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Nordkapp 2018
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Weiter Richtung Fähre

der zweite Teil unserer Anfahrt auf die Fähre in Amsterdam steht auf dem Program.

Wir wachen um 7:15 Uhr auf, ein Auto am anderen fährt an unserem Wohnmobil vorbei. Was ist denn da los? Was wir gestern Abend nicht mehr bemerkt haben, der Stellplatz liegt neben einer Schule und jetzt am Morgen bringen alle Eltern ihre Kinder in die Schule! Ist das normal so in Deutschland?? Warum denn das?? Der Schulweg ist doch für die Kinder ein wichtiger Teil zum selbständig werden und dazu zu lernen, oder etwa nicht? Oder werden die Kinder heutzutage einfach schon von klein an verwöhnt um später Weicheier zu werden? Ok, das ist jetzt ein bisschen gemein, aber es hat uns ja auch nicht zu stören, denn es geht uns nichts an. Auf alle Fälle sind wir um 8 Uhr wieder unterwegs Richtung Fährhafen in Ijmulden.

Vor dem Grenzübertritt nach Holland gehen wir noch unseren Dieseltank füllen, ist glaub in Deutschland noch etwas günstiger wie in Holland. Das erste Mal haben wir ja in der kurzen Passage gestern in Österreich gefüllt, dort ist es noch günstiger.

Kurz vor Amsterdam sehe ich plötzlich ein Schild aufleuchten, „Harlem dicht“. Wenn mich nicht alles täuscht, soll das heissen, dass die Autobahn Richtung Harlem geschlossen ist und Stau hat. Wo verdammt ist Harlem? Müssen wir da durch? Zur Sicherheit befehle ich Anita, im Atlas Harlem zu suchen und herauszufinden, ob das auf der Strecke liegt. Das ist jetzt ein neumodisches Problem des Navi, man befasst sich nicht mehr mit der Strecke sondern fährt nur noch den Anweisungen nach.

In dem Moment, als Anita sagt, ja wir müssen dort durch, sehe ich vor mir einen riesen Stau auf allen fünf Spuren. Zum Glück hat es grad eine Autobahnausfahrt und sehr viele Autos fahren da raus. Wir also hinterher und bei der nächsten Ampel nach Gefühl links. Jetzt ist schnelles Handeln gefragt. Anita ändert die Streckeneinstellungen auf dem Navi auf „ohne Autobahn“ und schon zeigt es uns einen Weg an. Etwa 10 Minuten fahren wir so dem Navi nach, entlang dem Flughafen Shipool von Amsterdam. Irgendwie sind wir nun schon ziemlich aus dem Puff heraus und meine Holde stellt die Route wieder auf „mit Autobahn“ ein. Schon drei Kilometer später sind wir wieder mit 110 km/h Richtung Fährhafen unterwegs, die wegen Unfall geschlossene Autobahn haben wir gekonnt umfahren.

Schon um ein Uhr sind wir einen Kilometer vor dem Fährhafen, einchecken kann man bis vier Uhr. Ich sah zu Hause auf Google Maps, dass es vom Fährhafen nur gerade zwei Kilometer entfernt einen riesigen Strand mit grossem Parkplatz hat. Also fahren wir kurzerhand dorthin und machen noch einen ausgedehnten Strandspaziergang.

Gegen drei machen wir uns dann zum Fährhafen auf, es warten schon viele Autos, also sind wir richtig. Als wir mit unserem Knutschi beim Checkin vorbeikommen und unsere Reservation und Identitätskarte zeigen, im Gegenzug unsere Bordpapiere bekommen fahren wir 10 Minuten später in die Fähre hinein.

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