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Finnland 2014
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Verzasca am Montag

Schon ein faszinierender Bergfluss

Sonnenstrahlen wecken uns in Brione auf dem Stellplatz. Es ist Montag, das Leben geht hier im Tal den täglichen Lauf ohne die Touristen des Weekends. Es ist ruhig und beschaulich. Nur ein paar Womos stehen auf dem Stellplatz. Im Sommer ist hier ja die Hölle los, Kolonnen von Autos schlängeln sich das Tal hinauf und hinab. Aber jetzt ist es ruhig, und ziemlich frisch.

Diese Zeit müssen wir natürlich ausnützen mit einer kleinen Wanderung der Verzasca entlang. Es ist schon ein ganz spezieller Fluss mit seinen runden, grossen farbigen Granitsteinen und seinem extrem grün-bläulichen Wassser. Wir spazieren zuerst dem Sportplatz entlang zur nächsten Brücke, überqueren auf dieser den Fluss und laufen auf der anderen Seite Richtung talabwärts. Gleich nach der Brücke startet der Boccia als Bosca Weg, (Bocca im Wald). Das hätte mir als Kind passieren müssen, da wäre ich gelaufen wie ein Uhrwerk! Unbedingt aber eine Boccia-Kugel mitnehmen, oder besser zwei oder drei pro Kind. Immer wieder gibt es so Kugelbahnen, wo man die Boccia-Kugeln runterrollen kann, mit Seilbähnchen auf den gegenüberliegenden kleinen Felsen hieven muss und zwischendurch wieder Weichen stellen. Und die Bahnen sind alle aus Ästen und anderen Holzstecken gemacht, einfach super. Wenn man Kinder, hat, diesen Weg unbedingt mal versuchen. Starten in Brione und geht 5,5km talabwärts, immer der Verzasca nach. Zurück kann man dann ja wieder mit dem Postauto, die ziemlich häufig fahren.

Wir haben unsere Kinder nicht hier, und auch keine Bocca-Kugel, also geniessen wir die Verzasca, steigen zu den Steinen herab und machen viele Fotos. Irgendwann drehen wir wieder um und wandern berghoch zu unserem Knutschi zurück. Dort beraten wir, wo es nun hingeht.

Sonogno

Wir beschliessen, die restlichen 7km ins Tal nach Sognogo zu fahren und den dortigen Stellplatz zu nutzen. Vor allem aber die Entsorgung anzuschauen. Es hat überhaupt keinen Verkehr und so treffen wir wenig Später problemlos auf dem dortigen Parkplatz ein. Die Entsorgungsstation hat enttäuschenderweise noch geschlossen, noch liegt Schnee darauf. Na gut, in 10 Minuten wäre der weg und man hätte sie öffnen können. Aber anscheinend rechnen sie erst an Ostern mit den Touristen, obwohl sicher schon 10 Womos hier stehen.

Sonogno

Nach einem kleinen Spaziergang bei 12 Grad durch das herausgeputzte Dorf beraten wir schon wieder, was wir machen sollen. Der Wind weht kräftig und kalt, nicht der Geschmack von Anita. Also fahren wir zurück nach Locarno und checken dort auf dem Stellplatz ein.

Die Entsorgungsstation ist zwar offen, aber Grauwasser kann man nur mit Womos unter 2.80m anfahren. Also füllen wir nur, entleeren den Urintank und platzieren uns auf einem freien Platz. Dann nehmen wir unsere Stühle hervor, postieren uns direkt hinter der Mauer neben dem Womo und geniessen dort die Windstille, den Sonnenschein und die heissen Temperaturen. Im T-Shirt arbeite ich meine Mails ab und werde im Gesicht hoffentlich so richtig braun, so dass alle neidisch werden.

Als dann der Schatten kommt, schlendern wir in den nächsten Migros, wo ich die Speicherkarten für die Fotoapparate kaufe und Anita die restlichen Dinge, die wir vergessen haben (ich darf nicht verraten, was es alles ist).

Zum Abendessen gibt es dann unsere schon längt fälligen (weil über das Datum) Hamburger und eine Tessiner Polenta. Wir sind in Locarno und haben den See noch nicht von nahem gesehen. Das müssen wir dann morgen nachholen.

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