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Anita Ostfriesland 2012
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kostenlose Lofoten Fähren

Ein paar Tipps

Um die Lofoten zu besuchen, muss man nicht unbedingt mit einer Fähre übersetzen, man kann alles auch direkt fahren. Aber es gibt je nach Reiseroute wichtige Fährverbindungen auf die Lofoten. Die Bekannteste und längste ist Bodø – Moskenes. Richtung Norden fährt man in Bodø drauf, Richtung Süden in Moskenes. Viel liest man, dass diese Fähren schnell ausgebucht sind und manchmal tagelange Wartezeiten gibt, die Kapazitäten dieser Fähre reiche einfach nicht. Versucht man auf der Webseite torghatten.no diese Fähre zu buchen, muss man zur Hauptsaison meistens wirklich tagelange Wartezeiten in Kauf nehmen oder vorher buchen. Aber: eigentlich kann man Inland-Fähren in Norwegen gar nicht vorbuchen! Es gibt einige wenige Ausnahmen und einer diese Ausnahme ist die genannte Strecke. Aber zur Info: die Fährgesellschaft gibt auf dieser Strecke nur 50% der zur Verfügung stehende Plätze zum Buchen frei. Wenn die Fähre also ausgebucht ist, ist sie nur zur Hälfte gebucht und die andere Hälfte wird an die Spontanfahrer vergeben. Wenn man etwas früher am Hafen ist, hat man also sehr gute Chancen, trotzdem auf der Fähre Platz zu finden. Die Vorausbuchung ist übrigens teurer, wie wenn man spontan fährt und ist nur über die Webseite der Fährgesellschaft möglich ! Man kann also durch ganz Norwegen problemlos ohne Buchungen fahren, auch auf die Lofoten.

Hat man gebucht, muss man mindestens 45 Minuten vor Abfahrt am Anlieger sein, sonst verfällt die Buchung und man muss dort in die Spuren 1 - 3 «Reservert felt» warten, die nicht gebuchten fahren normal in Linie 1 - 3. Es ist darauf zu achten, immer zuerst Linie 1 zu füllen und dann Linie 2 zu beginnen und so weiter. Es wird dann auch genau so auf die Fähre gefahren, wer also zuletzt am Fähranlieger ankommt, fährt auch zuletzt auf die Fähre. Da sind die Norweger sehr pingelig und wehe, man drängt sich da vor!

Fährhafen Bodø

Die gebuchte Fähre auf dieser Linie kostet für ein Wohnmobil bis 8m aktuell 1761 NOK (ca. 150 CHF). Die spontan-Reisenden bezahlen übrigens nur 1211 NOK ( 102.- CHF).

Es gibt auch die kostenlose Variante über die Insel Værøy oder Rest an die oben erwähnte Zielhäfen zu fahren. Dann bezahlt man gar nichts. Die besten Routen sind die Direktfähren nach Værøy. Dort kann man anderntags weiter fahren und auf dem alten Flugfeld übernachten, die Insel geniessen (lohnt sich), wandern oder sogar Papageientaucher beobachten. Diese Strecken sind übrigens noch schneller «ausgebucht», aber auch kein Wunder, denn die Fährgesellschaft gibt dort nur 30% der Plätze für die Vorausbuchungen frei! Also auch hier, wenn auf der Webseite erscheint, dass die gesuchte Fähre ausgebucht ist, kann man trotzdem drauf.

Man muss aber etwas aufpassen, diese Fähren fahren nicht im Takt und auch nicht jeden Tag. Und zum Teil könnten es ziemlich lange Fährfahrten sein, wenn die Fähre noch Zwischenhalte macht. Wenn man z.B. Bodø – Værøy gebucht hat, die Fähre aber in Moskenes einen Zwischenhalt macht, darf man dort nicht vom Schiff und muss die nächste Etappe auch fahren. Auf diesen Strecke darf man nicht im Fahrzeug bleiben.

Die anderen Verbindungen auf die Lofoten Svolvær – Skutvik (ebenfalls kostenlos, 30 Minuten) oder Lødingen – Bognes (ca. 57 CHF, eine Stunde) können nicht vorgebucht werden. Dann kommt man dran, wenn man an der Reihe ist. Ist doch irgendwie auch viel gerechter…

Noch ein Hinweis: wenn die Fährstrecke über 20 Seemeilen betrifft, darf man nicht im Fahrzeug bleiben, sondern muss das Deck mit den Fahrzeugen verlassen. Ebenso muss man bei nicht gebuchten Fähren am Hafen einen QR-Code mit Handy scannen und dort auf der Webseite die Reisenden mit Namen, Geburtsdatum und Nationalität registrieren. Hat man dies gemacht, erhält man sofort einen QR-Code als Bestätigung, den man beim Beladen der Fähre dem Kontrolleur zeigen muss. Ohne diesen Code kann man nicht auf die Fähre. Das betrifft vor allem die Fähren auf der Strecke Bodø - Røest - Værøy - Moskenes, da dort einzelne Strecken länger sind.

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