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Avignon Frankreich 2015
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Traum Freistehplätze

in Finnisch Lappland

unser Platz von 2024 existiert noch immer

Als wir losfahren, geniessen wir die Fahrt auf der 971 durch Wälder und an hunderten von Seen entlang. Als wir vor 10 Jahren diese Strasse gefahren sind, war sie noch relativ schmal und wir sahen da sehr viele Rentiere und keine Autos. Jetzt haben wir das Gefühl, dass sie richtig ausgebaut wurde und viel breiter ist. Wir kommen also sehr schnell vorwärts und so sind wir gespannt, ob unser toller Freistehplatz von 2014 noch besteht. Wir haben diesen Platz noch in allerbester Erinnerung und er ist und bleibt einer der schönsten, den wir je hatten. Als wir dort die kleine Strasse abbiegen, kommt sofort alles wieder hoch und noch immer sieht es genau so toll aus, wie dazumal. Schade, dass wir hier nun nicht übernachten müssen, wir haben erst wenige Kilometer unter den Rädern. Wir machen aber Pause, machen Fotos und sehen genau wie dazumal Hasen, die über die Waldlichtung hoppeln. Das werden die Urenkel sein, von dem Hasen, den wir vor 10 Jahren hier gesehen haben.

Schweren Herzens fahren wir etwas später weiter bis Inari. Dort parken wir auf dem Wanderparkplatz, wo die Wanderung zur Pielpajärven erämaakirkko startet. Wir ziehen unser Wanderausrüstung an (Anita meint, sie bräuchte jetzt noch den passenden Rucksack. Aber als sie dann auch noch von passenden Socken spricht, lege ich das Veto ein und sie soll anziehen, was sie hat...) und machen uns auf den Weg zu dieser Waldkirche.

Pielpajärven erämaakirkko

Diese Kirche ist eines der ältesten Gebäude in Finnisch Lappland und wurde 1752 erbaut. Der Hinweg der Wanderung ist rund 5km lang und diese Holzkirche kann nur auf diesem Wanderweg erreicht werden. Es geht über Stock und Stein, entlang von Seen und immer im lichten Fichtenwald. Wir geniessen das Laufen, es hat allerdings so viele Steine und Wurzeln, dass man sich gut konzentrieren muss. Nach rund eineinhalb Stunden (mit Fotostopps) kommen wir dort an und besichtigen das Holzgebäude. Viel zu sehen gibt es bei der Kirche allerdings nicht, der Weg ist das Ziel. Der Rückweg kommt uns dann aber so richtig lange vor und wir sind froh, als wir nach 2 ½ Stunden wieder bei unserem Knutschi sind.

auf der Wanderung

Wir starten den Motor und fahren am Sami Museum vorbei, obwohl es das europäische Museum 2024 geworden ist. (also, das Wetter ist zu gut, um ein Museum anzuschauen, und da es in Finnland jeweils eine Stunde später ist wie in Norwegen und Schweden, sind wir zu spät dran, um es zu besuchen. Dazu haben wir das Museum schon 2018 besucht. Drei Gründe also, mit gutem Gewissen daran vorbei zu fahren.)

Wir biegen auf die 955 ab und beschliessen, auf dem nächsten Rastplatz eine grössere Pause zu machen. Erholung, essen und ein bisschen sein, um dann im späteren Abend weiter zu fahren, vielleicht sehen wir dann noch Elche. Diese Strasse hat seinen Reiz, da sie noch aus ca. 40km Schotterpiste besteht. Wir sind diese Strasse auf unserer Winterreise 2018 gefahren, haben aber dort nicht gemerkt, dass unter dem Schnee nicht alles asphaltiert war…

Wir finden einen supertollen kleinen Rastplatz direkt an einem Fluss. Wow, was für ein schöner Platz! (68.6452,26.3050). Anita kocht das Abendessen, ich mache ein paar Fotos und schreibe den 1. Teil des Blogs und wir überlegen ernsthaft, ob wir hier übernachten sollen. Idyllisch, ruhig, schön, was will man mehr?

wieder ein toller Freistehplatz

Aber wir geniessen es jetzt in vollen Zügen und werden dann spät abends doch noch weiterfahren. Nur zum Schlafen nützt uns die tolle Aussicht auch nichts.

Nachtrag

unsere Elch-Safari ist zur Safari mutiert. Keine Elche, ein paar Rentiere und ein Auerhuhn, mehr hat auf 80km Fahrt nicht herausgeschaut, ausser noch 26km nicht asphaltierte Strasse. Schön war es trotzdem.

Sonnenauf- und Untergang: -

263km
4:09 h Fahrzeit
63km/h
8.3 l/100km

Übernachtung

Kittilä - Inarintie Uumukka****
frei Koordinaten: 68.03089,25.239315
N 68° 1' 51.2"  E 25° 14' 21.5"
letzter Besuch: 6.2024