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Biograd Kroatien 2015
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Der Causeway Coastal Route entlang

Die Insel hat uns trotz des durchzogenen Wetters total in den Bann gezogen.

Gobbins Cliff Path

Ich sitze im Wohnmobil, gehe im Kopf den heutigen Tag durch und schaue unsere Fotos an. Den ganzen Tag stark bewölkt und viel Regen zwischendurch. Man könnte meinen, unser erster ganzer Tag in Nordirland sei ins Wasser gefallen. Aber weit gefehlt, eine kurze Zusammenfassung: Wow!!!

Aber von Anfang an. Morgens auf dem kleinen Campingplatz in Larne entsorgen wir und füllen frisches Wasser. Danach fahren wir 15km nach Ballystrudder Richtung Süden zum Besucherzentrum von Gobbins Cliff Path. Wir sind um 8:45 Uhr die ersten auf dem Parkplatz, haben darum auch noch viel Platz, um unser Knutschi zu parken. Wir ziehen unsere Wanderschuhe an, packen die Fotoausrüstung inkl. Stativ mit und melden uns mit der Reservierung für die erste geführte Tour um 9:30 Uhr am Welcomedesk. Mischt, keine Rücksäcke erlaubt, kein Stativ, nicht mal ein Selfistab oder gar ein Tablet darf man mitnehmen. Aus Sicherheitsgründen, man könnte ja ins Meer fallen. Also legen wir alles ins Womo zurück und starten den zweiten Versuch. Sam, unser Guide drückt uns zwei Berghelme in die Hand, obligatorisch wegen der Sicherheit. Wir hören in den nächsten halben Stunde Sicherheitshinweise noch und nöcher, man könnte meinen, wir bereiten uns auf einen Weltraumflug vor. Aber schlussendlich sitzen wir zu zwölft in einem kleinen Bus, der uns etwa 3km bis zum Start der Wanderung bringt.

Gobbins Cliff Path

Inzwischen hat es aufgehört zu regnen und wir marschieren einen Weg steil zur Küste hinab. Dort unten gibt es einen verschlossenen Eingang, wo der Gobbins Cliff Path beginnt.

Wir marschieren über Fussgängerbrücken, in den Fels gehauenen Weg und durch Felsspalten und Tunnels immer schön unterhalb der Klippen und oberhalb des rauschenden Meeres. Aber extrem abgesichert durch dicke Stahlgeländer. Zwischendurch stoppt Sam, unser Guide immer wieder und erklärt über Natur, Bau, der Vorbeifahrt der Titanic und was weiss ich noch alles. Alles auf englisch, und dadurch verstehen wir wenn wir noch etwas aufrunden etwa 10% von allem. Aber nicht schlimm, wir sind wegen den Fotos und dem Erlebnis hier. Um 12 Uhr sind wir wieder zurück im Wohnmobil. Ich habe über den Gobbins Cliff Path noch einen eigenen, detaillierten Bericht geschrieben.

Wir überlegen uns, ob wir die Küstenstrasse Richtung Norden fahren sollen oder doch den etwas schnelleren Weg im Landesinneren. Da es wieder regnet erwarten wir von der Küstenstrasse leider nicht allzu gute Fotos, aber nach einigem Hin und her entscheiden wir uns doch, der Causaway Coastl Route zu folgen. Und wir bereuen keine Sekunde. Die Strasse führt meistens direkt am Meeresufer entlang, durch altertümliche Dörfer und zwischendurch auch wiedermal etwas in die Hügel. Auch ist sie keinesfalls so schmal, wie ursprünglich befürchtet, es geht tiptop. Es gibt sehr viele Haltemöglichkeiten entlang dieser Route, die allerschönsten sind aber mit Höhenbeschränkungen gegen Wohnmobile gesichert, aber trotzdem gibt es mehr als genug Fotomöglichkeiten. Auch machen wir mindestens fünf gut geeignete Übernachtungsmöglichkeiten aus, wo wir uns problmelos hinstellen könnten. Es ist also nicht ganz so schlimm, wie wir befürchtet und auch schon gehört haben. Wir geniessen die Fahrt trotz Regen und stellen uns diesen Küstenabschnitt vor, wenn die Sonne scheint. Es muss traumhaft sein.

Causeway Coastal Route

Zwischendurch gehen wir noch kurz einkaufen und sehen dort im kleinen Einkaufszenter grad auch noch einen Geldautomat. Endlich können wir 100 Pfund in Bar in die Hände nehmen, Allerdings schauen wir beide ganz verdutzt: das soll Geld sein? 10x 10£-Scheine, die aussehen wie Spielgeld? Oder ähnlich sind wie Reka-Checks? Der Automat war von der Ulister Bank und auf dem Geldschein steht auch gross Ulister Bank. Werden die grad im Automat frisch gedruckt oder sind das wirklich eine Art Check? Beim Einkauf versuchen wir dann ganz scheu, ob die an der Kasse diese Spielscheine auch nehmen. Ja es geht, es ist anscheinend doch echtes Geld!

Nach etwa 80 km kommen wir dann auf dem Parkplatz von Carrick-a-Rede an, einer kleinen Hängebrücke auf eine kleine Insel hinüber. Wir dürfen tatsächlich auf den unteren gekiesten Parkplatz, der in einer grossen steinbruchartigen Felskreis mit Meersicht liegt. Ich bin nur schon von diesem Parkplatz beeindruckt und begreife, dass dort wo jetzt unser Knutschi steht, eine imposantes Kriegerdorf für Games of Thrones aufgebaut und die gesamte Szene gefilmt wurde. Für mich wirklich ein Wahnsinns Platz.

Carrick-a-Rede

Wir packen wieder unsere Fotoausrüstung und gehen zu Fuss zum Kassenhäuschen, um die 9£ Eintritt pro Person zu bezahlen und den einen Kilometer bis zur Hängebrücke zu spazieren. Es stehen ziemlich viele Leute an und warten, bis sie über die Brücke zur kleinen Felseninsel dürfen. Wir laufen etwas weiter zu einem kleinen Aussichtspunkt und machen Fotos in die andere Richtung, wo es keine Menschen mehr hat. Ein halbe Stunde später ist die Warteschlange fast verschwunden und wir wagen nun auch den Gang über die schaukelnde Seilbrücke. Mann, ist die hoch und schaukelt nicht nur ein kleines bisschen.

Carrick-a-Rede

Auf der kleinen Insel machen wir natürlich wieder Fotos. Inzwischen wurde es 17 Uhr und wir sind nun fast alleine dort. Wir können sogar ein kleines Video drehen, wie Anita über die wackelnde Brücke läuft. Auch von Carrick-a-Rede werde ich später noch einen eigenen Beitrag schreiben

Wir beschliessen danach, auf diesem fantastischen Platz hoch über dem Meer zu übernachten. Wir erlebten einen absolut fantastischen Tag und diese Insel hat uns schon in ihren Bann genommen.

Es regnet übrigens seit wir zurück vom Spaziergang sind…

Tagesetappe

  • 107km
  • Durchschnittsverbrauch 9,8 l
  • 45 km/h Durchschnittsgeschwindigkeit
  • 2:21 Std. Fahrzeit
  • Wetter: 8 - 12 Grad, regnerisch

Externe Links

Übernachtung

Ballintoy - Larrybane Quarry****
frei

auf dem Parkplatz in imposanter Kulisse, kein Handyempfang

Koordinaten: 55.241356,-6.351472
letzter Besuch: 5.2019

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