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Anita Ostfriesland 2012
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Stellplatz Plaun da Punt

Weekendtrip

Wir haben kurzfristig unser Knutschi gepackt, Wasser getankt, Kühlschrank gefüllt und weg vom Alltag daheim. Anita hat vier Tage frei, ich kann auch vom Wohnmobil aus arbeiten und Sonntagabend müssen wir sowiso schon wieder zu Hause sein.

Aber wohin sollen wir fahren? Klar ist, weit soll es nicht sein und etwas in die Höhe, um der Hitze zu entfliehen. Da fällt mir plötzlich ein, dass wir Richtung Lukmanier könnten, dort gibt es seit letztem Jahr einen Stellplatz, den ich noch nicht persönlich kenne. Dann könnte ich mich quasi grad noch weiterbilden und einen neuen Stellplatz zu besuchen…

Also Richtung Chur, dann rechts hinauf nach Flims, hinunter Richtung Ilanz und weiter nach Disentis. Dort den Lukmanier hoch bis wir in Curaglia sind und dann rechts ein kleines Strässchen runter. Einen Kilometer später sind wir auf dem Stellplatz und sind im ersten Moment geschockt: 40 Kinder toben herum, PW’s stehen auf den Wohnmobilplätzen. Mir löscht es fast ab, ich habe mich so auf ein ruhiges Wochenende gefreut.

Aber als der erste Moment durch ist, erhole ich mich langsam vom Schock und merke, dass es ein Kinderferienlager ist. Und die Kinder müssen sich auch irgendwo austoben können. Nur mit der Ruhe ist es nicht so wie gewünscht.

Einige Momente später bin ich dann mit der Aufsichtsperson im Gespräch und als er mir erklärte, was diese Gruppe hierhergebracht hat, wo sie im Lager sind und was sie so machen, habe ich echt Freude an der Kinderschar.

Später fahren sie dann zurück ins Lagerhaus nach Sedrun und wir haben den Stellplatz und den irrsinnig schönen Picknickplatz wieder für uns Camper. Inzwischen sind noch drei andere Womos hier und alle sind vom Platz begeistert.

Am nächsten Morgen fahren wir mit den Bikes zur Hängebrücke Mutschnengia hoch, machen einige Fotos und rasen bergab zum Stellplatz zurück. Danach gehen wir ins Dorf zum Metzger und ins Lebensmittelgeschäft einkaufen, besichtigen das schöne Plätzchen über dem Bach der Fischzucht und geniessen das herrliche Wetter. Nur in den Bach baden gehen wir nicht, da waren die Kinder gestern viel härter wie wir.

Abends feuern wir den Grill des Platzes an und verbringen zwei wunderbare Abende mit den anderen Wohnmobilisten.

Uns gefällt der Platz extrem gut, es gibt ein ToiToi, einen Abfallkübel, Picknickbänke und Tische, einen kleinen Fussballplatz und den Grill. Was braucht man mehr?

Wir erholen uns vom Stress der letzten Woche (und der vorletzten) und tanken richtig Kraft. Es macht schon ungemein viel aus, wenn man nur schon ganz wenige Tage mit dem Wohnmobil von zu Hause fort kann. Einfach unser Knutschi geniessen, schauen dass alles funktioniert und wieder mal alles ausprobieren.

Alles läuft reibungslos, aber wenn man so viel Zeit hat, kommt man auf neue Ideen. Bei meinem Smartphone, das nicht mehr das neuste ist und doch schon einige Jahre auf dem Buckel hat, lässt die Kapazität der Batterie so schnell nach, dass es keine 24 Stunden ohne Strom mehr auskommt. Wie wäre es, wenn ich doch noch einen Router ins Womo einbauen würde, mit einer Antenne auf dem Dach? Damit ich immer gutes Handynetzt und damit Internetanschluss im Womo hätte? Wäre doch was, oder?

Ich darf doch auch wieder mal etwas neues, wenn Anita dauernd Wolle kauft und wie eine Verrückte ein Stück am andern strickt?


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