vielen Jahren als Radprofi flitzen wir an der Tour de Suisse über den Kopfsteinpflastern durch die Ortschaft, aber seither war ich nie mehr hier. Also endlich einmal Zeit, genauer hinzuschauen.

Der Stellplatz ist auf dem Parkplatz eines Firmengeländes, kostet für zwei Personen 14.- pro Nacht und liegt etwa 400m südlich von der alten Doubsbrücke Porte Saint-Jean entfernt. Auf der vierbogigen Brücke thront noch immer die Statue von des Brückenheiligen Johannes von Nepomuk. (Dieser Heilige gilt als Schutzpatron von Böhmen, Bayern, Salzburg, Seckau, Correggio, Prag, Banat und Santander, auch beschützt er Beichtväter, Priester, Schiffer, Flößer und Müller, er steht für das Beichtgeheimnisse und für Verschwiegenheit, schützt vor Wassergefahren und ist der Schutzpatron der Brücken. Also sehr vielbeschäftigt).

Das Städtchen ist frisch herausgeputzt, fast die gesamte Pflästerung der Strassen ist neu gemacht, die Häuser neu renoviert. Einzelne Gerüste stehen noch, man ist also noch am Arbeiten.

Wir schlendern die Hauptstrasse entlang, gerade viel läuft diesen Samstag Nachmittag nicht. Danach besuchen wir die Stiftskirche, die seit dem 12. Jahrhundert eine bewegende Geschichte hat. Immerhin stürzte sie nach einem Erdbeben zusammen und blieb während über 100 Jahre eine Ruine, bevor sie Mitte des 15. Jahrhunderts wieder aufgebaut wurde. Der Kreuzgang mit Hof ist klein aber fein und alleweil einen Besuch wert.

Das das Wetter nicht wirklich mitspielt, erreichen wir unser Knutschi grad wieder, bevor es von oben losschüttet.

Anita kocht uns einen feinen Znacht, den wir dann mit viel Lust verspeisen. Danach machen wir Pläne, was wir im Jura ohne Sonne noch alles anstellen könnten.

Wer hat eine Idee?

13.6.2021 - Sehr schöner Bericht, passt auf unsere Tour; es fehlen die GPS Koordinaten; bitte mitteilen Dankeschön

Weidner Guntram Michael


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