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Vorbereitung für Düsseldorf

Wir lassen uns bei Bantam Hindelbank beraten und erfahren einige spannende Dinge

Auf dem Nachhauseweg vom ESAF machen wir einen Besuch in Hindelbank, beim wahrscheinlich grössten Schweizer Wohnmobilhändler. Wir wollen uns so etwas vorbereiten auf den Besuch in Düsseldorf. Wir interessieren uns ja insbesondere für ein Fahrzeug 4x4 und wenn möglich Hecksitzgruppe, Raumbad etc etc etc. Wo, wenn nicht in Hindelbank bekommen wir irgendwie wenigstens einen kleinen Überblick?

Wir kennen Michael (Betriebsleiter) von früher und fanden mit ihm kurzerhand einen Termin um vorbei zu schauen. Zum einen ist es eindrücklich, wie viele Womos verschiedenster Marken hier auf dem Gelände stehen, zum einen hat Michael schon langjährig in verschiedensten Womofirmen gearbeitet, von der Fahrzeugentwicklung bis zum Geschäftsführer.

schon tolle Fahrzeuge

Zuerst kommen wir auf den Wohnmobilboom zu sprechen, der bei den Kastenwagen stark ansteigt, bei den «normalen» Womos stabil steigend ist und bei den Wohnwagen in etwa stagniert. Nicht jeder Boom ist positiv, so wird auch Bantam von Kunden überrannt, so dass auch ihre Werkstatt nicht mehr ausreicht und gutes Personal in dieser Branche praktisch nicht zu finden ist. Aber genau deswegen wird nächstes Jahr eine nigelnagelneue Werkstatt in Hindelbank zusätzlich gebaut…

Als wir dann auf Düsseldorf zu sprechen kommen, frage ich Michael nach den wirklichen Neuigkeiten der letzten Jahre in Sachen Womos. «Das einzige bahnbrechende sei eigentlich das SLC-Chassis von Hymer, das viel mehr Platz bei höherer Stabilität bietet.» Wir verstehen nur Bahnhof, aber Michael zeigt und erklärt es uns an einem Fahrzeug auf dem Hof.

kein Stahlrahmen mehr sichtbar

Die Räder des Fahrzeuges sind durch ein Trägersystem miteinander verbunden und bilden das Chassis. Normalerweise wird auf dieses Chassis ein Boden gelegt und darauf das Womo gebaut. So müssen die Chassis möglichst tief gebaut werden, damit das Womo nicht zu hoch werden. Hymer begann, unter dem Chassis schon einen Boden zu verlegen, über dem Chassis nochmals, so ist der Rahmen im Doppelboden integriert. Unter dem Fahrzeug sieht man nun keine Stahlträger mehr, sondern nur noch einen flachen GFK-Boden. Mit dem Doppelboden wird das Fahrzeug nicht höher und trotzdem gibt es mehr Stauraum und die meiste Technik kann dort gut zugänglich verstaut werden. Nebeneffekt, der Rahmen ist vor Feuchtigkeit geschützt, Rost ist ein Fremdwort. Auch der Abwassertank liegt so im geheizten Bereich und friert im Winter nicht ein. «Das Konzept ist genial, aber gegenüber den Neukunden leider kein Verkaufsargument, denn man sieht es nicht wirklich…» meint Michael dann noch. Andere Hersteller bauen dieses Konzept nun auch nach, aber das sei eigentlich wirklich das einzig Neue in den letzten Jahren, was auf die Hersteller grössere Auswirkungen hatte.

Dann kommen wir auf die Basisfahrzeuge zu sprechen und da erfahre ich für mich erstaunliches. Da Fiat ihrem Ducato ein Facelifting in Sachen Euro-6 machen muss, wird das Basisfahrzeug auf nächstes Jahr einige tausend Euro teurer, der Unterschied zu den anderen Fahrzeugherstellern Mercedes etc. wird dadurch aber auch viel kleiner. Der Kunde wird also wieder vermehrt die Wahl haben, ob er Fiat oder ein anderes Basisfahrzeug will und dies wegen den Kosten nun auch wirklich wählen kann. Bisher war der Aufpreis ja so dermassen, dass man kostengünstig Fiat-Ducato wählte.

tolle Einteilung

Bei den Grundrissen werde wieder viel mehr Hecksitzgruppen gewünscht (wer sagt es denn?) und es gibt auch etwas mehr 4x4 oder Hinterradantrieb Optionen, auch wenn dort Fiat nicht mitzieht.

Beim Zubehör sieht man längerfristig schwarz für die Sat-Hersteller. Wer will in Zukunft noch eine 30kg schwere Schüssel auf dem Dach, wenn man per Internet ohne Roaming je länger je besser TV schauen kann?

Wir haben nun eine Fahrzeugliste, die wir uns in Düsseldorf anschauen wollen und wissen auch in etwa, bei welchen Herstellern sich für uns einen Besuch lohnt. Nächsten Sonntag fahren wir los und werden Montag/Dienstag in den Hallen dort anzutreffen sein.

Externe Links

27.8.2019 - hallo rolf auf diesen beiden links bist du bei explorer die jeweils sehr gute testberichte veröffentlichen. https://explorer-magazin.com/ https://www.youtube.com/channel/UCW1DM6ovKhfGJcOVSKrz0CA es grüessli moni & erwin

- erwin


29.8.2019 - Hallo Rolf. Dein Hinweis gezüglich der Sat-Anlage hat mich animiert und ich habe meine Sat-Anlage heruntergenommen und den Fernseher ausgebaut. Gewicht beides zusammen 15,4 kg. In den letzten 5 Jahren haben wir auf all den langen Reisen so wenig ferngesehen, man kann es an einer Hand abzählen. Ok, Fernsehen über Internet? Gar nicht so einfach! Zattoo funktioniert live nur in der Schweiz und in Deutschland. Sonst muss ich bezahlen und aufnehmen. Also was macht man da? Meine Lösung ist ein VPN Tunnel über meine FritzBox zuhause und schon meinen alle Provider ich sei in der Schweiz. Ganz einfach, Fernsehen auf der ganzen Welt und alle meinen ich schaue aus der Schweiz. Oder hast Du eine andere Lösung Rolf? Gruss Ueli

Ueli


30.8.2019 - wir haben keinen fernseher bzw schüssel im womo. zu hause (deutschland) haben wir sky. wir sind viel in frankreich und holen uns für unser tablett über free eine datencard mit 100 gb *) (für 19,99 eur zuzügl 10,00 eur anmeldegebühr) für 30 tage. gucken dann über skygo problemlos, sofern 4g verfügbar. *) restvolumen bis 25 gb kann z.b in europäischen ländern verwendet werden

trudchen


1.9.2019 - Hallo Ihr Lieben, seit einiger Zeit stöbere ich immer wieder in Eurem Blog. Ich könnte Stunden damit verbringen. Wirklich toll gemacht. Nun sehe ich hier ein Foto eines Fahrzeugs mit Rundsitzgruppe hinten. Um welches Fahrzeug handelt es sich? Wir haben aktuell ein Hymer Duomobil 634 ebenfalls mit Rundsitzgruppe und für uns käme nie etwas anderes in Frage. Lediglich etwas größer (7500kg) und kräftiger dürfte es sein. Das ganze dann noch mit 4x4 und maximal 8.00m wäre hervorragend. Wir planen jetzt erstmal auch die Reise zum Nordkap Mitte/Ende März 20. Viel Spaß in D´dorf - wir waren gestern da, weil wir nur unwesentlich weit entfernt wohnen, ohne unseren "Leisure Bobby"

Volker


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