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Griechenland 2017
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Wieder auf dem Festland

Gestern haben wir alles richtig gemacht. Als wir heute morgen aufwachen, regnet es ziemlich heftig.

an einem Bergsee

Wir frühstücken, duschen, ent- und versorgen, und machen uns gemächliche gegen Mittag auf den Weg. Wir fahren die Lofoten dieses Mal von West nach Ost, machen in Borge halt und besichtigen das Wikingermuseum. Es ist wirklich eine coole Sache, allerdings weiss ich jetzt immer noch nicht, wo die Wikinger überall verbreitet waren und ob sie nun ein friedliches Volk oder auf Beutezüge aus waren.

Egal, uns hat es trotzdem gefallen und wir steuern nun Svolvær an, da die Fährüberfahrt dort kürzer ist wie in Moskenes. Meine Holde Kunigunde ist nicht richtig Seefest (eher überhaupt nicht, das heisst, sie kann überhaupt keinen Wellengang vertragen, aber das darf ich nicht sagen). Wir stehen in der Schlange und sind diesmal gerade das zweite Auto, das keinen Platz mehr hat. Ich habe mit dem eigentlich gerechnet, da um 16 Uhr wahrscheinlich eh am meisten diese Überfahrt nutzen wollen und wir nur knapp vorher da waren. Dann warten wir halt 5 ½ Stunden und machen es uns gemütlich.

Fährabkürzung Richtung Lodingen

Keine 5 Minuten später kommt ein deutsche Womofahrer und fragt uns, wann die nächste Fähre loslegt. Nach einem kürzeren Gespräch weiss ich von ihm, dass er sicher keine 5 Stunden wartet und dass auch eine Fähre 100km weiter von Lødingen losfährt. Der spinnt doch, so zu hetzen im Urlaub. Aus Neugierde nehme ich trotzdem die Karte hervor und schaue mir seine Reiseroute genauer an. Und ich muss sagen, er ist gar nicht der Dümmste: 99km hier fahren, auf der anderen Seite 15km einsparen, die Fährüberfahrt noch viel Kürzer (und damit auch günstiger) wie alle anderen und wenn wir gleich losfahren würden, reicht es gerade noch für die 18:30 Uhr Fähre. Das heisst wir würden etwa 5 Stunden sparen… Und hier auf dem Fährparkplatz ist es ja nicht wirklich schön.

4 Minuten 30 Sekunden später sind wir auch auf dem Weg nach Lødingen. Wir geniessen die Gegend und ich muss sagen, entweder ist die Fahrt auf den Lofoten von Å nach Guillesfjordbotn schöner wie umgekehrt, oder ich habe bessere Laune wie gestern oder trotz des heute schlechteren Wetters gefallen mir die Lofoten je länger je besser.

Egal, wir kommen genau richtig und haben auf der Fähre auch noch Platz und schon wenig später sind wir wieder auf dem Festland und der E6.

Und wieder reisst mich der Norden von Norwegen vom Hocker, Wälder, Fjorde, Seen, Berge. Das ist „mein“ Norwegen, verlassene Gegenden, keine Touristen ausser ein paar Wohnmobile, Natur. Die Einsamkeit gefällt mir irgendwie noch etwas mehr, wie nur super Natur und dafür mehr Leute.

Wir fahren, können uns wieder kaum erholen und im fast einzigen grösseren Dorf Innhavet gleich hinter dem Kreisel eine super Waschanlage für Wohnmobile! Natürlich spritze ich da unser Knutschi ab, schäume es ein und poliere es auf Glanz. Das tut uns richtig gut! Es strahlt über beide Kotflügel und wir machen uns mit noch besserer Laune auf den Weg. 40km später biegen wir von der E6 in eine Nebenstrasse Richtung Horndal. Da finden wir sicher ein geeignetes Plätzchen zum übernachten.

Und was für eins! Direkt am Bergsee, keine 2 m entfernt, links und rechts Berge mit Schneefeldern, am Ufer Wald. Was will man da mehr? Es gibt auf der ganzen Welt einfach nichts genialeres, wie reisen mit dem Wohnmobil! Für nichts würde ich tauschen!

Reisedaten

328km
5:25 Std
regnerisch, wolkig, 4 - 9 Grad

Übernachtung

Horndal - Bergsee****
frei

Stellplatz an einem klaren See

Koordinaten: 67.652504,15.763596
letzter Besuch: 6.2014

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