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Nordkapp 2014
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Wieder auf der grossen Insel

Wir verabschieden uns von den Orkney Inseln und besichtigen Dunrobin Castle

Dunrobin Castle von der Meerseite

Nach einer lauten Nacht, wir standen zwar ganz ruhig, haben aber die Brandung des Meeres nicht eingerechnet, klingelt der Wecker um 6 Uhr. Schnell Duschen, aufräumen und losfahren. Die fünf Kilometer bis zum Fährableger bringen wir hinter uns und stehen pünktlich um 7 Uhr am Pier. Die Orkney Inseln verabschieden uns mit einem grandiosen Sonnenaufgang und viel Wind.

Auf der Katamaran-Fähre, die wir als Womo rückwärts hinauffahren müssen, ist nur halb gefüllt, legt pünktlich ab und hat einen ziemlichen Speed drauf. Es schaukelt aber ziemlich heftig, der Wind bläst stark und der Kapitän tritt volle Pulle durch die hohen Wellen dem Festland entgegen. Anita hat sich vorsorglich in einer Apotheke noch Orkneysche Seekrankheitspillen gekauft und heute ziemlich skeptisch eingenommen. Normalerweise hätte sie diese Fahrt nie und nimmer gesund überlebt, aber heute strahlt sie bis am Schluss. Welch ein Wunder! Eine Stunde später sind wir wieder auf schottischen Festland, eigentlich ja immer noch eine Insel, und sehen die Ortstafel John O Groats. Dieser Ortsname hatte uns bei der Fahrt Richtung Norden seit der Isle of Skye auf jedem Wegweiser begleitet. Und jetzt stehen wir da, am Land’s End, für uns aber der Beginn für die Reise Richtung Süden.

Die Landschaft ist wieder viel rauer und weniger bewohnt. Auf den Orkney Inseln war sie eher lieblich und gepflegt, wie ein grosser Vorgarten von lieben Bewohnern.

Die Küstenstrasse führt uns über viele Hügel, aber immer dem Meer entlang. Einige Male verlassen wir sie, um den kleinen Dörfern einen Besuch abzustatten. In Wick tanken wir seit langem wiedermal Diesel und schauen uns das beschauliche Städtchen an. Anita sucht einen Mobile-Shop, um eventuell ihr Handy zu ersetzen, aber auch hier Fehlanzeige.

Irgendwann taucht dann vor uns das Dunrobin Castle auf und es sieht sehr einladend aus, so dass wir direkt darauf zu halten. Es ist ein wahrhaftiges Märchenschloss, der Garten ist prächtig und für den Innenrundgang bezahlen wir den Eintrittspreis. Uns gefällt dieses Schloss von Aussen und Innen wirklich sehr gut, es macht Eindruck und ist wahrscheinlich eines der Schlösser von Schottland, wo sich eine Besichtigung wirklich lohnt. Leider darf man Innen keine Fotos machen, aber besonders beeindruckt hat uns das Kinderspiel-, das Kindermädchen- und das Schneiderinnenzimmer. Als wir auf dem Rückweg zum Womo noch an sechs anderen vorbeikommen, machen wir noch den Rückspiegelcheck. Anita links, ich rechts vorbei. Von den sechs Wohnmobilen war nur eines dabei, das noch beide Rückspiegel unversehrt hatte. Wir sind also mit einem geklebten Rückspiegel voll im Trend.

Weit mögen wir nun nicht mehr fahren und sehen schon wenige Kilometer später einen Wegweiser zu einem Campingplatz. Das heisst, es hat zwei Plätze, der erste war uns ein bisschen zu gesnobbt, riesig und mit nach Chlor riechendem Hallenbad und dass die Reception bis 16 Uhr geschlossen hat, kommt uns grad gelegen, haben wir einen Grund zum Weiterfahren. Drei Kilometer später werden wir am anderen Campingplatz in Dornoch sehr freundlich und familiär empfangen. Genau richtig.

Um halb drei stehen wir an unserem Platz und sind gespannt, was nun passiert, wenn wir unser Stromkabel einstecken. Beim letzten Campingplatz hat irgendetwas nicht geklappt. Aber auch hier funktioniert unser Landstrom nicht. Wir sind ziemlich ratlos und telefonieren mit unserem Techniker zu Hause. Er hat wohl eine Idee, die uns weiterhelfen könnte. Also beginnen Anita und ich den Sicherungskasten, wo der 220V Strom hereinkommt, aufzuschrauben und alle Kabelverbindungen zu testen, lösen und wieder zuschrauben. Zwei Stunden später läuft noch weniger wie am Anfang und wir geben entnervt auf. Erstens haben wir nicht das richtige Werkzeug hier und zweitens ist es gar nicht so wichtig. Unsere Batterien werden während der Fahrt geladen, also brauchen wir ja gar keinen Landstrom. Die Zeit hätten wir uns sparen können.

Den Abend geniessen wir trotzdem. Die Laune lassen wir uns von nix und niemanden verderben!

Übernachtung

Dornoch - Camping Site****
Camping

grosszügig und freundlich

Koordinaten: 58.993260,-3.208167
letzter Besuch: 9.2016

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