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Finnland 2014
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Surfer-Paradis Nazare

Und in der Stadt der Königinnen

Wir fahren heute etwas Autobahn und passieren verschiedene Zahlstellen. Einige wieder automatisch ohne anzuhalten, eine andere ganz manuell mit Ticket nehmen und bei der Ausfahrt bezahlen. Welche Autobahn welches Zahlsystem hat, haben wir noch nicht wirklich durchschaut, auch beim manuellen System werden unsere Kreditkarten nicht gefressen und wir müssen mit einem 20 €-Schein bezahlen. Komisch, aber nicht tragisch.

So kommen wir gegen Mittag in Nazaré an, an dem Ort, wo regelmässig die Weltrekorde beim höchsten Wellenritt der Surfer aufgestellt wird. Es ist also der Ort, wo die Natur regelmässig die weltweit höchsten surfbaren Wellen hinschickt. Gemäss örtlichem Wetterbericht sind heute die Wellen zwar nur 5 bis 6m hoch, aber die höchsten der Woche.

So rechnen wir, dass die Surfer in der weiteren Umgebung heute alle nach Nazare pilgern um ihr Glück zu versuchen. Wir fahren darum nicht direkt zum Praia do Norte, weil wir denken, dass dort alle Parkplätze sowiso schon belegt sind. Wir parkieren auf dem grossen Parkplatz beim Skaterpark, wie sich später herausstellt, genau die richtige Wahl.

Von dort wandern wir mit Fotoapparaten ausgerüstet ca. 1.5km berghoch zum Forte de São Miguel Arcanjo, wo man den besten Überblick hat und die eindrücklichsten Surfvideos und Fotos von den Profis geschossen werden.

Schaulustige und Blick zu den Surfern

Es hat ziemlich viele Schaulustige, die dem Treiben unten im Meer zuschauen. Die Wellen sind wirklich riesig (wie sieht dass denn aus, wenn sie 4x höher sind wie jetzt??) und brechen im lauten Getöse in sich zusammen. Die Surfer werden mithilfe von Jetskis aufs Meer gebracht und warten dort auf die für sie richtige Welle.

Es ist echt eindrücklich und sehenswert. Wieviel Liter Wasser schluckt wohl so ein Surfer pro Tag, wenn es ihn in der Gischt wieder mal so richtig verspickt? Wir schauen sicher eine Stunde faszinierend zu und schiessen einige Fotos. Am meisten bestaunen wir aber die riesigen Wellen…

Danach marschieren wir wieder zu unserem Knutschi zurück, kaufen aber vorher an einem Souvenirstand noch Bolinhos de Amendoim, eine weitere Spezialität von Nazaré. Und heute Abend schauen wir noch einen Surferfilm… In diesen Filmen spielt Nazaré meistens noch keine Rolle, denn dieser Surfspot wurde erst ab 2011 bekannt und zieht erst seit da Surfer auf der ganzen Welt an. Das merken wir auch heute, beim Fort wo die Fotografen stehen, wird englisch gesprochen, portugiesisch ist da keine Option.

Óbidos

Nach diesem Erlebnis fahren wir 37km weiter nach Óbidos, der Stadt der Königinnen. Diese Stadt wurde mehrmals von Königen an ihre Ehefreuen verschenkt. Würde ich ja auch machen, wenn ich mehrere Städte mein Eigen nennen würde, Anita hätte nämlich auch eine verdient.

auf der Stadtmauer

Aber wir sind nicht wegen den Geschenken hier, es gibt eine begehbare Stadtmauer, eines der schönsten Städtchen Portugals und einen Stellplatz direkt vor dem mittelalterlichen Aquädukt.

Der Stellplatz hat wirklich eine Top-Lage, mit dem Womo steht man vor der alten Wasserleitung mit 200 Bögen und ins Städtchen ist es auch nur wenige 100m.

Der Spaziergang rund um die Stadt auf der Stadtmauer ist dann aber schon etwas abenteuerlich. Auf einer Seite die stabilen Schiessscharten, dann kommt zum Teil ein nur 80cm breiter Weg und auf der anderen Seite geht es 10m senkrecht runter, ohne Absperrung, ohne Geländer. Nichts für Kinder.

die alte Wasserleitung übers ganze Tal

Die Altstadt sieht sehr schmuck aus, auch wenn es bisher der touristische Ort auf unserer Reise war. Aber das darf auch sein und es lohnt sich echt, Óbidos anzuschauen.

Wir sind so zufrieden, dass wir entschliessen, hier zu bleiben. Also endlich mal die Stühle hervorholen und die 22 Grad vor dem Womo geniessen. Das tut richtig gut. Es reicht ja, wenn wir morgen weiter fahren…

wunderschönes Altstädtchen

Übernachtung

Óbidos - Área Autocaravanas****
Stellplatz

super gelegen, sauber,

Koordinaten: 39.356201,-9.156746
letzter Besuch: 11.2021

18.11.2021 - Hallo Ihr zwei, hoffe ihr last Tomar und Penice nicht aus. Tomar ist so beeindruckend wie die Marienburg… odernoch mehr! Penice ist ein Naturschauspiel wo einem klar wird, dass wirklich alles vergänglich ist..selbst die grössten Felsen. Für mich seid ihr immer furchtbar schnell unterwegs…aber ich habe leicht reden als Rentner…:-)). Für die Tour die ihr bisher gemacht habt war ich 2 Monate unterwegs….und auch wenn man so langsam wie ich unterwegs bin hat man nicht alles anschauen koennen. Danke für Eure Berichte und Arbeit die Ihr für die Womo Szene macht. Bin immer dabei.

Werner


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