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Lutziesteig Schweiz 2014
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Zwei Fehler

bei traumhaftem Wetter

Hellulaug

Ich nerve mich unendlich. Jetzt beginne ich diesen Beitrag schon zum zweiten Mal, das erste mal war er praktisch fertig und dann stürzt mein PC ab. Nicht mal eine Sicherungskopie wurde erstellt (Einstellung alle 5 Minuten) aber nichts ist mehr da. Man müsste Microsoft verklagen wegen Ferienstörung… Schöner Mist, der ganze Tag ist futsch so. Obwohl der Tag eigentlich ganz gut begann… 

Nachts hatten wir klaren Himmel, ein Grund, unsere Verdunkelungen offen zu lassen, man weiss ja nie. Unser Polarlicht-App zeigt für diese Nacht leider nur minimale Chancen, aber es hat sich schon öfter getäuscht.

Und dann wie auf Kommando tanzten die grünen Lichter an unserem Nachthimmel. (Dokument abgespeichert) Sie waren nicht so stark wie auch schon, aber es war trotzdem ein super Schauspiel. Wenn ich denke, dass wir nun bei Hälfte der Reise schon an vier Nächten Polarlichter sahen, sind wir echt glücklich, andere sehen während den ganzen Ferien die Aurora borealis nie. (momentan bin ich immer noch genervt, aber Dokument wieder manuell abgespeichert.)

So machen wir uns morgens dann bei blauem Himmel weiter auf den Weg in den Westfjorden Richtung Süden. Nach jeder Kuppe, jeder Kurve und jedem Fjord sind wir wieder gespannt, was folgt. Parktisch an jedem Rastplatz machen wir halt und könnten Stunden verbringen und neue Dinge entdecken. Irgendwie müsste man zwei Jahre Zeit auf Island haben.

So kommen wir nicht schnell vorwärts, die Speicherkarten der Fotoapparate füllen sich, und als wir dann nach 40km am ersten Hot-Tube am Meer vorbeikommen, fahren wir einfach weiter. Ja tatsächlich, denn dieses Bad hat nur 28 Grad und das ist uns doch viel zu kühl. (wieder brav speichern) Wir fahren lieber noch 20 km weiter bis nach Flókalundur dort soll ein Natur-Hot-Tub direkt am Meer mit 38 Grad kommen.

Kurze Zeit später sind wir dort, fahren an der Tankstelle vorbei (der heutige grösster Fehler, neben dem nicht speichern) und parkieren auf dem kleinen Parkplatz. Schnell Badehosen anziehen und Bademantel (Bademantel in Island ist übrigens eine Top-Gadget) darüber und zu Fuss zum 50m entfernten Hot-Tub. Es ist echt traumhaft, direkte Meersicht, heisses und klares Wasser und nur ein kanadisches und israelisches Pärchen sind neben uns im Wasser. Kurze Zeit später sind wir sogar alleine und geniessen es in vollen Zügen, machen viele Fotos und lassen unser Gesicht bei 8 Grad an der Sonne bräunen (abspeichern).

Hellulaug

Später sind wir wieder unterwegs den Fjorden entlang. Bei einer Schotterpiste sind sie gerade am Arbeiten und ebnen die Strasse von den Schlaglöchern wieder aus. Dies muss bei nassen Strassen geschehen, denn sie Wässern wie verrückt, jetzt wo es mal nicht regnet. Unser Knutschi sieht wieder aus wie gemauert.

Und bei uns macht sich der Durst bemerkbar. Neben isländischem Quellwasser haben wir gar nichts mehr flüssiges mit Geschmack, das ging uns gestern aus. Aber mal so schnell in einen kleinen Shop liegt nicht drin. Denn auf den folgenden 130km kommt rein gar nix solches. Wir sind kurz vor dem Verdursten und teilen uns noch einen Apfel, wo wir den Saft raussaugen (abspeichern). Dann endlich kommt die Abzweigung nach Reykhólar, nur noch 14km. Dieses 120 Seelendorf ist seit über 100km auf den einzigen Verkehrsschildern markiert, also muss es doch schon etwas darstellen.

Als wir ankommen sehen wir ausser einer Schule, einigen Häusern, einer Kirche, einem Schwimmbad, geschlossener Campingplatz und einer Tankstelle nicht viel. Aber: die Tankstelle hat einen kleinen Shop, der uns schlussendlich das Leben rettet. Das war echt knapp!

Aber hier bleiben, lohnt sich das? Wir entscheiden: Nein, die nächsten 60km schaffen wir auch noch, denn dort soll es bei einem Hotel ein Natur Hot-Pot geben und wir freuen uns auf ein Abendessen im Hotel.  (abspeichern, so weit war ich bei der ersten Version auch).

Als wir beim Hotel Laugar Sælingsdal ankommen, sieht das Hotel verlassen aus und es ist abgeschlossen. Mist, das wird nichts mit einem feinen auswärtigen Abendessen. Auch der Campingplatz sieht ziemlich verlassen aus, aber ein WC ist offen, das Wasser läuft und auch Strom gibt es. Zu bezahlen im Hotel. Na, wir richten uns mal ein und warten ab.

Der Hot-Tube sieht super aus, aber da wir heute schon sauber genug sind, nicht frieren und doch schon Hunger haben, lassen wir es vorerst bleiben.

Vielleicht wenn es dunkel ist und die Nordlichter am Himmel tanzen? Denn es ist aktuell wieder klar und es sind nur noch drei Stunden bis zur Dunkelheit.

Meine Laune ist übrigens wieder gut, Anita hat fein gekocht und wir haben noch genügend Vorräte, um auch diese Nacht zu überleben.

14.9.2022 - Ihr Lieben - Wieder ein ganz toller Beitrag über eure Erlebnisse, auch die Nöte eines Bloggers (wie mir das doch bekannt vorkommt). - Liebe Grüsse, auch von Renate

- Michael


15.9.2022 - Es macht richtig Freud Eure Blog z'läse.... gniessets wiiterhin.

- Claudia


15.9.2022 - Glückwunsch Ihr Zwei zur Wahl Eures Reisezeitraumes! Wir lesen immer wieder gern Euren Reisebericht und haben schon ein paar interessante Punkte abgespeichert, die wir während unserer drei Islandreisen mit öffentlichen Bussen und unserem Toyota RAV4 noch nicht gesehen haben. Vielleicht sollten wir eine vierte Reise und dann mit unserem Wohnmobil planen. Wir haben inzwischen unbegrenzt viel Zeit :-) Dass man eigentlich zwei Jahre in Island verbringen müsste, stimmt absolut. Am liebsten würden wir mal im Herbst hinfahren und bis in den Winter hinein bleiben. Müssen mal recherchieren, bis wann die Norröna fährt ... Euch wünschen wir noch eine sehr schöne Zeit. Wir freuen uns auf weitere Berichte. Gute Fahrt Uwe & Bianka

- Uwe & Bianka


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